Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Hyperthyreose

Frau geht Treppe hinauf

Isabel Mittmann - Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 16. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Aus meiner Erfahrung ist es am Anfang einer Therapie entscheidend, den Körper in die Lage zu versetzen, seine eigenen Heilungsprozesse anzukurbeln. Dafür eignet sich die Mikronährstofftherapie als Einstieg hervorragend, da damit alle Zellen mit den notwenigen Betriebsstoffen versorgt werden.

Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Warum das zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe:

Die normal ablaufende Herstellung und der Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone sind signifikant abhängig von einer optimalen Versorgung mit Mikronährstoffen. Obwohl Jod, Selen, Zink und Eisen Hauptrollen im Schilddrüsenstoffwechsel spielen, sind noch viele weitere Mikronährstoffe für die Schilddrüsengesundheit wichtig.

Um eine optimale Mikronährstoffversorgung sicher zu stellen, eigenen sich am besten natürliche Mikronährstoffkombinationen. Laut einer US-amerikanischen Studie wirken diese 200-mal stärker antioxidativ als isolierte künstlich hergestellte Vitamine.11 Die Kombination aus Obst, Gemüse und sekundären Pflanzenstoffen kreiert den wirksamen positiven Effekt. Durch eine bessere Versorgung mit Mikronährstoffen verbessert sich der antioxidative Status und macht die freien Radikale unschädlich, die Schilddrüsengewebe auf Dauer zerstören.

Schritt 2: Ernährungsumstellung

Eine spezifische Ernährungsform bei einer Schilddrüsenüberfunktion gibt es, trotz zahlreicher in diese Richtung deutender Ratgeber, nicht. Sie können jedoch einige Hinweise beachten, um nicht nur Ihre Schilddrüse, sondern Ihren ganzen Organismus zu stärken. Achten Sie jedoch darauf, sich vorwiegend basisch zu ernähren.

Hyperthyreote Personen haben meist einen erhöhten Grundumsatz. Nehmen Sie jedoch trotzdem keine leeren, mikronährstoffarmen Kalorien zu sich, sondern hochwertige, abwechslungsreiche Lebensmittel. Achten Sie auf eine ausreichende Eiweißzufuhr, da besonders Proteine bei hohem Grundumsatz verbraucht werden. Reduzieren dagegen sollten Sie die allgemein verbreitete viel zu hohe tägliche Zufuhr an v. a. leeren, schnell resorbierbaren Kohlenhydraten. Eine Studie legt nahe, dass der erhöhte Appetit auf Kohlenhydrate bei Hyperthyreose mit der erhöhten Aktivität des sympathischen Systems einhergeht8 – dabei sollten gerade Menschen mit Hyperthyreose darauf achten, Blutzuckerspitzen zu vermeiden: 57 % der Patienten mit unbehandelter Schilddrüsenüberfunktion weisen eine gestörte Glukosetoleranz auf.

 

Die Schilddrüse braucht für die Herstellung der Schilddrüsenhormone das Spurenelement Jod. Nur die isolierte Jod-Zufuhr im Auge zu behalten, hat bei Schilddrüsenerkrankungen jedoch wenig Sinn. Achten Sie bei einer Schilddrüsenüberfunktion auf eine normale Zufuhr an Jod über Nahrungsmittel (in Deutschland ist die Gefahr einer Überversorgung durch Jod kaum gegeben) – gemieden werden sollten nur besonders jodhaltige Lebensmittel wie Algen und Seetangprodukte. Die Gefahr durch eine Jod-Überdosierung ist eher durch eine zu hohe Dosierung an Jodtabletten oder Untersuchungen mit Röntgenkontrastmitteln gegeben als durch eine falsche Ernährung.

Eine spezifische Ernährungsform bei einer Schilddrüsenüberfunktion gibt es, trotz zahlreicher in diese Richtung deutender Ratgeber, nicht. Sie können jedoch einige Hinweise beachten, um nicht nur Ihre Schilddrüse, sondern Ihren ganzen Organismus zu stärken. Achten Sie jedoch darauf, sich vorwiegend basisch zu ernähren.

Hyperthyreote Personen haben meist einen erhöhten Grundumsatz. Nehmen Sie jedoch trotzdem keine leeren, mikronährstoffarmen Kalorien zu sich, sondern hochwertige, abwechslungsreiche Lebensmittel. Achten Sie auf eine ausreichende Eiweißzufuhr, da besonders Proteine bei hohem Grundumsatz verbraucht werden. Reduzieren dagegen sollten Sie die allgemein verbreitete viel zu hohe tägliche Zufuhr an v. a. leeren, schnell resorbierbaren Kohlenhydraten. Eine Studie legt nahe, dass der erhöhte Appetit auf Kohlenhydrate bei Hyperthyreose mit der erhöhten Aktivität des sympathischen Systems einhergeht8 – dabei sollten gerade Menschen mit Hyperthyreose darauf achten, Blutzuckerspitzen zu vermeiden: 57 % der Patienten mit unbehandelter Schilddrüsenüberfunktion weisen eine gestörte Glukosetoleranz auf.

 

Die Schilddrüse braucht für die Herstellung der Schilddrüsenhormone das Spurenelement Jod. Nur die isolierte Jod-Zufuhr im Auge zu behalten, hat bei Schilddrüsenerkrankungen jedoch wenig Sinn. Achten Sie bei einer Schilddrüsenüberfunktion auf eine normale Zufuhr an Jod über Nahrungsmittel (in Deutschland ist die Gefahr einer Überversorgung durch Jod kaum gegeben) – gemieden werden sollten nur besonders jodhaltige Lebensmittel wie Algen und Seetangprodukte. Die Gefahr durch eine Jod-Überdosierung ist eher durch eine zu hohe Dosierung an Jodtabletten oder Untersuchungen mit Röntgenkontrastmitteln gegeben als durch eine falsche Ernährung.

Schritt 3: Leben Sie basisch

Unser Lebensstil hat erheblichen Einfluss auf die Funktionalität der Schilddrüse. Neben ungesunder pro-entzündlicher, mikronährstoffarmer Ernährung gehören Rauchen und Stress zu den größten Triggern einer Hyperthyreose. Eine gezielte Raucherentwöhnung, eine basische Lebensweise und Strategien zur Stressbewältigung bzw. Erhöhung der Stresskompetenz wie Entspannungstechniken und Bewegung können einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei einer Schilddrüsenüberfunktion haben.

 

Ausgleichend, anti-entzündlich, immunstärkend und harmonisierend für den ganzen Organismus ist eine basische Lebensweise als Grundlage bei Schilddrüsenerkrankungen. Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen und damit Ihre Schilddrüse zu stärken, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten:

  • basenüberschüssige, mikronährstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • mäßige Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Bewegung Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen und Entzündungen begünstigen
  • basische Körperpflege wie Bäder oder tägliche Körperwaschungen bzw. Wickel mit Wasser, dem Basensalz hinzugefügt wurde
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • ausreichend Schlaf und Ruhezeiten