Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Herzinfarkt

Frau geht Treppe hinauf

Letzte Aktualisierung: 9. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Im ersten Schritt sollten Sie für eine optimalen Mikronährstoffhaushalt sorgen. Heutzutage ist es kaum möglich, den Mikronährstoffbedarf allein durch die Ernährung zu decken. Für einen gesunden Körper sind Mikronährstoffe jedoch von großer Bedeutung. Zudem haben sie zusätzlich Herz-Kreislauf-schützende Eigenschaften, verbessern insgesamt den Stoffwechsel, helfen beim Abnehmen und reduzieren die Nebenwirkungen von Medikamenten. Gerade aus diesen Gründen sollte die Einnahme eines Mikronährstoffkonzentrates der erste Schritt zu normalen Blutfetten sein.

Die Suche nach dem geeigneten Produkt ist auf dem großen Markt der Ergänzungsprodukte nicht einfach und es gibt einige Fallstricke, die man vermeiden sollte. Achten Sie bei der Auswahl einer geeigneten Mikronährstoffergänzung auf folgende Punkte: Nehmen Sie auf Dauer nichts ein, dass nur einen oder einige wenige Mikronährstoffe enthält. Auch einzelne, isolierte Vitamine können problematisch sein. Wenn Sie sich einen schönen gemischten Salat vorstellen, dann wissen Sie, wie die Natur eine Mikronährstoffkombination zusammenstellen würde. Möglichst viele verschiedene gesunde Lebensmittel in konzentrierter Form, dazu gute Öle, etwas Kräuter, ausgewogen, von keinem zu viel. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

 

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Wenn Sie diese Messlatte anlegen, dann schränkt sich das Angebot an guten Mikronährstoffprodukt stark ein. Neusten Studien zufolge haben diese Ergänzungen – auch wenn sie nicht so hoch dosiert sind – enorme Synergieeffekte und wirken besser als hochdosierte. Und sie führen zu einer signifikanten Verbesserung des Vitalstoffstatus. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Schritt 2: Ernährungsumstellung

Eine anti-entzündliche kardioprotektive (das Herz schützende) Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und Omega-3-haltigen Ölen ist.

Die Zusammensetzung entspricht am ehesten einer mediterranen Ernährung und enthält reichlich Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe, unterstützt den Abbau von Entzündungen im Körper und schützt präventiv wohl auch vor zahlreichen anderen Erkrankungen.

Zahlreiche Studien untermauern, dass langjähriger großzügiger Salzkonsum den Blutdruck erhöht. Blutdruck wiederum ist einer der Risikofaktoren für Atherosklerose und Herzinfarkt. Doch wie eine kontrovers diskutierte Studie von 2018 zeigte, hat eine sehr salzarme Diät nicht automatisch positive Auswirkungen auf die Entwicklung eines Herzinfarkts. Zuviel Salz erhöht zwar das Risiko für einen Schlaganfall, jedoch nicht für einen Herzinfarkt oder die Gesamtmortalität.9 Eine kaliumreiche Diät (viel Obst, Gemüse und Nüsse) dagegen vermindert das Risiko auch für einen Herzinfarkt und die Gesamtmortalität.

Meine Empfehlung der „goldenen Mitte“: 5-6 g Salz nicht überschreiten pro Tag innerhalb einer gesunden, ausgewogenen, mikronährstoffreichen Ernährung.

Schritt 3: Entspannungstechniken

Stress ist einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung eines Herzinfarkts. Viele Menschen, vielleicht auch Sie, haben einen hoch verdichteten Alltag: Arbeit, Familie, Freizeitgestaltung laufen parallel und passen kaum in einen 24-Tag.

Verschiedene Situationen werden von verschiedenen Menschen auch unterschiedlich wahrgenommen: Zu hohe Ansprüche an sich selbst, permanent überquellender Terminkalender, Perfektionismus und Versagensängste lösen viel schneller negativen Stress aus als eine freundliche, geduldige, ja auch vergebende Haltung zu sich selbst und der Welt und ein „weniger ist mehr“ im Alltag mit dem Fokus auf für Sie wirklich wichtigen Elementen.

Vor allem in Kombination mit BluthochdruckÜbergewicht und Typ-2-Diabetes ist Stress gefährlich– alle Risikofaktoren für Herzerkrankungen verstärken und befeuern einander gegenseitig.

Natürlich ist jeder durch seinen Charakter und indiHerzviduelle Erfahrungen vorgeprägt, doch bestimmte Techniken können helfen, eine positivere Haltung zu entwickeln und die Stress-Resilienz zu erhöhen. Oft ist auch weniger mehr – die Frage: Tut/tat das Leben mir in der Form wirklich gut, wie ich es lebe? werden sich bestimmt auch Sie nach einem Herzinfarkt verstärkt stellen. Ideale Techniken trainieren Anspannung und Entspannung und oft sind meditative Elemente integriert:

  • Yoga
  • Qi Gong
  • Autogenes Training
  • Feldenkrais
  • Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindful-based stress reduction)
  • Progressive Muskelentspannung
  • Tai Chi