Schritt für Schritt aus
der Krankheit
Bluthochdruck

Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2021

Ein Artikel von Dr. med. Harald Hüther

Schritt 1: Mikronährstoffe optimieren

Erstmaßnahme: Besonders wichtig ist es für einen besseren Mikronährstoffhaushalt zu sorgen, denn zahlreiche Mikronährstoffe selbst besitzen blutdrucksenkende Eigenschaften.

Damit aber nicht genug: Falls Sie bereits blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, können Mikronährstoffe helfen, deren Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu verringern. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass Sie sich bereits nach wenigen Wochen besser fühlen und auch weniger Medikamente benötigen.

Hinweis

Bitte reduzieren Sie Medikamente nie selbständig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Die Deckung des Mikronährstoffbedarfs ist deswegen so wichtig, weil Mikronährstoffe das „Motoröl“ für unsere Zellen sind. Nur wenn genügend davon da sind, können unsere Zellen auf die täglichen Herausforderungen richtig reagieren. Ganz egal, was Sie als nächsten Schritt planen: Ob Sie mehr Sport machen wollen, ob Sie eine naturheilkundliche Behandlung planen, ob Sie mehr in die Sauna gehen wollen – was auch immer, es wird nur funktionieren, wenn auch Ihre Zellen optimal arbeiten können. Und dafür benötigen Sie genügend Mikronährstoffe.

Verwenden Sie deshalb ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das neben den Vitaminen und Mineralstoffen auch die wichtigen Sekundären Pflanzenstoffe enthält Das entspricht in der Zusammensetzung einer hochwertigen natürlichen Ernährung und führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer wirkungsvollen Erhöhung Ihres Mikronährstoffstatus.

Die Studien zum Bluthochdruck zeigen, dass mit täglicher Einnahme eines biologischen Mikronährstoffkomplexes– zusammen mit den zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen und Kräuterextrakten – und zusätzlich 150 mg Magnesiumcitrat gute Erfolge zu erreichen sind.

Schritt 2: regelmäßige Bewegung

Als zweiten Schritt sollten Sie versuchen, mehr Bewegung in Ihren Alltag einzubauen. Das mag vielleicht nicht so einfach umzusetzen sein, wie jeden Tag ein Glas Mikronährstoffsaft zu trinken, ist aber mindestens genauso wichtig. Schon etwas mehr Bewegung hat gesundheitsfördernde Eigenschaften, die sich positiv auf Bluthochdruck auswirken:

  • Entspannung der Blutgefäße
  • Training der Blutgefäße
  • Gewichtsabnahme
  • Stressabbau
  • Abbau von blutdrucksteigernden Hormonen
  • Senkung von erhöhten Cholesterinwerten

 

Sie müssen nicht innerhalb weniger Wochen zum Marathonläufer werden. Für den Anfang reicht es schon, wenn Sie mindestens fünf Tage in der Woche 20 bis 30 Minuten spazieren gehen. Natürlich können Sie auch mehr machen, Sie können z. B. versuchen mit der Zeit etwas schneller zu gehen. Wenn Sie Sport machen wollen, dann achten Sie auf einen langsamen Aufbau der Intensität. Und vor allem beachten Sie, dass Ihr Körper genügend Zeit zur Regeneration bekommt. Zwischen Trainingseinheiten -abhängig von deren Intensität – sollten mindestens 24 Stunden liegen. Und: Wer mehr Sport macht, braucht auch mehr Mikronährstoffe.

Schritt 3: Ernährungsumstellung

Wenn Sie die ersten beiden Schritte soweit umgesetzt haben, dass es im Alltag keine Umstände bereitet, dann können Sie den nächsten Schritt anpacken. Nun sollten Sie ein wenig an Ihrer Ernährung feilen.

