Schritt für Schritt
aus der Krankheit
Akne

Frau geht Treppe hinauf

Isabel Mittmann - Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Bedingt durch die heutige Art zu Leben ist ein schleichender Mangel an Mikronährstoffen heute sehr häufig. Und gerade dieser schleichende, fast nicht zu bemerkende Mangel kann enorme Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Da Oxidativer Stress aufgrund von Umwelteinflüssen, ungesunder Ernährung oder Mikronährstoffmangel ursächlich an der Entstehung der Akne beteiligt ist, ist ein optimaler Mikronährstoffstatus für Sie besonders wichtig. Die freien Radikale schädigen Hautzellen und Mitochondrien, lösen Entzündungen aus und verändern die Zusammensetzung des Hauttalgs sowie des Hautmikrobioms.

Die zunehmende Luftverschmutzung sowie Zigarettenrauch wirken sich nachweislich schädlich auf den Hautstoffwechsel, die Zellneubildung sowie die Regulation von Entgiftungs- und Entzündungsprozessen aus und verursachen oxidativen Zellstress, den wir nur begrenzt beeinflussen können.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der oxidative Stress jedoch nicht nur eine Folge der Hautentzündungen ist, sondern die Pickel und Pusteln erst zum Entstehen bringt und den weiteren Verlauf maßgeblich mitbestimmt.

 

Um den oxidativen Stress einzudämmen, helfen vor allem Antioxidantien, die die freien Radikale binden und weitere Entzündungen und Zellschäden verhindern.

Zu den Antioxidantien zählen u. a. die Vitamine A, C und E, die Mineralstoffe Zink und Selen sowie diverse sekundäre Pflanzenstoffe.

Die moderne Mikronährstoffmedizin setzt daher bei einer der Hauptursachen der Akne an und erhöht bei den Patienten die Zufuhr von Antioxidantien sowohl über die Ernährung als auch über natürliche Mikronährstoffpräparate.

 

Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Schritt 2: Natürliche Hautpflege

Weniger ist mehr – das gilt auch bei Akne. Die Kosmetikindustrie bietet eine Fülle an Cremes, Gesichtswässern, Reinigungsgels oder Make-up für von Akne geplagte Haut. Viele Produkte basieren auf synthetischen Inhaltsstoffen, deren kurzfristiger Nutzen in manchen Fällen auf den ersten Blick überwiegen mag, die mittel- und langfristige Auswirkung auf den Hautstoffwechsel und den gesamten Organismus jedoch unbedingt auch mitberücksichtigt werden sollte.

Hinweis

Vorsicht bei synthetischen Produkten

Mineralöle sind oft auch in teuren Kosmetika enthalten und beeinträchtigen zahlreiche Hautfunktionen. Eine Studie zu Chemikalien in Hautpflegeprodukten ergab, dass die Mehrheit der Substanzen toxische Eigenschaften hat, die nur innerhalb bestimmter Grenzen als Inhaltsstoffe zulässig sind. Langzeitfolgen bei der Anwendung werden meist nicht berücksichtigt. Außerdem können allergische Reaktionen und Hautentzündungen ausgelöst werden.

Schritt 3: Entsäuerung

Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel, zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung. Stress in Zusammenhang mit einem übersäuerten Organismus führt zu einer Überstimulation des Sympathikus und der erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen, wodurch die Entzündungsprozesse und die Bildung von schädlichen Säuren im Stoffwechsel gefördert werden.

Zudem führen Säuren zu Gewebsschädigungen und Mikroentzündungen, die Haut reagiert auf die Ausscheidung der hohen Säurelast mit Rötung, Hautunreinheiten und entzündlichen Veränderungen. Diese Hautreaktionen weisen auf eine gestörte Hautbarriere und einen ungünstigen pH-Wert der Haut hin.

 

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen und dadurch den Stoffwechsel anzuregen und die Ausscheidung von Harnsäure zu erleichtern, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten und gleichzeitig eine begleitende Therapie des erhöhten Harnsäurespiegels darstellen:

  • basenüberschüssige, mikronährstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • Sanfter Sport und regelmäßige Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Sport Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen
  • basische Körperpflege wie Bäder oder tägliche Körperwaschungen mit Wasser, dem Basensalz hinzugefügt wurde
  • Förderung der Entgiftungsfunktion der Leber durch die Einnahme von Bitterstoffen, Trinken leberstärkender Tees oder von frisch gepresstem Selleriesaft und die Bindung und Ausleitung von Schmermetallen und Giftstoffen durch Spirulina- bzw. Chlorella-Algen oder Zeolith
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • ausreichend Schlaf und Ruhezeiten