Schritt für Schritt
aus der Krankheit
Influenza

Frau geht Treppe hinauf

Isabel Mittmann - Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Experte/Expertin:

Isabel Mittmann

Ernährungsberaterin und Medizinredakteurin

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum das zu Beginn so wichtig ist hat folgenden Grund:  mit allen Mikronährstoffen ausreichend versorgter Organismus ist in der Lage, gesunde Körperzellen herzustellen und mit allen für die reibungslosen Funktionen (Zellstoffwechsel, Auf- und Abbau von Körpermaterial, Sauerstofftransport zu den Zellen, Abtransport von CO2 und Abfallprodukten usw.) wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Eine optimale Mikronährstoffversorgung sorgt für eine gesunde Haut und Schleimhaut, wodurch sich die Grippe-Viren nicht ungehindert ausbreiten können. Außerdem werden physiologisch wichtige Bakterienstämme im Darm, auf der Haut und auf den Schleimhäuten der Atemwege angesiedelt und schädliche an der Ausbreitung gehindert.

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Darüber hinaus können kontinuierlich gesunde Abwehrzellen produziert sowie überalterte und geschwächte Zellen regelmäßig erneuert werden. Auch die Zellkommunikation wird optimiert, da die Botenstoffe und Enzyme von den essentiellen Vitaminen und anderen Nährstoffen abhängig sind. Somit ist eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen von großer Bedeutung für einen milden Krankheitsverlauf und eine rasche Genesung.

Grundsätzlich benötigt der Organismus alle Mikronährstoffe, um optimal zu funktionieren und die Abwehrfunktion aufrechterhalten zu können. Einige Mikronährstoffe, die eine besondere Bedeutung im Rahmen der Influenza (Prävention und Abwehr der Grippe-Viren) haben, finden Sie im Folgenden aufgelistet:

  • Vitamin A: Schutz vor Autoimmunerkrankungen nach Virusinfektionen
  • B-Vitamine: Stärkung der Immunbarriere
  • Vitamin D: Stärkung der Abwehrkräfte
  • Vitamin E: Verbesserung der Zellkommunikation
  • Zink: essentiell für die Immunabwehr
  • Selen: antioxidative Eigenschaften
  • Magensium: entzündungshemmende Eigenschaften
  • Omega-3-Fettsäuren: Förderung der Darmflora

Zusätzlich sind sekundäre Pflanzenstoffe und Aminosäuren von großer Bedeutung für das Immunsystem.

Schritt 2: ausreichend trinken

Die Empfehlung, täglich ausreichend stilles Wasser zu trinken, ist grundsätzlich für jeden Menschen bedeutsam, da Wasser mehr als zwei Drittel unseres Körpers ausmacht.

Wasser ermöglicht unseren Stoffwechsel und ist Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe und andere Substanzen und Hauptbestandteil des Blutserums und der Lymphflüssigkeit, die es unseren Abwehrzellen ermöglichen, im gesamten Organismus zu zirkulieren.

Zudem werden die Schleimhäute befeuchtet, wodurch die Barriere gegen das Eindringen von Krankheitserregern verstärkt wird.

Wasser führt den Zellen Nährstoffe und Salze zu, sorgt für die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen und Giftstoffen und reguliert die Körpertemperatur über die Schweißproduktion. Eine ausreichende Trinkmenge fördert die gesunde Nierenfunktion, stabilisiert den Kreislauf und verbessert die Durchblutung.

Wenn Sie an Influenza erkrankt sind, ist das Trinken besonders wichtig. Zum einen braucht der Körper bei Fieber mehr Flüssigkeit, zum anderen ist es ein natürliches Bedürfnis des Körpers, während eines (fieberhaften) Infekts zu fasten. Der fehlende Appetit, oft auch Übelkeit und große Abgeschlagenheit signalisieren uns, dass der Organismus jetzt Ruhe braucht und Energie einsparen will – Verdauungsarbeit kostet jedoch viel Energie.

Folgen Sie den Impulsen, die Ihr Körper Ihnen schickt, und trinken Sie viel stilles Wasser und Kräutertees.

Schritt 3: Ernährungsumstellung

Eine ausgewogene, antientzündliche Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle für ein starkes Immunsystem.

Einzelne Gemüse- und Obstsorten enthalten viele Stoffe, die entzündungshemmend sind, wieder andere welche, die antibiotisch oder durchblutungsfördernd wirken.

Zur Unterstützung Ihres Immunsystems können Sie täglich Lebensmittel in Ihren Speiseplan mitaufnehmen, deren antibiotische und antivirale Inhaltsstoffe den Stoffwechsel, die Fortbewegung und die Vermehrung der Krankheitserreger beeinflussen und so Ihren Genesungsprozess unterstützen. Zu den antibiotischen Wirkstoffen in Lebensmitteln zählen z. B. Zink, Vitamin C, Senföle, Oleuropein, Glycyrrhizin, Laurinsäure, Glutathion, Superoxiddismutase oder N-Acetylcystein.

Diese Mikronährstoffe und zahlreiche weitere immunstärkende, antivirale und entzündungshemmende Substanzen sind u. a. in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • in Wurzelgemüse wie Rettich, Meerrettich, Radieschen
  • in Früchten wie Grapefruit, Zitrone, Orange, Holunderbeeren, Aroniabeeren
  • in Kräutern und Gewürzen wie Kapuzinerkresse, Pfefferminze, Oregano, Thymian, Zimt, Salbei, Senf, Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Süßholzwurzel
  • in Kokosöl und Olivenöl
  • in Pilzen wie Shiitake, Reishi oder Cordyceps

 

Mithilfe einer ausgewogenen Ernährung können Sie einer Grippeinfektion oder Komplikationen vorbeugen. Außerdem unterstützen Sie die Regeneration des Körpers nach überstandener Krankheit und kommen schneller wieder zu Kräften.

Gerade nach einer Antibiotika-Therapie ist es wichtig, die Aufmerksamkeit auf den Wiederaufbau der Darmflora zu richten. Eine Antibiotika-Behandlung kann unter Umständen lebensrettend sein, da die Wirkstoffe die Vermehrung der krankheitsverursachenden Bakterien stoppen und sie abtöten. Allerdings fallen dieser Therapie nicht nur die schädlichen Keime zum Opfer. Auch unsere „guten“ Darmbakterien, die einen wesentlichen Anteil unseres Immunsystems ausmachen, werden in großer Anzahl vernichtet, was sich auf unsere Gesundheit ungünstig auswirkt und einer bakteriellen Fehlbesiedelung im Darm Tür und Tor öffnet.