Akne: Das Haut- und Darm-Mikrobiom entscheiden über den Therapieerfolg

Pickel, Pusteln, Mitesser – die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist mindestens einmal im Leben von einer der häufigsten Hauterkrankungen betroffen, der Akne. Meist geht sie mit der hormonellen Umstellung in der Pubertät einher, in manchen Fällen bleibt sie jedoch auch darüber hinaus bestehen. Nimmt die Akne einen schwereren Verlauf, kommt es zu größeren Eiterherden, Entzündungen und Narbenbildung, worunter die Betroffenen vor allem psychisch leiden. Über eine gesunde Ernährung, natürliche Hautpflege und eine ganzheitliche Therapie können Sie jedoch den weiteren Verlauf der Akne selbst mitbeeinflussen. Im folgenden Artikel lesen Sie, wie Sie Ihr Hautbild konkret verbessern und die Akne in den Griff bekommen können.

Frau hat Pickel im Gesicht wegen Akne

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2021

Das-Wichtigste-in-Kürze

Fakten in der Übersicht

  • Akne – was ist das? Die Akne ist eine der häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen und betrifft Säuglinge, Jugendliche und Erwachsene. Man unterscheidet die verschiedenen Erscheinungsformen der Akne nach der Schwere der Symptomatik, nach dem Lebensalter, in dem sie auftritt, und nach auslösenden Faktoren. Hormonelle Umstellungsphasen sind Hauptauslöser der Akne. Eine vermutete (epi)genetische Veranlagung für Akne wird durch einen westlichen Lebensstil und eine gestörte Zusammensetzung des Hautmikrobioms befeuert.
  • Ursachen & Risikofaktoren: hormonelle Umstellungsphasen, Epigenetik, Störungen des Haut- und Darm-Mikrobioms, Stress, Übergewicht, Rauchen, Fehlernährung, Übersäuerung, Mikronährstoffmangel und oxidativer Stress, Reaktion auf Medikamente, Kosmetika oder hautreizende Substanzen
  • Symptome: Pickel, eitrige Pusteln, Papeln; in schweren Fällen Zysten- und Fistelbildung, hohe psychische Belastung aufgrund der entstellenden Hauterscheinungen
  • Diagnose und Tests: äußeres Erscheinungsbild, Anamnese, Ermittlung auslösender Faktoren, Hautabstrich, Probenentnahme aus Pickeln oder Eiterkammern, Blutuntersuchung hinsichtlich Hormonstatus und Entzündungsparametern
  • Prognose und Verlauf: Leichtere Verlaufsformen heilen meist von selbst ab. Ungünstige Faktoren erhöhen das Risiko für Komplikationen und schwere Verlaufsformen, die mit Fieber, Lymphknotenschwellung, generalisierten Entzündungen und ausgeprägter Narbenbildung einhergehen. Die mentale Belastung aufgrund der entstellenden Hauterscheinungen ist sehr groß und kann psychische Erkrankungen auslösen.
  • Empfohlene Ernährung: Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.
  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe: Antioxidantien wie Vitamin A und E, Zink, Selen, N-Acetylcystein, sekundäre Pflanzenstoffe (wie z. B. Silymarin), Vitamin B5 sowie Omega-3-Fettsäuren
    • Lebensstil: Sport und Bewegung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin, Stressresistenz aufbauen, natürliche Hautpflege, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Fasten in den Alltag integrieren
    • Konventionelle Therapie: abhängig von der Schwere der Akneläsionen; antibiotische Salben und Cremes, medizinisches Peeling, verschiedene Verfahren zur Akne- und Narbenbehandlung, medikamentöse Therapie bei schweren oder generalisierten Verlaufsformen
    • Ganzheitliche Therapie: ätherische Öle, Zinksalbe, Wasserstoffperoxid, pflanzliche Heilmittel, Entsäuerung, Darmsanierung
  • Checkliste und Empfehlungen bei Akne: Das können Sie selbst tun

Was ist Akne?

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Akne in der Übersicht

  • Akne ist eine der häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen und tritt vorwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, aber auch Säuglinge und Menschen mittleren Alters können betroffen sein.
  • In erster Linie sind hormonelle Veränderungen und Hormonschwankungen Auslöser der Akne.
  • Man unterscheidet verschiedene Erscheinungsformen der Akne
    • Acne vulgaris: häufigste Form der Akne; Ursache sind hormonelle Veränderungen in der Pubertät; Differenzierung nach Schweregrad
    • Acne neonatorum: Neugeborenen- bzw. Kleinkindakne; hormonelle Einflüsse der Mutter in der Schwangerschaft oder Stillzeit
    • Acne infantum: Kleinkindakne bis hinein in die vorpubertäre Phase durch erhöhte Androgenausschüttung
    • Acne inversa: zum Teil schwere Ausprägung der Akne nach dem 20. Lebensjahr, vermehrt bei Rauchern
    • Acne tarda: Akne des Erwachsenenalters, vermutlich im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen
    • Acne aestivalis: „Mallorca-Akne“; tritt nach hoher UV-Bestrahlung in Zusammenhang mit Kosmetika/ Sonnencremes auf
    • Sonderformen: Acne medicamentosa (medikamentenbedingte Akne), Acne cosmetica (Akne aufgrund Inhaltsstoffen von Kosmetika), Acne venenata (Kontaktakne)
  • Die epigenetische Veranlagung zur Entwicklung einer Akne im Laufe seines Lebens wird vor allem durch Umweltfaktoren und die Zusammensetzung des Hautmikrobioms gefördert.

Vorkommen und Auftreten

Die Akne zählt zu den häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen der westlichen Welt, von der vorwiegend Jugendliche ab Beginn der Pubertät und junge Erwachsene betroffen sind. Akne betrifft etwa 80-95% der Jugendlichen in der Pubertät. Bei etwa 30% verläuft die Hauterkrankung so schwer, dass sie behandlungsbedürftig ist, davon sind die meisten Patienten männlich. In den meisten Fällen bildet sich die Akne nach der Pubertät wieder zurück und hinterlässt keine Narben. Bei mehr als 40% der Betroffenen bleibt die Akne auch über das 25. Lebensjahr hinaus bestehen.

 

Aber auch bei Säuglingen und Kleinkindern sowie Erwachsenen im mittleren Lebensalter können bestimmte Formen der Akne auftreten.

Akne tritt meist in Zusammenhang mit Phasen hormoneller Veränderungen auf wie z. B. in der Pubertät, in der prämenstruellen Phase, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Reaktionen auf Kosmetika, Medikamente, UV-Licht oder hautreizende Substanzen können ebenso eine Akne verursachen.

 

Es kommt zu Entzündungen der Talgdrüsen bzw. der Haarfollikel. Das Beschwerdebild zeigt Pickel, Mitesser und eitrige Pusteln, die vereinzelt oder in großer Anzahl vorwiegend an Stirn, Kinn und Wangen auftreten. Auch am Dekolleté und am Rücken sind Pickel und Hautentzündungen möglich.

Hinweis

Der Einfluss von Hormonen auf die Haut

Die menschlichen Sexualhormone steuern nicht nur die Funktionen der Geschlechtsorgane, sondern haben vor allem auch Einfluss auf den Hautstoffwechsel, die Bildung von Hauttalg und das Haarwachstum.

 

Zu den Androgenen (männliche Geschlechtshormone), die bei Männern in wesentlich größeren Mengen als bei Frauen produziert werden, zählt das Hormon Testosteron. Es stimuliert u. a. die Talgdrüsen und die Bildung von Hornzellen der Oberhaut. Hormonelle Schwankungen oder eine vermehrte Ausschüttung von Testosteron führen zu einer vermehrten Talgproduktion, die beschleunigte Hornzellenbildung kann die Poren verschließen, so dass der Talg nicht abfließen kann. Es bilden sich Mitesser (Komedonen). Bakterien (Cutibacterium acnes) können zu Entzündungen der Talgdrüsen oder Haarfollikel führen – Pickel und Pusteln entstehen.

 

Die weiblichen Geschlechtshormone, Östrogene und Gestagene, sind Gegenspieler zu den Androgenen und werden auch im männlichen Körper in kleinen Mengen produziert. Sie wirken ebenfalls an der Steuerung der Talgdrüsen mit und vermindern die Talgproduktion und damit die Akne-Symptome.

 

Kommt es – wie in der Pubertät oder in der Schwangerschaft – zu großen hormonellen Veränderungen und Schwankungen und zu einer (schubweisen) vermehrten Ausschüttung von Androgenen, wird die normale Funktion der Talgdrüsen gestört, die Überproduktion von Hauttalg verursacht Mitesser. Wenn Bakterien und Fremdkörper in die verstopften Hautporen eingeschlossen werden, entstehen Entzündungen, Aknezysten oder eitrige Pusteln.

Differenzierung

Die physiologische Akne geht mit hormonellen Umstellungsphasen und Hormonschwankungen einher und betrifft etwa 60% aller Aknepatienten. Meist ist keine medizinische Behandlung nötig, die Hauterscheinungen bilden sich spontan nach kurzer Zeit bzw. im Laufe der Pubertät wieder zurück.

 

Die klinische Form der Akne ist behandlungsbedürftig, geht mit einem mittelschweren bis schweren Krankheitsbild einher und kann Monate bis Jahre andauern. Meist sind medizinische Interventionen erforderlich, um Narbenbildung oder schwere psychische Begleiterscheinungen zu verhindern.

 

Die Acne/Akne vulgaris (Acne simplex, „gewöhnliche“ Akne) ist die häufigste Erscheinungsform. Hormonelle Veränderungen zu Beginn und während der Pubertät sind Auslöser für die Hauterscheinungen. Die verstärkte Ausschüttung von Androgenen (männliche Geschlechtshormone) führen zu einer vermehrten Talgproduktion, wodurch die Hautporen verstopfen und sich bakterielle Entzündungen bilden können.

Man unterscheidet die verschiedenen Formen der Akne vulgaris nach ihrem Schweregrad:

 

  • Acne comedonica

Die Acne comedonica (Komedonen, Mitesser) ist die Bezeichnung für eine leichte Verlaufsform. Die Mitesser bilden sich von selbst wieder zurück, es kommt zu keinen Entzündungen/eitrigen Pusteln.

 

  • Acne papulo-pustulosa

Wenn es zu mittelschweren Entzündungen kommt und sich gerötete, knotenartige Papeln bzw. eitrige Pusteln im Gesicht und/oder am Rücken bilden, spricht man von der Acne papulo-pustulosa.

 

  • Acne conglobata (zystische Akne)

Die schwerste Verlaufsform wird als Akne conglobata (conglobare = anhäufen, zusammenballen) bezeichnet. Es bilden sich große Mitesser, Pickel und Pusteln, die sich nicht mehr voneinander abgrenzen lassen. In tieferen Hautschichten können die Knoten sich sogar miteinander verbinden, große Eiterkammern und Fisteln ausbilden. Die Acne conglobata tritt vorwiegend im Gesicht, am Oberkörper, in den Achselhöhlen, und im Genitalbereich auf. Die Gefahr der (großflächigen) Narbenbildung ist hier sehr hoch.

 

  • Acne fulminans

Die Acne fulminans ist eine sehr seltene, jedoch sehr schwere Erscheinungsform der Akne. Die Hauterscheinungen der Akne conglobata können sich geschwürartig verändern, es kann zu Leberschwellung und Fieber, Knochen-, Gelenk- und Muskelentzündungen kommen. Die Entzündungswerte und die Zahl der Leukozyten im Blutserum sind erhöht.

 

 

Weitere häufige Erscheinungsformen der Akne sind:

  • Acne neonatorum (Neugeborenenakne) und Acne infantum

Bei Neugeborenen oder bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten können sich nicht-entzündliche Pickel und Mitesser vor allem im Bereich der Wangen bilden, bei einem schwereren Verlauf können die Hauterscheinungen sich auch zu eitrigen Pickeln und Knötchen entwickeln. Ursache sind vermutlich die hormonellen Veränderungen nach der Geburt und während der Stillzeit, da der Säugling über die Plazenta und später beim Stillen mütterliche Hormone erhält, die die Hauterscheinungen verursachen.

 

Während der Kleinkindzeit und in der vorpubertären Phase können ebenso Pickel und Hautentzündungen auftreten, die auf einer meist vorübergehenden, vermehrten Produktion von Androgenen beruhen. Jungen sind von der Acne infantum häufiger betroffen als Mädchen.

 

  • Acne inversa (Hidradenitis suppurativa)

Diese Akneform tritt erstmalig meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Sie zeigt sich als (schwere) Entzündung der Talgdrüsen und Haarfollikel im Bereich der Leistengegend, im Analbereich und der Achselhöhle. Auch unter den Brüsten und in Bauchfalten können sich schmerzhafte, eitrige Pickel und Entzündungen bilden. Rauchen gilt als begünstigender Faktor.

