Schritt für Schritt aus
der Krankheit
ADHS

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 5. März 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, Ihrem Kind ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat zu geben. Warum das zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert das Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Bedingt durch die heutige Art zu Leben ist ein schleichender Mangel an Vitalstoffen sehr häufig. Und gerade dieser schleichende, fast nicht zu bemerkende Mangel kann enorme Auswirkungen auf die Psyche haben. Da dieser Mangel auch eine der zugrunde liegenden Ursachen für ADHS sein könnte, ist ein optimaler Mikronährstoffstatus für Sie besonders wichtig.

Damit aber nicht genug: falls Ihr Kind schon Medikamente einnimmt, können Mikronährstoffe helfen, deren Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu verringern. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass nach wenigen Wochen beine Besserung eintritt vielleicht sogar weniger Medikamente benötigt werden. Aber bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Mikronährstoffe sind das Motoröl für unsere Zellen. Nur wenn genügend davon da sind, können unsere Zellen auf die täglichen Herausforderungen richtig reagieren. Und tatsächlich ist der Erfolg aller Maßnahmen bei ADHS davon abhängig, dass unsere Zellen darauf richtig reagieren können. Ganz egal, was Sie als nächsten Schritt planen, ob Sie eine naturheilkundliche Behandlung oder eine medikamentöse Behandlung durchführen wollen – was auch immer, es wird nur dann optimal funktionieren, wenn auch Ihre Zellen vernünftig arbeiten können und dafür benötigen sie genügend Mikronährstoffe. Die meisten dieser Maßnahmen zielen darauf ab, das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wieder herzustellen.

Sein Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Saftkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält. Eine aus hochwertigen Lebensmitteln zusammengesetzte Ergänzung wirkt zudem entsäuernd. Das führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer signifikanten Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Schritt 2: regelmäßige Bewegung

Als zweiten Schritt sollten Sie versuchen, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Das mag vielleicht nicht so einfach umzusetzen sein, wie jeden Tag ein Glas Mikronährstoffsaft zu trinken, ist aber mindestens genauso wichtig. Schon etwas mehr Bewegung hat gesundheitsfördernde Eigenschaften, die sich positiv auf ADHS auswirken:

  • Entspannung der Blutgefäße
  • Training der Blutgefäße
  • Gewichtsabnahme
  • Stressabbau
  • Abbau von blutdrucksteigernden Hormonen
  • Senkung von erhöhten Cholesterinwerten

 

Und: Wer mehr Sport macht, braucht auch mehr Mikronährstoffe.

Schritt 3: Ernährungsumstellung

Wenn Sie die ersten beiden Schritte soweit umgesetzt haben, dass es im Alltag keine Umstände bereitet, dann können Sie den nächsten Schritt anpacken. Nun sollten Sie ein wenig an der Ernährung feilen.

In unserer heutigen Lebensweise erscheint vor allem die große Menge an Kohlenhydraten, die wir täglich essen, ein unterschätztes Problem zu sein. Unter Kohlenhydraten versteht man vor allem das, was früher als „Sättigungsbeilage“ bezeichnet wurde: Brot, Nudeln, Knödel, Reis, Kartoffeln etc. Dabei sind die beiden letztgenannten noch die am wenigsten ungesunden. Übrigens ist nach neuesten Erkenntnissen egal, ob es sich dabei um die Vollkorn-Variante oder nicht handelt. Beide sind auf ihre Weise für uns in großen Mengen nicht gesund.

 

Tipp: Probieren Sie abends 2-3 mal in der Woche ganz auf Kohlenhydrate zu verzichten. Das hört sich zunächst schwieriger an als es am Ende ist. Es gibt genügend Alternativen – hier ein paar Rezeptideen, da finden Sie bestimmt etwas Leckeres:

  • Gemüsesuppen
  • Tomaten mit Mozzarella
  • Gemüsespieße vom Grill mit einer Tsatsiki-Soße
  • Salat mit gebratenem Lachs
  • Omelette mit Gemüse (oder mal mit Shrimps)
  • Chili con Carne (gibt es auch als fleischlose Variante)

 

Die einzige Herausforderung ist jetzt noch, sich dazu das Brot abzugewöhnen. Das lohnt sich aus mehrfacher Hinsicht: Zum einen werden Sie vermutlich automatisch mehr Gemüse essen und vielleicht auch mehr Omega-3-reichen Fisch. Beides wirkt sich positiv aus bei ADHS. Außerdem sollten sich auch das Gewicht und der Insulinspiegel verbessern, was Ihnen Ihre Blutgefäße danken werden. Und mit einer kleinen Veränderung haben Sie wieder viel für sich und Ihre Gesundheit getan.

 

Getränke richtig auswählen

Übrigens gehört auch das Trinken mit zur Ernährung. Wenn Sie viel Wasser trinken (ohne Kohlensäure) wird sich das ebenfalls positiv auf Ihren Stoffwechsel auswirken.  Das Ziel sollten 2 Liter Wasser am Tag sein. Alle weiteren Getränke kommen dann noch oben drauf, zählen also nicht zur Wassermenge.