Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Depression

Letzte Aktualisierung: 9. April 2021

Ein Artikel von Dr. med. Harald Hüther

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Bedingt durch die heutige Art zu Leben ist ein schleichender Mangel an Vitalstoffen heute sehr häufig.  Und gerade dieser schleichende, fast nicht zu bemerkende Mangel kann enorme Auswirkungen auf die Psyche haben. Da dieser Mangel auch eine der zugrunde liegenden Ursachen für Ihre Depression sein könnte, ist ein optimaler Mikronährstoffstatus für Sie besonders wichtig.

Damit aber nicht genug: falls Sie schon antidepressive Medikamente einnehmen, können Mikronährstoffe helfen, deren Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu verringern. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass Sie sich nach wenigen Wochen besser fühlen und vielleicht sogar weniger Medikamente benötigen. Aber bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Mikronährstoffe sind das Motoröl für unsere Zellen. Nur wenn genügend davon da sind, können unsere Zellen auf die täglichen Herausforderungen richtig reagieren. Und tatsächlich ist der Erfolg aller Maßnahmen gegen die Depression davon abhängig, dass unsere Zellen darauf richtig reagieren können. Ganz egal, was Sie als nächsten Schritt planen, ob Sie eine naturheilkundliche Behandlung oder eine medikamentöse Behandlung durchführen wollen – was auch immer, es wird nur dann optimal funktionieren, wenn auch Ihre Zellen vernünftig arbeiten können und dafür benötigen sie genügend Mikronährstoffe. Die meisten dieser Maßnahmen zielen darauf ab, das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wieder herzustellen.

Sein Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Saftkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält. Eine aus hochwertigen Lebensmitteln zusammengesetzte Ergänzung wirkt zudem entsäuernd. Das führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer signifikanten Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Die Studien und meine Erfahrungen bei Depressionen zeigen, dass mit täglicher Einnahme eines biologischen Mikronährstoffkonzentrates und zusätzlich 150 mg Magnesiumcitrat (31) – zusammen mit den zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen und Kräuterextrakten – gute Erfolge zu erreichen sind.

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Schritt 2: Lichtdusche

Als zweiten Schritt möchte ich Ihnen die allmorgendliche Lichtdusche empfehlen. Das bedeutet keinen großen Aufwand und wirkt sehr zuverlässig. Sie bekommen mehr Rhythmus in den Tag und die Lichttherapie kann Ihnen helfen, am Morgen besser aus den Startlöchern zu kommen. Zusammen mit den Mikronährstoffen aus Schritt 1 kann der Körper nun genügend Botenstoffe und Glückshormone herstellen.

Durch die zusätzliche Energie werden Ihnen dann auch die weiteren Schritte zurück in ein normales Leben leichter fallen. Aus diesem Grund kann es Sinn ergeben, mit diesen beiden Schritten gleichzeitig zu beginnen.

Schritt 3: regelmäßige Bewegung

Als nächsten logischen Schritt möchte ich Ihnen empfehlen, mehr Bewegung und Sport in Ihren Alltag einzubauen. Das mag vielleicht nicht ganz so einfach umzusetzen sein, wie jeden Tag ein Glas Mikronährstoffkonzentrat zu trinken und sich vor eine Lampe zu setzen, ist aber mindestens genauso wichtig. Durch die beiden ersten Schritte sollte Ihnen dafür nun genügend Energie zur Verfügung stehen.

Einige der wichtigen Effekte des Sports sind:

  • direkte antidepressive Effekte
  • mehr soziale Kontakte
  • verbessertes Selbstbewusstsein
  • verbesserte körperliche Gesundheit
  • effektive Vorbeugung vor einem Rückfall in die Depression

Wie wir auch weiter oben schon gesehen haben, müssen Sie nicht innerhalb weniger Wochen zum Marathonläufer werden. Für den Anfang reicht es schon, wenn Sie mindestens vier Tage in der Woche 20 bis 30 Minuten spazieren gehen. Natürlich können Sie auch mehr machen. Sie können auch versuchen mit der Zeit etwas schneller zu gehen. Wenn Sie wirklich Sport machen wollen, dann achten Sie auf einen langsamen Aufbau der Intensität. Und vor allem beachten Sie, dass Ihr Körper genügend Zeit zur Regeneration bekommt. Zwischen Trainingseinheiten -abhängig von deren Intensität – sollten mindestens 24 Stunden liegen. Und, wie ich auch oben schon erläutert habe: wer mehr Sport treibt braucht auch mehr Mikronährstoffe, damit es am Ende auch wirklich gesund ist.

Schritt 4: Ernährungsumstellung

Wenn Sie die ersten Schritte soweit umgesetzt haben, dass es für Sie im Alltag zu einer Art Gewohnheit wurde, dann können Sie einen weiteren wichtigen Schritt anpacken. Nun sollten Sie ein wenig an Ihrer Ernährung feilen.

Aus heutiger Sicht erscheint vor allem die große Menge an Kohlenhydraten, die wir täglich essen ein unterschätztes Problem zu sein. Unter Kohlenhydraten versteht man vor allem das, was früher als „Sättigungsbeilage“ bezeichnet wurde: Brot, Nudeln, Knödel, Reis, Kartoffeln, aber auch Zucker und Alkohol etc. Dabei sind Kartoffeln und Reis noch die gesündeste Alternative. Übrigens ist nach neuesten Erkenntnissen egal, ob es sich bei den Getreideprodukten um die Vollkorn-Variante handelt oder nicht. (32) Beide sind auf ihre Weise für uns nicht gesund.

Mein Tipp ist, dass Sie einfach abends 2-3-mal in der Woche ganz auf Kohlenhydrate verzichten. Das hört sich zunächst umständlicher an als es am Ende ist. Es gibt genügend Alternativen, wenn man es sich erst einmal richtig überlegt hat. Ich habe mal ein paar Beispiele, da finden Sie bestimmt etwas Leckeres:

  • Eine Gemüsesuppe
  • Tomaten mit Mozzarella
  • Gemüsespieße vom Grill mit einer Tsatsiki-Soße
  • Salat mit gebratenem Lachs
  • Omelette mit Gemüse (oder mal mit Schrimps)
  • Chili con Carne (gibt es auch als fleischlose Variante)

Möglichkeiten gibt es also genug. Die einzige Herausforderung ist jetzt noch, sich das Brot als Beilage abzugewöhnen. Das lohnt sich aus mehrfacher Hinsicht: Zum einen werden Sie sicher automatisch mehr Gemüse essen und vielleicht auch mehr Omega-3-reichen Fisch. Beides wirkt sich laut Studien positiv bei einer Depression aus. Zudem hilft es, Ihr Normalgewicht zu erreichen oder zu halten. Damit haben Sie mit dieser kleinen Neuerung wieder viel für sich und Ihre Gesundheit getan.