In unserer heutigen Lebensweise erscheint vor allem die große Menge an Kohlenhydraten, die wir täglich essen, ein unterschätztes Problem zu sein. Unter Kohlenhydraten versteht man vor allem das, was früher als „Sättigungsbeilage“ bezeichnet wurde: Brot, Nudeln, Knödel, Reis, Kartoffeln etc. Dabei sind die beiden letztgenannten noch die am wenigsten ungesunden. Übrigens ist nach neuesten Erkenntnissen egal, ob es sich dabei um die Vollkorn-Variante oder nicht handelt. Beide sind auf ihre Weise für uns in großen Mengen nicht gesund.

 

Tipp: Probieren Sie abends 2-3 mal in der Woche ganz auf Kohlenhydrate zu verzichten. Das hört sich zunächst schwieriger an als es am Ende ist. Es gibt genügend Alternativen – hier ein paar Rezeptideen, da finden Sie bestimmt etwas Leckeres:

  • Gemüsesuppen
  • Tomaten mit Mozzarella
  • Gemüsespieße vom Grill mit einer Tsatsiki-Soße
  • Salat mit gebratenem Lachs
  • Omelette mit Gemüse (oder mal mit Shrimps)
  • Chili con Carne (gibt es auch als fleischlose Variante)

 

Die einzige Herausforderung ist jetzt noch, sich dazu das Brot abzugewöhnen. Das lohnt sich aus mehrfacher Hinsicht: Zum einen werden Sie vermutlich automatisch mehr Gemüse essen und vielleicht auch mehr Omega-3-reichen Fisch. Beides wirkt sich positiv aus bei Bluthochdruck. Außerdem sollten sich auch das Gewicht und der Insulinspiegel verbessern, was Ihnen Ihre Blutgefäße danken werden. Und mit einer kleinen Veränderung haben Sie wieder viel für sich und Ihre Gesundheit getan.

 

Getränke richtig auswählen

Übrigens gehört auch das Trinken mit zur Ernährung. Wenn Sie viel Wasser trinken (ohne Kohlensäure) wird sich das ebenfalls positiv auf Ihren Blutdruck auswirken. Zahlreiche Mechanismen von der zentralen Steuerung des Blutdruckes bis hin zu verbesserten Fließeigenschaften des Blutes und damit verringertem Widerstand wirken sich positiv auf den Blutdruck aus. Das Ziel sollten 2 Liter Wasser am Tag sein. Alle weiteren Getränke kommen dann noch oben drauf, zählen also nicht zur Wassermenge.

Schritt 4: Kneipp-Anwendungen

Nun sind Sie schon sehr weit auf Ihrem Weg gekommen. Nun noch ein letzter Tipp, den Sie in Ihren Alltag einbauen sollten: Gewöhnen Sie sich Anwendungen aus dem großen Reservoir von Pfarrer Kneipp an. Die Maßnahmen sind gut untersucht und sehr wirksam. Und normalerweise ist für jeden was dabei: Von Taulaufen (3-5 Minuten in taufeuchtem Gras gehen) und Bürstenmassage über Wechselduschen bis zur Sauna. Für Hypertoniker eignen sich alle diese Behandlungen hervorragend.

Sie sollten nur auf die richtige Dosis achten. Einige Maßnahmen, die den Kreislauf wenig belasten wie Taulaufen oder Bürstenmassagen, können täglich gemacht werden. Wechselduschen ist schon etwas intensiver und sollte nur jeden zweiten Tag gemacht werden. Am intensivsten belastet die Sauna den Körper. Einmal in der Woche ist hier für die meisten die richtige Dosierung. Übrigens ist der kalte Guss am Ende des Saunaganges essentiell für die positiven Kreislauf-Effekte.

Allerdings wirken alle diese Maßnahmen nur dann wirklich, wenn man sie regelmäßig anwendet. Sie dürfen gerne auch wechseln und mal das eine und dann wieder das andere machen, aber zu lange Pausen sollten Sie nicht machen, sonst verpuffen die positiven Effekte.