 

  • Acne tarda (Akne im Erwachsenenalter)

Nach der Pubertät sind überwiegend Frauen im Alter von 30-45 Jahren von der Acne tarda betroffen. Häufig verschlimmern sich die Symptome in hormonellen Umstellungsphasen in der zweiten Zyklushälfte, in der Zeit vom Eisprung bis zur Periode, in der Schwangerschaft, in den Wechseljahren und bei Störungen im Hormonhaushalt. Auch Antibiotikabehandlungen stehen vermutlich im Zusammenhang mit der Akne im Erwachsenenalter.1

 

  • Acne aestivalis („Mallorca-Akne“)

Mit Acne aestivalis wird eine Sonderform der Lichtdermatosen („Sonnenallergie“) bezeichnet und ist, medizinisch gesehen, nicht den Akne-Formen zuzuordnen. Sie entsteht nach vermehrter UV-Einwirkung auf die Haut im Sommer. Die Pickel und Pusteln gehen mit starkem Juckreiz einher und stehen häufig im Zusammenhang mit (fettreichen) Sonnenschutzmitteln oder Kosmetika, deren Inhaltsstoffe mit der UV-Strahlung reagieren und Entzündungen bei besonders sonnenexponierten Hautarealen (Stirn, Kinn, Dekolleté, Rücken) auslösen.

 

 

Besondere Varianten der Akne sind:

  • Acne medicamentosa

Hautreaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe von Arzneimitteln

 

  • Acne cosmetica

Hautreaktion auf Inhaltsstoffe von (meist synthetischen) Kosmetika wie z. B. Olefine, Paraffine, Silikone, Emulgatoren und Konservierungsstoffe

 

  • Acne venenata (Kontaktakne)

akneartige Reaktionen der Haut nach Kontakt mit hautreizenden, giftigen Substanzen bzw. Chemikalien wie Chlor, Schmiermitteln, Schweröl oder Teerprodukten

 

 

Epigenetischer Zusammenhang

Früher wurde vermutet, dass ausschließlich eine genetische Veranlagung das Entstehen der Akne begünstigt.

Epidemiologische Forschungen haben jedoch gezeigt, dass Akne vor allem in den westlich geprägten Gesellschaften eine Hauterkrankung ist, die nahezu jeden im Laufe seines Lebens betrifft, insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene. In Ländern, deren Populationen nicht westlich geprägt sind, wurde kein Fall von aktiver Akne im entsprechenden Lebensalter beobachtet. Je mehr westliche Ernährungs- und Lebensgewohnheiten Einzug erhielten, desto größer wurde die Anzahl an Akne-Fällen in der Bevölkerung.

Die Wissenschaftler schlossen nach weiteren Beobachtungen daraus, dass die Akne mit diversen Umweltfaktoren im Zusammenhang steht wie der Ernährung, dem Lebensstil und dem Blutzuckerspiegel.2

 

Eine andere wissenschaftliche Untersuchung konnte den Zusammenhang zwischen dem menschlichen Hautmikrobiom und der Akne beobachten. Demzufolge produzieren bestimmte Bakterien der Hautflora kurzkettige Fettsäuren, die die genetische Disposition für Akne fördern. Ein Ungleichgewicht des Hautmikrobioms könnte somit ursächlich die Hauterkrankung und ihren Ausprägungsgrad begünstigen.3

Ursachen und Risikofaktoren

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Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Mikronährstoffmangel aufgrund von oxidativem Stress, Fehlernährung, Medikamenten, Umweltgiften, Übersäuerung etc.
  • hormonelle Umstellungsphasen in Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit, in den Wechseljahren, bei Insulinresistenz etc.
  • Vererbung von Hauttyp und Veranlagung für Hauterkrankungen
  • Fehlernährung mit Fast Food, ungesunden Fetten, hohem Anteil an Kohlenhydraten
  • Störungen des Darmmikrobioms verursachen eine Überlastung der Entgiftungsorgane, oxidativen Stress und Entzündungen und schwächen die Immunabwehr
  • Störungen der Hautflora aufgrund eines Ungleichgewichts der Bakterienstämme auf der Hautoberfläche und einer Schwächung der Hautbarriere
  • Stress verursacht oxidativen Stress, entzündliche Erkrankungen und Störungen des Hormonhaushalts
  • Übergewicht begünstigt Entzündungen, Hormonverschiebungen und Komplikationen bei Akne
  • Hautreaktionen auf Inhaltsstoffe von Kosmetika und Medikamenten
  • Nikotin erhöht den oxidativen Stress, vermindert die Durchblutung, fördert Ablagerungen und schwächt Immunabwehr sowie Entgiftungsleistung des Körpers
  • Übersäuerung des Organismus und daher vermehrte Säureausscheidung über die Haut

Bei der Entstehung der Akne wirken mehrere Faktoren zusammen, die Einfluss auf die Talgproduktion haben und Entzündungen der Talgdrüsen und Haarfollikel begünstigen und zu oxidativem Stress sowie einem (chronischen) Mikronährstoffmangel führen:

 

hormonelle Ursachen

  • Pubertät: (schubweise) Überproduktion männlicher Hormone, die die Talgdrüsenaktivität anregen
  • prämenstruelle Phase: Hormonveränderungen in der 2. Zyklushälfte4
  • Schwangerschaft: Umstellung des Hormonhaushalts, vermehrte Produktion von Androgenen
  • Stillzeit: starke Hormonveränderungen nach der Geburt und nach dem Abstillen
  • Wechseljahre: hormonelle Schwankungen, vermehrte Androgen-Ausschüttung
  • hormonelle Verhütungsmittel/ Hormonbehandlung: Hormonschwankungen nach Absetzen der Pille bzw. während und nach Hormonbehandlungen
  • Insulinresistenz: erhöhter Nüchterninsulinspiegel, Anzeichen für Prädiabetes und Stoffwechselstörungen, gesteigerte Zellteilung, vermehrte Talgproduktion

 

genetische Faktoren

  • Hauttyp: vererbte Faktoren wie Aktivität der Talgdrüsen, Porengröße, Hautbeschaffenheit, Empfindlichkeit für Umwelteinflüsse
  • Epigenetik: Veranlagung für Hauterkrankungen

 

Ausflug in die Wissenschaft

Epigenetik

Bis zur Entdeckung der Epigenetik ging man davon aus, dass unsere Gene unveränderbar sind und somit Persönlichkeitsmerkmale oder die Veranlagung für bestimmte Krankheiten oder Neigungen von Geburt an feststehen.

Die Epigenetik beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das uns vererbte Genmaterial durch äußere Einflüsse wie Ernährung, Lebensstil, Stress, Umweltgift und Lebenseinstellung veränderbar ist und Gensequenzen schwächer oder stärker abgelesen bzw. ein- oder ausgeschaltet werden können (Methylierung).

Erkenntnisse zeigen, dass wir zwar einerseits durch negative Einflüsse Schäden und Veränderungen an unserer DNA verursachen können, die über Generationen weitervererbt werden. Anderseits jedoch auf die gleiche Weise geschädigte DNA-Sequenzen positiv beeinflussen können, deren Ausprägung wir bislang für unveränderbar gehalten haben.

Eine ausgewogene Ernährung, eine umfassende Versorgung mit den lebenswichtigen Mikronährstoffen, positive Gedanken und eine optimistische Lebenseinstellung sowie die Vermeidung von Schadstoffen, Elektrosmog, Chemikalien und Stress sind nach den Erkenntnissen der Epigenetik somit elementar für Gesundheit und Vitalität.

Hoffnung besteht, dass mit Hilfe der Forschungsergebnisse zur Epigenetik in der Zukunft auch derzeit als unheilbar betrachtete Erkrankungen heilbar sein werden.

Während besonderer Belastungssituationen, Krankheiten, Stress oder Medikamenteneinnahme, steigt der Bedarf an Mikronährstoffen erheblich an. Eine optimale Versorgung wird dann oft schwierig. Nahrungsergänzungsmittel können dann die Ernährung sinnvoll ergänzen, sofern sie aus natürlichen Zutaten bestehen und die Zutaten sinnvoll miteinander ergänzt sind.

Ernährung

  • hohe glykämische Last: kohlenhydratreiche Ernährung; beeinflusst Blutzuckerspiegel, fördert Hautentzündungen, erhöht die Ausschüttung von Androgenen
  • ungesunde Fette: hoher Anteil gesättigter Fettsäuren und Fette tierischen Ursprungs
  • Fertignahrungsmittel und Fast Food: ballaststoffarme und denaturierte Kost, ggfs. mit Zusatz von Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffen

 

Folgen eines gestörten Darmmikrobioms

  • Entzündung der Darmschleimhaut
  • erhöhte Durchlässigkeit von unverdauten Nahrungsbestandteilen (Leaky-Gut-Syndrom)
  • Überlastung der Entgiftungsleistung des Organismus und dadurch vermehrte Entgiftung über die Haut
  • erhöhter oxidativer Stress durch entzündungsfördernde Substanzen
  • Schwächung der Immunabwehr und Förderung von entzündlichen Hauterkrankungen5

Hinweis

Die Rolle des Darmmikrobioms bei der Entstehung von Akne

Unter dem Mikrobiom versteht man die Gesamtheit aller Bakterien und Mikroorganismen, die symbiotisch in und auf unserem Körper leben. Die Darmflora ist zwar nur ein Teil des menschlichen Mikrobioms, allerdings ein sehr wichtiger.

Auf der Schleimhautoberfläche des Darms (ca. 400 m2) befinden sich etwa 10 Billionen Mikroorganismen, die insgesamt etwa 1,5 kg unseres Körpergewichts ausmachen. Es hat eine Schlüsselfunktion im Immunsystem, trainiert die körpereigenen Abwehrkräfte und verhindert die Ausbreitung krankheitserregender Bakterienstämme.

 

Die Zusammensetzung des Mikrobioms beeinflusst folglich den Verlauf von Krankheiten. Bei entzündlichen Hauterkrankungen wie der Akne ist nicht nur das Hautmikrobiom verändert, auch das Darmmikrobiom weist ungünstige Veränderungen auf. Diese Dysbiose stört die Immunantwort und kann überschießende Immunreaktionen ebenso begünstigen wie verzögerte und unzureichende Abwehrprozesse.

Eine Dysbiose im Darm geht häufig mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen einher, die sich auch auf der Haut zeigen können (Darm-Haut-Achse).

 

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen bilden die Mikroorganismen im Darm Neurotransmitter, die über die Blutbahn im ganzen Körper entsprechende Effekte auslösen können und somit auch Reaktionen auf der Haut, wie beispielsweise Akne, provozieren können.6,7

gestörtes Hautmikrobiom

  • geschwächte Hautbarriere (bestehend aus antimikrobiellen Substanzen im Hauttalg und Schweiß, Enzymen, Antioxidantien, Feuchtigkeitsfilm etc.)8
  • Vermehrung entzündungsfördernder Bakterienstämme auf der Hautoberfläche
  • Dysbiose des Hautmikrobioms als wesentlicher Faktor bei der Entstehung entzündungsfördernder Hautkrankheiten9
  • Schwächung der Hautbarriere gegen das Eindringen von Erregern oder schädlichen Substanzen

 

Stress

  • verursacht oxidativen Zellstress, der zugleich Folge und Ursache der Akne darstellt10
  • begünstigt entzündliche Hauterkrankungen und Hormonstörungen
  • schwächt die Immunabwehr

 

Übergewicht

  • Zellen im Fettgewebe produzieren entzündungsfördernde Substanzen
  • Durch den erhöhten Druck des überschüssigen Fettgewebes und die Bildung von zahlreichen, tiefen Hautfalten, die aneinander reiben, werden weitere Akneherde bzw. werden Komplikationen wie Abszesse oder Fisteln begünstigt.
  • Adipositas begünstigt Hormonverschiebungen wie z. B. erhöhte Produktion von Androgenen bei Frauen

 

Kosmetika

  • allergische oder überempfindliche Hautreaktion auf (synthetische) Inhaltsstoffe in kosmetischen Produkten wie Cremes, Seifen etc.
  • Zerstörung der Hautflora durch Konservierungsstoffe (Parabene, Natriumbenzoate, Formaldehyde, Benzylalkohole etc.)
  • verstopfte Poren durch fetthaltige Lotionen oder synthetische Substanzen (z. B. Paraffine)
  • Reaktion von UV-Strahlen mit Sonnenschutzmitteln in der Haut („Mallorca-Akne“)

 

Medikamente

  • allergische oder überempfindliche Hautreaktion auf (synthetische) Inhaltsstoffe in Medikamenten
  • Missbrauch von Anabolika zum Muskelaufbau und dadurch erhöhter Androgenspiegel
  • Nebenwirkungen oder Begleiterscheinungen von Psychopharmaka, Kortison etc.
  • Störung des Mikrobioms durch Antibiotika
  • Schwächung der Abwehrkräfte

 

Nikotin

  • erhöht oxidativen Stress, zerstört Antioxidantien im Körper
  • verursacht Durchblutungsstörungen, hemmt dadurch optimale Ernährung und Sauerstoffversorgung der Hautzellen und fördert Ablagerungen
  • stört Barrierefunktion der Haut und schwächt Immunabwehr
  • eine der Hautursachen der Acne inversa

 

Übersäuerung des Organismus

  • vermehrte Ausscheidung von Säuren über die Haut und dadurch Reizung der Haut
  • Vermehrung entzündungsfördernder Bakterien
  • Störung der Barrierefunktion

 

Hinweis

Stärkung der Hautbarriere und des Mikrobioms

Die Hautbarriere ist die äußerste Schutzschicht des Körpers, die ihn gegen Umwelteinflüsse, UV-Strahlen und das Eindringen von entzündungsfördernden Keimen schützt.

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben den Zusammenhang von bestimmten Nahrungsmitteln auf die Funktion der Hautbarriere, die in der Hornzellschicht der Oberhaut angesiedelt ist, erforscht.11

 

Welche Funktion haben Hautbarriere und Hautmikrobiom?

