Schritt für Schritt aus
der Krankheit
COPD

Letzte Aktualisierung: 15. April 2021

Ein Artikel von Dr. med. Harald Hüther

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum das zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Sie werden sich besser fühlen und sehr viel seltener krank sein. Dadurch wird auch der Verfall der Lunge deutlich gebremst.

Wenn Sie rauchen, sollten Sie damit aufhören, so werden die daraus resultierenden negativen Folgen etwas abgemildert.

Eine optimale Mikronährstoffergänzung versetzt den Körper in die Lage, auf Medikamente und andere Therapien angemessen zu reagieren. Erst wenn alle Zellen mit den nötigen Mikronährstoffen versorgt sind, können sie reagieren. Es ist also essentiell für Ihren Therapieerfolg, zunächst den Mikronährstoffhaushalt zu optimieren.

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate einem Test unterzogen, das Testergebnis finden Sie hier.  

Schritt 2: Rauchstopp

Der zweite Schritt ist mindestens ebenso wichtig wie der erste Schritt: wenn Sie rauchen sollten, hören Sie mit dem Rauchen auf!

Die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp steigen, wenn Sie sich dabei helfen lassen. Laut den vorhandenen wissenschaftlichen Studien verbessert sich bei COPD-Patienten durch den Rauchstopp die Lungenfunktion schon im Verlauf des ersten Jahres. Die Symptome wie Husten und Auswurf bessern sich. Vor allem junge Raucher profitierten von dem Rauchstopp. Patienten, die mit dem Rauchen aufgehört hatten, wiesen eine niedrigere Sterblichkeitsrate auf. Diese positiven Veränderungen ergeben sich aber nur bei völligem Verzicht auf das Rauchen. Es reicht für eine effektive COPD-Therapie nicht aus, einfach nur weniger zu rauchen.

Ein Entwöhnungskonzept, das sowohl medikamentöse Unterstützung als auch psychosoziale Unterstützung umfasst, hat sich für COPD-Patienten als effektiv erwiesen. Ihr Hausarzt und Ihr Lungenfacharzt kennen die entsprechenden Anlaufstellen, wo Sie entsprechende Kurse besuchen können.

Schritt 3: regelmäßige Bewegung

Neben dem Rauchstopp zählt auch regelmäßige Bewegung zu den wichtigsten Therapiemethoden. Wenn Sie regelmäßig aktiv sind, wirkt sich das positiv auf die COPD und den Krankheitsverlauf aus: Muskeln bleiben erhalten, Krankenhausaufenthalte verringern sich und die Sterblichkeit sinkt.15 Hierzu zählt nicht nur Sport, der häufig aufgrund des Lungenvolumens nicht ausgeführt werden kann, sondern auch leichte Tätigkeiten wie Spaziergänge, Gartenarbeit oder zu Fuß einkaufen gehen.

 

Auch im fortgeschrittenen Stadium ist es wichtig, dass COPD-Kranke sich regelmäßig bewegen und vor allem darauf achten, dass die Muskelmasse nicht verloren geht. Mit einem Mini-Heimtrainer kann die eigene Belastbarkeit langsam gesteigert werden.

 

Lungensport: Lungensport ist ein speziell für COPD-Patienten entwickeltes Training. Ihr Herz-Kreislauf-System und die Atemmuskulatur werden bei regelmäßigem Lungensport gestärkt und aufgebaut. Das Training können Sie in der Regel auch zu Hause ausführen, aber viele COPD-Patienten bevorzugen eine Lungensportgruppe. Sie erleichtert den Einstieg ins Training und motiviert durch das Training mit Gleichgesinnten. Diese Gruppen werden von speziell geschulten Trainern geleitet. Hier werden Ihnen Atemtechniken und Entspannungstechniken vermittelt, Muskeln gestärkt und aufgebaut und Ausdauer trainiert.

 

Nach Rücksprache mit Ihrem Arzt können Sie auch Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Tanzen oder leichtes Joggen ausprobieren. Wichtig ist, dass Sie Sie langsam beginnen und auf Signale Ihres Körpers hören.