Ernährung bei FSME: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei FSME eine wichtige Rolle. Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

FSME: Zecken sind die Überträger

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Ernährung & Mikronährstoffe bei FSME

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine von Viren ausgelöste Entzündung der Hirnhäute, in schweren Fällen auch des Gehirns. Bei entsprechender Immunlage treten keine bis leicht grippeähnlichen Beschwerden auf. Bei ungünstiger Voraussetzung kann sich die Entzündung ausbreiten und Fieber, schmerzhafte Nackensteifigkeit, heftige Kopfschmerzen, eine Überempfindlichkeit der Sinne, Krampfanfälle etc. auslösen.

Ursache einer FSME ist oft ein Zeckenbiss und eine ausgeprägte Immunschwäche, die es erst möglich macht, dass die Infektion einen schweren Verlauf nimmt.

Ziel der Mikronährstofftherapie ist primär, das Immunsystem zu stärken und chronische Entzündungen zu behandeln. Begleitend zur konventionellen Therapie können Mikronährstoffe Nebenwirkungen von Medikamenten abmildern und den Genesungsprozess fördern. Nach der Erkrankung trägt eine umfassende Mikronährstoffversorgung dazu bei, die Rekonvaleszenzzeit zu verkürzen.

Mehrere wissenschaftliche Forschungen haben bereits die große Bedeutung einer optimalen Mikronährstoffversorgung auf die Immunabwehr herausgestellt. Die Forscher konnten belegen, dass die Gesamtheit der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie die Omega 3-Fettsäuren DHA und EPA die Basis für ein gesundes Immunsystem sind. Die Infektanfälligkeit nimmt ebenso ab wie das Risiko von Komplikationen oder Folgeerkrankungen, die mit FSME einhergehen können.

Wichtige Mikronährstoffe bei FSME sind:

  • Antioxidantien wie Vitamin A, C und E, Zink, Selen, Coenzym Q10 oder Alpha-Liponsäure fangen freie Radikale, fördern Abwehrprozesse und wirken als Schutz vor Zell- und Gewebeschäden. Außerdem kann die antientzündliche Wirkung dazu beitragen, Schmerzen und Entzündung zu reduzieren und Komplikationen vorbeugen.
  • B-Vitamine wie B6, B12 und Folsäure sind wichtig für einen reibungslosen Homocystein-Abbau, einem Verstärker von oxidativem Stress. Außerdem werden B-Vitamine für den Aufbau von Nerven- und Hautzellen und die Bildung von Neurotransmittern benötigt.
  • Vitamin D wird mit einer positiven Wirkung auf den Verlauf von Infektionskrankheiten assoziiert. Außerdem werden Schmerzen und Entzündungen gelindert und vermehrt Substanzen gebildet, die die Vermehrung von Viren hemmen.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Curcumin, Grüntee-Extrakte und Quercetin haben eine antientzündliche und antioxidative Wirkung und aktivieren die Immunabwehr. Außerdem können sie die Rekonvaleszenzzeit verkürzen. Senföle (z.B. aus Meerrettichwurzel, Kapuzinerkresse und Senfsaat) enthalten antibiotische und antivirale Substanzen, die die Ausbreitung der Infektion eindämmen und das Immunsystem bei der Bekämpfung der FSMA-Viren unterstützen. Lysin und Allicin bekämpfen aktiv Viren und entziehen ihnen die Vermehrungsgrundlage.
  • Zink senkt den oxidativen Zellstress und schützt die Hirnhäute und Nerven vor Schäden. Zudem hemmt Zink die Virenreplikation.
  • Magnesium ist essentiell für eine normale Muskel- und Nervenfunktion und kann schmerzlindernd bei FSME wirken. Außerdem hat es eine stark antientzündliche Wirkung.
  • Coenzym Q10 wirkt antioxidativ und entzündungshemmend und aktiviert die Mitochondrien.
  • Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Außerdem sind die Fettsäuren für die Bildung von Zellen und Botenstoffen wichtig.
  • Glutathion ist wichtig für die Entgiftung der Zellen und kann Nebenwirkungen von Medikamenten abmildern. Außerdem schützt es vor Schwermetallen, Zellschäden und wirkt antientzündlich.
  • Enzyme wie Bromelain oder Papain beschleunigen Heilungsprozesse und stoppen ebenso Entzündungen.

 




 

Experten-Tipps

Worauf sollten Sie achten?

  • Nehmen Sie täglich ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das neben Vitamin D und Spurenelementen auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 enthält.
  • Mikronährstoffpräparate in flüssiger Form kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Tabletten oder Pulver.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie und zur Nachbehandlung von FSME eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden natürliche, flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt  (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
  • Verzichten Sie auf raffinierte Kohlenhydrate, Fastfood, Industrieprodukte und zu viel rotes Fleisch, um die Entzündungsprozesse nicht noch zu befeuern.
  • Achten Sie zusätzlich darauf, regelmäßig probiotische, nicht pasteurisierte Lebensmittel wie frisches Sauerkraut, Kefir, Kombucha, Kimchi oder fermentiertes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Die darin enthaltenden lebenden Milchsäurebakterien fördern eine gesunde Darmflora, eine wesentliche Voraussetzung für eine gesunde Immunabwehr.
  • Verwenden Sie in der Küche vermehrt Lebensmittel mit einer antiseptischen Wirkung, wie z.B. Knoblauch, Gewürznelke, Ingwer, Honig, Meerrettich, Zwiebelgewächse, Curcuma und Süßholz.
  • Essen Sie gekeimtes Getreide oder gekeimte Saaten, um durch die darin enthaltenen Enzyme Ihr Immunsystem zu unterstützen.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten. Generell und besonders bei FSME gilt es, das Immunsystem zu stärken.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport in Maßen nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Gehen Sie spazieren, machen Sie sanfte Wassergymnastik oder leichte Yoga-Übungen.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann Ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
  • Trinken Sie jeden Tag 2-3 Tassen Grünen Tee, um die antientzündliche Wirkung der enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zu nutzen.