Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Parkinson

Letzte Aktualisierung: 9. April 2021

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem. Bedingt durch die heutige Art zu Leben ist ein schleichender Mangel an Vitalstoffen heute sehr häufig.  Und gerade dieser schleichende, fast nicht zu bemerkende Mangel kann enorme Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Damit aber nicht genug: falls Sie schon Medikamente einnehmen, können Mikronährstoffe helfen, deren Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu verringern. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass Sie sich nach wenigen Wochen besser fühlen und vielleicht sogar weniger Medikamente benötigen. Aber bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Mikronährstoffe sind das Motoröl für unsere Zellen. Nur wenn genügend davon da sind, können unsere Zellen auf die täglichen Herausforderungen richtig reagieren. Und tatsächlich ist der Erfolg aller Maßnahmen gegen Parkinson davon abhängig, dass unsere Zellen darauf richtig reagieren können. Ganz egal, was Sie als nächsten Schritt planen, ob Sie eine naturheilkundliche Behandlung oder eine medikamentöse Behandlung durchführen wollen – was auch immer, es wird nur dann optimal funktionieren, wenn auch Ihre Zellen vernünftig arbeiten können und dafür benötigen sie genügend Mikronährstoffe. Die meisten dieser Maßnahmen zielen darauf ab, das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wieder herzustellen.

Natürliche, antioxidativ wirksame Mikronährstoffe senken das Risiko an Parkinson zu erkranken. Von zahlreichen anderen sekundären Pflanzenstoffen wurden in den letzten Jahren schützende Effekte speziell der dopaminproduzierenden Nervenzellen nachgewiesen. Verschiedene Mikronährstoffe können die Wirkung von Parkinson-Medikamenten einerseits unterstützen und die Nebenwirkungen gleichzeitig reduzieren. Besonders wichtig sind hier Antioxidantien. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Sein Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält. Eine aus hochwertigen Lebensmitteln zusammengesetzte Ergänzung wirkt zudem entsäuernd. Das führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer signifikanten Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Schritt 2: Physiotherapie und Logopädie

Die Lebensqualität ist wie bei jeder Erkrankung auch bei Parkinson stark abhängig von Ihrer aktiven Teilhabe am Leben und Ihrem Grad der Unabhängigkeit. Physiotherapie fördert und verbessert die bei Parkinson eingeschränkte Beweglichkeit, Koordination und das Gleichgewicht und sollte jede medizinische Therapie von Anfang an begleiten. Die zu stark ausgeprägte Muskelspannung kann reguliert und Ausdauer und Kraft gestärkt werden.

Das Ganzkörper-Vibrationstraining findet nicht nur im Fitness- und Leistungssportbereich Anwendung, sondern zunehmend auch in der Rehabilitation und Therapie. Der Patient steht oder sitzt auf einer vibrierenden Trainingsplatte. Die Schwingungen lösen Dehn- und Kontraktionsreflexe der Muskulatur aus, wodurch ein nachhaltiger Effekt auf das neuromuskuläre System der Parkinson-Patienten erzielt wird. Das regelmäßige Vibrationstraining führt bei den Patienten nicht nur zu einer Verbesserung des Muskeltonus, was die Gangsicherheit verbessert, sondern fördert zugleich die Koordinationsfähigkeit, das Gleichgewicht und die Ausschüttung von Neurotransmittern.

Logopädie unterstützt die Behandlung von Sprachstörungen. Vielleicht entwickeln Sie, wie viele Menschen mit Parkinson, eine schwache, heisere Stimme, Stottern und Zittern, haben Schwierigkeiten bei der Artikulation und beim Beginn des Sprechens. Mit Fortschreiten der Erkrankung nehmen diese Beschwerden normalerweise zu und können zu schweren Kommunikationsproblemen führen.

