Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Diabetes

Letzte Aktualisierung: 13. April 2021

Ein Artikel von Dr. med. Harald Hüther

Schritt 1: Ernährungsumstellung

Stellen Sie langsam, aber konsequent die Ernährung um.

Vermutlich wird es Ihnen am leichtesten fallen, wenn Sie damit anfangen, dass Sie die Kohlenhydrate langsam reduzieren. Also weniger Nudeln, Brot, Reis, Kartoffeln etc. Ein guter Einstieg wäre beispielsweise, 3-4-mal in der Woche abends gar keine Kohlenhydrate zu essen.

Das mag zunächst etwas ungewohnt klingen, ist aber tatsächlich nur eine Frage der Umgewöhnung. Es gibt genügend Alternativen: Beginnen Sie einfach – wie bei einer langen Reise – mit dem ersten Schritt. Einige leckere Beispiele gefällig?

  • frische Tomaten mit Mozzarella
  • italienische Gemüsesuppe
  • Gemüsespieße vom Grill, dazu eine Tsatsiki-Soße (gerne mit viel Knoblauch)
  • Salat mit gebratenen Rinderfiletstreifen
  • Omelette mit Gemüse (oder mal mit Lachs oder Garnelen)
  • Chili con Carne (gibt es auch als fleischlose Variante)

Möglichkeiten gibt es also genug. Die einzige Herausforderung ist jetzt noch, sich das Brot als Beilage abzugewöhnen. Das lohnt sich aus mehrfacher Hinsicht: Zum einen werden Sie sicher automatisch mehr Gemüse essen und vielleicht auch mehr Omega-3-reichen Fisch. Damit unterstützen Sie nicht nur die Entsäuerung, Sie helfen dem Körper auch, die Entzündung zu bekämpfen und eine gesündere Darmflora gibt es obendrein.

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Schritt 2: Mikronährstoffe optimieren

Es ist wichtig, Ihre Mikronährstoffversorgung zu optimieren. Mikronährstoffe sind essentiell wichtig für ein reibungsloses Funktionieren unseres Körpers. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert rasch Ihr Allgemeinbefinden – sie hilft, das Immunsystem einzuregeln und senkt die Entzündungsaktivität. Sie werden sich besser fühlen, sehr viel seltener krank sein und auch Allergiesymptome werden weniger.

 

Eine Mikronährstofftherapie ist deshalb immer eine der wichtigsten Maßnahmen, auch weil sie den Körper erst in die Lage versetzt, auf Medikamente und andere Therapien angemessen zu reagieren. Erst wenn alle Zellen mit den nötigen Mikronährstoffen versorgt sind, können sie so reagieren, wie es für die Gesundheit erforderlich ist. Es ist also essentiell für Ihren Therapieerfolg, schon zu Beginn der Therapie den Mikronährstoffhaushalt zu optimieren. Auch mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten lassen sich so oft deutlich reduzieren.

Schritt 3: regelmäßige Bewegung

Im dritten Schritt kommt die regelmäßige Bewegung ins Spiel. Nachdem Sie mit Schritt 1 und Schritt 2 die besten Voraussetzungen für ein fitteres Leben geschafft haben, können Sie nun nach und nach ein Bewegungsprogramm starten, das zu Ihnen passt: suchen Sie sich eine Ausdauersportart, die Ihnen wirklich Spaß macht. Und zwischendrin bauen Sie dann immer wieder etwas zur Muskelkräftigung ein.

So tun Sie auf der einen Seite aktiv etwas für Ihre Gesundheit und auf der anderen Seite können Sie so Ihr Normalgewicht halten oder erreichen.

Täglich 20 Minuten Spazierengehen sind beispielsweise am Anfang völlig in Ordnung. Dann können Sie über Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen Ihr Pensum gerne langsam aufbauen. Einfache Übungen zur Kräftigung der Muskulatur gibt es genügend. Ob Sie sich ein Therapieband für Übungen auf den Sofa besorgen oder einfache Übungen mit dem eigenen Körpergewicht machen – jede einzelne Übung zählt.