Ernährung bei Krebs: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei Krebs eine wichtige Rolle.

Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Krebspatientin wird von Arzt aufgeklärt

Dr. med. Harald Hüther Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Experte/Expertin:

Dr. med. Harald Hüther

Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Letzte Aktualisierung: 2. Juni 2021

Mikronährstoffe bei Krebs

Nicht nur in der Vorbeugung, sondern auch in der Therapie von Krebs spielen natürliche Mikronährstoffe eine tragende Rolle. Man konnte nachweisen, dass Krebspatienten teilweise an einem erheblichen Mikronährstoffmangel leiden. Menschen, die an Krebs erkrankt sind, verbrauchen pro Tag beispielweise bis zu 4000 mg an Vitamin C. Zum Vergleich: Ein Apfel enthält etwa 10 mg Vitamin C. Es ist einem Krebspatienten somit praktisch unmöglich, sich rein über die Nahrung ausreichend mit Mikronährstoffen zu versorgen.

 

Für Krebspatienten ist Vitamin-C doppelt wichtig, da dieses einerseits selbst direkt krebszerstörend wirkt und andererseits zusammen mit Antioxidantien wie Selen und Vitamin E die Nebenwirkungen der Krebstherapie bei bis zu 70% der Patienten senken kann. Hinzu kommt noch, dass diese Mikronährstoffe die Effektivität einer konventionellen Krebsbehandlung verbessern und das Risiko für einen Rückfall gesenkt werden kann.




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Noch ein letzter wichtiger Aspekt soll genannt werden: Während der Krebstherapie werden die Mitochondrien-Membranen stark beschädigt und die Energieproduktion in unseren Zellkraftwerken deutlich verlangsamt. Durch die Zufuhr von Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und Coenzym Q10 können diese Schäden rückgängig gemacht werden. Damit leisten Mikronährstoffe einen erheblichen Beitrag zu Reduktion von Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Übelkeit.

 

Häufig wird Betroffenen von der zusätzlichen Einnahme von Mikronährstoffen abgeraten. Dieser Rat kann für Krebspatienten fatal sein. Mehrere große Analysen von 280 Studien zeigten, dass natürliche Mikronährstoffe keine negativen Auswirkungen auf die Ergebnisse einer Chemo- oder Strahlentherapie haben. Ganz im Gegenteil – die zusätzliche Einnahme einer natürlichen Mikronährstoffmischung fördert die Tumorzellzerstörung, verhindert Nebenwirkungen und Therapieabbrüche und erhöht die Überlebenszeit der Patienten. Zudem schützen die Mikronährstoffe gesunde Zellen und Gewebe. Zwar wird die zusätzliche Nahrungsergänzung kontrovers diskutiert, deren positive Wirkung bei Krebspatienten ist jedoch, wie bereits beschrieben, nicht mehr wegzudiskutieren.

 

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Krebs eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mit beeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie trägt ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So konnte regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als die Häufigkeit von Komplikationen senken.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessern die Durchblutung des Organismus, die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.