Schritt für Schritt
aus der Krankheit
Gürtelrose

Frau geht Treppe hinauf

Isabel Mittmann - Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 17. Mai 2021

Schritt 1: Frühzeitige Behandlung

In einer südkoreanischen Studie konnten Forscher zeigen, dass bei einem frühzeitigen Behandlungsbeginn 30 % der Patienten langfristige Schmerzfreiheit erlangten. Weder Alter, Geschlecht noch das betroffene Dermatom hatten einen bemerkenswerten Einfluss auf die Therapie. Entscheidend war allein der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns. Wenn Patienten zwischen sechs und 12 Monaten nach Auftreten der chronischen Schmerzen mit der Behandlung begannen, erreichten zwischen 34,5 und 33,3 % vollständige Schmerzfreiheit. Erfolgte die Behandlung erst nach einem Jahr, verringerte sich die Quote auf 20 %.

 

Die Therapie einer akuten Herpes-Zoster-Infektion besteht laut „S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Zosters und der Postzosterneuralgie“ aus der so früh wie möglich einsetzenden systemischen antiviralen Chemotherapie, kombiniert mit einer lokalen antiseptischen Therapie und konsequenter Schmerztherapie.

Körpereigenes Protein kann Vermehrung der Herpesviren hemmen

Eine Forschergruppe um Dr. Florian Full entdeckte in Zusammenarbeit mit Forschern der University of Chicago in den USA einen bisher unbekannten Mechanismus des Körpers zur Abwehr von Herpesviren. Sie fanden das sogenannte TRIM-Protein (TRIM=tripartite motif), welches andere Proteine binden und deren Abbau auslösen kann. Wird im Falle von Herpesviren das zelluläre Protein Perizentrin abgebaut, führt dies zu Veränderungen in der Architektur des Zellkerns und somit zur Hemmung der Vermehrung der Herpesviren. Diese Ergebnisse weckte bei den Forschern die Hoffnung, neue Therapien gegen Herpesviren zu entwickeln zu können.

Schritt 2: Mikronährstoffe optimieren

Als zweiten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum das zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Ein Mikronährstoffkonzentrat sichert auch die Versorgung der bei Gürtelrose wichtigen Mikronährstoffe.

Bei der Infektionskrankheit Gürtelrose (Herpes Zoster), die durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird, leiden Betroffene typischerweise unter juckendem, gürtelförmigem Hautausschlag und oft starken neuralgischen Schmerzen. Damit eine Gürtelrose nicht immer wieder ausbricht (rezidivierender Verlauf), ist vor allem ein starkes Immunsystem wichtig. Konventionelle Maßnahmen können durch eine komplexe Mikronährstofftherapie wirksam ergänzt werden, die auch den erhöhten Mikronährstoffverbrauch beim Gebrauch von Schmerzmedikamenten wie z. B. NSAR ausgleicht.

Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

 

Ausflug in die Wissenschaft

Zusammenhang zwischen Zoster-Risiko und Mikronährstoffen in Obst und Gemüse

Die Ergebnisse belegten einen starken Zusammenhang zwischen geringem Obstverzehr und steigendem Zoster-Risiko. Personen, die weniger als ein Stück Obst pro Woche aßen, hatten ein um das Dreifache erhöhtes Zoster-Risiko als Personen, die mehr als drei Portionen pro Tag aßen. Keine der Nahrungsaufnahmen der sieben untersuchten Mikronährstoffe (Vitamine A, B6, C, E, Folsäure, Zink und Eisen) hatte einen statistisch signifikanten Zusammenhang mit dem Zoster-Risiko, wenn sie einzeln betrachtet wurden. Bei Personen über 60 Jahren wurde festgestellt, dass die kombinierte Aufnahme von Mikronährstoffen aus Obst und Gemüse das Zoster-Risiko verringerte.

Schritt 3: Plasmamedizin

Hierbei werden kalte physikalische Plasmen (ionisierte Gase) zum medizinischen Einsatz verwendet. Insbesondere bei der Behandlung von Hautkrankheiten, Wunden und entzündliche Hauterkrankungen hat sich diese Behandlungsoption bewährt.

Plasmamedizin hat sich zu einem innovativen Forschungsgebiet mit diversen Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Besonders in der Dermatologie kann die Verwendung von kaltem Atmosphärendruckplasma (KAP) die Behandlung von Geweben ermöglichen, ohne diese dabei zu beschädigen. KAP kann beispielsweise antimikrobielle, gewebestimulierende und durchblutungsfördernde Effekte erzielen. Zahlreiche Studien belegen positive Effekte auf dem Gebiet der Desinfektion und Wundheilung, aber auch zur Linderung von Schmerz und Juckreiz, zur Behandlung von atopischen Ekzemen (Neurodermitis), Ichthyosis (Hautbarrierestörung) und Narben.