Ernährung & Mikronährstoffe bei Nabelbruch

Mikronährstoffe spielen bei einem Nabelbruch eine wichtige Rolle. Die elementare Basis jeder Therapie sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.




Nabel eines Babys

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Mikronährstoffe bei Nabelbruch

Der Bereich um den Nabel besteht aus Muskeln, Bändern und festem Bindegewebe und hält dem Druck aus dem Bauchraum normalerweise stand. Hinter dem Nabel liegt jedoch nur eine dünne Bindegewebsschicht, Kommt es jedoch zu einem hohen Druck (z. B. durch schweres Heben, Pressen, Niesen, Husten etc.) und liegt womöglich eine Schwäche im Bindegewebe vor oder kommt es zu einem Riss, kann eine Lücke im Bindegewebe entstehen und sich ein Teil des Bauchfettgewebes oder Teile des Dünn- oder Dickdarms sackartig nach außen stülpen – es kommt zu einem Nabelbruch (Nabelhernie).

 

Eine genetisch bedingte oder erworbene Bindegewebsschwäche, nachlassende Elastizität des Gewebes im Alter, Rauchen, Übergewicht, Schwangerschaft oder chronischer Husten bzw. chronische Verstopfung, wodurch der Druck auf den (unteren) Bauchraum erhöht wird, können einen Nabelbruch begünstigten. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Auch bei Babys kann es zu einem Nabelbruch kommen.

 

Die moderne Mikronährstoffmedizin hat zum einen das Ziel, auslösende Ursachen zu beeinflussen, zum anderen das Binde- und Muskelgewebe zu stärken, um einem (erneuten) Nabelbruch vorzubeugen. Nach einer eventuellen Operation können Mikronährstoffe die Wundheilung beschleunigen und eine Entzündung der Wunde verhindern.

 

Primär soll oxidativer Stress gestoppt werden. Er gilt als Hauptursache für Bindegewebsschwäche, Zellschäden, chronische Erkrankungen und Entzündungen. Zu den Antioxidantien zählen z. B. die Vitamine A, C und E, Zink, Selen, Coenzym Q 10 und die Alpha-Liponsäure. Zudem haben auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin, Resveratrol, Grüntee-Extrakt oder Curcumin starke antioxidative Eigenschaften.

Antioxidantien binden freie Radikale, stoppen Entzündungsprozesse und regen die Regeneration des Bindegewebes sowie die Neubildung von Zellen und Bindegewebsfasern an.

 

Da Bindegewebe hauptsächlich aus Kollagen und Elastin besteht, werden Mikronährstoffe wie Aminosäuren, Chondroitin, Glucosamin, Vitamin C, Vitamin D, Eisen, Silizium, Zink, Magnesium, Kalzium, Mangan, Kupfer oder MSM (Methylsulfonylmethan) zum Aufbau von gesundem Bindegewebe benötigt.

Vitamin C ist für die Kollagensynthese essentiell. Ein Vitamin C-Mangel beispielsweise begünstigt eine Bindegewebsschwäche.

 

Aber auch die Darmschleimhaut und die Darmflora kann von einer umfassenden Mikronährstoffversorgung profitieren. Dadurch wird nicht nur Verstopfung vorgebeugt, auch unsere Abwehrkräfte werden gestärkt, da etwa 80% des Immunsystems im Darm sitzen.

Eine aktive Immunabwehr stoppt einerseits (unbemerkte) Entzündungen, die viel Schaden anrichten können, und kann andererseits chronischen Husten wieder in den Griff bekommen. Auch für die Wundheilung nach einer Operation ist sie von großer Bedeutung, um eine Infektion der Wundnaht zu verhindern.

 

Da die Ursachen für einen Nabelbruch so vielfältig sind und oft mehrere Faktoren zusammenkommen, empfiehlt es sich, über ein komplexes Mikronährstoffpräparat dem Körper zusätzlich zu einer gesunden Ernährung alle Mikronährstoffe zuzuführen, um die Beschwerden an der Wurzel zu packen und einen (erneuten) Nabelbruch zu verhindern.

Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei einem Nabelbruch eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen, und kann chronische Erkrankungen wie Husten oder Verstopfung noch befeuern.
  • Trinken Sie viel Wasser und ungesüßte Kräutertees. Die Flüssigkeit ist wichtig, um die Bindegewebsfasern feucht und elastisch zu halten.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie den weiteren Krankheitsverlauf selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor anderen Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht – Übergewicht erhöht den Druck auf den unteren Bauchraum zusätzlich und begünstigt einen Nabelbruch.
    • Sie beugen Verstopfung vor und vermeiden dadurch den Druck auf die Nabelgegend bei Pressen. Trinken Sie mindestens 2 -3 Liter täglich und erhöhen Sie den Ballaststoffanteil in Ihrer Ernährung: Das sorgt für weichen Stuhl und eine rasche Darmpassage.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern.

Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Festigkeit des Bindegewebes und den Heilungsprozess nach einer eventuellen Operation.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Moderate Bewegung, z. B. durch Trampolinschwingen, fördert die Durchblutung, Regeneration und die Elastizität des Bindegewebes und stärkt gleichmäßig die gesamte Körpermuskulatur. Außerdem kommen Immunsystem und Verdauung in Schwung.
  • Stärken Sie Ihre seitlichen Bauchmuskeln! Sie fangen Druck und Gewicht im Bauchraum ab und entlasten das Bindegewebe.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen. Rauchen begünstigt nachweislich eine Bindegewebsschwäche und ist zudem, neben Alkohol, ein großer Mikronährstoffräuber!