Burnout – Ursachen, Symptome und Therapie

Das Burnout-Syndrom ist eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund von Überlastung im privaten und/oder beruflichen Alltag und ist äußerst belastend für Sie als Betroffenen aber auch für Angehörige und Freunde. Viele Betroffene werden mit Antidepressiva behandelt, meist mit wenig Erfolg und der Gefahr von Nebenwirkungen. Wir stellen Ihnen klassische Therapien und naturheilkundliche Ansätze vor, und zeigen Ihnen was Sie selbst tun können um ihre Erkrankung Burnout positiv zu beeinflussen und mehr Lebensqualität zu gewinnen.

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Experte:

Dr. med. Harald Hüther

Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Letzte Aktualisierung: 25. September 2020

Burnout – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Was ist das Burnout-Syndrom? Burnout ist keine Krankheit mit eindeutigen Kriterien, sondern eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung. Etwa 100.000 Menschen sind wegen Burnout krankgeschrieben, Tendenz steigend. Ursachen sind vor allem Frustration, Stress, Überlastung.
  • Symptome und Anzeichen von Burnout erkennen: Körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung. Individuell unterschiedliche Ausprägung körperlicher und/oder psychischer Symptome.
  • Diagnose und Test: Burnout feststellen: Standardisierte Fragebögen, Laboruntersuchungen.
  • Therapie des Burnouts: Therapie auf verschiedenen Ebenen nötig. Frühzeichen erkennen, Vorbeugung sehr wichtig. Eigeninitiative ist sehr wichtig.
  • Checkliste: Das können Sie selbst bei Burnout tun

Was ist das Burnout-Syndrom?

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Burnout in der Übersicht

Burnout ist eine Krankheit, die sich durch verschiedene Symptome bemerkbar macht. Leitsymptom ist die körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund von Stress und Überlastung im Privat- oder Berufsleben. Burnout durchläuft verschiedene, oft aufeinander aufbauende Phasen.

Vorkommen und Auftreten

Burnout ist eine Krankheit, die vor allem auf einem Ungleichgewicht von Energieverbrauch und Regeneration beruht. Auf Dauer kann das auch zu schwerwiegenden körperlichen Symptomen führen. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes leidet etwa jeder zwanzigste Deutsche an einem Burnout.  Burnout ist keine Krankheit mit eindeutigen Kriterien, sondern eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung und wird meist durch Stress ausgelöst, der nicht bewältigt werden kann. Burnout wurde zunächst bei helfenden Berufen beschrieben und ist auch in zahlreichen anderen Berufsgruppen zu beobachten. Besonders betroffen sind Berufe, die es mit Menschen (als Klienten) zu tun haben, die sich in emotional belastenden Situationen befinden. Laut einer Umfrage der Apotheken-Umschau 1/2008 zeigen etwa zwei Drittel der Pflegekräfte und ein Drittel der Ärzte Anzeichen für Burnout.

 

Auch Menschen, die Führungsverantwortung haben, unterliegen einem hohen Risiko an Burnout zu erkranken, da die oft unregelmäßigen Arbeitszeiten, Überstunden, die Budget- und Personalverantwortung oft dazu führen, dass kaum noch Zeit ist, in denen die Betroffenen abschalten können.

Eine äußerts unterschätzte Risikogruppe sind Mütter. Das Müttergenesungswerk verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Müttern, die schwere Erschöpfungsanzeichen bis hin zum manifesten Burnout aufweisen. Davon betroffen sind nicht nur berufstätige Mütter, wie man meinen möchte, die der Doppelbelastung nicht länger standhalten. Auch „Nur-Hausfrauen“ sind gefährdet, besonders dann, wenn kleine oder behinderte Kinder allein zu versorgen sind oder womöglich auch noch die Pflege eines Angehörigen übernommen wird.

 

Entstehung und Ursachen

Burnout kann als Endzustand einer Entwicklung bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression führt. Eine Depression kann also ein Symptom oder eine Folge eines Burnout-Syndroms sein. Es gibt auch den umgekehrten Fall, dass Burnout die Folge einer Depression ist.

Ein verbreitetes Modell zur Erklärung des Burnout-Syndroms ist das Konzept des Ungleichgewichts zwischen Anforderungen und Belohnung, wie es in der folgenden Grafik dargestellt wird.

Die psychischen Ursachen sind aber nur ein Teil des Problems. Denn heute kennt man noch weitere (körperliche) Auslöser des Burnout-Syndroms. Häufig werden die körperlichen Ursachen in der Therapie vernachlässigt, was die Effektivität der angewandten Behandlung erheblich verschlechtern kann. Zu den sehr häufigen organischen Ursachen zählen:

  • chronische Virusinfekte
  • Mikronährstoffmangel
  • Giftstoffbelastung durch chronische Darmprobleme und
  • der Funktionsverlust der Energiekraftwerke der Zellen (Mitochondrien).

Noch streiten sich die Wissenschaftler, ob der körperliche oder psychische Anteil im Vordergrund steht, vermutlich wird es aber bei jedem Menschen anders sein. Die hier wohl eher philosophisch interessante Frage nach Henne oder Ei ist allerdings für die Patienten wenig hilfreich. Im Gegensatz dazu ist ein ganzheitlicher Therapieansatz durchaus hilfreich. Dabei werden körperliche und psychische Symptome gleichzeitig behandelt. Gerade bei den körperlichen Folgen gibt es für die Patienten zahlreiche vielversprechende Möglichkeiten, selbst etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Symptome und Anzeichen von Burnout erkennen

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Symptome in der Übersicht

Neben der Erschöpfung und dem ausgebrannt sein gibt es noch weitere typische Symptome, die auf ein Burnout hindeuten können. Diese lassen sich in drei Dimensionen einteilen:

  • Emotionale Erschöpfung: Antriebsschwäche, Reizbarkeit
  • Depersonalisierung: Gleichgültigkeit und Distanz zu Menschen
  • Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit: Gefühl, sinnlos zu sein

In den meisten Fällen handelt es sich um einen Mix aus diesen drei Kategorien.

Das grundlegende Leitsymptom bei Burnout ist sicherlich die Erschöpfung, das Ausgebrannt sein. Es gibt aber noch sehr viele weitere, weniger typische Symptome, die auf ein Burnout hindeuten können. Bewährt hat sich zur besseren Übersicht und Erleichterung einer gezielten Behandlung – die Symptome nach dem sogenannten Maslach Burnout Inventory oder dem Copenhagen Burnout Inventory in drei Kategorien oder Dimensionen einzuteilen:

  • Emotionale Erschöpfung
    Klassische Symptome sind Reizbarkeit, Antriebsschwäche, Anspannung, Erschöpfung. Der Betroffene sagt Sätze wie „Ich fühle mich von meiner Arbeit völlig ausgelaugt;“ oder „Die Arbeit macht keinen Spaß mehr.“
  • Depersonalisierung
    Hier dominieren Symptome wie Gleichgültigkeit und Distanz gegenüber anderen Menschen (z. B. den Klienten oder Patienten), auch Zynismus und Vermeidung von Kontakt. Ein typischer Satz wäre „Seit ich diese Arbeit ausübe, bin ich Menschen gegenüber gleichgültig geworden.
  • Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit
    Wenn das Erleben von Misserfolg im Vordergrund steht, dann sind Symptome wie Hyperaktivität oder Sinnentleerung und das Gefühl der Unwirksamkeit im Vordergrund. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas Wesentliches bewirke“ könnte hier ein typischer Satz sein, mit dem man ein beginnendes Burnout-Syndrom erkennen könnte.