 

Bildlich gesprochen, ist die Hautbarriere eine Art „Mauer“ aus eiweißreichen Hornzellen und Hautfetten, die die Zwischenräume ausfüllen. Sie stellt die äußerste Schutzschicht unseres Körpers dar und bildet einen etwa 0,1mm bis 1mm dichten Wall nach außen. Der Körper wird einerseits vor übermäßigem Wasserverlust geschützt, da die Verdunstung über Vergrößerung oder Zusammenziehen der Hautporen geregelt wird, die Haut-Fett-Schicht jedoch ansonsten undurchlässig ist. Andererseits verhindert die Barriere, dass schädliche Substanzen, UV-Strahlen oder Krankheitserreger ungehindert in den Körper eindringen können.

 

Ist der Fettfilm der Haut nicht intakt, wird die Barrierefunktion gestört. Die Haut verliert an Feuchtigkeit, wird trocken und sensibel, Bakterien oder Allergene können die Barriere passieren und in den Körper gelangen. Gestört wird die Hautbarriere vor allem durch übermäßige oder ungeeignete Hautpflege, durch entfettende Substanzen, zu heißes oder zu häufiges Waschen/ Duschen sowie durch Stress.

 

Zudem spielt auch das Hautmikrobiom eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Hauterkrankungen.

Es ist ein komplexes Biosystem, bestehend aus Milliarden von Bakterien, Pilzen, Viren und anderen Mikroorganismen, die in einem Gleichgewicht miteinander leben und einen Schutzmantel bilden. Es trainiert unser Immunsystem, hemmt die Ausbreitung schädlicher Keime auf der Hautoberfläche und verhindert, dass Krankheitserreger in den Organismus eindringen können.

 

Fehlernährung12, Antibiotika, häufiges Waschen oder Duschen, Übersäuerung, Umweltfaktoren etc. schädigen die Zusammensetzung der Hautflora und stören die Hautbarriere und begünstigen somit die Entstehung von entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne.

Symptome der Akne

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Symptome in der Übersicht

  • fettige Gesichtshaut aufgrund genetischer, hormoneller oder kosmetischer Ursachen
  • Mitesser entstehen durch übermäßig produzierten Hauttalg und dadurch verstopfte Hautporen.
  • Papeln und eitrige Pusteln bilden sich, wenn Bakterien in die Hautporen oder Haarfollikel eindringen und Entzündungen verursachen.
  • Abszesse, Zysten und Fisteln entstehen meist bei schweren Verlaufsformen.
  • Große Akneherde oder unprofessionell behandelte Akne hinterlassen meist dauerhafte Narben.
  • Die psychische Belastung ist besonders bei schweren Ausprägungen der Akne und entstellenden Narben sehr groß und bedarf therapeutischer Begleitung.

Akne tritt vor allem an den Stellen in Erscheinung, wo vermehrt Talgdrüsen sitzen. Dazu zählen Gesicht, Dekolleté, Rücken, Achseln, Gesäßfalte, Leistenregion und der Hautbereich um und unter den Brüsten.

 

Die Hauterscheinungen Acne vulgaris, die vorwiegend bei Pubertierenden und jungen Erwachsenen vorkommt, bilden sich hauptsächlich im Gesicht, aber auch im Hals-Nacken-Bereich, am Dekolleté, am Rücken und am Gesäß können Pickel und Pusteln entstehen.

 

Bei der Acne inversa finden sich die Hautentzündungen neben den oben genannten Stellen vornehmlich in den Körperbereichen, wo sich Hautfalten bilden, z. B. unter den Achseln, im Intimbereich und der Leistengegend, unter den Brüsten und am Bauch.

 

Bei der Neugeborenen-Akne zeigen sich in den ersten Lebenswochen und -monaten nicht juckende rötliche Pickel und gelbliche Knötchen im Gesichtsbereich auf, die von allein abheilen und die mit der hormonellen Umstellung nach der Geburt und während der Stillzeit einhergehen kann.

 

Folgende Hauterscheinungen können gleichzeitig in verschiedenen Ausprägungen bei Akne-Patienten auftreten

 

  • fettige Gesichtshaut aufgrund vererbtem Hauttyp, hormonell bedingter Überproduktion von Hauttalg oder Hautpflege mit fettreichen Pflegeprodukten
  • Mitesser (Komedonen) entstehen, wenn der in den Talgdrüsen übermäßig produzierte Hauttalg (Seborrhö) nicht abfließen kann und die Pore mit Hornzellen verschlossen wird. Man unterscheidet
    • Whiteheads: mit Hornzellen verschlossene knötchenförmige Mitesser
    • Blackheads: offene Mitesser, die durch den Hautfarbstoff Melanin und Reaktionen mit Sauerstoff eine dunkle Verfärbung angenommen haben
  • Papeln haben eine Größe von bis zu 5 mm und entstehen, wenn in die verstopften Hautporen Bakterien eingeschlossen werden und sich eine Entzündung entwickelt. Die geröteten, knötchenartigen Verdickungen in der Haut können von allein wieder abheilen oder sich zu eitrigen Pusteln entwickeln.
  • Pusteln bilden eine eitrige Spitze aus und können beim Abheilen Narben hinterlassen. Sie können bis zu 5 mm oder auch größer werden.
  • Abszesse treten in schweren Fällen auf, besonders bei der Acne inversa oder schweren Verlaufsformen der Acne vulgaris (Acne conglomerata, Acne fulminans).
  • Zysten liegen tief in der Haut und zeigen sich an der Oberfläche als rote, schmerzhafte Knoten ohne eitrige Spitze. Sie können unterschiedlich groß werden und hinterlassen oft Narben.
  • Fisteln sind Verbindungsgänge, die der Körper bei Eiterherden von der Haut zu anderen Organen bilden kann. Sie können bei schweren Verlaufsformen der Akne entstehen und bedürfen ärztlicher Behandlung.
  • Aknenarben entstehen meist bei schweren Verlaufsformen, wenn sich große und zahlreiche Akneherde bilden oder die Pickel nicht professionell behandelt wurden. Frische Narben haben anfangs eine rötliche Verfärbung, später werden sie heller und gleichen sich dem Teint an.

 

Die psychische Belastung, insbesondere bei schweren Ausprägungen der Akne, ist oft sehr hoch.13 Die Betroffenen leiden unter den entstellenden Akneherden bzw. den großflächigen Narben und schämen sich, weil oft unterschwellig die Akne mit mangelnder Körperhygiene in Verbindung gebracht wird und die Hauterscheinungen sich auch mit Make-up nicht verdecken lassen.

Hinweis

Mallorca-Akne

Bei der Mallorca-Akne handelt es sich nicht um eine Form der Akne, sondern um eine Hauterkrankung, die durch UV-Einstrahlung entsteht (Lichtdermatose).

Das Erscheinungsbild ähnelt lediglich einer Akne, da vor allem Menschen betroffen sind, die einen eher fettigen Hauttyp haben, und nach ausgiebigem Sonnenbad mit Juckreiz, Hautrötung und der Bildung von Pusteln und Knötchen reagieren.

Die UV-Strahlen reagieren mit fettreichen Sonnenschutzlotionen oder dem körpereigenen Hauttalg und lösen die entzündlichen Hauterscheinungen aus.

Diagnose der Akne

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Diagnose in der Übersicht

  • typisches äußeres Erscheinungsbild: Mitesser, Papeln, Pusteln
  • Anamnese zur Ermittlung auslösender oder verstärkender Faktoren
  • Durchführung eines Hautabstrichs und Untersuchung des entzündlichen Sekrets
  • Bestimmung der Konzentration männlicher Geschlechtshormone im Blut
  • Bestimmung von Entzündungsparametern im Blut
  • Diagnosestellung zur Festlegung der weiteren Behandlung

Bei einer leichten Akne, die sich vorwiegend in Mitessern und wenigen bis gar keinen Papeln und Pusteln zeigt, ist keine medizinische Behandlung erforderlich. Bei entsprechender Hautpflege und Veränderungen des Lebensstils klingt die Akne von selbst ab.

Bei schwereren Verlaufsformen sollte ein Arzt oder Heilpraktiker aufgesucht werden, um die Entzündungsprozesse einzudämmen und eine Verschlimmerung bzw. Narbenbildung zu vermeiden.

 

Die Symptome der Akne sind meist so eindeutig, dass der Arzt die Diagnose allein nach dem äußeren Erscheinungsbild stellen kann. Die zahlreichen Mitesser, eitrige Pickel und Papeln in Gesicht, an Hals und Nacken, am Dekolleté, aber auch am Rücken und in Hautfalten sind typisch für die Akne.

 

In der Anamnese erfragt der Arzt mögliche, die Akne auslösende oder verstärkende Faktoren wie Einnahme von Medikamenten, Rauchen, Ernährung, Verwendung von Hautpflegeprodukten und Kosmetika, Kontakt mit hautreizenden Substanzen, persönliche Lebensumstände etc.

 

Bei ausgeprägten Entzündungen können ein Abstrich der betroffenen Hautareale und eine Untersuchung des (eitrigen) Sekrets die Diagnose sichern. Im Fall von schweren Hautentzündungen kann die Ermittlung des verursachenden Bakterienstammes für die folgende Therapie von Bedeutung sein.

Auch die Bestimmung der Konzentration von Androgenen (männlichen Geschlechtshormonen) im Blut kann ergänzend zur Diagnostik durchgeführt werden.

Die Bestimmung von Entzündungsparametern im Blut wie Blutsenkung, CRP oder Leukozytenzahl zeigt, wie schwer die Inflammation ist.

 

Bei jugendlichen Patienten oder jungen Erwachsenen bzw. bei vorwiegend Frauen in hormonellen Veränderungsphasen (Schwangerschaft, Wechseljahre, prämenstruelle Phase oder nach Absetzen der „Pille“) wird die Diagnose Akne vulgaris gestellt. Sie ist die häufigste Variante der Akne.

 

Je nach Schwere der Hauterkrankung oder Ursache wird die Akne vulgaris in verschiedene Varianten unterteilt, wie bereits in „Was ist Akne – Differenzierung?“ beschrieben wurde.

 

 

Krankheitsverlauf und Prognose

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Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • Die hormonell bedingte Akne in der Pubertät klingt spätestens bis zum 25. Lebensjahr von selbst ab.
  • Begünstigende Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines chronischen oder schweren Verlaufs der Akne.
  • Komplizierte Verlaufsformen können mit Fieber, Lymphknotenschwellung und generalisierten Entzündungen einhergehen.
  • Großflächige Akneherde oder Entzündungen bis in die unteren Hautschichten hinterlassen meist dauerhaft Narben.

Wenn sich die Akne aufgrund der hormonellen Umstellung in der Pubertät entwickelt hat, heilt sie in den meisten Fällen von selbst innerhalb weniger Monate bis Jahre, spätestens bis zum 25. Lebensjahr, wieder ab.

 

Je mehr begünstigende Faktoren wie Mikronährstoffmangel durch Übergewicht, Fehlernährung, Stress, Störungen des Haut- oder Darmmikrobioms, Rauchen oder Übersäuerung hinzukommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Akne über die Pubertät hinaus andauert, einen chronischen bis schweren Verlauf nimmt und mit Komplikationen einhergeht. Auch kann es in späteren Jahren immer wieder zu einem erneuten Aufflammen der Akne (Acne tarda) kommen.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Ob Cremes, Gesichtswasser oder antiseptische Wirkstoffe – bevor wir zu synthetischen Produkten greifen, lohnt es sich, auf die Schatzkammer der Natur zurückzugreifen, um die Hautunreinheiten zu lindern. Dieses Buch bietet einen ganzheitlichen Ansatz, durch Ernährung, Entgiftung und natürliche Hautpflege die Akne in den Griff zu bekommen.


 

Komplizierte Verlaufsformen gehen mit großflächigen, konfluierenden Akneherden einher. Eiterkammern in tieferen Hautschichten können miteinander verschmelzen und Zysten oder Fisteln zu anderen Organen ausbilden.

Grundsätzlich kann es auch zu einer generalisierten Form der Akne kommen, die sich über den ganzen Körper ausbreitet.

Schwere Entzündungen können mit Fieber, Lymphknotenschwellungen, erhöhten Entzündungsparametern und einer deutlichen Beeinträchtigung des Allgemeinzustands einhergehen.

Häufig heilen diese Pusteln und Zysten nur langsam ab und hinterlassen dauerhaft Narben.

Atrophe Narben entstehen, wenn bei der Abheilung zu wenig Bindegewebe gebildet wird. Das betroffene Hautareal sinkt ein, Grübchen entstehen. Diese Narben treten bei Akne häufig auf.

Wenn bei der Wundheilung vermehrt Bindegewebe gebildet wird, entstehen eher leicht erhabene, wulstförmige Narben (hypertrophe Narben). Dies ist insbesondere nach chirurgischer Entfernung von hochgradig entzündeten und geschädigten Hautpartien bei der fortgeschrittenen Acne inversa der Fall.

 

Besonders bei der Acne conglobata und der Acne inversa können die entstellenden Hautentzündungen und Narben zu einer enormen psychischen Belastung führen, sodass es zu einem massiven Einbruch des Selbstwertgefühls, zur Entwicklung von Angststörungen, Beziehungsstörungen, ausgeprägten Schamgefühlen und Depressionen kommt.

