Ernährung & Mikronährstoffe bei Rheuma

Wie Sie in unserem Artikel „Rheuma: Ursachen, Symptome und ganzheitliche Therapie“ bereits lesen konnten, spielen Mikronährstoffe eine wichtige Rolle bei Rheuma.

Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel bieten wir einen Überblick zum Thema und geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.




Experte:

Dr. med. Harald Hüther

Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Letzte Aktualisierung: 9. Dezember 2020

Mikronährstoffe bei Rheuma

Die Einnahme zusätzlicher Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) ist schon aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma dringend anzuraten. Bei Rheuma können freie Radikale vor allem während der Entzündungsschübe eine wesentliche Rolle bei der fortschreitenden Zerstörung der Gelenkknorpel spielen. Ein Mangel an Radikalfängern kann wiederum der Entzündung Vorschub leisten und das Abklingen des Rheuma- Schubes verzögern.

 

Zusätzlich wird durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren das gesamte Entzündungs-geschehen positiv beeinflusst.

Folgende Effekte von Omega-3-Fettsäuren wurden in Studien belegt:

  • Schmerzreduzierung
  • Rückgang der Schwellungen
  • Reduzierung der Morgensteifigkeit
  • Mehr körperliche Leistungsfähigkeit

 

Außerdem wirken Omega-3-Fettsäuren auf das Immunsystem, um die zugrundeliegende Autoimmunkrankheit zu verbessern. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Omega-3-Fettsäuren vom Verdauungssystem besser aufgenommen werden, wenn sie in einer flüssigen Emulsion (z.B. in einem Saft) und nicht in Kapseln eingenommen werden.

 

Seit kurzem ist auch Vitamin D in den Fokus der Forschung gerückt. Patienten mit Rheuma brauchen auf jeden Fall zusätzliches Vitamin D. Neben seinen Effekten gegen Autoimmunkrankheiten kann Vitamin D speziell bei Rheuma die Krankheitsaktivität positiv beeinflussen. Schon lange ist bekannt, wie wichtig auch die Spurenelemente beim Kampf gegen Entzündungen sind.

 

Aktuelle Erkenntnisse weisen wieder einmal darauf hin, dass gerade zahlreiche Rheuma-Patienten hier einen eklatanten Mangel dieser wichtigen Mikronährstoffe aufweisen.

Experten-Tipps

Worauf sollten Sie achten?

  • Nehmen Sie täglich ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Mikronährstoffpräparate in flüssiger Form kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Tabletten oder Pulver.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Rheuma eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden natürliche, flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt  (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

Testsieger

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LaVita Mikronährstoffkonzentrat 500ml

  • wissenschaftlich fundiertes Naturprodukt auf pflanzlicher Basis
  • alle wichtigen Vitamine und Spurenelemente enthalten
  • ganzheitliche Optimierung der täglichen Ernährung
  • ohne Konservierungs- und anderen Zusatzstoffen

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mit beeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie trägt ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So konnte regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als die Häufigkeit von Komplikationen senken.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessern die Durchblutung des Organismus, die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

 




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