Ernährung bei Diabetes mellitus: Darauf sollten Sie achten

Wie Sie in unserem Artikel „Diabetes mellitus: Schritt für Schritt aus der Zuckerkrankheit“ bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Diabetes.

Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Blutzucker wird bei einem Patienten gemessen

Dr. med. Harald Hüther Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Experte/Expertin:

Dr. med. Harald Hüther

Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Mikronährstoffe bei Diabetes

Mikronährstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien & sekundäre Pflanzenstoffe) spielen bei der Entstehung und der Behandlung von Diabetes eine große Rolle.
Zusätzliche Mikronährstoffe einzunehmen ist für Zuckerkranke besonders wichtig! Zuckerkranke leiden unter erhöhtem oxidativen Stress durch aggressive freie Radikale. Dieses gestörte Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien wird auch für die vermehrten Komplikationen bei Diabetikern verantwortlich gemacht. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, sollten Zuckerkranke zusätzliche Mikronährstoffe einnehmen. So können sie recht einfach den Teufelskreis von Übergewicht und oxidativem Stress durchbrechen.
Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Zuckerkrankheit spielt auch ein Vitamin-D-Mangel.

 

Des Weiteren möchten wir auf die wichtige Wirkung von Zink für Diabetiker hinweisen. Zink stärkt das Immunsystem und reduziert Entzündungen. Zudem hat es zahlreiche Effekte auf mehr als 300 Enzyme im Körper, was bei einer optimalen Einnahme auch zu deutlichen Verbesserungen der relevanten Parameter des Zuckerstoffwechsels führt.
Neben den relevanten Vitaminen und Spurenelementen, sind auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 von größter Bedeutung. Die beiden letztgenannten haben gerade bei Diabetes-Patienten einen wichtigen Einfluss auf das Entzündungsgeschehen und die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems.

 

Deshalb bevorzugt man heute in der modernen Mikronährstofftherapie als Basistherapie bei Zuckerkrankheit ein moderat dosiertes, natürliches Mikronährstoffkonzentrat, in dem alle Mikronährstoffe zusammen enthalten sind.




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Diabetes eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

Wie effektiv die Veränderungen des Lebensstils sind, zeigt eine weitere Studie. Hier wurden 5 einfache Ziele für die Veränderungen des Lebensstils festgelegt:

  • Eine Gewichtsabnahme von mindestens 5%.
  • Eine relativ fettarme Ernährung mit weniger als 30 % der Tageskalorien aus Fett.
  • Weniger als 10 % der Tageskalorien aus gesättigten (tierischen) Fetten.
  • Eine vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen von mehr als 15g/1000 kcal.
  • Eine Zunahme der körperlichen Bewegung auf mindestens 4 Stunden pro Woche.

Von den 522 Teilnehmern mit einer krankhaften Glukosetoleranz (einer Diabetes-Vorstufe), die mindestens 4 der 5 Ziele erreichten, entwickelte kein einziger in den folgenden drei Jahren eine Zuckerkrankheit. Sie können also selbst sehr viel erreichen – und das mit wenig Aufwand.

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mit beeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie trägt ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So konnte regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als die Häufigkeit von Komplikationen senken.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessern die Durchblutung des Organismus, die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.