 

Ernährung bei Akne

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ernährung in der Übersicht

  • Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich – das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index befeuern die Akne und zählen zu den Hauptfaktoren, die die Krankheit auslösen.
  • Bestimmte Lebensmittel wirken sich günstig auf die Hautbarriere und die Zusammensetzung des Haut- bzw. Darmmikrobioms aus, dazu zählen u. a. probiotische Lebensmittel, eine obst- und gemüsereiche Ernährung sowie Öle, Nüsse und Saaten, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind.
  • Eine allgemein kohlenhydratreiche Ernährung aktiviert das Stress-System im Körper und verschlimmert die Hautproblematik noch.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Sie fördert eine chronische Entzündung, die Arterien verkalken lässt, unseren Darm und unser Immunsystem schwächt, unsere Psyche negativ beeinflusst und letztlich Zellstress entstehen lässt. Wie im Kapitel Ursachen ausführlich dargestellt, sind entzündliche Prozesse auch bei Akne an der Entstehung beteiligt. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen bei Akne in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf Akne
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

Hinweis

Merkmale der Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie Akne lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist eine antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

Anti-entzündliche Ernährung Pro-entzündliche Ernährung
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen): Beeren, Zitrusfrüchte, Äpfel
Gemüse, mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu
Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-Haltung)
Wurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chili, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerrettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum, Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Verwenden Sie möglichst oft Öle in der „kalten“ Küche, die einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren haben. Sie tragen dazu bei, das Gleichgewicht der Fette zu erhalten und Entzündungen zu verringern. Bei den pflanzlichen Ölen gilt es die Unterschiede der einzelnen Öle bezüglich der Fettsäurezusammensetzung zu beachten. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren mög-lichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend sind. Das HTM-Team empfiehlt Leinöl, da es besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist.


 

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf, nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und vermeiden Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

 

Ernährung – Ursache und Therapie der Akne

Dass die Ernährung einen nicht unerheblichen Einfluss auf alle Erscheinungsformen der Akne hat, ist nachvollziehbar. Entzündungsfördernde Nahrungsmittel stören die Enzymtätigkeit, Stoffwechsel- und Abwehrprozesse und haben auch Auswirkungen auf das Hautbild. Wie hoch der Einfluss der Ernährung auf die Akne ist, ist wissenschaftlich noch nicht belegt. Jedoch wurde bereits bestätigt, dass Lebensmittel mit hohem glykämischen Index entzündliche Hautveränderungen und Hautunreinheiten verstärken.14

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Der Einfluss der Ernährung auf unsere Gesundheit ist unbestritten. Gezielte Ernährung, die Ihrer Hautgesundheit zu Gute kommt, liefert alle Makro- und Mikronährstoffe, die für die Zellneubildung, die Stärkung der Hautbarriere und die Regulation der Talgproduktion und der Hautfeuchtigkeit wichtig sind.


 

Ausflug in die Wissenschaft

Was ist der glykämische Index?

Der glykämische Index gibt an, wie hoch der Einfluss eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel ist. Je höher der Wert, desto mehr Zucker aus Kohlenhydraten gelangt nach dem Verzehr ins Blut. Die höchsten Werte des glykämischen Indexes haben Vollkornweizenbrot, Zucker, Stärke, Weißmehlprodukte und geschälter Reis. In der Folge schüttet die Bauchspeicheldrüse das Inselhormon aus, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Besteht die Ernährung überwiegend aus Nahrungsmitteln mit einem hohen glykämischen Index, bildet sich allmählich eine Insulinresistenz aus, da der Körper immer mehr Insulin benötigt. Es entsteht schleichend eine Diabetes-Erkrankung.

Doch nicht nur das Risiko, an Diabetes zu erkranken, steigt. Das Inselhormon erhöht auch die Bildung von Androgenen und verstärkt die Talgproduktion der Haut. Laut einer Studie aus dem Jahr 2015 scheint eine Insulinresistenz einen wesentlichen Anteil an der Entstehung der Akne zu haben.15 Eine australische Studie fand im Gegenzug heraus, dass die Ernährung vorwiegend mit Lebensmitteln, die einen niedrigem glykämischen Index haben, die Ausprägung der Akne-Symptome beeinflussen und insgesamt deutlich verbessern.16

Beispiele für die glykämische Last verschiedener Lebensmittel:

LebensmittelÜbliche Portionsgröße (g)Glykämische last pro Portion
Cornflakes3020
Porridge mit Wasser25013
Weißbrot3011
Weizenvollkornbrot309
Roggenvollkornbrot305
Langkorn-Reis15025
Basmati-Reis15025
Spaghetti aus Hartweizen18024
Vollkornspaghetti18017
Wassermelone1205
Banane12011
Orange1204
Orangensaft25012
Aprikosen, frisch1203
Apfel1206
Kartoffeln, gekocht1509-25
Ofenkartoffeln15022
Karotten802
Zuckermais809
Linsen1505
Milch-Frucht-Shake25011
Vanillepudding1006
Naturjoghurt2003
Zucker107
Schoko-Riegel6027
Nussnougat-Creme203
Kartoffelchips5012

 

In anderen Studien wurden eindeutige Zusammenhänge zwischen bestimmten Lebensmittelgruppen und der Entstehung bzw. dem weiteren Verlauf der Akne hergestellt.

Demnach regt Milch die Talgproduktion an, vermehrt Mitesser und lässt den Insulinspiegel ansteigen,17 Schokolade und zuckerhaltige Getränke führen zu einem Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels, wodurch die Entstehung der Akneläsionen befeuert wird. Außerdem scheinen Nahrungsmittel, die reich an entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren sind (im Gegensatz zu Omega-3-Fettsäuren) ebenso das Akne-Risiko einerseits zu erhöhen, andererseits das Hautbild zu verschlechtern. Auch ungesunde, gesättigte und denaturierte Fette fördern Hautentzündungen wie Akne.18,19

 

Doch welche Lebensmittel tragen dazu bei, das Hautbild bei Akne zu verbessern und die Abheilung der Pusteln und Pickel zu fördern?

 

Die traditionell mediterrane Küche scheint eine Ernährungsform zu sein, die die Entstehung und Ausprägung der Akne signifikant positiv beeinflusst.20

Eine Ernährung, die reich an frischem, biologisch angebautem Obst und Gemüse, Kräutern, Knoblauch, Zwiebeln, fettem Seefisch und Olivenöl ist, pflanzliche Proteinquellen aus Hülsenfrüchten beinhaltet und in geringerem Maß Kohlenhydrate miteinschließt, stellt offensichtlich eine optimale Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung der Akne dar. „Du bist, was Du isst“, lautet ein Sprichwort, welches uns die Bedeutung unserer Ernährung vor Augen führt. Sie ist eine der wichtigsten Säulen, die bei der ganzheitlichen Akne-Therapie zum Tragen kommt.

 

 

Ernährung für die Haut

Im Folgenden listen wir einige Lebensmittelgruppen auf, die die Widerstandsfähigkeit der Haut stärken und somit den entzündlichen Hauterscheinungen bei Akne entgegenwirken:

 

Probiotische Lebensmittel, die in die Ernährung integriert werden, verbessern nicht nur die Zusammensetzung der Darmflora und damit die Abwehrbereitschaft des Organismus, sondern haben auch eine Auswirkung auf die Hautbarriere und lindern entzündliche Prozesse in der Haut.

Zu den Lebensmitteln, die lebende Milchsäurebakterien wie Lactobacillen, Bifidobakterien oder Saccaromyces-Arten enthalten, zählen:

  • rohes Sauerkraut (nicht durch Erhitzen haltbar gemacht)
  • Kombucha
  • Kimchi (koreanische Zubereitung von Gemüse durch Milchsäuregärung)
  • Joghurt
  • Kefir
  • fermentiertes, rohes Obst und Gemüse

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Um einen Einstieg in die Fermentation zu finden, gibt es sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die es jedem ermöglichen, darmgesunde Lebensmittel selbst herzustellen. Unsere Empfehlung:


Omega-3-Fettsäuren, wie sie in fettem Seefisch, in Ölsaaten oder fettreichen Nüssen sowie deren Öle (Leinöl, Hanföl, Walnussöl etc.) oder auch im Algenöl vorkommen, scheinen laut eines wissenschaftlichen Berichts nicht nur positiv auf die Haut zu wirken, sondern darüber hinaus auch die Stimmungslage zu verbessern, die bei Patienten mit Acne inversa oder anderen schwereren Verlaufsformen oft sehr beeinträchtigt ist.21 Auch hormonelle Schwankungen können durch eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ausgeglichen und die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen gehemmt werden.

 

Eine obst- und gemüsereiche Ernährung scheint sich laut Ernährungswissenschaftlern vorteilhaft auf das Darmmikrobiom und die Acne vulgaris auszuwirken. Mit einer entsprechenden Ernährung konnten der Androgenspiegel sowie der Insulinspiegel gesenkt werden, beides Faktoren, die hauptsächlich für die Akneläsionen verantwortlich sind. Der hohe Ballaststoffanteil verlangsamt den Verdauungsprozess sowie die Glukosefreisetzung ins Blut, wodurch die Insulinsensitivität verbessert wird. Besonders Lebensmittel und Gewürze wie Beeren, Olivenblätter, Zimt, Kurkuma, Ingwer, Süßholzwurzel, Kresse und pflanzliche Eiweißquellen aus Hülsenfrüchten haben einen günstigen Einfluss auf die Haut und das Darmmikrobiom.22

 

 

Hinweis

Wissenswertes zu einem übermäßigen Verzehr an Kohlenhydraten

Die Überernährung mit Kohlenhydraten löst in unserem Organismus die gleichen Stressreaktionen aus wie mentaler oder physischer Stress.

Die übermäßige Kohlenhydratzufuhr führt zu einem plötzlichen Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels. Der danach folgende rasche Abfall des Blutzuckerspiegels geht mit einer Ausschüttung von Stresshormonen einher.

Ein begleitender Mikronährstoff- und Bewegungsmangel, eine stressige Lebensweise, Medikamente und industriell verarbeitete Nahrungsmittel lösen weitere Stressreaktionen aus und führen in der Folge zu einer ständigen Überaktivierung des Stress-Systems in unserem Organismus.

Stresshormone reduzieren jedoch die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems und fördern schwelende Entzündungsprozesse sowie die Anfälligkeit für Infekte aller Art. Eine chronische Schwächung des Immunsystems ist die Folge.

Da wir in der Ernährung Kohlenhydrate nicht ganz vermeiden können oder möchten, ist es empfehlenswert, die Kohlenhydrate morgens oder spätestens mittags zu verzehren, um die Zellregeneration nachts nicht durch Zellstress und entzündungsfördernde Stoffwechselprozesse zu stören.

Auch bei Akne wurde eine kohlenhydratreiche Ernährung als auslösender bzw. die Entzündungen verschlimmernder Faktor identifiziert.23

Therapie und Prävention

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

Mikronährstoffe

Das-Wichtigste-in-Kürze

Mikronährstoffe in der Übersicht

  • Mikronährstoffe sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Akne. Besonders wichtig sind Antioxidantien wie Vitamin A und E, Zink, Selen, N-Acetylcystein und Silymarin, Traubenkernextrakte, Vitamin B5 sowie Omega-3-Fettsäuren.
  • Einige der typischen Akne-Medikamente sowie Umweltfaktoren, Stress und hormonelle Umstellungsphasen erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf.
  • Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen der verschiedenen Formen der Akne, wie z. B. der Akne inversa oder der zystischen Akne abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

 

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

 

Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe bei Akne

Antioxidantien

 

Oxidativer Stress aufgrund von Umwelteinflüssen, ungesunder Ernährung oder Mikronährstoffmangel ist ursächlich an der Entstehung der Akne beteiligt und beeinflusst die Schwere der Hauterkrankung.24 Die freien Radikale schädigen Hautzellen und Mitochondrien, lösen Entzündungen aus und verändern die Zusammensetzung des Hauttalgs sowie des Hautmikrobioms.

Die zunehmende Luftverschmutzung sowie Zigarettenrauch wirken sich nachweislich schädlich auf den Hautstoffwechsel, die Zellneubildung sowie die Regulation von Entgiftungs- und Entzündungsprozessen aus und verursachen oxidativen Zellstress, den wir nur begrenzt beeinflussen können.25

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der oxidative Stress jedoch nicht nur eine Folge der Hautentzündungen ist, sondern die Pickel und Pusteln erst zum Entstehen bringt und den weiteren Verlauf maßgeblich mitbestimmt.

 

Um den oxidativen Stress einzudämmen, helfen vor allem Antioxidantien, die die freien Radikale binden und weitere Entzündungen und Zellschäden verhindern.

Hinweis

Oxidativer Stress

Unser Körper bildet bei vielen Reaktionen freie Radikale (z. B. in der Zellatmung und bei Immunreaktionen), die in normalen Konzentrationen nicht schädlich sind.

Freie Radikale sind Verbindungen, die auf Grund eines „verlorenen“ Elektrons chemisch instabil, kurzlebig und hoch reaktiv sind. Sie entreißen anderen Molekülen Elektronen, um selbst wieder in einen stabilen Zustand übergehen zu können.

Nehmen die freien Radikale überhand (chronische Entzündungen, Umweltgifte, Schlafmangel etc.), entsteht der sogenannte oxidative Stress. Hält der oxidative Stress über einen längeren Zeitraum an, steigt das Risiko für eine Vielzahl an chronischen Erkrankungen wie entzündliche Hauterkrankungen, neurologische Krankheiten, Herz-Kreislauferkrankungen etc.

