Ernährung bei Ringelröteln: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen bei Ringelröteln eine wichtige Rolle. Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Ringelröteln an einer Kinderhand

Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2021

Mikronährstoffe bei Ringelröteln

Ringelröteln ist eine virale Infektionskrankheit, die zu den Kinderkrankheiten zählt, das heißt, dass meist Kinder davon betroffen sind. Die Krankheit verläuft meist symptomlos, oder es zeigt sich lediglich ein leichter Ausschlag. Bei geschwächtem Immunsystem können (hohes) Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen hinzukommen.

 

Zur Prävention oder begleitenden Behandlung von Ringelröteln sind Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) bedeutsam und wesentlich für ein optimal funktionierendes Immunsystem.

Zur Bekämpfung der Ringelrötelnviren und der Entzündungsprozesse im Körper verbraucht der Organismus große Mengen von Mikronährstoffen, die substituiert werden müssen. Außerdem trägt eine optimale Mikronährstoffversorgung dazu bei, dass der Patient sich rasch von dem viralen Infekt erholen und Komplikationen verhindert werden.

 

Mehrere wissenschaftliche Forschungen haben bereits die große Bedeutung einer optimalen Mikronährstoffversorgung für die Immunabwehr herausgestellt. Die Forscher konnten belegen, dass die Gesamtheit der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie die Omega 3-Fettsäuren DHA und EPA die Basis für ein gesundes Immunsystem sind. Die Infektanfälligkeit nimmt demnach ebenso ab wie Folgekrankheiten.

 

Oxidativer Zellstress ist eine der Hauptursachen für eine Abwehrschwäche. Er entsteht durch ein Überangebot an freien Radikalen, die u.a. die Aktivität der Immunzellen hemmen, so dass sich die Viren mehr oder weniger ungehindert ausbreiten können. Um die freien Radikale unschädlich zu machen, sind sogenannte Antioxidantien erforderlich. Dazu zählen z.B. die Vitamine A, C und E sowie Coenzym Q10 und Selen.

 

Vitamin A spielt bei Ringelröteln eine wichtige Rolle. Einerseits ist es am Aufbau und Erhalt von Haut und Schleimhäuten zuständig, was einerseits eine natürliche Barriere gegen das Eindringen von Krankheitserregern schafft. Andererseits unterstützt Vitamin A die Produktion von Antikörpern und regt die Phagozyten an, die die Ringelrötelnviren eliminieren.

 

Der Einfluss von Vitamin C auf das Immunsystem und virale Infekte wurde in zahlreichen Studien bereits nachgewiesen. Die Fähigkeit unserer Abwehrkräfte, Krankheitserreger zu beseitigen (Phagozytose) wird erheblich gesteigert. Außerdem lindert Vitamin C die Symptome und senkt das Risiko für Komplikationen.

Zink und Vitamin C ergänzen einander noch in ihrer immunstärkenden Wirkung.

 

Einen weiteren großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei Ringelröteln hat das Vitamin D. Es verbessert nicht nur die Zusammenarbeit der Abwehrzellen, sondern wirkt darüber hinaus entzündungshemmend, fördert die Bildung von Substanzen, die die Vermehrung der Ringelröteln-Viren hemmen und den Krankheitsverlauf abschwächen und verkürzen kann.

 

Aber auch sekundäre Pflanzenstoffe können effektiv zur Prävention und begleitenden Behandlung der Ringelröteln eingesetzt werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe, deren Wirksamkeit bei viralen Erkrankungen wissenschaftlich belegt wurde, sind z.B.: Grüntee-Catechine, Senföle (z.B. Meerrettich, Kapuzinerkresse, Senfkörner), Anthocyane (Holunderbeere, Heidelbeere), Allicin (Knoblauch, Zwiebel, Bärlauch) oder Resveratrol (Beeren, Brokkoli, dunkelgrünes Gemüse).




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Symptomatik auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute als Basistherapie bei Ringelröteln eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung – besonders auch bei Kindern

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen bzw. kann Komplikationen und schwere Krankheitsverläufe begünstigen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf die Beschwerden auswirken können.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
  • Unterstützen Sie den Körper bei der Bekämpfung des Ringelrötelnvirus durch die Aufnahme von viel Vitamin A (enthalten in Karotte, Rote Bete, Grünkohl, Süßkartoffel, rote Paprika, getrocknete Aprikosen, Mango oder Kürbis) zusammen mit etwas Butter (ebenso Vitamin A-haltig) oder hochwertigem Pflanzenöl, da Vitamin A damit besser vom Körper aufgenommen werden kann.
  • Bieten Sie Ihrem Kind einen leckeren Smoothie an – so können Vitamine und Mineralstoffe auch bei Appetitlosigkeit aufgenommen werden, und der Körper erhält gleichzeitig Flüssigkeit.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, die Krankheit und ihre Symptome lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Während oder nach einer Ringelrötelnerkrankung ist der Organismus meist noch geschwächt. Daher sollten Sie Überanstrengung vermeiden. Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft fördert die Vitamin D-Bildung, trainiert die Abwehrkräfte und verbessert sanft die Kondition und Belastbarkeit.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden. Kindern können ermutigende Geschichten vorgelesen werden – so lernen sie von klein auf eine optimistische Lebenshaltung.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann Ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Auch Passivrauchen schadet der Gesundheit!