Ernährung bei Hautkrebs: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei Hautkrebs eine wichtige Rolle. Die elementare Basis jeder Therapie sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Ärztin untersucht Patient auf Hautkrebs

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Mikronährstoffe bei Hautkrebs

Unter dem Begriff Hautkrebs werden alle malignen Hautveränderungen zusammengefasst, nicht jeder Hautkrebs ist jedoch gleichermaßen gefährlich.

Mikronährstoffe spielen zur Prävention und begleitenden Behandlung von Hautkrebs jedoch grundsätzlich eine große Rolle.

Neben Rauchen, Umweltgiften, chemischen Zusätzen in Kosmetika, einer häufigen Exposition von UV-Strahlen, Störungen im Hautstoffwechsel und der Zellneubildung ist auch ein geschwächtes Immunsystem einer der Risikofaktoren für Hautkrebs.

 

Ziel der Mikronährstoffmedizin ist es, das Immunsystem zu stärken, den Hautstoffwechsel und die Zellneubildung zu stimulieren und mit Hilfe von Antioxidantien die Zellen vor Schäden und Entartung zu schützen. Vitamin E, Betacarotin, Lycopin und Anthocyane zählen zu den Mikronährstoffen, die die Haut von innen gegen Sonnenbrand schützen und seine Folgen abmildern.

 

Diese Mikronährstoffe brauchen Sie, um Hautkrebs vorzubeugen oder die Krebsbehandlung zu begleiten:

 

  • Antioxidantien: fangen freie Sauerstoffradikale, stoppen oxidativen Zellstress, regenerieren die Haut nach einem Sonnenbrand, schützen vor Entzündungen, Störungen der Zellteilung und Zellentartungen, reparieren Schäden an den Mitochondrien, lindern Nebenwirkungen und Folgen von Krebstherapien
  • Vitamin A wichtig für Regeneration und Neubildung von Hautzellen, steuert die normale Funktion des Immunsystems, Antioxidans
  • B-Vitamine: wichtig für Stoffwechsel, Zellteilung und -neubildung; Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 senken den Homocysteinspiegel
  • Vitamin C aktiviert einerseits das Immunsystem, das die entarteten Zellen vernichtet, andererseits zerstört es Krebszellen und kann zusammen mit anderen Antioxidantien die Nebenwirkung von Chemo- und Strahlentherapie um bis zu 70% senken.
  • Ein hoher Vitamin D-Spiegel ist ein natürlicher Schutz, an Krebs zu erkranken und hemmt die Bildung von Metastasen.
  • Magnesium wird für die Aktivierung von Vitamin D benötigt und sollte daher in entsprechender Dosis substituiert werden; entzündungshemmende Wirkung.
  • Zink wirkt entzündungshemmend, ist an unzähligen Stoffwechselprozessen beteiligt, immunstärkend
  • Selen ist entzündungshemmend, antioxidativ, schmerzlindernd, immunregulierend und schützt die Zellen vor Mutationen und Krebs.
  • Omega-3-Fettsäuren sind an der Synthese wichtiger Hormone beteiligt, stoppen (chronische) Entzündungen und senken nachweislich das Krebsrisiko.
  • Aminosäuren wie Cystein, Arginin, Taurin oder Glutamin stabilisieren u. a. das Immunsystem, können die Nebenwirkungen der Krebstherapie abmildern und haben eine stark antioxidative Wirkung.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Resveratrol, Grüntee-Extrakt und Weihrauch-Extrakt sind starke Antioxidantien und können Krebszellen in ihrer Teilung hemmen.




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Hautkrebs eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen, auch für Krebserkrankungen der Haut.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, basenbildenden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen und aktiv Zellschäden und -entartungen vorbeugen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor anderen Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
    • Sie nehmen viele Antioxidantien auf – natürlicher Zellschutz und Krebsprävention.
    • Schützen Sie Ihre Haut von innen gegen Sonnenbrand und daraus resultierende Zellschäden.
    • Achten Sie auf regionale, saisonale Bio-Nahrungsmittel – Umweltgifte wie Pestizide können das (Haut-)Krebsrisiko erhöhen.

 

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

 

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sportnachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Schützen Sie Ihre Haut bei Sport in der Sonne mit leichter Kleidung und natürlichem Sonnenschutz.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können nachweislich das Krebsrisiko senken, fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Krebserkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens und der Diagnose leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen. Rauchen zählt zudem zu den Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs.
  • Nehmen Sie Hilfe in Anspruch, wenn Ihnen die Diagnose zu schaffen macht. Eine Krebsdiagnose ist häufig eine große psychische Belastung, und der permanente Stress wirkt sich wiederum negativ auf das Immunsystem aus – professionelle Beratungen können Ihnen eine wertvolle Hilfe sein.