In den meisten Fällen handelt es sich um Mischungen dieser drei Typen. Die Mitbegründerin der Burnout-Forschung, Christina Maslach hebt hervor, dass beispielsweise in den sehr häufig betroffenen Berufsgruppen Lehrer, Ärzte, Pflegepersonal oder Aufseher in einem Gefängnis sehr unterschiedliche Burnout-Profile vorliegen.

Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

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Prognose in der Übersicht

Burnout durchläuft bis zu 12 verschiedene Phasen, die aufeinander aufbauen und in unterschiedlicher Reihenfolge eintreten können. Je mehr Phasen eintreten, desto stärker macht sich der Leidensdruck bemerkbar. Wird ein schweres Burnout-Syndrom über einen längeren Zeitraum ignoriert oder nicht erkannt, können auch nach einer Therapie normale berufliche Belastungen und kurzzeitige Stresssituationen zu einer erneuten Überforderung führen.

Nach Herbert Freudenberger und seinem Kollegen Gail North lässt sich der Verlauf des Burnout-Syndroms in zwölf Phasen einteilen, deren Reihenfolge aber auch anders als die nachfolgende sein kann (1) :

  • Drang, sich selbst und Anderen etwas beweisen zu wollen
  • Extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen zu erfüllen
  • Überarbeitung mit Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
  • Überspielen oder Übergehen der inneren Probleme und Konflikte
  • Zweifel am eigenen Wertesystem und ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
  • Verleugnung entstehender Probleme, zunehmende Intoleranz und Geringschätzung Anderer
  • Rückzug und Vermeidung sozialer Kontakte auf ein Minimum
  • Offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit
  • Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu Anderen, das Leben verläuft zunehmend „mechanistisch“
  • Innere Leere und verzweifelte Versuche, dieses Gefühl durch Überreaktionen zu überspielen (Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und Drogen)
  • Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit
  • Erste Selbstmordgedanken als Ausweg aus dieser Situation; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

Wird ein schweres Burnout-Syndrom über einen längeren Zeitraum ignoriert oder nicht erkannt und behandelt, hinterlässt es meist dauerhafte Spuren. Dies führt dann meist zu einer lebenslangen Anfälligkeit. Auch nach einer Therapie können dann schon normale berufliche Belastungen und kurzzeitige Stresssituationen zu einer erneuten Überforderung führen. Teilinvalidität oder auch vollständige Invalidität infolge eines Burnouts sind leider keine Seltenheit. Daher sollte ein drohendes Burnout ernst genommen und rasch behandelt werden. Hören Sie auf Hinweise von Freunden, Verwandten und Arbeitskollegen.

Diagnose und Test: Burnout feststellen

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Diagnose in der Übersicht

Burnout durchläuft bis zu 12 verschiedene Phasen, die aufeinander aufbauen und in unterschiedlicher Reihenfolge eintreten können. Je mehr Phasen eintreten, desto stärker macht sich der Leidensdruck bemerkbar.

Die Diagnose Burnout wird meist aufgrund der Symptome und des bisherigen Verlaufs gestellt. Die Krankheitsgeschichte (Anamnese) spielt eine wichtige Rolle. Zur möglichst kompletten Erfassung aller relevanten Symptome sind inzwischen gute, standardisierte Fragebögen entwickelt worden. Der modernste ist derzeit der „Copenhagen Burnout Inventory“.

Selbsttest im Internet

Fragebögen und Burnout-Selbsttests, die im Internet zu finden sind, sind selten wissenschaftlich abgesichert und können allenfalls als Hinweis auf eine Burnout-Gefährdung verwendet werden. Wenn Sie sich als gefährdet sehen, sollten Sie möglichst früh einen spezialisierten Therapeuten aufsuchen. Je früher gezielt behandelt wird, umso einfacher und schneller ist die Therapie.

Offiziell gibt es keinen wirklichen Bluttest, der eine Burnout-Syndrom anzeigt. Allerdings gibt es einige Werte, die bei der Differentialdiagnose zu Burnout durchaus hilfreich sein können. Dazu müssen wir uns nur zwei der Hauptursachen noch einmal ansehen:

  • Blutwert „Mitochondrienfunktion“: langanhaltender Stress schädigt die für die Energieproduktion essentiellen Zellkraftwerke (Mitochondrien)
  • Vergleich der Stresshormone:
    • Bei Depression ist Cortisol erhöht, Serotonin und DHEA sind erniedrigt
    • Bei Burnout sind speziell in fortgeschrittenen Stadien alle drei Hormone erniedrigt

 

Finden sich also zu niedrige Cortisol-Spiegel im Blut (oder Speichel), so ist dies ein wichtiger Hinweis für ein Burnout-Syndrom. Eine Verbesserung dieser Hormon-Spiegel ist nach mehreren Studien ein wichtiger Hinweis auf ein Ansprechen der Therapie und eine Besserung der Krankheit.

Mikronährstoff-Untersuchungen

Häufig werden Blutuntersuchungen zum Mikronährstoff-Status angeboten um „gezielt“ nach Mängeln zu suchen. Es gibt jedoch zahlreiche Hinweise darauf, dass diese Untersuchungen im Blut sehr unzuverlässig sind. Die Werte im Blut unterscheiden sich oft deutlich von den Werten in den Zellen und in den Organen. Im Blut können die Werte lange im Normalbereich liegen, während dort wo die Mikronährstoffe benötigt werden – in den Zellen und Organen – ein eklatanter Mangel herrschen kann.

Sinnvoller ist es, Blutwerte zu messen, die sich verändern, wenn nicht genügend Mikronährstoffe in den Zellen ankommen. Hier hat sich die Messung von Homocystein bewährt. Dieses steigt deutlich an, wenn bestimmte Mikronährstoffe wie Vitamin B12 und Folsäure fehlen.

Prävention: Burnout vorbeugen

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Prävention in der Übersicht

Der Prävention eines Burnouts wird eine bedeutende Rolle zugeteilt. Es ist besonders wichtig bei den ersten Anzeichen und Symptomen aktiv zu werden. Die Vorbeugung eines Burnouts steht auf 3 Säulen:

Vorbeugung auf der psychischen Ebene: Eigene Wünsche und Bedürfnisse entdecken, sich von dem Druck anderer Erwartungshaltungen lösen, aktive Stressbewältigung.

