Ernährung & Mikronährstoffe bei einem Atherom

Mikronährstoffe spielen bei einem Atherom eine wichtige Rolle. Die elementare Basis jeder Therapie sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.




Lipom an der Kopfhaut

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2021

Mikronährstoffe einem Atherom

Ein Atherom, im Volksmund auch „Grützbeutel“ oder „Grießknoten“ genannt, ist eine mit Talg oder Horn gefüllte, gutartige Zyste, die in Haarwurzeln meist im Bereich der Kopfhaut entsteht, und eine beulenförmige Wölbung bildet. Das Atherom nimmt typischerweise an Größe zu und kann von erbsengroß bis golfballgroß werden.

 

Ursache für ein Atherom sind verstopfte Talgdrüsen, die aufgrund von übermäßiger Talgproduktion oder einem Verschluss des Ausführungsgangs den Talg nicht mehr an die Hautoberfläche abgeben könne. Auch bei zu raschem Wachstum der Keratinozyten (hornbildende Hautzellen) können die Poren der Haarfollikel verschlossen werden und sich somit die Hornschuppen im Follikel ansammeln. Zur Entzündung kommt es nur, wenn das Atherom verletzt wird und Bakterien eindringen.

 

Oxidativer Stress ist meist Ursache für eine Störung der Talg- oder Keratinozytenbildung. Er gilt als Hauptursache für Entzündungen, Störungen im Hautstoffwechsel und bei Zystenbildung. Zu den Antioxidantien zählen z. B. die Vitamine A, C und E, Zink, Selen, Coenzym Q 10 und die Alpha-Liponsäure. Zudem haben auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin, Resveratrol oder Curcumin starke antioxidative Eigenschaften und regulieren die Tätigkeit der Talgdrüsen und steuern die Neubildung von Hautzellen.

Antioxidantien binden freie Radikale, stoppen bzw. verhindern Entzündungen, regen die Regeneration der Köpergewebe an und harmonisieren Stoffwechselprozesse.

Grüntee-Catechine scheinen die Talgproduktion zu reduzieren und damit die Bildung von Atheromen zu verhindern bzw. können zusammen mit anderen Antioxidantien die übermäßigen Talgmengen wieder abbauen.

 

Zur Behandlung von Entzündungen und Störungen im Hautstoffwechsel werden in der Mikronährstofftherapie zudem B-Vitamine, Vitamin D, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und Carotinoide eingesetzt.

  • Die B-Vitamine wie B6, B12 und Folsäure sind wichtig für einen reibungslosen Homocystein-Abbau, einem Zellgift, das an der Entstehung von Entzündungen und Fehlregulationen im Organismus mitverantwortlich ist. Zudem sind die B-Vitamine wichtig für die Zellteilung, die Stärkung der Hautwiderstandskraft und den Fettstoffwechsel der Haut.
  • Vitamin D verbessert die Leistungsfähigkeit des Immunsystems, verringert die Entstehung von Entzündungen und steuert die Talgproduktion.
  • Magnesium wird u. a. für die Neubildung von Haar- und Hautzellen benötigt, wirkt entzündungshemmend und ist an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
  • Omega-3-Fettsäuren haben nachweislich antientzündliche sowie schmerzlindernde Eigenschaften. und lindern nachweislich Gelenkentzündungen. Auch spielen sie eine wichtige Rolle bei der Talgproduktion und im Fettstoffwechsel der Haut.

 

Da die Ursachen für die Entstehung eines Atheroms in Störungen der Talgproduktion und im Hautstoffwechsel liegen, sind grundsätzlich alle Mikronährstoffe erforderlich, um die Funktion der Talgdrüsen zu normalisieren und die Zellneubildung zu regulieren und damit die Rückbildung des Atheroms anzuregen.

Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei eines Atheroms eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen, und Störungen im Hautstoffwechsel noch befeuern.
  • Vermeiden Sie Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index. Sie stören die Talgproduktion, erhöhen das Risiko für verstopfte Haarfollikel und Entzündungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie den weiteren Krankheitsverlauf selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor anderen Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern.

Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Talgproduktion und überschießende Hautzellenbildung.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Sport verbessert die Durchblutung und reguliert Stoffwechselprozesse im ganzen Organismus.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Kämmen Sie Ihre Haare mehrmals täglich mit einer Naturhaarbürste! Die sprichwörtlichen 100 Bürstenstriche am Tag regen die Durchblutung der Kopfhaut an, verteilen das Fett auf der Kopfhaut bis in die Haarspitzen und entfernen sanft Hautschuppen.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen.