Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Parodontose

Letzte Aktualisierung: 13. April 2021

Ein Artikel von Dr. med. Harald Hüther

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum zu Beginn so wichtig ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist es schnell und einfach für jeden umsetzbar. Eine gute Mikronährstoffergänzung verbessert Ihr Allgemeinbefinden und auch das Immunsystem.

 

Der einfachste und schnellste Weg dem Immunsystem auf die Sprünge zu helfen ist, den Mikronährstoffhaushalt zu optimieren. Deshalb rate ich in solchen Fällen immer, ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen.

 

Mikronährstoffe sind das Motoröl für unsere Zellen. Nur wenn genügend davon da sind, können unsere Zellen auf die täglichen Herausforderungen richtig reagieren. Und tatsächlich ist der Erfolg aller Maßnahmen gegen eine Parodontose davon abhängig, dass unsere Zellen darauf richtig reagieren können.

 

Ganz egal, was Sie als nächsten Schritt planen, ob Sie eine naturheilkundliche Behandlung oder eine medikamentöse Behandlung durchführen wollen – was auch immer, es wird nur dann optimal funktionieren, wenn auch Ihre Zellen vernünftig arbeiten können. Und dafür benötigen sie genügend Mikronährstoffe.

 

Sein Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Saftkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält. Eine aus hochwertigen Lebensmitteln zusammengesetzte Ergänzung wirkt zudem entsäuernd. Das führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer signifikanten Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus. (20)

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

 

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Schritt 2: Zahnhygiene

Der zweite, mindestens ebenso wichtige Schritt ist die konsequente Umstellung Ihre Zahnpflege-Gewohnheiten. Das sollte zeitgleich mit dem ersten Schritt passieren. Am besten lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Zahnarzt genau zeigen, wie die optimale Zahn- und Zahnfleischpflege aussieht. Denn nur wenn Sie mit Ihrem Zahnarzt eng zusammenarbeiten, wird die Therapie langfristig erfolgreich sein. Einige Hinweise dazu finden Sie oben im Text.

Schritt 3: Ernährungsumstellung

Als dritten Schritt empfehle ich kleinere Umstellungen bei der Ernährung. Das muss nicht gleich ganz am Anfang passieren, aber im Laufe der Behandlung sollte es schon sein. Dadurch wird ein Behandlungserfolg beschleunigt. Wie oben schon beschrieben, unterstützen Sie dadurch den Heilungsprozess. Hier könnten Sie vor allem die entzündungsfördernden Anteile in der Ernährung reduzieren. Damit entlasten Sie Ihr Immunsystem und es kann sich besser der chronischen Entzündungen widmen.

 

Achten Sie darauf die Kohlenhydrate zu reduzieren. Damit wird die Neigung zur chronischen Entzündung reduziert. (37)

 

Das mag zunächst etwas ungewohnt klingen, ist aber tatsächlich nur eine Frage der Umgewöhnung. Es gibt genügend Alternativen: Beginnen Sie einfach – wie bei einer langen Reise – mit dem ersten Schritt. Einige leckere Beispiele gefällig?

  • frische Tomaten mit Mozzarella
  • italienische Gemüsesuppe
  • Gemüsespieße vom Grill, dazu eine Tsatsiki-Soße (gerne mit viel Knoblauch)
  • Salat mit gebratenen Rinderfiletstreifen
  • Omelette mit Gemüse (oder mal mit Lachs oder Garnelen)
  • Chili con Carne (gibt es auch als fleischlose Variante)

Möglichkeiten gibt es also genug. Die einzige Herausforderung ist jetzt noch, sich das Brot als Beilage abzugewöhnen. Das lohnt sich aus mehrfacher Hinsicht: Zum einen werden Sie sicher automatisch mehr Gemüse essen und vielleicht auch mehr Omega-3-reichen Fisch.

 

Damit wären wir auch schon beim zweiten wichtigen Teil der Ernährungs-Optimierung. Mehr Omega-3-Fettsäuren ins Essen einzubauen. Die sind im Meeresfisch und in vielen pflanzlichen Ölen wie Leinöl, Hanföl oder Walnussöl. Die Omega-3-Fettsäuren sind mit die stärksten Entzündungshemmer der Natur. So verstärken Sie die Wirkung dessen, was Sie mit der Reduzierung der Kohlenhydrate begonnen haben. (37)

 

Wenn Sie dann noch einen draufsetzen wollen, dann verwenden Sie zusätzlich reichlich Kräuter und Gewürze. Gewürze wie frisch gemahlener Pfeffer, Kurkuma oder Chili haben wie Kräuter auch starke entzündungshemmende Eigenschaften. Egal ob frisch oder getrocknet, Kräuter haben viele gesundheitsfördernde Funktionen. So hat sich beispielsweise Salbei in vielen Studien als hilfreich bei Parodontitis erwiesen. (38)