Vorbeugung auf der beruflichen Ebene: Lernen Sie Nein zu sagen, erledigen Sie Ihre beruflichen Aufgaben für sich selbst, finden Sie Ihren eigenen Anspruch den Sie erfüllen können, setzen Sie sich realistische Ziele, achten Sie auf Ihre Work-Life-Balance.

Vorbeugung auf körperlicher Ebene: Bewegung, gesunde Ernährung, Mikronährstoffbedarf decken, schlafen Sie genügend, lassen Sie sich helfen.

Da gerade das Verhindern eines Burnouts sehr wichtig ist, wollen wir damit beginnen, wie Sie einem Burnout selbst vorbeugen können. Danach gehen wir auf die Behandlungsmöglichkeiten im schulmedizinischen und naturheilkundlichen Bereich ein.

Die Vorbeugung vor einem Burnout steht auf drei Säulen, die je nach Lebenssituation entsprechend gewichtet sein können:

 

Vorbeugung auf der psychischen Ebene

  • Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse entdecken. Machen Sie sich Notizen: Was ist mir wirklich wichtig? Soziale Anerkennung, Aufstiegsmöglichkeiten, Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe oder Einflussmöglichkeiten, Familie, Natur, Tiere? Warum sollten Ihre eigenen Bedürfnisse weniger wichtig sein als die Ihrer Umgebung?
  • Das Arbeiten mit schriftlichen Listen kann hier sehr hilfreich sein. Machen Sie sich eine Liste: Was kann ich gut? Und eine Liste: Was mag ich wirklich tun? Und dann vergleichen Sie die Schnittmenge der beiden Listen. So finden Sie heraus, was wirklich Ihre Grundbedürfnisse sind. Wichtig für die Wahl eines Jobs ist beispielsweise, dass Sie den Alltag im angestrebten Beruf genau kennen, um Enttäuschung und Frustration zu vermeiden.
  • Sie sind nun schon auf dem Weg herauszufinden, welche Ziele Ihnen im Leben wirklich wichtig sind. Dazu gehört als nächster Schritt auch, sich von Vorstellungen und Ideen zu verabschieden, die Sie möglicherweise von Vorbildern übernommen haben. Machen Sie sich bewusst, dass wir im Laufe des Lebens mehr oder weniger stark von unserer Umwelt manipuliert werden.
  • Menschen, die für Burnout anfällig sind, haben innere Antreiber, die sie regelrecht in die Überforderung peitschen. Das sind vor allem Glaubenssätze, die uns beigebracht wurden. „Sei perfekt!“, oder „Mach es allen recht!“. Machen Sie sich klar, dass niemand immer perfekt sein kann und Fehler zum Leben gehören.
  • Stress ist wohl der wichtigste Burnout-Treiber. Steuern Sie aktiv dagegen! Machen Sie bewusst und aktiv Pausen. Hilfreich kann auch das Erlernen von Entspannungstechniken sein: Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen haben sich lange bewährt.
  • Ein Stress-Tagebuch hilft zu entdecken, in welchen Situationen Stress bei Ihnen besonders ausgelöst wird. Meist ist es hilfreich dazu auch Freunde und Familie um ihre ehrliche Meinung zu bitten.
  • Das fördert auch die sogenannte Selbstaufmerksamkeit. Denn Burnout schleicht sich meist unbemerkt an.
  • Wichtig in der Burnout-Vorbeugung ist auch ein soziales Netzwerk. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Freunde und Ihre Familie. Vermutlich wird dieser Punkt auch schon auf einer Ihrer Listen von oben stehen.

 

Vorbeugen auf der beruflichen Ebene:

Zusätzlich zu den oben erwähnten Punkten gibt es speziell für den Job noch einige spezifische Anti-Burnout-Strategien.

  • Heutzutage ist es in sehr vielen Betrieben möglich, ein flexibleres Arbeitszeitmodell mit dem Arbeitgeber zu besprechen. Menschen sind kreativer und weniger gestresst, wenn sie sich ihre Arbeitszeit und ihre Aufgaben flexibler selbst einteilen können.
  • Lernen Sie, mit diesem kleinen Wort „Nein“ für sich selbst einzustehen. Auch sich selbst und Ihren inneren Antreibern gegenüber.
  • Lernen Sie, Ihre Arbeit zu machen, weil Sie es so wollen, nicht weil Sie dafür ein Lob oder Dankbarkeit erwarten. Erwarten Sie keine Dankbarkeit oder Lob für Ihre Arbeit. Freuen Sie sich dann umso mehr, wenn es dann doch eine positive Reaktion geben sollte.
  • Die „Work-Life-Balance“ – das Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit – ist ein elementarer Grundpfeiler der Burnout-Prophylaxe. Denken Sie dran: Handys haben einen Knopf, mit dem man sie ausschalten kann. Zusätzlich gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten, sich ein gewisses Zeitmanagement anzueignen.
  • Langeweile ist ein unterschätzter Faktor bei der Entstehung von Burnout („Bore-out“). Weiterbildungen sind beispielsweise eine gute Methode zur Burnout-Prävention und auch um neue Inspirationen für den beruflichen Alltag zu finden.

 

Vorbeugen auf der körperlichen Ebene:

Die dritte Säule in der Burnout-Prävention ist der körperliche Aspekt. Hier gelten selbstverständlich alle Regeln, die Sie vermutlich bereits kennen:

  • Bewegung: Sich regelmäßig, am besten an der frischen Luft zu bewegen ist eines der wichtigsten „Medikamente“ gegen Burnout. Bewegung stärkt den Körper, hilft den Kopf frei zu bekommen und ist die beste Methode, um Stress abzubauen.
  • Gesunde Ernährung: Damit bekommt der Körper auf der einen Seite all die Stoffe, die er für den anstrengenden Alltag benötigt, auf der anderen Seite wird er nicht unnötig durch Gifte, Alkohol und andere Dinge zusätzlich belastet.
  • Natürliche Mikronährstoffergänzung: Gerade in Stresssituationen benötigt der Körper mehr Mikronährstoffe als wir essen können. Eine komplexe Mikronährstoffergänzung hilft beispielsweise den Zellkraftwerken auch im Stress genügend Energie bereitzustellen.
  • Schlafen Sie genügend: Der Schlaf vor Mitternacht ist für die Regeneration unseres Körpers entscheidend. Mehr Regeneration bedeutet weniger Burnout.
  • Lassen Sie sich helfen: Hilfe anzunehmen ist keine Schande, im Gegenteil, es zeigt eine gewisse innere Größe. Oft sind Familie oder Freunde gute Gesprächspartner, deren Hinweise einem den richtigen Weg weisen können. Manchmal ist aber auch professionelle Hilfe von Nöten. Zögern Sie nicht zu lange, bevor Sie einen Spezialisten aufsuchen.