Zu den Antioxidantien zählen u. a. die Vitamine A, C und E, die Mineralstoffe Zink und Selen sowie diverse sekundäre Pflanzenstoffe.

 

Die moderne Mikronährstoffmedizin setzt daher bei einer der Hauptursachen der Akne an und erhöht bei den Patienten die Zufuhr von Antioxidantien sowohl über die Ernährung als auch über natürliche Mikronährstoffpräparate.

 

So wurde in einer offenen Studie beispielsweise beobachtet, dass Patienten, deren Haut zusätzlich zu konventionellen Aknesalben mit Sonnenblumenöl, dem Vitamin E zugesetzt war, behandelt wurde, innerhalb von nur 8 Wochen eine deutliche Verbesserung im Hautbild und weniger schwere Entzündungen zeigten.26

 

Eine andere Studie fand heraus, dass die Einnahme der Antioxidantien Selen, N-Acetylcystein sowie Silymarin (Wirkstoff aus der Mariendistel) bei Akne-Patienten im Vergleich zu einer Placebo-Gruppe sowohl äußerlich sichtbare wie auch anhand bestimmter Blutwerte messbare Verbesserungen ergab. Silymarin hat leberstärkende und -entgiftende Eigenschaften, die sich deutlich auf das Hautbild auswirken.

Ist die Leber als Entgiftungsorgan überlastet, werden vermehrt Giftstoffe über die Haut ausgeschieden. Diese wirken jedoch hautreizend und können Juckreiz, Entzündungen und Eiterpickel verursachen. Eine Entgiftung der Leber kommt somit dem gesamten Organismus, besonders auch der Haut, zugute.27

 

Auch konnte nachgewiesen werden, dass ein Mangel an Vitamin A, E und Zink zu schwereren Akne-Verläufen zu führen scheint.28

 

Vitamin A spielt im menschlichen Organismus eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Entzündungen und der Immunabwehr. Zudem reguliert es die Bildung neuer Hautzellen und stärkt die Hautbarriere gegen das Eindringen von Krankheitserregern. Außerdem reguliert Vitamin A die Talgproduktion und den Fettgehalt der Haut.

 

Hinweis

Synthetische Formen

Jedoch ist dringend davon abzuraten, die synthetische Form des Vitamin A anzuwenden, wenn eine Schwangerschaft geplant ist oder bereits besteht. Die Gefahren, dass der Fötus Schaden nimmt (Teratogenität), liegt bei ca. 20-35%.29

Retinol, ein Bestandteil des fettlöslichen Vitamin A, hat auch als äußerliche Anwendung in Form eines Peelings, das u. a. 3% Retinol enthielt, einen positiven Einfluss auf das Hautbild von Akne-Patienten.30

 

Zink lindert Entzündungen, hemmt die Vermehrung von Bakterien und reguliert die Talgproduktion. Zudem stoppt es entzündliche Vorgänge und beschleunigt die Abheilung von Wunden und Akneläsionen. Die heilende Wirkung bei verschiedenen entzündlichen Hauterkrankungen wurde wissenschaftlich gut untersucht.31 Zink in Kombination mit dem eisenbindenden Milchprotein Lactoferrin und Vitamin E konnte die Akne-Erscheinungen signifikant reduzieren. Sowohl die entzündlichen Hautveränderungen wie auch die Mitesser wurden sichtbar weniger, auch die Talgproduktion konnte verringert werden.32

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Polyphenole wie Resveratrol, Traubenkern-Proanthocyanidine oder Grüntee-Catechine zählen zu den Antioxidantien. Sie schützen die Hautzellen vor Schäden und reduzieren Hautentzündungen. Resveratrol reguliert den Hautstoffwechsel und senkt das Risiko von Komplikationen bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne.33,34 Außerdem fördert Resveratrol die Regeneration von geschädigter Haut und beschleunigt die Abheilungen von Akneläsionen, wodurch der Narbenbildung vorgebeugt werden kann.35

Studien zu Grüntee-Catechinen haben gezeigt, dass diese Polyphenole die Talgproduktion der Haut reduzieren und in der Akne-Therapie erfolgreich eingesetzt werden können. Die Grüntee-Extrakte wurden sowohl innerlich verabreicht als auch äußerlich angewendet. Die Ergebnisse zeigen in jedem Fall, dass sowohl die Talgproduktion signifikant als auch die Neigung zu Komedonen und eitrigen Pusteln verringert werden konnte.36

 

Vitamin D

Vitamin D erhöht die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und verringert das Risiko bzw. beschleunigt das Abklingen von Entzündungen. Zudem erhöht es die Insulinsensitivität und senkt somit den Blutzuckerspiegel, was ebenso entzündlichen Prozessen der Haut entgegenwirkt. Auch wissenschaftlich konnte der Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D-Spiegel und Akne belegt werden. Vermutlich vermeiden es Patienten mit schweren Akne-Verläufen, Zeit im Freien zu verbringen und die Haut der Sonne auszusetzen, da sie oft unter den entstellenden Hauterscheinungen leiden und sich nicht der Öffentlichkeit aussetzen wollen. Außerdem ist der psychische Stress deutlich höher, was sich zusätzlich ungünstig auf das Hautbild auswirkt.37

Des Weiteren spielt Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Talgdrüsen der Haut. Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung scheint die Talgproduktion zu normalisieren und damit die Akne zu beeinflussen.38

 

 

Omega-3-Fettsäuren

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) bei chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen wurden in zahlreichen Studien bereits nachgewiesen.

Sie regulieren den Fettstoffwechsel, den Zellstoffwechsel sowie die Talgproduktion der Haut, hemmen entzündliche Prozesse und regen die Produktion von Hormonen an, die Entzündungs- und Immunreaktionen kontrollieren.39

Bei Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl sollte auf sehr gute Qualität geachtet werden. Bei billigen Präparaten besteht die Gefahr, dass das Öl mit Schwermetallen oder anderen Schadstoffen verunreinigt ist, die in den Körper gelangen und die Beschwerden sogar noch verschlimmern können.

 

B-Vitamine

B-Vitamine fördern die Hautgesundheit, haben antioxidative Eigenschaften und sind für einen reibungslosen Homocysteinabbau verantwortlich. Homocystein ist ein Abfallprodukt im Eiweißstoffwechsel und löst, wenn es im Übermaß produziert und nicht abgebaut werden kann, Entzündungen aus, schädigt Nervenzellen und Gefäße und begünstigt die Entstehung unzähliger Erkrankungen.

  • Vitamin B3 (Niacin) ist für die Zellteilung zuständig und unterstützt die Hautregeneration.
  • Vitamin B5 (Pantothensäure) ist wichtig für die Stärkung der Hautwiderstandskraft. In der Mikronährstofftherapie ist Pantothensäure bekannt wegen ihrer wundheilungsfördernden und antibakteriellen Eigenschaften. Sie ist Bestandteil hautpflegender Cremes, beruhigt gereizte Haut, reguliert den Fettstoffwechsel der Haut und stärkt die Hautbarriere, so dass entzündungsfördernde Keime nicht eindringen können. Der Ausgleich eines Mangels an Vitamin B5 scheint den Heilungsprozess bei Akne-Patienten zu fördern, die Regeneration der geschädigten Hautregionen zu fördern und sogar bei der Narbenbehandlung von Vorteil sein.40,41
  • Vitamin B6 baut Homocystein ab, steuert die Talgdrüsenproduktion der Haut, ein Mangel führt zu einer Überproduktion und damit zur Bildung von Akne-Läsionen, Juckreiz und Entzündungen.
  • Vitamin B7 (Biotin) gilt als das Vitamin für Haut, Haare und Nägel. Es unterstützt Stoffwechselprozesse und beeinflusst den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Ein Mangel scheint Hautentzündungen und Hautausschläge zu begünstigen.42
  • Vitamin B9 (Folsäure) regt die Hautregeneration an, senkt den Homocystein-Spiegel und reguliert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut.

Hinweis

Mikronährstoffe ergänzen sich gegenseitig

Da Mikronährstoffe in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen vorkommen, sollten Sie auch die Akne nicht mit einzelnen Mikronährstoffen behandeln. Die einzelnen Mikronährstoffe bedingen einander und verstärken bzw. erweitern ihr Wirkungsspektrum. Daher ist eine gesunde, anti-entzündliche Ernährung mit viel Obst und Gemüse in Kombination mit einem natürlichen Mikronährstoffpräparat isolierten Monopräparaten vorzuziehen.

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

  • Sport und Bewegung unter freiem Himmel reduzieren Stress und Übergewicht, verbessern die Durchblutung und regen den Stoffwechsel an.
  • Alkohol und Nikotin schwächen die Abwehrkräfte und belasten die Entgiftungsfunktion des Körpers. Rauchen erhöht das Akne-Risiko um mehr als 15%.
  • Resilienz: Humor, Dankbarkeit, soziale Kontakte, guter Schlaf, Entspannungstechniken – all das hilft, mit Stress besser zurechtzukommen.
  • Natürliche Hautpflege auf Basis von Heilpflanzenauszügen, die die Haut auf natürliche Weise reinigen, mit Feuchtigkeit versorgen und die Talgproduktion regulieren, ist synthetischen Hautpflegeprodukten vorzuziehen.
  • Ausreichend Wasser trinken hilft dem Körper, Giftstoffe und Abfallprodukte des Stoffwechsels auszuscheiden und die Mikronährstoffversorgung der Zellen zu verbessern.
  • Fasten hat zahlreiche gesundheitsfördernde Aspekte und verbessert das Hautbild bei Akne.

Wissenschaftler haben den Zusammenhang unseres westlichen Lebensstils und der Zunahme chronisch-entzündlicher Erkrankungen erforscht. Ein gesundes Immunsystem hat Entzündungsreaktionen unter Kontrolle und kann diese auch aus eigener Kraft beenden.

Unser moderner Lebensstil jedoch, der mit einer ungesunden Ernährung, psychoemotionalem Stress, schädigenden Umwelteinflüssen, Schlaf- und Bewegungsmangel sowie Konsum von Sucht- und Genussmitteln wie Kaffee, Nikotin oder Alkohol einhergeht, stört die Prozesse unseres Immunsystems zur Infektbekämpfung und Auflösung von Entzündungen. In der Folge können entzündliche Erkrankungen zunehmend chronisch werden und bei entsprechender Immunlage sogar auf den ganzen Körper übergreifen.43

Unseren Lebensstil können wir jedoch selbst beeinflussen und somit erheblich zur Linderung chronischer Erkrankungen wie auch entzündlichen Hauterkrankungen wie der Akne in ihren verschiedenen Ausprägungsformen beitragen.

 

 

Sport und Bewegung draußen

Sport und Bewegung fördern die körperliche und geistige Gesundheit, verbessern die Durchblutung des gesamten Körpers und die Sauerstoffversorgung des Körpers, regen Entgiftungsprozesse an und stärken die Immunabwehr.44 Sport macht im Idealfall Spaß und dient auch als Ventil im Alltag, um Stress abzubauen. Überanstrengung und Hochleistungssport schwächen dagegen das Immunsystem.

Wer sich jeden Tag, auch an grauen Wintertagen, an der frischen Luft in der Natur bewegt und Tageslicht aufnimmt, stärkt die Widerstandskräfte zusätzlich.

Das Lichtspektrum im natürlichen Sonnenlicht ist selbst bei bedecktem Himmel um ein Vielfaches größer als Kunstlicht. Diese Lichtdusche aktiviert Stoffwechselprozesse und tut der Seele gut.

Der Sauerstoff verhindert in seiner Funktion als natürliches freies Radikal die Vermehrung krankmachender Erreger auf der Haut und den Schleimhäuten und fördert gleichzeitig die Besiedelung mit den wichtigen aeroben Bakterienstämmen.

Die Bewegung fördert auch die Durchblutung der Haut, Giftstoffe werden ausgeschwitzt und Stresshormone abgebaut. Wichtig ist allerdings, dass nach dem Sport der Schweiß und die ausgeschiedenen Substanzen rasch abgeduscht werden, da sie andernfalls die empfindliche Akne-Haut zusätzlich reizen und einen Nährboden für Bakterien bieten, die noch mehr Pickel verursachen. Auch synthetische Kleidung oder die Verwendung von Dopingmitteln zum Muskelaufbau wie Anabolika können Akne auslösen bzw. noch befeuern. Auch extremer Kraftsport kann die Akne noch verschlimmern, da der Körper vermehrt Androgene produziert und somit die Talgproduktion anregt und die Bildung von Pusteln fördert.

 

 

Verzicht auf Rauchen und Alkohol

Dass Nikotin und Alkohol schädlich für die Gesundheit sind und überall im Körper Störungen anrichten können, ist weitreichend bekannt.

Alkoholmissbrauch ist ein Auslöser für viele Erkrankungen. Unter dem Einfluss von Alkohol wird die Leistungsfähigkeit des Immunsystems herabgesetzt, wodurch eingedrungene Krankheitserreger nur unzureichend eingedämmt werden können. Außerdem wird die Entgiftungsleistung der Leber und Nieren beeinträchtigt, was die Ansammlung von Giftstoffen in der Haut begünstigt.

