Ernährung bei Angina pectoris: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei Angina pectoris eine wichtige Rolle. Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Angina Pectoris äußert sich durch Schmerzen im Brustbereich

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Ernährung & Mikronährstoffe bei Angina pectoris

Mikronährstoffe spielen bei der ganzheitlichen Behandlung von Herz-Kreislaufkrankheiten wie Angina pectoris – ein (mit Schmerzen verbundenes) Engegefühl im Brustkorb – eine wichtige Rolle.

Sie sind elementar für die Gesundheit der Gefäße und des Herzmuskels, sie steuern z. B. den Fettstoffwechsel, den Blutdruck und den Homocysteinspiegel und regeln die Eng- und Weitstellung der Herzkrankgefäße für eine gute Durchblutung.

Ein gestörter Blutzucker- und Blutfettstoffwechsel, Rauchen, Stress, Übergewicht, ungesunde Ernährung und oft unbemerkte Entzündungen im Körper begünstigen die Angina pectoris.

Zudem können Medikamente, die regelmäßig und meist über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, die Aufnahme lebenswichtiger Mikronährstoffe im Darm hemmen, so dass es schleichend zu einem Mikronährstoffmangel kommen kann.

Die Mikronährstoffmedizin erkennt Störungen und Mangelerscheinungen im Mikronährstoffhaushalt, die auf der Zellebene die Ursache von Herz-Kreislauferkrankungen behandelt und die Defizite ausgleicht.

Mikronährstoffe, die für die Herzgesundheit von Bedeutung sind:

  • Omega-3-Fettsäuren: senken einen erhöhten Blutfettspiegel, stoppen Entzündungen in den Gefäßen, haben eine blutgefäßerweiternde Wirkung, reduzieren die Gefahr von koronaren Herzkrankheiten
  • Antioxidantien: fangen gefäßschädigende freie Radikale, schützen die Zellen, stoppen Entzündungsprozesse, schützen vor Ablagerungen in den Zellen
  • Vitamin B: Zellneubildung, Abbau von Homocystein, Schutz vor Arteriosklerose
  • Vitamin D: entzündungshemmend, wichtig für elastische Gefäße, senkt Blutfettwerte
  • Vitamin K: wichtig für Blutgerinnung, verhindert Kalziumablagerungen in den Gefäßen
  • Coenzym Q10: wichtig für Energieproduktion in den Mitochondrien und Herzmuskelkraft, antioxidativ
  • Magnesium: essentiell für gesunde Muskelfunktion, entspannt Blutgefäße, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, schützt Herzkranzgefäße
  • Aminosäuren L-Arginin: steuern Weit- und Engstellung der Gefäße, reguliert den Blutdruck
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Resveratrol, OPC, Oleuporin und Proanthocyanidine sind natürliche Antioxidantien, schützen Gefäße vor Schäden und Arteriosklerose, stoppen Entzündungen, wirken günstig auf den Blutfettspiegel und auf den Blutdruck




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Angina pectoris eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht – Übergewicht begünstigt eine Angina pectoris!
    • Sie senken erhöhte Blutzucker- oder Blutfettwerte – Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten.
    • Sie können günstig auf Ihren Bluthochdruck einwirken.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome zu lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Überfordern Sie sich nicht, bleiben Sie immer in einer Pulsfrequenz, die Sie bei der Bewegung nicht außer Atem kommen lässt.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Reduzieren Sie Stress, wo immer möglich, und lernen Sie Strategien, um Stress besser bewältigen zu können.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann Ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Rauchen zählt zu den Hauptrisikofaktoren für Angina pectoris.