Therapie des Burnout-Syndroms

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Mikronährstoffe

  •  sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Burnout. Besonders wichtig sind Vitamin D, Vitamin B, Vitamin A, Vitamin K, Magnesium, Kalzium, Zink aber auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und L-Carnitin und viele sekundäre Pflanzenstoffe.
  • Einige der typischen Burnout-Medikamente erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Fachübergreifende Therapie

  • Informieren Sie sich ausreichend über Ihre Erkrankung, und darüber was Sie selbst tun können, um Ihren Körper zu unterstützen. Ganz wichtig ist dabei die regelmäßige körperliche Bewegung. Erschöpfte Menschen sind häufig körperlich inaktiv.
  • Sollten Anzeichen für ein Burnout vorhanden sein, muss der Betroffenen selbst die Initiative ergreifen.

 

Ernährung

  • Essen Sie insgesamt etwas weniger Kohlenhydrate aus Getreide, also weniger weißes Brot, weniger Nudeln und Reis, dafür etwas mehr Gemüse und Obst. Zu viele dieser Sattmacher fördern Entzündungen genauso wie Übergewicht. Sie lösen im Köper einen Dauerstress aus.

Integrative Therapie

Heilpflanzen: Es gibt nur wenige Heilpflanzen, für die tatsächlich eine Wirkung bei Burnout nachgewiesen ist. Allerdings sind die Ergebnisse in den Studien dazu sehr vielversprechend und aufgrund des geringen Nebenwirkungsrisikos durchaus einen Versuch wert. Es eignen sich vor allem: Johanniskraut, Ginseng, Rosenwurz, Hericium und Coriolus versicolor, Baldrian, Passionsblume und Lavendel.

 

Darmsanierung: Der Zustand des Darms hat viel mit unserer Gesundheit und auch mit einem Burnout zu tun. Forschungen an der Cornell University in den USA haben gezeigt, dass es bei Erschöpfung und Burnout einen ursächlichen Zusammenhang zur Darmflora gibt. Dementsprechend ist eine Darmsanierung ein weiterer möglicher Therapiebaustein.

 

Lichttherapie bei Burnout: Die gesundheitlichen Auswirkungen von Sonnenlicht sind vielfältig. Die Bildung von Vitamin D und des Botenstoffes Melatonin hängen direkt mit dem Licht zusammen. Auch bei Burnout mehren sich die Anzeichen, dass die sogenannte Lichthygiene einen Einfluss auf die Erkrankung haben kann.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen des Herzinfarkts abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe. Welche Medikamente welche Nebenwirkungen beim Herzinfarkt haben können, führen wir weiter unten noch genauer aus.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten sein.

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Ein Mikronährstoffkonzentrat sichert auch die Versorgung der für die Krankheit Burnout wichtigen Mikronährstoffe:

Zusätzliche Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) sind bei Burnout aus verschiedenen Gründen dringend anzuraten. Mikronährstoffe sind die Basis aufgrund derer unsere Zellen arbeiten. Dabei haben sich natürliche Mikronährstoffkombinationen deutlich besser bewährt als einzelne Vitalstoffe. So hat eine Studie aus Amerika gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen mehr als 200-mal stärker wirken als einzelne Vitamine.

 

Für Vitamin D besteht deutschlandweit in allen Altersgruppen bei sehr vielen Menschen ein nicht unerheblicher Mangel. Die Einnahme von Vitamin D verbesserte signifikant Müdigkeit und Erschöpfung bei sonst gesunden Testpersonen. Neben der zusätzlichen Einnahme von Vitamin D wird Patienten mit Burnout und Erschöpfungssyndrom auch zu mehr Sonnenlicht geraten. Darauf wollen wir im Kapitel über Lichttherapie weiter unten noch näher eingehen. Vitamin D kann seine vielfältigen Wirkungen nur dann ausspielen, wenn auch genügend Magnesium, Kalzium, Zink, Vitamin A und Vitamin K im Körper vorhanden sind. In unserem Stoffwechsel arbeiten alle Mikronährstoffe immer gemeinsam.

Ein guter Mikronährstoffkomplex enthält aber nicht nur alle Vitamine und Spurenelemente, sondern auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und L-Carnitin. Die beiden letztgenannten haben in Studien bei Burnout besonders zu überzeugen gewusst. So gelten heute Coenzym Q10 und L-Carnitin als die beiden wichtigsten Mikronährstoffe für die Energieherstellung in unserem Körper. Coenzym Q10 schützt dazu die Mitochondrien (Zellkraftwerke) und hilft bei deren Regeneration. L-Carnitin ist neben einer Verbesserung der Energieproduktion auch für die Steuerung der Ausschüttung von Neurotransmittern (Nervenbotenstoffen) zuständig.

Daneben haben natürliche Mikronährstoffe noch zahlreiche andere positive Effekte bei Burnout. Man weiß heute beispielsweise, dass durch die vermehrte Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol der Stoffwechsel verändert wird und der Bedarf an Mikronährstoffen deutlich erhöht ist.(29) Die Einnahme von natürlichen Mikronährstoffen kann nachweislich die Stress-Toleranz verbessern und die Schäden, die psychischer Stress in Körper anrichtet verringern.

 

Auch B-Vitamine und sind wichtig für die Energieherstellung. Diese Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Kohlenhydrate und der Eiweiße. Sie helfen, diese Nährstoffe zu zerlegen und für die Energieherstellung nutzbar zu machen.

 

Zunehmend mehr lernen wir heute über die Bedeutung sekundärer Pflanzenstoffe. Diese nur in natürlichen Mikronährstoffkomplexen vorkommenden Substanzen sind zum einen für den Schutz der Mitochondrien zuständig, zum anderen können sie auch die Neubildung dieser Zellkraftwerke anregen.

In einer amerikanischen Studie wurde beispielweise untersucht, welchen Einfluss die zusätzliche Gabe des in Äpfeln, Zwiebeln oder Tomaten vorkommenden Quercitin auf die Neubildung von Mitochondrien bei jungen untrainierten Männern hatte. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe konnte schon nach 2 Wochen ein Anstieg der Mitochondrienzahl festgestellt werden.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basistherapie bei Burnout eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Diese erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen werden optimal versorgt und Körper und Geist können schnell wieder besser arbeiten.

Fachübergreifende Therapie

Es gibt einiges, was Sie zur Vorbeugung und auch zur Behandlung des Burnout-Syndroms selbst tun können. Die Einsicht ist der erste Schritt. Informieren Sie sich ausreichend über Ihre Erkrankung, und darüber was Sie selbst tun können, um Ihren Körper zu unterstützen. Ganz wichtig ist dabei die regelmäßige körperliche Bewegung. Erschöpfte Menschen sind häufig körperlich inaktiv. Körperliche Aktivität kann von den depressiven Gedanken ablenken. Dabei sollten Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen im Vordergrund stehen. Es werden dreimal in der Woche 30 bis 60 Minuten Sport empfohlen. Zwei wichtige Punkte zur Vermeidung von Burnout sind Selbstmanagement und das Setzen von realistischen Zielen.