Nikotin schwächt ebenso die Abwehrkräfte und macht den Körper anfälliger für Akne und bakterielle Entzündungen. Die Substanz stört die Funktion der Zytokine, das sind Botenstoffe, die für die Zellkommunikation zuständig sind und eine wichtige Aufgabe bei der Bekämpfung von Entzündungsprozessen haben.

Laut einer Studie liegt die Wahrscheinlichkeit, an Akne zu erkranken, bei Rauchern oder Kindern aus Raucherfamilien um mehr als 15% höher als bei Nichtrauchern.45 Besonders bei der Acne inversa scheint ein enger Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Entstehung und Ausprägung der Hautentzündungen zu bestehen.46,47

 

Stärkung der psychischen Widerstandskräfte: Resilienz

Resilienz zu trainieren und damit dem Stress keine Macht mehr im Leben zu geben, dient unserer Gesundheit in jeder Hinsicht. Besonders wenn Sie zu unreiner Haut neigen oder bereits an einer Form der Akne leiden, lohnt es sich, sich mehr Gelassenheit und Strategien im Umgang mit Stress anzueignen.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Unser Buch-Tipp, um den Stresspegel zu senken und Pickel, Hautunreinheiten und Entzündungen nachhaltig die Grundlage zu entziehen:


 

Ihre Resilienz stärken Sie am besten mit:

  • Lebensfreude und Humor: Die Fähigkeit, das Leben leicht zu nehmen und von Herzen lachen zu können, kann uns helfen, auch in schwierigen Zeiten zuversichtlich zu bleiben. Dadurch können wir leichter neue Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten erkennen und bleiben handlungsfähig.
  • Dankbarkeit: Dankbarkeit lenkt unseren Blick auf die vielen Momente, Menschen und Umstände und stellt wieder ein inneres Gleichgewicht her. Sie macht es uns leichter, das Leben optimistisch zu betrachten, wenn wir uns bewusst sind, wieviel Gutes unseren Tag und unser Leben bereichert.
  • soziale Kontakte: Umarmungen, menschliche Nähe und vertrauensvolle Gespräche sind wichtig für unser psychisches und körperliches Wohlbefinden. Berührungen und Umarmungen bewirken ein deutliches Absinken des Cortisolspiegels im Blut48 und fördern das Selbstwertgefühl.49 Ein niedriger Blutspiegel an Stresshormonen ist Voraussetzung für ein gut funktionierendes Immunsystem.
  • Stressreduktion: Stress ist an allen Krankheitsprozessen und degenerativen Prozessen beteiligt. Auch auf das Immunsystem hat Stress schädliche Auswirkungen.50 Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen, die andauerndem Stress ausgesetzt sind, signifikant häufiger unter Akne und schwereren Verlaufsformen der Akne leiden.51 Auch wenn sich Stress im Alltag oft nicht vermeiden lässt, in erster Linie ist er eine Reaktion von uns selbst auf äußere Umstände. Nehmen Sie sich täglich Auszeiten für sich selbst, um wieder zur Ruhe zu kommen. Das kann eine Tasse Tee sein, ein Spaziergang um den Block oder ein Telefonat mit einem lieben Menschen. Auch bestimmte Atemtechniken helfen uns innerhalb von Minuten, wieder zu innerer Ruhe und Gelassenheit zu finden. Versuchen Sie, Ihre Einstellung gegenüber den stressauslösenden Situationen zu verändern und überlegen Sie sich neue Handlungsalternativen. Lesen Sie Bücher über Stressmanagement, besuchen Sie einen Achtsamkeitskurs, trainieren Sie Ihre Schlagfertigkeit mit Hilfe von Rhetoriktechniken – je nachdem, welche Schwachstelle Sie bei sich selbst identifiziert haben, die Sie immer wieder in Stressreaktionen versetzt.
  • Neue Kräfte tankenEntspannungstechniken und guter Schlaf: Es gibt zahlreiche Methoden, die, regelmäßig praktiziert, zu einer nachhaltigen Entspannung auf körperlicher und psychischer Ebene beitragen, die Abwehrkräfte stärken, den Schlaf verbessern und die Lebensqualität insgesamt erhöhen. Verschiedene Formen der Meditation (stille Meditation, Achtsamkeitsmeditation, Tanz- und Bewegungsmeditation etc.), autogenes Training, Qi Gong, Yoga, progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Tai Chi usw. senken die Stresshormone im Blut und helfen – regelmäßig praktiziert – mit mehr Gelassenheit auf herausfordernde Situationen zu reagieren. Förderlich für einen gesunden Schlaf sind leicht verdauliche Kost am Abend, ein Spaziergang an der frischen Luft, Lesen oder Musikhören, statt die Zeit am Computer oder Fernseher zu verbringen (das blaue Licht stört die Bildung des Schlafhormons Melatonin),  der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke ab dem Spätnachmittag, störende Gedanken aufschreiben, um den Geist zur Ruhe zu bringen und vor dem Schlafengehen für gedimmtes Licht und eine angenehm kühle Temperatur im Schlafzimmer sorgen

 

 

Natürliche Hautpflege

Weniger ist mehr – das gilt auch bei Akne. Die Kosmetikindustrie bietet eine Fülle an Cremes, Gesichtswässern, Reinigungsgels oder Make-up für von Akne geplagte Haut. Viele Produkte basieren auf synthetischen Inhaltsstoffen, deren kurzfristiger Nutzen in manchen Fällen auf den ersten Blick überwiegen mag, die mittel- und langfristige Auswirkung auf den Hautstoffwechsel und den gesamten Organismus jedoch unbedingt auch mitberücksichtigt werden sollte.

Hinweis

Vorsicht bei synthetischen Produkten

Mineralöle sind oft auch in teuren Kosmetika enthalten und beeinträchtigen zahlreiche Hautfunktionen. Eine Studie zu Chemikalien in Hautpflegeprodukten ergab, dass die Mehrheit der Substanzen toxische Eigenschaften hat, die nur innerhalb bestimmter Grenzen als Inhaltsstoffe zulässig sind. Langzeitfolgen bei der Anwendung werden meist nicht berücksichtigt. Außerdem können allergische Reaktionen und Hautentzündungen ausgelöst werden.52

Primär geht es darum, die Ursachen der Akne herauszufinden, um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen, statt nur die Symptome zu behandeln. Die Hautpflege stellt lediglich eine Säule dar, um die gereizte Haut zu beruhigen.

Grundsätzlich gilt bei der natürlichen Hautpflege – und insbesondere bei Akne: Die Hautpflegeprodukte sollten möglichst aus natürlichen Inhaltsstoffen biologischen Ursprungs bestehen.

Diesen Produkten sind Wirkstoffe von Heilpflanzen zugesetzt, die die Haut sanft reinigen, antibakterielle und antientzündliche Eigenschaften haben und die Talgproduktion regulieren. Beispiele für natürliche Wirkstoffe bei Akne sind: Aloe Vera, Pfefferminze, Kamille, Grüntee, Teebaumöl, Salbei, Zitrone oder Grapefruit.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Unsere Produkt-Tipps für die natürliche Hautpflege:


 

Empfehlenswert ist besonders die Hautpflege mit reiner Aloe Vera. In Bioläden oder bei gut sortierten Obst- und Gemüsehändlern gibt es ganze Aloe Vera-Blätter zu kaufen. Zur Hautpflege schneidet man ein etwa 1-2 cm langes Stück ab und trägt das durchsichtige, schleimige Gel auf die betroffenen Hautstellen auf. Nach mindestens 1 Stunde Einwirkzeit kann das eingetrocknete Pflanzengel mit Wasser abgewaschen und die Haut bei Bedarf mit einem feuchtigkeitsspendenden, natürlichen Hautfluid eingecremt werden.

 

Auch Kokosöl mit seinen antibakteriellen und antientzündlichen Eigenschaften, allen voran der Laurinsäure, kann sowohl innerlich als auch äußerlich als natürliches Hautpflegeprodukt bei Akne verwendet werden.53,54

 

 

Ausreichend Trinken

Die Empfehlung, täglich ausreichend stilles Wasser zu trinken, ist grundsätzlich für jeden Menschen bedeutsam, da Wasser mehr als zwei Drittel unseres Körpers ausmacht.

Wasser ermöglicht unseren Stoffwechsel und ist Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe und andere Substanzen und Hauptbestandteil des Blutserums und der Lymphflüssigkeit, die es unseren Abwehrzellen ermöglichen, im gesamten Organismus zu zirkulieren.

Zudem wird die Hautfeuchtigkeit erhöht, wodurch die Barriere gegen das Eindringen von Krankheitserregern verstärkt wird.

Wasser führt den Zellen Nährstoffe und Salze zu, sorgt für die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen und Giftstoffen und reguliert die Körpertemperatur über die Schweißproduktion. Eine ausreichende Trinkmenge fördert die gesunde Nierenfunktion, stabilisiert den Kreislauf und verbessert die Durchblutung.

Wenn Akne-Patienten ihre Trinkmenge erhöhen, wird die Ausschwemmung von Giftstoffen über Darm und Nieren angeregt und die Haut als Ausscheidungsorgan entlastet. Zudem werden sämtliche Stoffwechselfunktionen angeregt, die Hautdurchblutung gefördert sowie die Versorgung der Zellen mit Mikronährstoffen verbessert, wodurch die Abheilung der Akne-Läsionen sowie die Bildung neuer, gesunder Zellen beschleunigt wird.

 

 

Fasten als Integration in den Lebensstil

Die gesundheitsfördernden Effekte der verschiedenen Formen des Fastens sind in der Naturheilkunde seit Jahrhunderten bekannt. Die Wissenschaft hat Studien zum Fasten bei verschiedenen Krankheiten durchgeführt und festgestellt, dass beispielsweise chronische Schmerzzustände, chronisch-entzündliche Erkrankungen, Bluthochdruck oder das metabolische Syndrom positiv beeinflusst werden können.

Zudem trägt Fasten zu einer nachhaltigen Verbesserung des Lebensstils bei, was sich auf die Gesundheit, das Wohlbefinden, die Stimmung und das Gewicht auswirkt. Auch oxidativer Stress kann nachweislich reduziert werden.55

Auch hinsichtlich der Akne scheint Fasten ein Weg zu sein, Entzündungen zu lindern und die entgleisten Körperfunktionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Eine Studie mit 18 übergewichtigen Probanden hat ergeben, dass sich neben der Gewichtsreduktion die Talgproduktion deutlich reduzierte, was das Hautbild verbesserte und Entzündungen abklingen ließ. Allerdings kehrten die Hautunreinheiten wieder zurück, nachdem die Probanden das Fasten beendet hatten und zum ursprünglichen Lebensstil wieder zurückgekehrt waren.56 Das weist darauf hin, dass Fasten in einen gesundheitsfördernden Lebensstil integriert werden sollte.

Varianten wie wöchentliche Fastentage, basisches Fasten oder Intervallfasten sind Möglichkeiten, die gut in den Alltag integriert werden können.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Der vorübergehende Verzicht auf feste Nahrung hat nicht nur religiöse Hintergründe, bereits in der Antike war das Fasten Teil der Therapie von Krankheiten. Die Heilwirkung der verschiedenen Fastenformen wurde von der ganzheitlichen Medizin wieder entdeckt. In diesem Buch werden Fastenmethoden, Vorbereitung und Auswirkungen auf die Gesundheit näher erläutert.


 

Doch nicht nur die übermäßige Talgproduktion wird durch die reduzierte Kalorienaufnahme und die Entlastung des Verdauungssystems und des Stoffwechsels reduziert, auch die Neigung zu Entzündungen verringert sich57, der Blutzucker- sowie der Insulinspiegel normalisieren sich58 – die Insulinresistenz gilt als begünstigender Faktor bei der Entstehung der Akne – und die Schlafqualität wird verbessert59, wodurch Stress abgebaut wird.

Konventionelle Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Die Art der Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erscheinungsform.
  • Wenn die Selbstbehandlung nicht ausreicht, sollte ein Facharzt hinzugezogen werden.
  • Antibiotikahaltige Cremes und Salben oder medizinisches Hautpeeling können die Entzündungen eindämmen.
  • Antibabypille zur Regulierung eines hormonellen Ungleichgewichts
  • Hautärzte und Kosmetikstudios bieten verschiedene Verfahren zur gezielten Aknebehandlung an, z. B. Kryotherapie, High-Tech-Peeling, Farblichttherapie, Microdermabrasion oder Radiofrequenz-Behandlung.
  • Auch zur Behandlung von Narben gibt es zahlreiche Methoden, die von der Art und der Lokalisation der Narbe abhängen.
  • Bei schweren oder generalisierten Akneformen werden Antibiotika, TNF-Hemmer, Antiandrogene oder Kortison verordnet.

Ob und auf welche Weise die Akne behandelt werden muss, richtet sich nach dem Schweregrad der Erscheinungsform und den psychischen und sozialen Auswirkungen auf den Patienten.

Auch ist nicht jede Therapieform für jeden Patienten gleichermaßen geeignet. Ebenso müssen Allergien und Überempfindlichkeiten auf bestimmte Wirk- oder Inhaltsstoffe berücksichtigt werden.

 

Zur Selbstbehandlung gibt es in Drogerien und Apotheken rezeptfreie antibakterielle Hautpflegeprodukte sowie Wasch- und Peelingprodukte, die bei leichten Formen der Akne empfohlen werden.

Verbessert sich das Hautbild nicht oder ist der Patient von einer mittelschweren bis schweren Akne betroffen, ist das Aufsuchen eines Hautarztes empfehlenswert.

