Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Borreliose

Frau geht Treppe hinauf

Isabel Mittmann - Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 9. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Im ersten Schritt sollten Sie Ihr Immunsystem wieder auf Trab zu bringen. Schließlich wäre es zu keiner Borreliose-Infektion gekommen, wenn Ihr Immunsystem von Anfang an gut funktioniert hätte.

Der einfachste und schnellste Weg dem Immunsystem auf die Sprünge zu helfen ist, den Mikronährstoffhaushalt zu optimieren. Deshalb rate ich in solchen Fällen immer, ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen.

Mikronährstoffe sind das Motoröl für unsere Zellen. Nur wenn genügend davon da sind, können unsere Zellen auf die täglichen Herausforderungen richtig reagieren. Und tatsächlich ist der Erfolg aller Maßnahmen gegen eine Borreliose davon abhängig, dass unsere Zellen darauf richtig reagieren können.

Ganz egal, was Sie als nächsten Schritt planen, ob Sie eine naturheilkundliche Behandlung oder eine medikamentöse Behandlung durchführen wollen – was auch immer, es wird nur dann optimal funktionieren, wenn auch Ihre Zellen vernünftig arbeiten können. Und dafür benötigen sie genügend Mikronährstoffe.

Sein Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Saftkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält. Eine aus hochwertigen Lebensmitteln zusammengesetzte Ergänzung wirkt zudem entsäuernd. Das führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer signifikanten Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Schritt 2: Vitamin-C-Hochdosis-Therapie

Im zweiten Schritt könnten Sie mit einer Vitamin-C-Hochdosis-Therapie Schritt 1 optimieren. Damit schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe. Das Immunsystem wird aktiviert, die Bakterien werden effektiv bekämpft. Die Ursache für einige Ihrer Symptome wird zudem beseitigt.

Schritt 3: Entsäuerung

Als dritten Schritt sollten Sie das Thema „Entsäuerung“ in Angriff nehmen. Die Erkenntnisse dazu, wie wichtig das (nicht nur) für Ihr Immunsystem ist, sind überwältigend. Da Sie nun bereits ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat einnehmen, sind Sie schon auf dem besten Weg. Nun intensivieren wir das Ganze.

Lange Zeit galt die Anhäufung von überschüssigen Säuren im Gewebe als theoretisches naturheilkundliches Modell, dass von der Wissenschaft nicht anerkannt wurde. Heute wissen wir allerdings sehr genau, dass diese Übersäuerung des Körpers zu zahlreichen Gesundheitsstörungen führen kann. Darunter sind neben einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit auch die Neigung zur chronischen Entzündung. Gründe, die zu einer Übersäuerung führen sind vor allem unausgewogene Ernährung (zu viel Fleisch, zu viele Kohlenhydrate, unreif geerntetes Obst und Gemüse), Stress, Bewegungsmangel und Krankheiten.

Eine Entsäuerung kann in mehreren Ebenen durchgeführt werden. Die erste Ebene betrifft die alltägliche Ernährung. Bei schlechter Ernährung führen wir uns sehr viele Säuren zu. Durch kleine Umstellungen können wir aber eben auch Basen zuführen. Die zweite Stufe sind Basensalze zum Einnehmen. Die gibt es in Tabletten- und Pulverform in verschiedenen Ausführungen und Preislagen.

Wenn Sie Basentabletten oder Basenpulver einnehmen, dann lassen Sie bitte immer mindestens ein Stunde Abstand zum Essen. Da der Magen Säuren benötigt, um die Nahrung gut aufzuschließen, wäre die Einnahme zum Essen nicht gut für die Verdauung.

Auch Basenbäder mit 3 – 4 EL Natron pro Badewanne sind eine gute Möglichkeit. So ein Basenbad sollte mindestens 40 Minuten dauern, besser man badet länger als eine Stunde.

In der dritten Stufe wären auch Basen-Infusionen durch einen Arzt oder Heilpraktiker möglich. Dies ist die intensivste Möglichkeit der Entsäuerung, die speziell zur Krankheitsbehandlung durchaus Sinn machen kann. Zusätzlich sind die anderen oben erwähnten Maßnahmen dauerhaft sinnvoll.

Wenn Sie Sport treiben wollen, der ebenfalls zur Entsäuerung beiträgt, sollten Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen im Vordergrund stehen. Es werden zwei- bis dreimal mal in der Woche 30 bis 60 Minuten Sport empfohlen. Dabei gilt es zu beachten, dass Sie diese guten Effekte des Sports nur bei ausreichender Vitalstoffzufuhr erreichen, da mehr Bewegung auch einen höheren Vitalstoffbedarf nach sich zieht.