Sollten Anzeichen für ein Burnout vorhanden sein, muss der Betroffene selbst die Initiative ergreifen. Die Therapie richtet sich vor allem nach dem Schweregrad der Erkrankung. Dementsprechend gibt es verschiedene Bausteine, die je nach Ausprägung der Burnout-Symptomatik kombiniert werden können.

Da ein Burnout auch sehr viel mit Selbstverantwortung zu tun hat, möchten viele Betroffene gerne etwas zur Selbsthilfe wissen. Es wird Ihnen helfen, in diesem Bereich gut informiert zu sein.

Die Lebensweise und das Verhalten im Alltag spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Neben der Ernährung und der Versorgung mit Mikronährstoffen, die wir in den beiden nächsten Kapiteln behandeln werden, kommt gerade dem allgemeinen Lebensstil eine Bedeutung im Kampf gegen das Burnout-Syndrom zu.

Ganz wichtig ist dabei die regelmäßige körperliche Bewegung. Erschöpfte Menschen sind häufig körperlich inaktiv. Körperliche Aktivität kann von den depressiven Gedanken ablenken. Zunehmende Fitness und das Erlernen neuer Sportarten können das Selbstbewusstsein verbessern. Sport kann neue soziale Kontakte schaffen und hilft Stresshormone abzubauen. Nach einer aktuellen Studie kann körperliche Aktivität nicht nur die Symptome eines Burnouts reduzieren, auch die Aktivität der Zellkraftwerke wird dadurch gesteigert. All das sind wichtige Voraussetzungen zur Überwindung eines Burnout-Syndroms. Nicht umsonst ist Sport in jeder klinischen Burnout-Behandlung ein Hauptfach. Bei einer aktuellen Umfrage unter amerikanischen Ärzten, welche Strategien sie zur Vermeidung eines Burnouts anwenden, war Sport einer der meistgenannten Punkte.

Dabei sollten Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen im Vordergrund stehen. Es werden dreimal in der Woche 30 bis 60 Minuten Sport empfohlen. Achten Sie auf eine langsame Belastungssteigerung, um eine körperliche Erschöpfung zu vermeiden. Denn: Körperliches Burnout + psychisches Burnout ergibt ein absolutes Super-Burnout.

Diese guten Effekte des Sports erreichen Sie nur bei ausreichender Mikronährstoffzufuhr, da mehr Bewegung auch einen höheren Mikronährstoffbedarf nach sich zieht.

Auch Strategien zur Stressbewältigung sind wichtig. Dazu gehören die Entspannungsverfahren des Autogenen Trainings und vor allem die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Je nach Geschmack können auch Feldenkrais, Yoga, Tai Chi oder Chi Gong gute Alternativen darstellen. Es geht hier darum, seelischer und körperlicher Anspannung entgegen zu wirken und Stress abzubauen. Hierbei wird der Parasymphatikus (Gegenspieler des Stressnerves Sympathikus) angeregt. Dadurch sinkt die körperliche Stressaktivität.

Zwei wichtige Punkte zur Vermeidung von Burnout sind Selbstmanagement und das Setzten von realistischen Zielen. Selbstmanagement-Fertigkeiten sind z.B. Selbstbeobachtung, Zielklärung und -setzung, Selbstverstärkung und Selbstkontrolle. Selbstmanagement-Strategien können in einer Psychotherapie oder eigenständig mit Hilfe von Selbsthilfe-Manualen und Ratgeberbüchern erlernt werden. Voraussetzungen dafür sind das Erkennen von Defiziten und auch die Bereitschaft, an sich zu arbeiten. Wichtig sind

  • ein konkretes Ziel
  • ein realistisches Ziel
  • ein selbst kontrollierbares Ziel
  • eine Belohnung bei Zielerreichung.

In einer Studie wurde herausgefunden, dass sich allein aufgrund einer klaren Zielsetzung die Anfälligkeit für depressive Stimmungen signifikant vermindert.

Ernährung bei Burnout

Essen hat einen großen Einfluss auf unser seelisches Befinden, genauso wie auf die körperliche Fitness. Essen ist einfach viel mehr als nur die Aufnahme von Nährstoffen und schon seit mehreren Jahren versuchen Wissenschaftler und Mediziner herauszufinden, was es mit diesen Zusammenhängen auf sich hat.

Auch bei Burnout spielt Ernährung eine Rolle. Zunächst sei gesagt, damit das biochemische System Mensch möglichst reibungsfrei arbeiten kann, braucht es alles – alle Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate. Fehlen nur kleine Bausteine, so bedeutet dies, bestimmte Funktionen können nicht optimal ablaufen.

Wenn beispielsweise der Serotonin-Wert absinkt, dann neigen wir zu negativen und trüben Gedanken. Man kann bestimmte Lebensmittel essen und so mehr Glückshormone bilden. Hier spielt der Eiweißbestandteil Tryptophan eine große Rolle. Der Körper kann Tryptophan nicht selbst herstellen, d. h. wir müssen es mit unserer Nahrung aufnehmen. In solch einem Fall reicht es aber nicht aus, reichlich Eiweiß zu essen. Nur dann, wenn Kohlenhydrate (am besten aus Obst wie Bananen oder Gemüse, wie Kürbis oder Süßkartoffeln) gleichzeitig verzehrt werden, gelangt mehr Tryptophan ins Gehirn, was dann dort mithilfe von mehreren Mikronährstoffen (z.B. Vitamin B6 und Zink) zum Glückshormon Serotonin umgewandelt wird.

Diese Lebensmittel enthalten viel Tryptophan:

  • Bio-Fleisch (Puten, Hühnchen, Rindfleisch)
  • Bio-Eier
  • Bio-Fisch
  • Walnüsse
  • Kürbiskerne
  • Cashew-Kerne
  • Bananen
  • Datteln
  • Feigen
  • Kakao

Essen Sie mindestens 2-mal in der Woche Fisch und verwenden Sie möglichst oft pflanzliche Öle in der „kalten“ Küche. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren schützt die empfindlichen Zellkraftwerke, verbessert die Stimmung und hilft Burnout-Symptome zu reduzieren. Zudem fördern diese Omega-3-Fettsäuren das Durchschleusen von Tryptophan in die Gehirnzellen.

Verwenden Sie möglichst oft frische Kräuter und Gewürze bei der Zubereitung von Speisen. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen ist für den Aufbau der Stimmungshormone entscheidend. Aber auch scharfe Gerichte heben die Stimmung und verbessern die Energieproduktion. Verwenden Sie möglichst oft die Gewürzmischung Curry, die viele gut erforschte Bestandteile enthält.

