Schritt für Schritt
aus der Krankheit
Anamie

Frau geht Treppe hinauf

Isabel Mittmann - Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Bedingt durch die heutige Art zu Leben ist ein schleichender Mangel an Vitalstoffen heute sehr häufig.  Und gerade dieser schleichende, fast nicht zu bemerkende Mangel kann enorme Auswirkungen auf die Anämie haben.

Obwohl die Eisenmangelanämie die häufigste Anämieform darstellt, sollten auch diejenigen Vitamine und Spurenelemente besondere Beachtung finden, die für eine verbesserte Aufnahme und Verwertung der blutbildenden Nährstoffe Eisen, Folat und Vitamin B12 sorgen. Hierzu zählen insbesondere die Vitamine A und C, aber auch Proteine, Kupfer und weitere Mikronährstoffen wie Vitamin B6, B2 und D, denn bei der Blutbildung wirken viele Vitamine und Mineralstoffe zusammen.

 

 

Bei Eisenmangelanämie wirken folgende Mikronährstoffe unterstützend:

  • Eisen als essentieller Bestandteil des Hämoglobins
  • Kupfer unterstützt die Eisenaufnahme aus dem Darm
  • Zink ist nach Eisen das zweitwichtigste Spurenelement und trägt zum effektiveren Ausgleich des Eisenmangels bei
  • Vitamin B2 (Riboflavin) verbessert das Hämoglobin-Niveau
  • Vitamin A unterstützt den Eisentransport im Körper
  • Vitamin C fördert die Eisenaufnahme

Sein Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Saftkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält. Eine aus hochwertigen Lebensmitteln zusammengesetzte Ergänzung wirkt zudem entsäuernd. Das führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer signifikanten Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Schritt 2: Ernährungsumstellung

Als nächstes sollte nun die Ernährung angepasst werden. Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung. Unsere westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten führen jedoch zu einem Säureüberschuss im Körper. Langfristig zeigt sich das in funktionellen Störungen des Organismus, die man zum Beispiel an andauernder Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Karies, Haut- und Verdauungsproblemen oder Haarausfall erkennen kann. Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen Erkrankungen, allen voran Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose.

Die Entgiftungsorgane wie Leber, Niere, Lunge, Darm und Haut können einen großen Teil der Säuren, die im Stoffwechselprozess entstehen, abpuffern und ausleiten. Zur Pufferung braucht der Körper Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Zink, die bei einer ungünstigen Ernährung aus den körpereigenen Mineralstoffspeichern wie dem Haarboden, den Zähnen und den Knochen gelöst wird. Auch über die Lunge wird eine beträchtliche Menge an Säuren abgeatmet sowie über die Nieren durch ausreichend Trinken von Wasser ausgeschieden. Wird dem Körper jedoch über einen langen Zeitraum ein Säureüberschuss zugemutet, führt das zu einer Überlastung. Das Zuviel an Säuren kann nicht mehr ausgeschieden werden, sondern wird in Gelenken, Muskeln und im Bindegewebe eingelagert.

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten:

  • Basenüberschüssige, mineralstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • Sport und Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Sport Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • Wöchentliche Basenbäder sind eine gute Möglichkeit, neben basischen Nahrungsergänzungen und basischer Ernährung die Haut als Ausscheidungsorgan für Säuren zu nutzen: Man gibt Basensalz ins Badewasser. Das Basenbad soll mindestens 30 Minuten dauern, besser sind 45 bis 60 Minuten
  • Trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • ausreichend Schlaf und Ruhezeiten

Liegt einer Anämie eine zu geringe Aufnahme von blutbildenden Nährstoffen wie Eisen, Vitamin B12 und Folat zugrunde, sollte die Ernährung dahingehend angepasst werden.

Schritt 3: ausreichend Wasser trinken

Unser Körper besteht etwa zu 70 % aus Wasser und auch das Blutplasma hat einen Wasseranteil von über 90 %. Wasser versorgt unseren Körper mit Flüssigkeit, löst Vitamine, Mineralien, Zucker und Salze aus den festen Nahrungsbestandteilen und erfüllt zudem eine wichtige Entgiftungsfunktion, indem es hilft, über die Nieren Stoffe auszuscheiden. Damit die lebenswichtigen Funktionen des Wassers uneingeschränkt ablaufen können, muss der Flüssigkeitshaushalt regelmäßig aufgefüllt werden, denn wir verlieren etwa zwei bis drei Liter Wasser am Tag über die Lunge, das Schwitzen und die Ausscheidung über die Nieren.