Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Hashimoto

Frau geht Treppe hinauf

Isabel Mittmann - Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 13. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Aus meiner Erfahrung ist es am Anfang einer Therapie entscheidend, den Körper in die Lage zu versetzen, seine eigenen Heilungsprozesse anzukurbeln. Dafür eignet sich die Mikronährstofftherapie als Einstieg hervorragend, da damit alle Zellen mit den notwenigen Betriebsstoffen versorgt werden.

Warum das zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Sie werden sich besser fühlen und sehr viel seltener krank sein. Dazu kommen antivirale Eigenschaften von Pflanzenstoffen genauso wie die Stoffwechsel-Optimierung durch B-Vitamine.

Nehmen Sie also zunächst ein komplexes, natürliches Mikronährstoffpräparat ein. Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form, das aus natürlichen Lebensmitteln hergestellt ist. Nur dadurch ist die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet. Auch die optimale Aufnahme im Organismus ist damit gewährleistet. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Schritt 2: Ernährungsumstellung

Sie werden schon nach kurzer Zeit merken, dass sich Schritt 1 sehr positiv auf Ihr Allgemeinbefinden auswirken wird. Vielleicht wird sich auch nach einigen Wochen ein erhöhter TSH-Wert bessern. Um diese Effekte zu unterstützen, wäre als zweiter Schritt natürlich eine Anpassung der Ernährung sinnvoll.

Hier könnten Sie vor allem die entzündungsfördernden Anteile in der Ernährung reduzieren. Damit entlasten Sie Ihr Immunsystem und es kann sich besser den chronischen Entzündungen widmen. Schließlich ist diese Entzündung das wichtigste Symptom der Erkrankung.

Zwei Dinge sind hier wichtig:

Auf der einen Seite die Kohlenhydrate zu reduzieren. Damit wird die Neigung zur chronischen Entzündung reduziert. (39) Dazu eignet sich vor allem das Abendessen. Denn abends, beispielsweise 3-4-mal in der Woche, ganz auf Kohlenhydrate zu verzichten ist besonders effektiv. Das hört sich zunächst ungewohnt an. Es gibt viele wohlschmeckende Alternativen.

Hier sind ein paar Beispiele als Anregung für Sie:

  • Minestrone (italienische Gemüsesuppe)
  • frische Tomaten mit Mozzarella
  • Gemüsespieße vom Grill, dazu eine Tsatsiki-Soße
  • Salat mit gebratenen Rinderfiletstreifen
  • Omelette mit Gemüse (oder mal mit Lachs oder Shrimps)
  • Chili con Carne (gibt es auch als fleischlose Variante)

Sie sehen, wie viele und unterschiedliche Möglichkeiten es gibt. Die einzige Herausforderung ist jetzt noch, sich dazu das Brot abzugewöhnen. Das lohnt sich aus mehrfacher Hinsicht: Zum einen werden Sie vermutlich automatisch mehr Gemüse essen und vielleicht auch mehr Omega-3-reichen Fisch.

Damit wären wir auch schon beim zweiten wichtigen Teil der Ernährungs-Optimierung, nämlich mehr Omega-3-Fettsäuren ins Essen einzubauen. Diese kommen vor allem im Meeresfisch und in vielen pflanzlichen Ölen vor. Die Omega-3-Fettsäuren zählen zu den stärksten Entzündungshemmern der Natur. So verstärken Sie die Wirkung dessen, was Sie mit der Reduzierung der Kohlenhydrate begonnen haben.

Noch weitere gesundheitliche Vorteile über Ihre Ernährung haben Sie, wenn Sie zusätzlich reichlich Gewürze und Kräuter verwenden. Gewürze, wie frisch gemahlener Pfeffer, Kurkuma oder Chili, haben ebenfalls starke entzündungshemmende Eigenschaften. Ebenso finden sich diese Eigenschaften bei den Kräutern: Egal ob frisch oder getrocknet, Kräuter haben viele gesundheitsfördernde Funktionen wie beispielsweise eine entsäuernde Wirkung.

Schritt 3: Entsäuerung

Im dritten Schritt sollten Sie sich angewöhnen, Ihren Körper regelmäßig zu entsäuern.

Hier noch ein weiterer Tipp: Einmal in der Woche in die Sauna gehen ist eine tolle Sache, um die Entsäuerung über die Haut zu nutzen. Die Sauna wirkt sich aber auch sehr positiv auf das Immunsystem aus. Allerdings können sich die gesundheitlichen Vorteile des Saunierens nur entfalten, wenn Sie regelmäßig in die Sauna gehen, idealerweise einmal in der Woche. Die Wirkung kommt vor allem auch durch den Wechsel von warmen und kalten Anwendungen. Also: nicht das kalte Abduschen nach der Sauna vergessen.

Natürlich sind auch alle anderen bereits beschriebenen Maßnahmen zur Entsäuerung wichtig. Machen Sie diese zu einem festen Bestandteil Ihres Lebens. Es ist einfach, nicht aufwendig und so wirkungsvoll. Im Übrigen wirkt auch eine regelmäßig eingenommene Mikronährstoffergänzung entsäuernd.

So unterstützen sich diese drei einfachen Schritte gegenseitig. Nach wenigen Wochen sollten Sie bereits spürbare Veränderungen an sich feststellen.