Ernährung bei Fusspilz: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei Fusspilz eine wichtige Rolle. Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

Fußpilz zwischen den Zehen

Theresa Müller - Ernährungsberaterin, Selfcare- & Achtsamkeitstrainerin

Experte/Expertin:

Theresa Müller

Ernährungsberaterin, Selfcare- & Achtsamkeitstrainerin

Letzte Aktualisierung: 23. März 2021

Mikronährstoffe bei Fusspilz

Ein Fusspilz ist hartnäckig und unangenehm für alle Betroffenen. Doch es gibt eine gute Nachricht, denn der Pilz hält sich meist nur so lange, bis sich das Milieu des Körpers bzw. der Haut positiv verändert und das Immunsystem wieder gestärkt wird. Meist wird bei Fusspilz auf eine medikamentöse Therapie zurückgegriffen, die zwar kurzfristig ihre Wirkung zeigt, aber schon nach einiger Zeit kehrt der Pilz zurück und das Spiel beginnt von vorne. Der Grund hierfür ist, dass die medikamentöse Therapie nicht an der Wurzel, einem geschwächten Immunsystem ansetzt, sondern nur die Symptome bekämpft. Für die Schwächung des Immunsystems können unterschiedliche Faktoren, wie eine ungesunde Ernährung, ungesunder Lebensstil oder eine regelmäßige Medikamenteneinnahme verantwortlich sein.

 

Hier kommen die Mikronährstoffe ins Spiel. Denn für einen gesunden Organismus sind vor allem die Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente unerlässlich. Mikronährstoffe helfen dem Körper, das Immunsystem wieder aufzubauen, sodass Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze erst gar keine Chance haben sich im Organismus auszubreiten. Bei Fusspilz sollte vor allem auf die Mikronährstoffe Zink, Vitamin D, Vitamin C und einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt geachtet werden.

 

Zink ist sehr wichtig für ein starkes Immunsystem. Steht dem Körper nicht genug Zink zur Verfügung, kommt es zu Störungen in der Immunabwehr. Der Organismus ist anfälliger gegenüber Bakterien, Viren, Keimen und auch Pilzen. Auch die Haut braucht Zink, denn es unterstützt bei der Wundheilung und der Erneuerung von Zellen. Außerdem lindert der Mikronährstoff Zink Folgen von Entzündungen, da es freie Radikale bindet und damit hilft, oxidativen Stress zu vermindern. Oxidativer Stress kann wiederrum die Haut und Zellen schädigen und anfälliger für Infektionen machen. Aufgrund der aufgeführten Vorteile für das Immunsystem und die körpereigene Abwehr, sollte ein Mangel an dem Mikronährstoff Zink tunlichst vermieden werden.

 

Vitamin D unterstützt das Immunsystem und fördert die Hautbildung und Wundheilung. Es hilft bei der Regulierung der Bildung und Reifung von Hautzellen, vor allem der oberen Schichten den sogenannten Keratinozyten.

 

Auch Vitamin C stärkt das Immunsystem und reguliert die Bildung von wichtigen Eiweißen in unserer Haut. Es unterstützt die Immunabwehr bei der Bekämpfung von Eindringlingen und stärkt die Abwehrzellen. Zudem ist es wichtig für die Bildung des Struktureiweißes Kollagen, das die Haut stärkt. Dies führt zu einer Kräftigung der Hautbarriere und fördert die Wundheilung.

 

Im Körper herrscht im Normalfall ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Säuren und Basen. Jedoch können Faktoren wie eine ungesunde Ernährung mit zu vielen tierischen Produkten, Alkohol, Koffein, Nikotin und Stress zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Dies kann zu einem „sauren“ Milieu der Haut führen, was Fusspilze begünstigen kann. Kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers werden meist basische Mineralstoffe als Citrate als Gegenspieler genutzt. Hierbei sind Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium oder Zink an Zitronensäure gebunden. Im Stoffwechsel sorgen diese dafür, die Säuren nach und nach abzubauen.