Essen Sie insgesamt etwas weniger Kohlenhydrate aus Getreide, also weniger weißes Brot, weniger Nudeln und Reis, dafür etwas mehr Gemüse und Obst. Zu viele dieser Sattmacher fördern Entzündungen genauso wie Übergewicht. Sie lösen im Köper einen Dauerstress aus und fördern Depressionen. Daneben liefern Obst und Gemüse auch reichlich Ballaststoffe, die den Darm gesund halten, der in der Burnout-Therapie auch eine wichtige Rolle spielt.

So sollte Ihr Teller in Zukunft aussehen

¼ der Portion Fleisch oder Fisch, ein weiteres Viertel Beilagen wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln und der Rest sollte Gemüse oder Salat sein.

Integrative Therapie bei Burnout

Heilpflanzen bei Burnout

Johanniskraut

Es gibt nur wenige Heilpflanzen, für die tatsächlich eine Wirkung bei Burnout nachgewiesen ist. Allerdings sind die Ergebnisse in den Studien dazu sehr vielversprechend und aufgrund des geringen Nebenwirkungsrisikos durchaus einen Versuch wert.

Eine der bekanntesten Heilpflanzen in diesem Bereich ist Johanniskraut (Hypericum perforatum). Für die Wirksamkeit von Johanniskraut bei Burnout gibt es inzwischen auch genügend Hinweise. So scheint Johanniskraut unter anderem bei der Stressverarbeitung hilfreich zu sein. Dazu kommt die eindeutig nachgewiesene antidepressive Wirkung des Johanniskrauts. Für eine zuverlässige Wirkung sollten nach Studienergebnissen mindestens 900 Milligramm Hyperforin pro Tag eingenommen werden.

In Deutschland werden zurzeit mehr als 300 Johanniskraut-Präparate angeboten, von denen die wenigsten wirklich geeignet sind. Viele Produkte sind unzureichend gekennzeichnet, vor allem was den Wirkstoffgehalt anbelangt.

Johanniskrautpräparate haben weniger Nebenwirkungen als beispielsweise gängige Antidepressiva, ganz ungefährlich sind sie trotzdem nicht. Manchmal macht Johanniskraut die Haut empfindlicher auf Sonnenlicht. Vorsichtig sollte man sein, wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen werden wie Herzglykoside oder Gerinnungshemmer, aber auch andere Antidepressiva, denn es wurden mehrfach Wechselwirkungen beobachtet. Auch eine verringerte Wirkung der „Pille“ wurde beobachtet.

Eine erkennbare Wirkung ist meist erst bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Wochen feststellbar. Über den Sinn einer Behandlung mit Johanniskraut und über die richtige Dosis sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

 

Ginseng

Positive Wirkungen bei Burnout und chronischer Müdigkeit wurde auch von Ginseng (Panax ginseng) beschrieben. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es zu einer körperlichen Leistungssteigerung durch Ginseng kommt, diese sind allerdings noch nicht abschließend wissenschaftlich geprüft.

 

Rosenwurz

Eine weitere vielversprechende Heilpflanze ist Rosenwurz (Rhodiola rosea). Die auch als „Anti-Stress-Pflanze“ bekannte Rosenwurz hat nachgewiesene Anti-Stress-Eigenschaften, scheint die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern, wirkt gegen Entzündungen und stärkt das Immunsystem. Zudem scheint die Rosenwurz sogar unsere Zellkraftwerke wieder zu aktivieren und wirkt antidepressiv.  Wirkungen wurden ab einer Dosierung von Rosea-Extrakt von 2×200 mg am Tag gezeigt.

 

Hericium und Coriolus versicolor

Ganz ähnliche Wirkungen wurden vom Igelstachelbart nachgewiesen. Besser bekannt ist dieser Vitalpilz unter seinem lateinischen Namen Hericium. Von einem weiteren Vitalpilz namens Coriolus versicolor sind ebenfalls leistungssteigernde Effekte nachgewiesen.

 

Baldrian, Passionsblume und Lavendel

Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollen die positiven Eigenschaften von Baldrian, Passionsblume und Lavendel. Sie wirken bekanntermaßen entspannend, stresslösend und fördern einen gesunden Schlaf. Vor allem entsprechende Kombinationspräparate sind lange bewährt, gut untersucht und auch sehr gut verträglich.

 

 

Ätherische Öle bei Burnout

Lavendelöl

Naturreine, ätherische Öle enthalten wirksame Pflanzenstoffe in hoher Konzentration, weshalb meist eine geringe Dosis genügt, um deutliche Reaktionen beobachten zu können. Lavendelöl beispielsweise enthält bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, die beruhigend, ausgleichend und stimmungsaufhellend auf die Gefühlswelt wirken.

Bei Erschöpfungszuständen, innerer Anspannung und Schlafstörungen können folgende Anwendungsmöglichkeiten helfen: ein- bis zweimal täglich einen Tropfen auf die Fußsohlen auftragen, einige Tropfen vor dem Schlafengehen aufs Kopfkissen oder in einen Diffusor geben oder ein kleines Fläschchen im Alltag immer griffbereit haben, um bei innerer Unruhe oder Anspannung daran riechen zu können.

Rosenöl

Rosenduft wirkt unmittelbar auf das limbische System, der Bereich im Gehirn, der unsere Emotionen verarbeitet und Hormone (Endorphine) ausschüttet, die eine positive Auswirkung auf die Stimmungslage haben. Stressempfindung wird reduziert und ein Gefühl der inneren Entspannung breitet sich aus.

 Geben Sie einige Tropfen in einen Diffusor und vernebeln Sie das Öl täglich in dem Raum, in dem Sie sich am meisten aufhalten oder tupfen Sie 2-3 Tropfen auf Ihr Handgelenk oder auf ein Taschentuch, um mehrmals daran riechen zu können.

 

Darmsanierung bei Burnout

Wie weiter oben schon angedeutet, hat auch der Zustand des Darms viel mit unserer Gesundheit und auch mit einem Burnout zu tun. Forschungen an der Cornell University in den USA haben gezeigt, dass es bei Erschöpfung und Burnout einen ursächlichen Zusammenhang zur Darmflora gibt. Die untersuchten Patienten hatten keine gesunde Darmflora, es fanden sich zu wenig verschiedene Bakterienstämme.

Zahlreiche Forschungsarbeiten haben sich in den letzten Jahren mit der sogenannten Darm-Hirn-Achse beschäftigt. Ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Darmbakterien kann unter anderem zu einer Anfälligkeit für Ängstlichkeit und Depression führen. Zudem ist bekannt, dass zahlreiche wichtige Botenstoffe für das Gehirn, wie unser Glückshormon Serotonin, im gesunden Darm hergestellt werden.