 

Wenn bakterielle Entzündungen das Hautbild dominieren, verordnet der Arzt für die lokale Behandlung antibiotikahaltige Salben oder Cremes, die die Zahl der entzündungsfördernden Bakterienstämme auf der Hautoberfläche eindämmen sollen.

 

 

Um den überschüssigen, festsitzenden Talg aus den Hautporen zu entfernen, wird meist zusätzlich ein medizinisches Hautpeeling verschrieben, das nach einer gewissen Einwirkzeit die oberen Hautschichten ablöst, Verhornungspartikel entfernt und die Poren reinigt. Diese Produkte basieren auf Fruchtsäuren wie Mandel-, Apfel-, Zitronen- oder Milchsäure.

 

Hautärzte oder Kosmetikerinnen bieten zur gezielten äußeren Aknebehandlung u. a. folgende Therapien an:

  • Kryotherapie (Vereisung): Größere Pickel oder Entzündungsherde, vornehmlich jedoch Narben werden mit flüssigem Stickstoff behandelt. Das betroffene Gewebe stirbt ab und kann weiterbehandelt werden.
  • Bedampfung öffnet die Hautporen, lässt den Talg verflüssigen und so rascher abfließen
  • Medizinisches Eröffnen und Ausdrücken der Pickel und Zysten mit feinen Nadeln oder Skalpellen, um den Eiter und den Hauttalg rasch zu entfernen.
  • High-Tech-Peeling: Die Haut wird mit einem Wasserdampf-Gas-Gemisch unter hohem Druck tiefengereinigt. Anschließend werden verschiedene Wirkstoffe mit einem Luftstrahl auf die Haut aufgebracht und können aufgrund der Vorbehandlung leichter eindringen.
  • Bestrahlung mit UVA- und NB-UVB-Licht: Die UV-Strahlung wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und löst Verhornungen. Sie kann auch in tiefere Hautschichten vordringen und dort ihre anti-entzündliche Wirkung entfalten. Hier besteht jedoch die Gefahr von Unverträglichkeiten mit bestimmten Medikamenten und Zellschäden.
  • Farblichttherapie: Hochdosierte Blau- oder Rotlichtbestrahlungen stoppen Entzündungen und die Vermehrung der entzündungsfördernden Bakterien und können auch als Therapie in der Schwangerschaft bzw. der Stillzeit eingesetzt werden.
  • Microdermabrasion: Der Therapeut behandelt das betroffene Hautareal mit einem Strahl feinster Kristalle, die unter Hochdruck auf die Haut gelangen und verhornte Zellen abschilfern und die Hautregeneration anregen.
  • Radiofrequenz-Behandlung: Unter lokaler, oberflächlicher Betäubung werden Titannadeln in die Papeln und Pusten gestochen. Ein kurzer Stromimpuls erhitzt das Gewebe, tötet dadurch die Bakterien ab und zerstört das krankhafte Talgdrüsengewebe.

 

Zur Behandlung von Akne-Narben werden bei Hautärzten bzw. in Hautkliniken verschiedene Methoden angeboten, um das Narbengewebe abzutragen bzw. die Haut zu glätten.

Zu den gängigen Verfahren zählen:

  • Dermabrasion
  • Säurepeeling
  • Kryotherapie
  • Injektionen von Cortison, Kollagen oder Hyaluronsäure
  • chirurgische Entfernung besonders großer Aknenarben
  • Lasertherapie

 

 

Medikamentöse Therapie bei Akne

Bei schwerer Akne werden vom Arzt meist Medikamente verschrieben, die zum Teil erhebliche Nebenwirkungen bei der Therapie hervorrufen, so dass sorgfältig Nutzen und Risiko abgewogen werden muss. Da die Wirkstoffe Missbildungen beim Ungeborenen auslösen kann, ist die Verwendung in der Schwangerschaft untersagt.

Liegt eine schwere Form der Acne inversa oder der Acne vulgaris vor, die mit großflächigen Entzündungen und zum Teil Mitbeteiligung anderer Gewebe und Organe einhergeht oder besteht die Gefahr, dass die Bakterien ins Blut übergehen und eine generalisierte Infektion auslösen, werden Antibiotika verordnet.

Auch TNF-Hemmer, die schwere Entzündungen eindämmen und die Immunaktivität reduzieren können, kommen bei schweren Verlaufsformen zum Einsatz.

Wenn eine dauerhaft erhöhte Ausschüttung von Androgenen (männliche Geschlechtshormone) bei Frauen die Ursache der Acne inversa ist, können auch Antiandrogene verordnet werden, die die Hormonausschüttung senken.

In eher seltenen Fällen wird Kortison zur Therapie verabreicht.

Hinweis

Antibiotika – Fluch und Segen

Wenn Akne-Patienten unter schweren Entzündungen leiden und die Gefahr von Begleiterkrankungen oder Komplikationen gegeben ist, kann der Einsatz von Antibiotika manchmal unvermeidbar sein.

Wichtig zu beachten ist jedoch vor einer antibiotischen Behandlung, unabhängig davon, ob das Medikament oral als Tabletten oder lokal in Form von Salben verordnet wird, dass mit dieser Therapie immer auch erhebliche Nebenwirkungen einhergehen.

Die physiologisch wichtige Darm- und Hautflora wird durch die bakterientötenden Wirkstoffe empfindlich gestört, auch erwünschte, „gute“ Bakterien sterben ab. Der Besiedelung von Darm und Hautoberfläche mit entzündungsfördernden Bakterienstämmen, Pilzen und anderen Krankheitserregern ist jedoch Tür und Tor geöffnet.

Somit kann ein Teufelskreis entstehen, der neben den Hautproblemen noch weitere Beschwerden verursachen kann.

Daher sollte vor einer Antibiotika-Behandlung Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen und unmittelbar nach der Therapie der Wiederaufbau des Haut- bzw. Darmmikrobioms mittels probiotischer Arzneimittel und einer Darmsanierung angestrebt werden.

 

Manche Gynäkologen verordnen Mädchen in der Pubertät oder erwachsenen Frauen bei schwerer Akne die Antibabypille, deren Zusammensetzung besonders zur Aknebehandlung geeignet ist, um dem hormonellen Ungleichgewicht zu begegnen und damit die Pickel und Pusteln zum Abklingen zu bringen. Allerdings sollte neben den nicht unerheblichen Nebenwirkungen der synthetischen Geschlechtshormone bedacht werden, dass bei vielen Frauen nach Absetzen der Pille sowohl die hormonellen Schwankungen wie auch die Akne zurückkehren können. Zudem erhöht sich der Mikronährstoffbedarf, insbesondere der Folsäure, bei Pille-Anwenderinnen.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Die „Pille“ gilt als Meilenstein der Befreiung der weiblichen Sexualität, die Schattenseite der Pille sind jedoch oft nur wenig bekannt. Um eine eigenverantwortliche Entscheidung treffen zu können, empfehlen wir Ihnen, sich umfassend mit dem Thema auseinanderzusetzen, gerade wenn die Pille „nur“ als Therapie bei Akne eingesetzt werden soll.


 

Ganzheitliche Therapie

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Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

  • Ätherische Öle: Teebaumöl, Salbeiöl, Kamillenöl und Pfefferminzöl haben antiseptische und entzündungshemmende Eigenschaften.
  • Heilerde wie z. B. Bentonit saugt überschüssiges Hautfett auf, lindert Entzündungen und trocknet Pusteln aus.
  • Zinksalbe wirkt antiseptisch und beschleunigt die Abheilung von Akne-Pickeln und -Papeln.
  • Wasserstoffperoxid als natürliches Antiseptikum
  • Pflanzliche Heilmittel wie Aloe vera, Melisse, Borretschsamen- oder Schwarzkümmelöl, Gurke und Rosenwasser haben sich in der Naturheilkunde zur Behandlung von Akne bewährt.
  • Entsäuerung und Entgiftung des Organismus durch basische Körperpflege und basenbildende Kost verbessern nachhaltig das Hautbild und beugen chronischen Erkrankungen vor.
  • Darmsanierung ist die Grundlage der naturheilkundlichen Akne-Therapie. Die Harmonisierung des Darmmikrobioms verbessert auch die Zusammensetzung der Hautflora und wirkt sich unmittelbar auf das Hautbild aus.

Ätherische Öle

  • Teebaumöl hat antibakterielle Eigenschaften und wird direkt auf die entzündeten Hautstellen mit einem Wattestäbchen aufgetupft. Gesichtswasser auf Basis von Teebaumöl hat neben der antiseptischen zugleich noch eine porenreinigende Wirkung.
  • Salbeiöl hat ebenso eine antiseptische Wirkung, kann jedoch in konzentrierter Form die Haut stark reizen. Daher empfiehlt sich, das Öl im Verhältnis 1:10 mit einem Basisöl wie fraktioniertem Kokosöl oder Weizenkeimöl zu vermischen und auf die betroffenen Stellen aufzutragen.
  • Kamillenöl beruhigt die Haut und wirkt entzündungshemmend. Am wirksamsten ist seine Verwendung in einem Kamillendampfbad, das Sie 1-2-mal wöchentlich durchführen. Gießen Sie heißes Wasser in eine Schüssel und geben Sie einige Tropfen Kamillenöl oder eine kleine Handvoll Kamillenblüten hinzu. Beugen Sie Ihr Gesicht über den heißen Wasserdampf in dem Abstand, den Sie gerade noch als angenehm empfinden. Um die Wirkung zu verstärken und damit das Wasser nicht so rasch auskühlt, können Sie sich ein leichtes Baumwoll- oder Handtuch über den Kopf hängen. Das Gesichtsdampfbad sollte etwa 10-15 Minuten dauern.
  • Pfefferminzöl: Ein Hauttonikum auf Basis von Pfefferminze oder frische, zerstoßene Pfefferminzblätter direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgelegt, lindern Schmerzen und Entzündungen und fördern den Abheilungsprozess der Aknepickel. Eine Studie ergab, dass verschiedene ätherische Öle, darunter Pfefferminzöl, entzündungsfördernde Bakterienstämme in ihrer Vermehrung hemmen. Pfefferminzöl bekämpft darüber hinaus Haut- und Darmpilze, die sich nach Antibiotika-Behandlung rasch vermehren und weitere Entzündungen auslösen können.60

 

 

Heilerde

Heilerde besteht aus fein gemahlenen Mineralien, die antiseptische Eigenschaften haben und das überschüssige Hautfett aufsaugen, abgestorbene Hautschuppen und Schmutzpartikel entfernen und die Durchblutung anregen.

Es gibt Heilerde als Pulver zum Anrühren oder als fertige Paste im Drogeriemarkt oder Reformhaus zu kaufen.

Tragen Sie die Paste großzügig auf die betroffenen Stellen auf und lassen Sie sie so lange einwirken, bis sie auf der Haut getrocknet ist. Waschen Sie danach die Heilerde ab und pflegen Sie die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden, hautberuhigenden Creme (z. B. mit Hamamelis-, Melissen- oder Ringelblumen-Extrakt).

Bentonit, eine bekannte Heilerde, besteht aus verschiedenen Tonmineralien, die aus der Verwitterung von Vulkanasche entstanden sind. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass sich Bentonit-Puder zur Behandlung und Prävention von Akne eignet und Schweiß bzw. Fett absorbiert, ohne die Hautporen zu verstopfen.61

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Überschüssiger Talg ist das Hauptproblem bei Akne und unreiner Haut, denn er verstopft die Hautporen und bietet einen Nährboden für Entzündungen. Gesichtsmasken mit Heilerde entfetten die Haut auf schonende Weise, reinigen die Poren und stoppen Entzündungen. Das Hautbild verbessert sich sichtlich. Unser Tipp für die tägliche Hautpflege bei Akne:


 

Zinksalbe

Die antientzündlichen und antibakteriellen Eigenschaften von Zink können nicht nur als Mikronährstoffe in der Ernährung lindernd bei Akne wirken, auch als Salbe hat sich Zink bewährt. Allerdings trocknet Zink die Haut aus, deshalb sollten nur die entzündlichen Stellen mit der Salbe behandelt werden, auf keinen Fall die Haut großflächig eingecremt werden. Außerdem ist ein feuchtigkeitsspendendes Hautpflegeprodukt als ergänzende Gesichtscreme empfehlenswert.

 

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist eine chemische Verbindung, die auch vom Körper selbst gebildet wird. Es wirkt u. a. desinfizierend und keimabtötend. Laut einer Studie hemmt Wasserstoffperoxid die Ausbreitung der Bakterien (v. a. Cutibacterium acnes), die Hautverursacher der lästigen Pickel sind, und lindert die Entzündungen. Eine Studie hat gezeigt, dass die Wirksamkeit von Wasserstoffperoxid bei Akneläsionen mit herkömmlichen Wirkstoffen vergleichbar ist.62 Auch als Bestandteil eines Kombinationspräparats konnte seine Wirksamkeit belegt werden, Nebenwirkungen traten keine auf.63 Es kann folglich auch als natürliches Desinfektionsmittel bei Aknepatienten verwendet werden. Empfohlen wird eine Verdünnung 1:3, das heißt, dass beispielsweise 10ml Wasserstoffperoxid mit 30ml destilliertem Wasser verdünnt werden sollten, bevor es auf die Haut aufgetragen wird.