 




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur nämlich niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Fusspilz eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
  • Vor allem sollte die Entsäuerung des Körpers im Vordergrund stehen. Dies können Sie am besten mit stark basischen oder basenüberschüssigen Lebensmitteln erreichen. Hierzu zählen vor allem mikronährstoffreiche Pflanzenkost. Denn diese Lebensmittel verändern das Milieu im Körper und verhindern die Ausbreitung eines Pilzbefalls. Hierzu zählen z.B. Karotten, Sellerie, dunkle Blattsalate (z.B. Rucola), Brechbohnen, Blumenkohl, Spinat, frische Erbsen, Tomaten, Gurken, rote Rüben und weiße Bohnen. Die meisten Obstsorten dagegen, haben nur einen schwachen bis mittelstarken basischen Effekt.
  • Einige bestimmte Lebensmittel wirken pilzfeindlich. Diese Lebensmittel sollten regelmäßig und bewusst in den eigenen Speiseplan integriert werden, um einen positiven Effekt auf die Gesundheit und einen Rückgang des Pilzbefalls festzustellen. Verwenden Sie Bio-Kokosöl zum Braten und Kochen. Kokosöl enthält die Fettsäure namens Caprylsäure. Diese verhindert und bekämpft direkt die Ausbreitung. Oregano, besonders das ätherische Oregano-Öl hat eine sehr gute Anti-Pilz-Wirkung. Das Öl kann innerlich und äußerlich (verdünnt) eingesetzt werden. Cayenne-Pfeffer bzw. Chili-Schoten enthalten Capsaicin, einen sekundären Pflanzenstoff mit äußerst starker antibakterieller und pilztötender Wirkung. Auch Honig ist ein beliebtes Heilmittel für Beschwerden. Denn er enthält neben Zucker und Wasser auch Eiweiße, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Bei Fußpilz streichen Sie betroffene Hautareale einfach täglich mit Honig ein. So entfaltet er seine entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Wirkung.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sportnachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann die Entstehung von Fusspilz verhindern.
  • Gewöhnen Sie es sich an, morgens nach dem Aufstehen ein großes Glas (ca. 500 ml) lauwarmes Wasser zu trinken. Dadurch wird der Flüssigkeitsverlust der Nacht ausgeglichen, Stoffwechsel und Entgiftungsprozesse werden angeregt und auch die Verdauung wird verbessert.
  • Auch eine Reinigung des Darms kann bei Pilzbefall helfen und Abhilfe schaffen. Denn hierbei wird einen großer Teil der Schadstoffe entfernt, die das Immunsystem überfordern. Gleichzeitig werden gute Darmbakterien (Probiotika) zugeführt, die der Körper zur Wiederherstellung einer gesunden Darmflora benötigt.
  • Zudem gibt es einige Empfehlungen, welche ganzheitlichen Maßnahmen bei Pilzinfektionen wie einem Fußpilz noch zum Einsatz kommen können:
    • Salzbad: Um Juckreiz zu mildern, kann auch ein tägliches Salzbad gegen den Fußpilz helfen. Nehmen Sie dafür etwa 5 Esslöffel Natriumchlorid und lösen es in einem Liter warmem Wasser auf. Baden Sie Ihre Füße anschließend etwa 20 Minuten darin. Beachten Sie vor allem, die Füße nach dem Bad nicht mit dem Handtuch abzutrocknen, sondern an der Luft trocknen zu lassen. So bleibt das Salz auf der Haut zurück.
    • Zitrone & Apfelessig: Beide, in fast jedem Haushalt befindlichen Mittel, gehören zu den säurehaltigen Lebensmittel und gelten als entzündungshemmend und keimabtötend. Geben Sie z.B. ein wenig Zitronensaft oder Apfelessig auf einen Wattepad oder ein Tuch. Tupfen Sie die betroffenen Stellen dann vorsichtig ab. Alternativ, können Sie die Füße auch in einem warmen Wasser-Zitrone oder Apfelessiggemisch baden.