Ernährung & Mikronährstoffe bei einer Bakerzyste

Mikronährstoffe spielen bei einer Bakerzyste eine wichtige Rolle. Die elementare Basis jeder Therapie sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.




Lipom an der Kopfhaut

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2021

Mikronährstoffe einer Bakerzyste

Bei einer Bakerzyste bildet sich eine mit Flüssigkeit gefüllte Ausstülpung an der Innenseite der Kniekehle, die an sich harmlos ist, jedoch mit zunehmender Größe Beschwerden bereiten kann.

Sie ist Symptom einer bestehenden Grunderkrankung im Kniegelenk wie Entzündungen, Arthritis oder Arthrose, Meniskusschäden oder einem Riss in der Kniegelenkskapsel.

Auch Überlastung des Kniegelenks durch Übergewicht, bei Verschleiß, bestimmten Berufsgruppen (Fliesenleger, Profisportler) oder nach Unfällen kann sich eine Bakerzyste bilden.

 

Die moderne Mikronährstoffmedizin hat zum Ziel, die Grunderkrankung zu behandeln, die entzündlichen Vorgänge zu stoppen und das Kniegelenk mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, um die Regeneration zu unterstützen.

 

Primär soll oxidativer Stress im betroffenen Bereich gestoppt werden. Er gilt als Hauptursache für Entzündungen und Zystenbildung. Zu den Antioxidantien zählen z. B. die Vitamine A, C und E, Zink, Selen, Coenzym Q 10 und die Alpha-Liponsäure. Zudem haben auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin, Resveratrol, Grüntee-Extrakt, Astaxanthin oder Curcumin starke antioxidative Eigenschaften und hemmen die Tätigkeit bestimmter Schmerzenzyme.

Antioxidantien binden freie Radikale, stoppen die entzündlichen Vorgänge, lindern die Schmerzen und regen die Regeneration der durch die Überlastung geschädigten Zellen und Gewebe an.

 

Zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen werden in der Mikronährstofftherapie zudem B-Vitamine, Vitamin D, Magnesium, MSM, Omega-3-Fettsäuren und Weihrauchextrakte eingesetzt.

  • Die B-Vitamine erhöhen den Noradrenalin- und Serotoninspiegel im Blut, wodurch die Schmerzwahrnehmung reduziert wird. Zudem bauen sie Homocystein, ein entzündungsförderndes Stoffwechselprodukt, ab.
  • Vitamin D ist essentiell für Knochengesundheit und Immunsystem. Ein Mangel fördert Entzündungen, Gelenkschmerzen und Immunschwäche.
  • Magnesium blockiert Schmerzrezeptoren im Nervensystem und wird für die Neubildung von Knochen- und Knorpelzellen benötigt.
  • MSM ist eine natürliche, organische Schwefelverbindung, deren entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung wissenschaftlich erwiesen ist. MSM fördert die Kollagenbildung und ist daher für die rasche Regeneration von Knorpeln und Bindegewebe wichtig.
  • Omega-3-Fettsäuren haben nachweislich antientzündliche sowie schmerzlindernde Eigenschaften und lindern nachweislich Gelenkentzündungen.
  • Weihrauchharz (Boswellia serrata) enthält ätherische Öle, bestimmte Säuren und sekundäre Pflanzenstoffe, die nachweislich antientzündliche, schmerzlindernde und immunregulierende Eigenschaften haben und bei verschiedenen Gelenkerkrankungen Heilungsprozesse fördern.

 

Da die Kniegelenkskapsel hauptsächlich aus Kollagen (Material zum Aufbau von Bindegewebe) besteht, werden Mikronährstoffe wie Chondroitin, Glucosamin, Vitamin C, Silizium, Zink, Mangan oder Kupfer zum Aufbau von gesundem Bindegewebe und zur Neubildung von Zellen in den Gelenken benötigt.

 

Da die Ursachen für die Entstehung einer Bakerzyste so vielfältig sind, sind grundsätzlich alle Mikronährstoffe erforderlich, um Regenerationsprozesse im Kniegelenk anzuregen und die Rückbildung der Zyste anzuregen.

Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei einer Bakerzyste eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen, und kann entzündliche Prozesse im Kniegelenk noch befeuern.
  • Trinken Sie viel Wasser und ungesüßte Kräutertees. Die Flüssigkeit ist wichtig, um das Bindegewebe feucht und elastisch zu halten und entzündungsfördernde Stoffe auszuscheiden.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie den weiteren Krankheitsverlauf selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor anderen Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht- Übergewicht begünstigt die Entstehung eine Bakerzyste.

 

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern.

Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Kniegelenkserkrankungen.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Vermeiden Sie jedoch Sportarten, die das Kniegelenk stark belasten, um den Rückbildungsprozess der Bakerzyste zu fördern.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Stellen Sie das überlastete Kniegelenk ruhig, um Überanstrengung zu vermeiden und das Gelenk zu schonen.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Hören Sie auf Ihren Körper! Wenn er Symptome zeigt, sollten Sie den Weckruf wahrnehmen und gesundheitsschädigende Gewohnheiten ändern.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen.
  • Physiotherapie und gezieltes, gelenkschonendes Krafttraining können akute Beschwerden lindern. Eine kräftige Beinmuskulatur entlastet das Kniegelenk und unterstützt die Therapie der Grunderkrankung, die zu einer Bakerzyste geführt hat.