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Ein fast vergessenes, natürliches Heilmittel, das nicht nur bei Akne hilfreich ist und in keiner Hausapotheke fehlen sollte:


 

Pflanzliche Heilmittel

  • Die Echte Aloe vera kann große Mengen Wasser speichern und enthält in ihren Blättern ein durchsichtiges Gel von schleimartiger Konsistenz, das u. a. Enzyme, Mikronährstoffe und Salicylsäure enthält. Bei Hautproblemen wie Akne wirkt das Gel feuchtigkeitsspendend, kühlend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Außerdem wurde wissenschaftlich bestätigt, dass Aloe die Abheilung von Pusteln und Wunden64,65 beschleunigt und die Narbenbildung verringert wird.66 In Naturkostläden oder in gut sortierten Obst- und Gemüseläden gibt es einzelne Aloe-Blätter zu kaufen, Pflanzenfachgeschäfte verkaufen Aloe Vera-Pflanzen. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um die Echte Aloe vera (Aloe vera Linné oder Aloe barbadensis Miller) handelt. Tragen Sie das Gel großzügig auf Ihre Haut, vor allem auf die von Akne betroffenen Stellen, auf und lassen Sie es mindestens eine Stunde lang, idealerweise über Nacht einwirken. Waschen Sie nach der Anwendung Ihre Haut gründlich ab. Sie können die Prozedur täglich wiederholen.
  • Melisse (Melissa officinalis) lindert Entzündungen, beruhigt gereizte Haut und wirkt antiseptisch. Melisse ist Bestandteil vieler Pflegeprodukte von Naturkosmetikserien. Zudem zählt die Melisse zu den Pflanzen, die auch effektiv bei psychischen Problemen wie Angststörungen, Depressionen oder Schlafstörungen eingesetzt werden kann. Sie beugt oxidativem Zellstress vor, der die Akne-Beschwerden noch befeuert.67 Bei Patienten, die aufgrund schwerer Akne-Symptomatik psychisch belastet sind, könnte in der Anwendung der Melisse ein ganzheitlicher naturheilkundlicher Ansatz liegen.68
  • Borretschsamenöl: Die Wirkstoffe in Borretschsamen (Borago officinalis) werden in der Naturheilkunde erfolgreich bei entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt. Das Öl hat entzündungshemmende und hautberuhigende Eigenschaften und fördert die Immunabwehr, so dass Bakterien rascher bekämpft und die Infektionen der Haut gelindert werden können. Es kann äußerlich zur Hautpflege, aber auch innerlich in Form von Kapseln oder als Zutat für Salate oder Müsli verwendet werden.
  • Schwarzkümmelöl: Das Öl des Echten Schwarzkümmels (Nigella sativa) ist in der arabischen Heilkunde von großer Bedeutung. Es wird vorrangig bei Allergien, entzündlichen Hauterkrankungen, zur Stärkung des Immunsystems und zur Heilung von Darmerkrankungen eingesetzt. Eine Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass die Extrakte des Schwarzkümmelsamens hoch antibakterielle Eigenschaften haben und die Vermehrung von entzündungsfördernden Hautbakterien hemmen. Demnach eignet sich Schwarzkümmelöl als natürliche Alternative zu herkömmlichen Aknemitteln.69,70
  • Gurken sind feuchtigkeitsspendend, lindern Schmerzen und kühlen die entzündeten Hautareale. Schneiden Sie eine frische Salatgurke in dünne Scheiben, legen Sie sie auf die betroffenen Stellen und lassen Sie die Gurkenscheiben mindestens 15-20 Minuten wirken.
  • Rosenwasser, eigentlich ein „Abfallprodukt“ bei der Herstellung des Rosenöls, eignet sich als natürliches Gesichtswasser bei Akne. Es beruhigt gereizte Haut und reinigt sanft die verstopften Hautporen. Zudem enthält es antibakterielle und antientzündliche Inhaltsstoffe, die bakterielles Wachstum eindämmen und die Abheilung der Hautläsionen fördern.71 Es entfernt sanft überschüssigen Hauttalg, ohne die Haut zu entfetten, spendet Feuchtigkeit und kann sogar der Narbenbildung entgegenwirken.

 

 

Entsäuerung und Entgiftung des Organismus

Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel, zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung.

Stress in Zusammenhang mit einem übersäuerten Organismus führt zu einer Überstimulation des Sympathikus und der erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen, wodurch die Entzündungsprozesse und die Bildung von schädlichen Säuren im Stoffwechsel gefördert werden.

Zudem führen Säuren zu Gewebsschädigungen und Mikroentzündungen, die Haut reagiert auf die Ausscheidung der hohen Säurelast mit Rötung, Hautunreinheiten und entzündlichen Veränderungen. Diese Hautreaktionen weisen auf eine gestörte Hautbarriere und einen ungünstigen pH-Wert der Haut hin.72

Zur Pufferung der überschüssigen Säuren verbraucht der Körper Mineralstoffe aus der Nahrung und greift auch körpereigene Mineralstoffspeicher an, welche beispielsweise den Zähnen entzogen werden und diese anfälliger machen für Karies. Auch die Haut leidet unter dem Mineralstoffmangel und wird durchlässiger für entzündungsfördernde Keime.

Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen chronischen Erkrankungen.

Ebenso werden die enzymatischen Prozesse geschwächt, da Enzyme vor allem ein neutrales bis leicht basisches Milieu benötigen, um reibungslos zu funktionieren. Im übersäuerten Milieu können sie ihre vielfältigen Funktionen u. a. auch im Hautstoffwechsel, zur Bekämpfung von entzündlichen Prozessen, als Botenstoffe oder intrazelluläre Transportmittel nicht mehr reibungslos erfüllen.

Basenbildende Kost, eine Zufuhr basenbildender Nährstoffe, Reduzierung säurebildender Nahrungsmittel, Durchführung von Basenbädern, Stressreduktion und ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt sorgen langfristig für eine Harmonisierung des Säure-Basen-Haushalts und fördern dadurch die Abheilung der Akneläsionen und die Wiederherstellung der intakten Hautbarriere.

 

Ursachen für einen übersäuerten Organismus sind:

  • Ernährungsgewohnheiten, die viele Säurebildner enthalten wie Fleisch, Wurst-, und Milchprodukte, Auszugsmehl, Zucker, Süßigkeiten, alle industriell gefertigten Nahrungsmittel, Fast Food, Alkohol und Kaffee
  • Medikamente
  • wenig Bewegung
  • fehlende Erholungszeiten
  • psychische Belastung, Sorgen und Konflikte, Stress
  • Sauerstoffmangel durch flache Atmung und wenig frische Luft

 

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen und dadurch den Stoffwechsel anzuregen und die Ausscheidung von Harnsäure zu erleichtern, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten und gleichzeitig eine begleitende Therapie des erhöhten Harnsäurespiegels darstellen:

  • basenüberschüssige, mikronährstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • Sanfter Sport und regelmäßige Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Sport Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen
  • basische Körperpflege wie Bäder oder tägliche Körperwaschungen mit Wasser, dem Basensalz hinzugefügt wurde
  • Förderung der Entgiftungsfunktion der Leber durch die Einnahme von Bitterstoffen, Trinken leberstärkender Tees oder von frisch gepresstem Selleriesaft und die Bindung und Ausleitung von Schmermetallen und Giftstoffen durch Spirulina- bzw. Chlorella-Algen oder Zeolith
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • ausreichend Schlaf und Ruhezeiten

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Stangensellerie enthält neben einer Vielzahl an Mikronährstoffen vor allem auch Bitterstoffe und leberreinigende Substanzen. Täglich morgens, gleich nach dem Aufstehen, entfaltet der frisch gepresste Selleriesaft seine Wirkung am besten. Bereits nach wenigen Tagen bis Wochen ist der Effekt am eigenen Körper spürbar.


 

Darmsanierung

Bei schweren Verlaufsformen von Akne werden den Betroffenen oft auch Antibiotika verordnet, um das Bakterienwachstum einzudämmen, dass die Entzündungen verursacht. Jedoch haben Antibiotika leider auch eine negative Auswirkung auf die physiologisch wichtige Darmflora und die natürliche Bakterienbesiedelung der Haut.73 Sie stören empfindlich die Zusammensetzung des Darm- bzw. Hautmikrobioms, was die Abwehrbarrieren der Haut und Schleimhäute schwächt und die Ausbreitung von schädlichen Bakterienstämmen, Pilzen und anderen krankmachenden Keimen erleichtert.

 

Da etwa 80% des Immunsystems im Darm sitzen, sind eine gesunde Darmschleimhaut und eine intakte Darmflora Grundlage jeder naturheilkundlichen Therapie, besonders auch bei Hauterkrankungen.

Eine Darmsanierung kann das Mikrobiom wieder in die Balance bringen und besteht aus einer Darmreinigung und dem Wiederaufbau der Darmflora. Durch die Sanierung der Darmflora wird die Darmbarriere gestärkt, ihre Schutzfunktion reaktiviert sowie das Immunsystem mobilisiert. Außerdem ist eine gesunde Darmflora wichtig für die optimale Aufspaltung und Verwertung der Nährstoffe.

Da sich ein Großteil unserer Immunzellen im darmassoziierten lymphatischen Gewebe befindet, besteht eine enge Symbiose zwischen unserer körpereigenen Abwehr und den Darmbakterien: Nützliche Darmbakterien verhindern, dass sich schädliche Keime ausbreiten können und trainieren pausenlos unser Immunsystem, damit dieses körpereigene von körperfremden Strukturen unterscheiden kann.

Entscheidend für einen erfolgreichen Aufbau der Darmflora ist die Qualität der verwendeten Bakterienstämme, deren Vermehrung im Darm und die Resistenz gegen die Magensäure sowie den Gallensaft. Eine gezielte Zufuhr von Probiotika (Darmbakterien) wirkt sich positiv auf das Darmmilieu aus. Begleitende Maßnahmen wie eine darmgesunde Ernährung unterstützen die Darmsanierung zusätzlich.

Besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten nach einer Stuhlanalyse, welche Probiotika in Ihrem Fall substituiert werden sollten. Probiotische Lebensmittel unterstützen die Darmsanierung und pflegen Ihre Darmflora.

Nach einer Antibiotikabehandlung und zur Verbesserung des Hautbildes sollten fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, milchsauer eingelegtes Obst und Gemüse und Kombucha möglichst täglich in die Ernährung integriert werden.

 


Das Gesundheitskompass-Team empfiehlt

Das Immunsystem ist komplex und in allen Körpergeweben vertreten. In diesem Buch lernen Sie das Wunder unseres körpereigenen Abwehrsystems kennen und erfahren, was Sie selbst alles tun können, um die Abwehrkräfte zu stärken, so dass Erkrankungen keine Chance mehr haben.
Eine gesunde Darmflora und eine aktive Immunabwehr sind auch bei Akne die Grundlage für ganzheitliche Heilung.


 

 

 

Hinweis

Mikrobiologische Therapie

Eine Störung in der Zusammensetzung des Mikrobioms (Dysbiose) ist eine der Hauptursachen für die Ausbreitung entzündungsfördernder Bakterien.
Eine mikrobiologische Therapie (Symbioselenkung) setzt lebende oder abgetötete Bakterien ein, die keine krankheitserregenden Eigenschaften besitzen. Diese sollen einerseits immunstimulierend wirken, indem sie verschiedene Abwehrmechanismen aktivieren und somit zunehmend zu einer Normalisierung der natürlichen Abwehrkräfte beitragen. Auch überschießende Immunreaktionen sollen dadurch eingedämmt werden. Andererseits kann die Verabreichung lebender Bakterienkulturen bestehende Defizite in der Darmflora ausgleichen. Häufig sind die Milchsäurebakterien, die vorrangig im Dünndarm angesiedelt sind, in zu geringer Anzahl vorhanden.

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Akne

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Akne stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Die Ernährung stellt eine wesentliche Säule bei der ganzheitlichen Behandlung der Akne dar. Produkte mit einem hohen glykämischen Index sollten unbedingt vermieden werden. Probiotische Lebensmittel, eine obst- und gemüsereiche Kost sowie der tägliche Verzehr von Ölen, Saaten und Nüssen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, verbessern das Hautbild sichtbar und senken auch entzündungsfördernde Substanzen im Blut.
  • Ein gesundheitsfördernder Lebensstil hat neben der Ernährung einen bedeutenden Einfluss auf die Hautgesundheit. Neben Sport und Bewegung, einer ausreichend hohen Flüssigkeitszufuhr, dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin und einer natürlichen Hautpflege hat vor allem auch die Fähigkeit, eine gewisse Stressresistenz zu entwickeln und sich entspannen zu können eine positive Auswirkung auf das Hautbild bei Akne-Patienten.
  • Äußerlich können ätherische Öle aus Salbei, Teebaum oder Pfefferminze die Pickel und Pusteln zum Abklingen bringen. Heilerde oder das Gel der Aloe Vera-Pflanze klären das Hautbild und befreien die Haut von überschüssigem Talg und Schmutz.
  • Entsäuerung des Organismus durch basische Körperpflege und basenbildende Kost verbessern nachhaltig das Hautbild und beugen chronischen Erkrankungen vor.
  • Eine Darmsanierung ist die Grundlage der naturheilkundlichen Akne-Therapie. Die Harmonisierung des Darmmikrobioms verbessert auch die Zusammensetzung der Hautflora und wirkt sich unmittelbar auf das Hautbild aus.

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