Ernährung bei Herzrhythmusstörung: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei Herzrhythmusstörungen eine wichtige Rolle.

Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

Frau leidet an Herzrythmusstörung und fasst sich ans Herz

Dr. med. Harald Hüther Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Experte/Expertin:

Dr. med. Harald Hüther

Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Mikronährstoffe bei Herzrhythmusstörungen

Häufig treten Herzrhythmusstörungen als Folge eines Energiemangels in den Herzmuskelzellen auf. Wichtig ist dabei die Funktion der Zellkraftwerke, der sogenannten Mitochondrien. Energie fast ausschließlich aus Fettsäuren und L-Carnitin dient als Transporter dieser Fettsäuren in den Zellen. Eine zusätzliche Einnahme von L-Carnitin ist also unbedingt nötig um die Herzmuskelzellen optimal mit Energie zu versorgen.

Auch die zusätzliche Einnahme der Mikronährstoffe Coenzym Q10 in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren wirkt sich, wie mehrere Studien beweisen, sehr positiv auf die Energieherstellung und damit die Funktionen des Herzes aus und verbessert die Lebensqualität durch weniger Herzrhythmusstörungen und mehr Energie.

Die oft als gefährlich beschriebenen freien Radikale (ROS) scheinen an der Regulierung des Zellstoffwechsels und dem Mineralien-Gleichgewicht in den Herzzellen positiv mitzuwirken. Kommt es allerdings durch eine Unterversorgung mit natürlichen Radikalfängern (Antioxidantien) zu einem Übergewicht der freien Radikale in den Zellen, so werden diese Funktionen inklusive der Mitochondrienfunktion empfindlich gestört. Deshalb ist die optimale Versorgung mit natürlichen Antioxidantien elementar wichtig.

Unterstützt werden diese Effekte noch von Magnesium, Eisen und den B-Vitaminen, da sie die Energieproduktion der Herzmuskulatur zusätzlich ankurbelnund Extrasystolen und andere Herzrhythmusstörungen reduzieren.

Auf der anderen Seite sollte man beachten, dass durch Mikronährstoff-Mangel das Risiko an Herzrhythmusstörungen zu erkranken massiv steigt. Studien belegen: Besonders eine Unterversorgung an Magnesium und Omega-3-Fettsäuren kann maßgeblich zu Herzrhythmusstörungen beitragen, Magnesium kann aber auch beider Regulierung des Kaliumhaushaltes in den Herzzellen gegen Rhythmusstörungen helfen.

Omega-3-Fettsäuren sind inzwischen als potente und absolut unschädliche Behandlungsoption gegen Herzrhythmusstörungen bekannt. Gerade die Rate bei tödlichen Arrhythmien und die Häufigkeit von plötzlichem Herztod lassen sich mit Omega-3-Fettsäuren senken.

 




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Herzrhythmusstörung eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mit beeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

Anpassungen im Lebensstil

  • Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie trägt ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.
    • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So konnte regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als die Häufigkeit von Komplikationen senken.
    • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit
    • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
    • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
    • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessern die Durchblutung des Organismus, die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.