Dementsprechend ist eine Darmsanierung ein weiterer möglicher Therapiebaustein. Die Praxiserfahrung zeigt uns, dass eine Darmsanierung sehr oft der entscheidende Schritt zur langfristigen Verbesserung der Symptomatik bei Burnout ist. Diese Darmsanierung durchzuführen ist je nach Lebensweise etwa einmal im Jahr sinnvoll. Es gibt mittlerweile zahlreiche gute Produkte, die sich sehr gut für eine Darmsanierung eignen. Die letztendliche Auswahl sollten Sie zusammen mit Ihrem behandelnden Arzt oder Therapeuten besprechen. Hier finden Sie auch eine detaillierte Anleitung zur Durchführung einer Darmsanierung in unserem Gesundheitskurs.

 

Lichttherapie bei Burnout

Sonnenlicht war bis vor etwa 100 Jahren die Haupt-Lichtquelle des Menschen. Dementsprechend vielfältig sind die gesundheitlichen Auswirkungen von Sonnenlicht. Licht wird über die Haut und die Augen aufgenommen. Die Bildung von Vitamin D und des Botenstoffes Melatonin hängen direkt mit dem Licht zusammen. Auch bei Burnout mehren sich die Anzeichen, dass die sogenannte Lichthygiene einen Einfluss auf die Erkrankung haben kann.

Dazu zählen zwei Aspekte: Die Anerkennung von gewissen Tagesrhythmen, an die unser Organismus seit Jahrmillionen angepasst ist und der gesunde Einfluss von Sonnenlicht.

Zunächst zu den Rhythmen. Die Forschung interessiert sich seit einigen Jahren mehr für die sogenannte circadiane Rhythmik unseres Körpers. Ein Ergebnis dieser Forschung war, dass wenn wir vermehrt blauem Licht (z.B. durch Bildschirmarbeit) ausgesetzt sind, die Bildung unseres Schlaf- und Regenerationshormones Melatonin herabgesetzt wird. Im Gegensatz dazu kann eine gezielte rhythmisierte Lichttherapie offenbar den Schlaf und die Symptomatik auch bei schwerem Burnout verbessern.

Ebenso ist offenbar mehr Sonnenlicht hilfreich gegen Burnout. Nicht nur die Herstellung von Vitamin D, auch Serotonin wird unter Hilfe von Sonnenlicht vermehrt hergestellt und hat großen Einfluss auf unsere Psyche. Und keine Angst vor ausreichender Sonnenbestrahlung. Es mehren sich die Studien, die zeigen, dass Sonnenlicht krebsschützend wirkt. Dieser Schutz vor UV-bedingten Hautschäden verstärkt sich noch, wenn genügend Mikronährstoffe vorhanden sind.

 

Psychotherapie

Psychotherapeutische Burnout-Behandlung

Ein wichtiger Grundpfeiler in der ganzheitlichen Burnout-Behandlung ist die psychotherapeutische Begleitung, um die tieferen Ursachen für die Erschöpfung herauszuarbeiten.

Oberste Priorität hat die Umverteilung der Energie des Erkrankten vom Funktionieren auf die Freizeit. Zumeist wurden Freizeit, Erholung und Hobbies über lange Zeit vernachlässigt, wodurch es zu dem folgenschweren Ungleichgewicht von Aktivität und Ruhe gekommen ist.

Häufig müssen Burnout-Patienten wieder lernen, sich zu entspannen und sich seine Freiräume genauso selbstverständlich zu schaffen, wie er sich der Arbeit, der Pflege von Angehörigen oder der Betreuung von Kindern widmet.

Dem Zeitmanagement kommt in der Burnout-Therapie eine große Bedeutung zu, um regelmäßig freie, unverplante Zeiträume in den Alltag zu integrieren und diese auch konsequent einzuhalten.

Der Psychotherapeut hilft dem Betroffenen dabei, sich die, seinem Leiden zugrunde liegenden, Belastungsfaktoren bewusst zu machen, Stressfaktoren zu erkennen und entsprechende Denkmuster und Verhaltensweisen aufzulösen und durch neue zu ersetzen.

 

Brainspotting

Brainspotting ist ein relativ neues und noch wenig bekanntes psychotherapeutisches Verfahren, das besonders in der Traumatherapie eingesetzt wird. Es nutzt die Erkenntnisse, dass als belastend erlebte Erfahrungen mit bestimmten Augenpositionen zusammenhängen und mit Körpergefühlen korrespondieren. Oft jahrelang bestehende Reaktions- und Verhaltensmuster lassen sich umstrukturieren, wodurch die Selbstregulationsfähigkeit des Gehirns reaktiviert wird. Der Brainspotting-Therapeut leitet den Patienten an, sich auf das derzeit am stärksten belastende Gefühl zu konzentrieren, die entsprechende Augenposition (Blickrichtung) zu finden und über Wahrnehmung und Blick die emotionale Blockade aufzulösen.

 

Auch beim Burnout liegen meist unbewusste Verhaltensmuster zugrunde, die uns steuern und die Veränderung von Lebensgewohnheiten erschweren. Der innere Antrieb nach immer mehr Leistung, das schlechte Gewissen, wenn wir einen Tag lang einfach einmal nichts tun wollen, die Schwierigkeit, Nein zu sagen oder sich nach außen abzugrenzen haben ihren Ursprung in Erlebnissen, die meist lange zurückliegen und uns nicht mehr bewusst zugänglich sind.

Brainspotting hilft den Betroffenen, tief sitzende Überzeugungen, Ängste und Verhaltensmuster aufzulösen und dadurch wieder handlungsfähig zu werden und das eigene Leben selbstbestimmt zu leben.

 

Medikamentöse Therapie bei Burnout

Das-Wichtigste-in-Kürze

Da Burnout häufig mit depressiven Verstimmungen einhergeht, werden vor allem Antidepressiva wie Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer verschrieben.

Es gibt keine spezifischen Medikamente gegen Burnout. Da viele Menschen mit Burnout depressive Symptome aufweisen, werden von Ärzten und Psychotherapeuten oft antidepressiv wirkende Medikamente verschrieben. Vor allem stimmungsaufhellende Medikamente, die sich auf die Verfügbarkeit unseres Glückshormones Serotonin auswirken, werden verordnet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wichtigsten davon mit ihren Wirkungen und Nebenwirkungen:

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
Erhöhen die Menge von Serotonin am Nervenende
Meist gut verträglichÜbelkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen können auftreten
Sexuelle Funktionsstörungen möglich
Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI)
Erhöhen die Menge von Serotonin und Noradrenalin am Nervenende
Haben weniger Nebenwirkungen als die oben erwähnten älteren AntidepressivaSchlafstörungen, Aufgeregtheit, Kopfschmerzen und Übelkeit sind ebenfalls möglich
Auch sexuelle Funktionsstörung sind möglich
Alpha-2-Rezeptor-Antagonisten
Erhöhen die Bildung von Serotonin und Noradrenalin
In der Regel gut verträglichTagesmüdigkeit und Gewichtszunahme sind möglich

Checkliste

Checkliste

Checkliste: Kompakte Empfehlungen bei Burnout– das können Sie selbst tun

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Bewegung: Bewegen Sie sich ausreichend an der frischen Luft und treiben Sie 3 mal wöchentlich 30-60 Minuten Sport, vor allem Ausdauersportarten.
  • Gesunde Ernährung: Erhöhen Sie den Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung (Vollkorngetreide, Gemüse, Saaten) und vermeiden Sie Kohlenhydrate.
  • Selbstreflektion: Achten Sie auf frühe Hinweise, die auf ein Burnout hindeuten können. Entspannen Sie sich bewusst und aktiv und flüchten Sie nicht in Genussmittel wie Alkohol oder Zigaretten. Achten Sie auf Ihren Tagesrhythmus. Fragen Sie nach professioneller Hilfe. Setzen Sie sich beruflich und privat realistische Ziele.
  • Darmsanierung: Achten Sie auf Ihren Darm und führen Sie regelmäßig eine Darmsanierung durch.
  • Heilpflanzen: Nutzen Sie die positiven Wirkungen der Heilpflanzen z.B. als Tee
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Burnout stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt.

