Ernährung bei Lipom: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei einem Lipom eine wichtige Rolle. Die elementare Basis jeder Therapie sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

 

Lipom an der Kopfhaut

Theresa Müller - Ernährungsberaterin, Selfcare- & Achtsamkeitstrainerin

Experte/Expertin:

Theresa Müller

Ernährungsberaterin, Selfcare- & Achtsamkeitstrainerin

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Ernährung & Mikronährstoffe bei Lipom

Unter dem Begriff Lipom versteht man einen gutartigen Tumor des Fettgewebes. Meist verursacht das Lipom keine Beschwerden und sind lediglich als leicht verschiebbare, feste, runde bis ovale Knoten unter der Haut tastbar.

Mikronährstoffe können Lipome jedoch grundsätzlich positiv beeinflussen und seine Rückbildung fördern.

Neben Rauchen, Umweltgiften, chemischen Zusätzen in Kosmetika, Fehlernährung, hohen Blutfett- oder Blutzuckerwerten wird eine Stoffwechselschwäche als Ursache für die Entstehung eines Lipoms vermutet.

 

Ziel der Mikronährstoffmedizin ist es, das Immunsystem zu stärken, den Hautstoffwechsel und die Zellneubildung zu stimulieren und mit Hilfe von Antioxidantien die Zellen vor Schäden und Entartung zu schützen. Vitamin E, Betacarotin, Lycopin und Anthocyane zählen zu den Mikronährstoffen, die die Haut von innen gegen Sonnenbrand schützen und seine Folgen abmildern.

 

Diese Mikronährstoffe können die Rückbildung des Lipoms anregen:

  • Antioxidantien: fangen freie Sauerstoffradikale, stoppen oxidativen Zellstress, schützen vor Entzündungen, Störungen der Zellteilung und Zellentartungen, reparieren Schäden an den Mitochondrien, regulieren Stoffwechselprozesse
  • Vitamin A ist wichtig für Regeneration und Neubildung von Hautzellen, steuert die normale Funktion des Immunsystems und zählt zu den Antioxidantien.
  • B-Vitamine: wichtig für Stoffwechsel, Zellteilung und -neubildung; Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 senken den Homocysteinspiegel, ein Stoffwechselgift, das Entzündungen und Stoffwechselstörungen begünstigt
  • Vitamin C aktiviert einerseits den Stoffwechsel sowie das Immunsystem, das die Zellfehlbildungen wieder abbaut, andererseits schützt es vor Zellentartung und kann zusammen mit anderen Antioxidantien die Nebenwirkung von Medikamenten senken.
  • Coenzym Q10 ist eines der wichtigsten Antioxidantien und essentiell für die Energieproduktion in den Zellen und kann vom Körper selbst hergestellt werden. Bei einer Stoffwechselstörung oder einer medikamentösen Senkung des Blutfettspiegels ist die Coenzym Q10-Bildung gehemmt, die Bildung von Ablagerungen in Gefäßen oder Körpergeweben ist die Folge.
  • Zink wirkt entzündungshemmend, ist an unzähligen Stoffwechselprozessen beteiligt, immunstärkend
  • Selen ist entzündungshemmend, antioxidativ, schmerzlindernd, immunregulierend und schützt die Zellen vor Mutationen und Entartung.
  • Omega-3-Fettsäuren sind an der Synthese wichtiger Hormone beteiligt, stoppen (chronische) Entzündungen und senken nachweislich den Blutfettspiegel. Auch für die Reduzierung von Körperfett sind sie von Bedeutung.
  • L-Carnitin reguliert den Blutfettspiegel, unterstützt den Körper beim Abbau von Fettgewebe und fördert den Aufbau von Muskelzellen. Cystein, Arginin, Taurin oder Glutamin stabilisieren u. a. das Immunsystem, können die Nebenwirkungen der Krebstherapie abmildern und haben eine stark antioxidative Wirkung.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Resveratrol oder Grüntee-Extrakt sind starke Antioxidantien, regen Stoffwechselprozesse an und können unkontrollierte Zellteilung stoppen. Süßholzwurzel-Extrakt reguliert den Fett- und Zuckerstoffwechsel und spielt eine Rolle beim Abbau von Fettgewebe. Polyphenole (z. B. OPC) schützen Gefäße und Gewebe vor Ablagerungen bei erhöhten Blutfettwerten.




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei einem Lipom eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen, auch bei Fettstoffwechselstörungen und die Entstehung gutartiger Tumoren.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, basenbildenden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen und aktiv Zellschäden und -entartungen vorbeugen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor anderen Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
    • Sie nehmen viele Antioxidantien auf – natürlicher Zellschutz und Abbau von Zellgebilden wie Lipomen.
    • Sie senken Ihren Blutfett- und Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise.
    • Achten Sie auf regionale, saisonale Bio-Nahrungsmittel – Umweltgifte wie Pestizide können die Bildung von Geschwülsten im Fettgewebe begünstigen.

 

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sportnachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Sport aktiviert zudem den Stoffwechsel und baut überschüssiges Fettgewebe ab.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen. Rauchen zählt zudem zu den möglichen auslösenden Faktoren für die Bildung eines Lipoms.
  • Verwenden Sie zur Hautpflege natürliche Produkte wie Weizenkeimöl, Kokosöl, Sheabutter oder Produkte, die als Naturkosmetika zertifiziert sind. So vermeiden Sie, dass giftige Stoffe in ihr Unterhautfettgewebe gelangen, sich dort ablagern und die Bildung von Lipomen begünstigen.