Schritt für Schritt
aus der Krankheit
PMS

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Ein Artikel von Dr. med. Harald Hüther

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Als ersten Schritt empfehle ich Ihnen, ein natürlich Mikronährstoffkonzentrat einzunehmen. Warum zu Beginn so wichtig ist hat mehrerer Gründe. Zum einen ist es einfach und schnell für jeden umsetzbar. Zum anderen haben Amerikanische Forscher herausgefunden, dass eine kalzium- und Vitamin D-reiche Ernährung das Risiko für das prämenstruelle Syndrom (PMS) senken könnte. Diese Erkenntnis war das Ergebnis der Auswertung einer Studie mit rund 3.000 Frauen, bei denen der Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und dem Auftreten von PMS untersucht wurde. Die Frauen, die ausreichend Kalzium und Vitamin D entweder über ihre Ernährung oder als Nahrungsergänzung zu sich nahmen, entwickelten deutlich seltener PMS-Symptome wie Stimmungsschwankungen oder Schwellungen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass eine konsequente Nahrungsergänzung nicht nur die Ausprägung des Syndroms abschwächt, sondern sogar seine Entstehung vollständig verhindert. Die Ernährungsgewohnheiten von ca. 1.000 Frauen mit PMS wurden mit denen von etwa 2.000 Frauen ohne derartige Beschwerden verglichen. Dabei stellten die Forscher fest, dass das prämenstruelle Syndrom bei den Probandinnen mit einer hohen Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr deutlich seltener auftrat. Demnach reichen bereits 1.200 Milligramm Kalzium aus, um diesen Effekt zu erzielen.

Bei der Suche nach den gut wirksamen Mikronährstoffen haben sich natürliche Mikronährstoffkombinationen deutlich besser bewährt als einzelne Mikronährstoffe. So hat eine Studie aus den USA gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen mehr als 200-mal stärker schützend wirken als einzelne Vitamine.

Schritt 2: regelmäßige Bewegung

Bewegung sorgt dafür, dass der Körper das vermehrt eingelagerte Wasser schneller abtransportieren kann. Zudem verbessert die Bewegung die Durchblutung im gesamten Organismus, wodurch die krampfartigen Schmerzen im Bereich der Gebärmutter, die in den Unterbauch und sogar in den unteren Rücken ausstrahlen können, nachlassen.

Empfehlenswert sind mäßige Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen.

Besonders effektiv soll sich Bauchtanz auf PMS-Beschwerden auswirken. Neben der Lockerung und gleichzeitigen Kräftigung der gesamten Rumpfmuskulatur, steigert der Tanz das Selbstwertgefühl, löst Gefühle der Freude und Leichtigkeit aus und beeinflusst die PMS-Symptomatik positiv.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die sportliche Aktivität die vermehrte Ausschüttung von Serotonin und von Endorphinen im Gehirn anregt. Diese „Glückshormone“ wirken den PMS-bedingten Stimmungsschwankungen auf natürliche Weise entgegen.

Schritt 3: Ernährungsumstellung

Eine anti-entzündlichen Ernährung kann den Verlauf der PMS positiv beeinflussen. Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kann sich auf die prämenstruellen Beschwerden sehr positiv auswirken. Insbesondere jedoch an den Tagen, an denen die prämenstruellen Symptome besonders ausgeprägt sind, sollte auf eine gesunde Ernährung und den Verzicht von Genussmitteln geachtet werden. Die Reduktion von Salz, zuckerhaltigen Snacks, Koffein und Alkohol kombiniert mit einer gesunden, ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung erhöht den Nährstoffgehalt und versorgt den Körper mit den für ihn lebenswichtigen Mikronährstoffen, die für einen optimalen Stoffwechsel erforderlich sind. Werden zusätzlich noch Öle mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und Lebensmittel, die reich an Vitamin B und Magnesium sind, in den Speiseplan integriert, so hat dies zusätzlich einen positiven Einfluss auf die Stimmungslage und auf körperliche Beschwerden wie Brustspannen, Wassereinlagerungen und Heißhungerattacken.