Schritt 3: regelmäßige Bewegung

Als nächsten logischen Schritt möchte ich Ihnen empfehlen, mehr Bewegung und Sport in Ihren Alltag einzubauen. Das mag vielleicht nicht ganz so einfach umzusetzen sein, wie jeden Tag ein Glas Mikronährstoffkonzentrat zu trinken, ist aber mindestens genauso wichtig. Durch die beiden ersten Schritte sollte Ihnen dafür nun genügend Energie zur Verfügung stehen.

Beweglichkeit erhalten und verbessern – das steht im Zentrum bei der Therapie bei Parkinson. Sport und Bewegung beeinflussen unsere körperliche und geistige Gesundheit in großem Ausmaß. Neben Physiotherapie ist jede körperliche Betätigung, auch im Alltag, für Sie ein Zugewinn: Gehgeschwindigkeit, Muskelmasse- und kraft, Gleichgewicht, Koordination, Haltung, Selbstbewusstsein und Erfolgserlebnisse und nicht zuletzt Ihr Energiestoffwechsel werden durch körperliche Aktivität gesteigert und verbessert. Auch depressive Phasen können Sie durch regelmäßige Bewegung besser abfedern. Bei Parkinson sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren und Tanzen genauso wichtig wie Kraftsportarten zum Muskelaufbau und Yoga, Pilates oder Gymnastik. In weit fortgeschrittenem Stadium sind Training auf dem Heimtrainer oder leichte Wassergymnastik gute Optionen, um die Beweglichkeit und Lebensqualität weiter aufrechtzuerhalten.

Wichtig ist, die Sportart nach Alter, Stadium der Erkrankung und natürlich Ihrer persönlichen Präferenz auszuwählen; Ärzte und Physiotherapeuten können Sie bei der richtigen Auswahl beraten. Vor allem Sportgruppen sind eine gute Möglichkeit, in einem sozialen Rahmen fit und beweglich zu bleiben.

Schritt 4: Ernährungsumstellung

Wenn Sie die ersten Schritte soweit umgesetzt haben, dass es für Sie im Alltag zu einer Art Gewohnheit wurde, dann können Sie einen weiteren wichtigen Schritt anpacken. Nun sollten Sie ein wenig an Ihrer Ernährung feilen.

Die Hinweise in der Wissenschaft häufen sich zunehmend, dass Parkinson im Darm entsteht und das Darmmikrobiom (früher auch Darm-Flora) und vorangegangene Infektionen für die Entstehung der Erkrankung verantwortlich sind. Menschen mit Parkinson leiden oft unter Beschwerden, die eine ausreichende Aufnahme und Verstoffwechslung von gesunden Nahrungsmitteln zusätzlich erschweren: Schluckbeschwerden, Völlegefühl, fehlender Appetit, Übelkeit und Verstopfung sind häufige Begleiter, die das Risiko für eine Unter- und Fehlernährung leider deutlich erhöhen.

Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung mit viel buntem Gemüse, Obst, hochwertigen Ölen und Kräutern, die auch noch appetitlich zubereitet ist, ist das Ideal. Häufige kleine statt großer Mahlzeiten sind gerade bei Schluckbeschwerden und fehlendem Appetit zu bevorzugen. Insgesamt sollten Sie eher darauf achten, dass die Energiebilanz Ihrer Nahrung hoch ist.

Wenn Sie Parkinson-Medikamente tagsüber einnehmen, sollten Sie Eiweiß möglichst nicht während des Tages verzehren, sondern abends. Als Eiweiß-Lieferant sollten Sie möglichst nicht nur zu Fleisch, sondern auch häufiger zu Fisch und wenig blähenden Hülsenfrüchten (z. B. roten Linsen) greifen.

Auch auf die Flüssigkeitsaufnahme müssen Sie besonders achten: Mindestens zwei Liter Wasser sollten Sie täglich trinken, bei starkem Schwitzen (häufig in fortgeschrittenen Stadien) sogar noch mehr. Koffeinhaltige Getränke sind abends aufgrund von Schlafstörungen nicht empfehlenswert.