Alles in Kürze

Das-Wichtigste-in-Kürze

Fakten in der Übersicht

Burnout ist eine Krankheit, die sich durch verschiedene Symptome bemerkbar macht. Leitsymptom ist die körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund von Stress und Überlastung im Privat- oder Berufsleben. Burnout durchläuft verschiedene, oft aufeinander aufbauende Phasen.

Symptome in der Übersicht

Neben der Erschöpfung und dem ausgebrannt sein gibt es noch weitere typische Symptome, die auf ein Burnout hindeuten können. Diese lassen sich in drei Dimensionen einteilen:

  • Emotionale Erschöpfung: Antriebsschwäche, Reizbarkeit
  • Depersonalisierung: Gleichgültigkeit und Distanz zu Menschen
  • Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit: Gefühl, sinnlos zu sein

In den meisten Fällen handelt es sich um einen Mix aus diesen drei Kategorien.

 

Krankheitsverlauf in der Übersicht

Burnout durchläuft bis zu 12 verschiedene Phasen, die aufeinander aufbauen und in unterschiedlicher Reihenfolge eintreten können. Je mehr Phasen eintreten, desto stärker macht sich der Leidensdruck bemerkbar. Wird ein schweres Burnout-Syndrom über einen längeren Zeitraum ignoriert oder nicht erkannt, können auch nach einer Therapie normale berufliche Belastungen und kurzzeitige Stresssituationen zu einer erneuten Überforderung führen.

 

Diagnose in der Übersicht

Burnout durchläuft bis zu 12 verschiedene Phasen, die aufeinander aufbauen und in unterschiedlicher Reihenfolge eintreten können. Je mehr Phasen eintreten, desto stärker macht sich der Leidensdruck bemerkbar.

 

Prävention in der Übersicht

Der Prävention eines Burnouts wird eine bedeutende Rolle zugeteilt. Es ist besonders wichtig bei den ersten Anzeichen und Symptomen aktiv zu werden. Die Vorbeugung eines Burnouts steht auf 3 Säulen:

Vorbeugung auf der psychischen Ebene: Eigene Wünsche und Bedürfnisse entdecken, sich von dem Druck anderer Erwartungshaltungen lösen, aktive Stressbewältigung.

Vorbeugung auf der beruflichen Ebene: Lernen Sie Nein zu sagen, erledigen Sie Ihre beruflichen Aufgaben für sich selbst, finden Sie Ihren eigenen Anspruch den Sie erfüllen können, setzen Sie sich realistische Ziele, achten Sie auf Ihre Work-Life-Balance.

Vorbeugung auf körperlicher Ebene: Bewegung, Gesunde Ernährung, Mikronährstoffbedarf decken, schlafen Sie genügend, lassen Sie sich helfen.

 

Therapie in der Übersicht

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit Folgen der Krankheit Burnout abgemildert und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert.

Zusätzliche Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) sind bei Burnout aus verschiedenen Gründen dringend anzuraten. In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basistherapie bei Burnout eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung.

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

Fachübergreifende Therapie in der Übersicht

Es gibt einiges, was Sie in der Verbeugung und auch zur Behandlung des Burnout-Syndroms selbst tun können. Die Einsicht ist der erste Schritt. Informieren Sie sich ausreichend über Ihre Erkrankung, und darüber was Sie selbst tun können, um Ihren Körper zu unterstützen. Ganz wichtig ist dabei die regelmäßige körperliche Bewegung. Erschöpfte Menschen sind häufig körperlich inaktiv. Körperliche Aktivität kann von den depressiven Gedanken ablenken. Dabei sollten Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen im Vordergrund stehen. Es werden dreimal in der Woche 30 bis 60 Minuten Sport empfohlen. Zwei wichtige Punkte zur Vermeidung von Burnout sind Selbstmanagement und das Setzen von realistischen Zielen.

 

Integrative Therapie im Überblick

Ernährung: Damit das biochemische System Mensch möglichst reibungsfrei arbeiten kann, braucht es alles – alle Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate. Fehlen nur kleine Bausteine, so bedeutet dies, bestimmte Funktionen können nicht optimal ablaufen. Essen Sie insgesamt etwas weniger Kohlenhydrate aus Getreide, also weniger weißes Brot, weniger Nudeln und Reis, dafür etwas mehr Gemüse und Obst. Zu viele dieser Sattmacher fördern Entzündungen genauso wie Übergewicht. Sie lösen im Köper einen Dauerstress aus.

Heilpflanzen: Es gibt nur wenige Heilpflanzen, für die tatsächlich eine Wirkung bei Burnout nachgewiesen ist. Allerdings sind die Ergebnisse in den Studien dazu sehr vielversprechend und aufgrund des geringen Nebenwirkungsrisikos durchaus einen Versuch wert. Es eignen sich vor allem: Johanniskraut, Ginseng, Rosenwurz, Hericium und Coriolus versicolor, Baldrian, Passionsblume und Lavendel.

Darmsanierung: Der Zustand des Darms hat viel mit unserer Gesundheit und auch mit einem Burnout zu tun. Forschungen an der Cornell University in den USA haben gezeigt, dass es bei Erschöpfung und Burnout einen ursächlichen Zusammenhang zur Darmflora gibt. Dementsprechend ist eine Darmsanierung ein weiterer möglicher Therapiebaustein.

Lichttherapie bei Burnout: Die gesundheitlichen Auswirkungen von Sonnenlicht sind vielfältig. Die Bildung von Vitamin D und des Botenstoffes Melatonin hängen direkt mit dem Licht zusammen. Auch bei Burnout mehren sich die Anzeichen, dass die sogenannte Lichthygiene einen Einfluss auf die Erkrankung haben kann.

 

Medikamente in der Übersicht

Da Burnout häufig mit depressiven Verstimmungen einhergeht, werden vor allem Antidepressiva wie Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer verschrieben.





Quellennachweise

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