Ernährung bei Lungenembolie: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen zur Prävention einer Lungenembolie eine wichtige Rolle. Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Arzt erkennt auf Röntgenbild COPD

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Mikronährstoffe bei erhöhtem Lungenembolie-Risiko

Liegt eine Blutgerinnungsstörung vor, sind oder wurden Blutgefäße verletzt oder entzündet oder haben sich arteriosklerotische Ablagerungen in den Blutgefäßen gebildet, ist die Thromboseneigung (Bildung eines Blutgerinnsels) erhöht.

Die große Gefahr besteht darin, dass sich ein Thrombus oder größere Ablagerungen von den Gefäßwänden (meist Bein- oder Beckenvenen) lösen und über den Blutkreislauf in eine Lungenarterie geraten kann. Die Minderdurchblutung der Lunge führt zu Sauerstoffmangel im Blut – es besteht Lebensgefahr.

 

Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) spielen bei der Prävention einer Lungenembolie sowie zur unterstützenden Behandlung einer Thrombose eine immer größere Rolle.

Mikronährstoffe sind wichtig für die Blutgerinnung, für die Bildung gesunder Blutgefäße und Regeneration geschädigter Gefäßwände und beugen arteriosklerotische Ablagerungen vor.

Außerdem sorgt eine umfassende Mikronährstoffversorgung für die Auflösung kleinerer Blutgerinnsel und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.

Auch Vorerkrankungen, die mit Medikamenten behandelt werden, können einen Mikronährstoffmangel begünstigen und dadurch das Thromboserisiko erhöhen.

 

Wenn Sie aufgrund eines erhöhten Thrombose- und Lungenembolierisikos in Behandlung sind, sollten Sie u.a. vermehrt Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA, Alpha-Liponsäure) zu sich nehmen.

In zahlreichen Studien wurde der Zusammenhang von Omega-3-Fettsäuren und der Blutgerinnung bereits belegt. So beeinflussen diese Fettsäuren die Konzentration von Gerinnungsfaktoren, verbessern dadurch die Fließeigenschaften des Blutes und unterstützen die Auflösung von Thromben. Außerdem hemmen sie Entzündungsprozesse in den Gefäßwänden und verhindert dadurch arteriosklerotische Ablagerungen.

 

Auch das Vitamin E senkt das Thromboserisiko, indem es die Bildung von Blutgerinnseln verhindert und einen positiven Einfluss auf den Blutfettspiegel hat. Blutfette neigen dazu, sich in den Gefäßwänden abzulagern, dort zu Blutflussstörungen zu führen und die Bildung von Thromben zu begünstigen.

 

B-Vitamine sind essentiell, um das entzündungsfördernde Homocystein im Blut abzubauen und die Gefäßwände (v.a. die Beinvenen) vor Schäden und Entzündungen zu schützen. Ein zu hoher Homocysteinspiegel begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und eine Lungenembolie infolge von Thrombosen.

 

Die Aminosäure Arginin trägt zur Erweiterung der Blutgefäße bei, verbessert die Elastizität der Gefäße und schützt sie auf Grund antioxidativer Eigenschaften vor Entzündungen.

 

Oxidativer Stress ist ursächlich an der Bildung von Thromben beteiligt. Oxidativer Stress entsteht durch ein Überangebot an freien Radikalen, die die Oxidation von Cholesterin im Blut auslösen, Entzündungen in den Gefäßwänden begünstigen und gesunde Zellen schädigen können.

Um die freien Radikale unschädlich zu machen, sind sogenannte Antioxidantien erforderlich. Sie senken das Risiko von Ablagerungen in den Blutgefäßen, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und verringern die Bildung von Blutgerinnseln.

Die Mikronährstofftherapie zielt primär darauf ab, die Gefäße vor dem oxidativen Stress, vor Schäden und Entzündungen zu schützen. Zur Prophylaxe einer Lungenembolie sind u.a. die Vitamine A und C sowie Coenzym Q10, Selen und Zink sowie sekundäre Pflanzenstoffe als Radikalfänger sinnvoll. Wichtig zu wissen ist, dass sich die antioxidative Wirkung der Mikronährstoffe am besten in einer Kombination der verschiedenen Antioxidantien entfaltet, da sich die Mikronährstoffe in ihrer Wirksamkeit ergänzen. Des Weiteren verhindern Antioxidantien, dass es zu geschädigten Gefäßwänden kommt, die das Thromboserisiko erhöhen können.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Grüntee-Extrakt, Kakao-Extrakt, Resveratrol, Pinienrinden-Extrakt, Quercetin oder Rutin verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, hemmen Entzündungsprozesse, verhindern das Verklumpen der Blutplättchen und unterstützen die Regeneration geschädigter Gefäßwände. Pinienrinden-Extrakt hat zudem viele positive Eigenschaften bei Krampfadern. Gerade Thromben aus Beinvenen, die sich bei Krampfadern leichter bilden, stellen die größte Gefahr für eine Lungenembolie dar.




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute zur Prävention einer Lungenembolie bzw. als Basistherapie bei Thrombose eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Lupus erythematodes eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
  • Essen Sie vermehrt Vitamin C-reiche Obst- und Gemüsesorten, die reich an Antioxidantien sind, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und die Verklumpung der Blutplättchen verhindern können.
  • Vermeiden Sie säurebildende Nahrungsmittel wie Fleisch, Brot, Zucker- und Weißmehlprodukte und stellen Sie Ihre Ernährung auf basenreiche Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse, Kräuter, Nüsse, Samen, Sprossen, Hirse etc.um.

 

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Das Thromboserisiko sinkt ebenso, da die Durchblutung im gesamten Körper verbessert ist, die Bewegung unterstützt den venösen Blutfluss in den Beinen und verhindert dadurch die Bildung von Blutgerinnseln.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Achten Sie darauf, Stress zu vermeiden oder Ihre Stressresistenz zu trainieren.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann Ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Zudem wurde das Rauchen in vielen Studien als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung einer Thrombose und einer Lungenembolie nachgewiesen.
  • Trinken Sie ausreichend stilles Wasser oder zuckerfreie Tees. Die Flüssigkeit ist wichtig, um die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern und Gerinnungsel zu vermeiden. Als Faustregel gilt: 40ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht täglich.