Ernährung bei Cellulite: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei Cellulite eine wichtige Rolle. Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Cellulite am Bein

Theresa Müller - Ernährungsberaterin, Selfcare- & Achtsamkeitstrainerin

Experte/Expertin:

Theresa Müller

Ernährungsberaterin, Selfcare- & Achtsamkeitstrainerin

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Ernährung & Mikronährstoffe bei Cellulite

Cellulite ist eine Ansammlung von Stoffwechselschlacken im Bindegewebe. Als Stoffwechselschlacken bezeichnet man alles, was der Körper nicht mehr verarbeiten und ausscheiden kann. Hierzu gehören Rückstände aus Medikamenten, Toxine, Umweltgifte aber auch Lebensmittel, die dem Körper im Überfluss zugeführt werden.

Diese Stoffwechselschlacken sorgen zum einen für eine Übersäuerung des Körpers und zum anderen für unschönen Dellen, der Cellulite, die sich hauptsächlich am Po, den Oberschenkeln und an den Oberarmen ausbreiten. Das Bindegewebe dient dem Körper als Nährstoffdepot. Sind genügend Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Antioxidantien vorhanden, ist das Bindegewebe elastisch und fest. Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen ist deshalb unerlässlich, um Cellulite vorzubeugen.

 

Dazu zählen vor allem Vitamin A und Biotin denn sie sind für eine gesunde, straffe Haut besonders wichtig. Aber auch Mangan ist an der Bindegewebsbildung beteiligt. Kupfer trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei.

Für ein gesundes und starkes Bindegewebe, ist auch Vitamin C unerlässlich. Denn der Körper braucht das Vitamin für die Bildung von Kollagen. Zink sorgt zudem für eine Regeneration der Haut und wehrt oxidativen Stress ab, der mitverantwortlich ist, für die Entstehung von Cellulite. Deshalb ist eine ausreichende Versorgung mit den genannten Mikronährstoffen sehr wichtig, um vorhandene Cellulite zu reduzieren und weiteren Dellen vorzubeugen.

 




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur nämlich niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Cellulite eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
  • Bei Übergewicht sollte eine langsame Gewichtsreduktion angestrebt werden, um die Dellen zu reduzieren.
  • Eine gesunde Ernährung unterstützt den Stoffwechsel von Haut und Bindegewebe. Vor allem Kohlenhydrate, Fett und Salz sollten reduziert werden um Cellulite zu verringern.
    • Vermeiden Sie gesättigte Fettsäuren. Vor allem in Kombination mit kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln wie Chips oder Schokolade.
    • Greifen Sie besser zu pflanzlichen Ölen und Fetten wie Rapsöl oder Sojaöl anstatt zu tierischen Fetten wie Butter oder Schmalz.
    • Vermeiden Sie möglichst einfache Kohlenhydrate wie Zucker oder weißes Mehl und essen sie lieber die Vollkornvariante wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Reis und Kartoffeln.
    • Fleisch, Wurst, Fisch und Milchprodukte sind zwar generell wichtige Lieferanten von Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und einige essentielle Nährstoffe. Achten Sie jedoch darauf, nicht mehr als etwa 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen.
    • Konsumieren sie etws zweimal pro Woche Fisch.
    • Nutzen sie bei einer Anti-Cellulite-Ernährung generell eher die fettarme Variante, vor allem auch bei Milchprodukten.
    • Essen Sie fünfmal täglich frisches Obst oder Gemüse.
    • Sparen Sie beim Salz, das verhindert unliebsame Wassereinlagerungen.
    • Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Früchtetees. Light Produkte oder süße Getränke sind keine gute Wahl, sie können Heißhunger fördern.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sportnachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken.
    Bewegung kräftigt zudem das Gewebe und die Muskulatur und regt die Durchblutung an. Bindegewebswasser kann so besser abtransportiert werden und kleine Fettpölsterchen werden abgebaut.
  • Zeiten der Erholung und Entspannungkönnen Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen.
  • Verwenden Sie auch entsprechende Lotion´s und Cremes. Sie helfen die Haut zu straffen und dadurch Dellen zu reduzieren. Auch Körperwickel können helfen.
  • Nutzen Sie die Kraft der Massage für sich. Lymphdrainagen oder Unterdrucktechniken helfen, das Bindegewebswasser aus dem Körper zu leiten. Dabei wird der Stoffwechsel angeregt und das Bindegewebe gekräftigt.
  • Wärmebehandlungen wie Ultraschall- und Radiofrequenzbehandlungen regen den Abbau von Fettgewebe an.
  • Laser- und Lichttherapien (wie Infrarot) sollen die Blutzirkulation und den Aufbau von Kollagen stärken.
  • Kältebehandlungen helfen, Fettzellen aufzubrechen und zu zerstören. Diese werden nach und nach über die Niere aus dem Körper geleitet und helfen ebenso Cellulite zu verringern.