Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Endometriose

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 8. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Bedingt durch die heutige Art zu Leben ist ein schleichender Mangel an Mikronährstoffen heute sehr häufig. Und gerade dieser schleichende, fast nicht zu bemerkende Mangel kann enorme Auswirkungen auf die Psyche haben. Da dieser Mangel auch eine der zugrunde liegenden Ursachen für die Endometriose sein könnte, ist ein optimaler Mikronährstoffstatus für Sie besonders wichtig.

Damit aber nicht genug: falls Sie schon Medikamente einnehmen, können Mikronährstoffe helfen, deren Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu verringern. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass Sie sich nach wenigen Wochen besser fühlen und vielleicht sogar weniger Medikamente benötigen. Aber bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Mikronährstoffe sind das Motoröl für unsere Zellen. Nur wenn genügend davon da sind, können unsere Zellen auf die täglichen Herausforderungen richtig reagieren. Und tatsächlich ist der Erfolg aller Maßnahmen gegen die Endometriose davon abhängig, dass unsere Zellen darauf richtig reagieren können. Ganz egal, was Sie als nächsten Schritt planen, ob Sie eine naturheilkundliche Behandlung oder eine medikamentöse Behandlung durchführen wollen – was auch immer, es wird nur dann optimal funktionieren, wenn auch Ihre Zellen vernünftig arbeiten können und dafür benötigen sie genügend Mikronährstoffe. Die meisten dieser Maßnahmen zielen darauf ab, das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wieder herzustellen. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

 

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Sein Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält. Eine aus hochwertigen Lebensmitteln zusammengesetzte Ergänzung wirkt zudem entsäuernd. Das führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer signifikanten Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Meine Erfahrungen bei Endometriose zeigen, dass mit täglicher Einnahme eines biologischen Mikronährstoffkonzentrates und zusätzlich 150 mg Magnesiumcitrat  – zusammen mit den zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen und Kräuterextrakten – gute Erfolge zu erreichen sind.

Schritt 2: Wärmebehandlung

Wärmeanwendungen im Bereich des Unterleibs wie beispielsweise eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen, ein Heublumensack, Fangopackungen oder feucht-warme Umschläge mit entspannenden ätherischen Ölen wirken bei Endometriose-bedingten Schmerzen krampflösend und vegetativ ausgleichend.

Verstärkt wird die Wirkung noch, wenn Sie einige Tropfen reines Lavendelöl auf Ihren Unterleib auftragen und sanft einmassieren.

Auch Sitzbäder mit einem Zusatz von Schafgarbe, Kamille, Lavendel, Rosmarin oder Melisse in Form eines Kräuterauszugs oder einiger Tropfen naturreiner ätherischer Öle können wohltuend wirken, wenn Sie vor allem unter Schmerzen leiden. Die Öle wirken dabei mit ihrem Duft gleichzeitig über das limbische System und haben eine emotional ausgleichende Wirkung.

Außerdem sollten betroffene Frauen für warme Füße sorgen, da kalte Füße reflektorisch die Unterleibsdurchblutung vermindern. Ebenso empfiehlt es sich, die Nierengegend warm zu halten. Auch ein warmes Fußbad kann Wunder wirken, besonders wenn Sie es in der Zeit von 17 bis 19 Uhr durchführen, da die Füße eine Reflexzone der Nieren sind. Laut der chinesischen Organuhr wirken Fußbäder in dieser Zeit besonders intensiv, da die Nieren eine Phase hoher Aktivität haben.

 

Schritt 3: regelmäßige Bewegung

Als nächsten logischen Schritt möchte ich Ihnen empfehlen, mehr Bewegung und Sport in Ihren Alltag einzubauen. Das mag vielleicht nicht ganz so einfach umzusetzen sein, wie jeden Tag ein Glas Mikronährstoffkonzentrat zu trinken und sich vor eine Lampe zu setzen, ist aber mindestens genauso wichtig. Durch die beiden ersten Schritte sollte Ihnen dafür nun genügend Energie zur Verfügung stehen.

Einige der wichtigen Effekte des Sports sind:

  • direkte antidepressive Effekte
  • mehr soziale Kontakte
  • verbessertes Selbstbewusstsein
  • verbesserte körperliche Gesundheit
  • effektive Vorbeugung vor einem Rückfall in die Burnout

Wie wir auch weiter oben schon gesehen haben, müssen Sie nicht innerhalb weniger Wochen zum Marathonläufer werden. Für den Anfang reicht es schon, wenn Sie mindestens vier Tage in der Woche 20 bis 30 Minuten spazieren gehen. Natürlich können Sie auch mehr machen. Sie können auch versuchen mit der Zeit etwas schneller zu gehen. Wenn Sie wirklich Sport machen wollen, dann achten Sie auf einen langsamen Aufbau der Intensität. Und vor allem beachten Sie, dass Ihr Körper genügend Zeit zur Regeneration bekommt. Zwischen Trainingseinheiten -abhängig von deren Intensität – sollten mindestens 24 Stunden liegen. Und, wie ich auch oben schon erläutert habe: wer mehr Sport treibt braucht auch mehr Mikronährstoffe, damit es am Ende auch wirklich gesund ist.

Schritt 4: Ernährungsumstellung

Welche Lebensmittel sind nun zu bevorzugen, um das Endometriose-Risiko zu senken und Beschwerden zu verbessern?

Ergebnisse aus Studien ergaben alle, dass eine überwiegend pflanzenbasierte Kost bestehend aus (grünem) Gemüse, Kartoffeln, frischem Obst wie Beeren und Zitrusfrüchte, Sojaprodukte, Nüsse und Samen, Reis, Hafer, Weizenkeime und kalt gepresste hochwertige Öle nachweislich eine positive Auswirkung auf die Endometriose-Beschwerden haben.

Rotes Fleisch, Fischkonserven und Milchprodukte sollten nur in geringen Mengen auf dem Speiseplan stehen, und auf zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten, Alkohol und tierische Fette sollte möglichst ganz verzichtet werden.