Ernährung bei Tetanus: Darauf sollten Sie achten

Mikronährstoffe spielen zur Prävention von Tetanus eine wichtige Rolle. Die elementare Basis aller Therapien sollte eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung sein. Eine umfassende, tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundlage zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen eines gesunden Organismus. In diesem Artikel wollen wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen und Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie selbst die Initiative ergreifen können, um Körper und Psyche ganzheitlich zu stärken.

 

Tetanus: Mann steigt in rostige Nägel

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Ernährung & Mikronährstoffe bei Tetanus

Tetanus ist eine bakterielle Infektion, bei der Nervengifte, die von Bakterien produziert werden, Muskelkrämpfe und -schmerzen auslösen. Ursache für die Infektion sind Bakterien mit dem Namen Clostridium tetani, die durch eine Verletzung in den menschlichen Körper gelangen. Die Bakterien können sich jedoch nur unter Sauerstoffabschluss vermehren. Ein intaktes Immunsystem kann bei Verletzungen die eingedrungenen Erreger abwehren und Entzündungen stoppen.

Fehlernährung, Mangel an wichtigen Mikronährstoffen, Bewegungsmangel, Stress, Alkohol, Rauchen etc. sind verantwortlich für ein geschwächtes Immunsystem und damit für ein erhöhtes Risiko, bakterielle Infektionen nicht adäquat abwehren zu können, wodurch sich ein langwieriger Krankheitsverlauf oder Komplikationen ergeben können.

Ziel der Mikronährstofftherapie ist die Prävention von Infektionskrankheiten wie Tetanus. Daher ist ihre Aufgabe, das Immunsystem zu stärken, Entzündungen zu stoppen und den Hautstoffwechsel anzuregen, um eine rasche Wundheilung zu ermöglichen. Zudem können Mikronährstoffe Nebenwirkungen von Medikamenten abmildern und Mangelerscheinungen vorbeugen.

Wichtige Mikronährstoffe zur Prävention von Tetanus sind:

  • Antioxidantien wie Vitamin A, C und E oder Alpha-Liponsäure wirken als Schutz vor freien Radikalen und Zell- und Gewebeschäden. Außerdem sorgen Antioxidantien für funktionsfähige Immunbarrieren und aktivieren die Abwehrzellen, um eingedrungene Bakterien rasch unschädlich zu machen.
  • B-Vitamine wie B6, B12 und Folsäure sind wichtig für einen reibungslosen Homocystein-Abbau, einem Verstärker von oxidativem Stress. Außerdem werden B-Vitamine für den Aufbau der Myelinschicht und die Reizweiterleitung in den Nerven benötigt. Eine optimale Vitamin B-Versorgung verhindert Krämpfe und Nervenschäden.
  • Vitamin D hat äußerst positive Auswirkungen auf den Verlauf von Infektionen. Es aktiviert Immunzellen, beschleunigt Abwehrprozesse und die Wundheilung und beugt Entzündungen vor. Außerdem regt Vitamin D die Bildung von Substanzen an, die antibakterielle Eigenschaften haben.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Curcumin, Grüntee-Extrakte und Quercetin, Sulfide, Flavonoide und Anthocyane haben immunstärkende, antientzündliche und antioxidative Wirkung.
  • Zink senkt den oxidativen Zellstress und schützt die Nervenfasern und -hüllen vor Schäden. Es fördert die Wundheilung und aktiviert Abwehrprozesse.
  • Magnesium ist essentiell für eine normale Muskel- und Nervenfunktion und wirkt krampflösend und schmerzlindernd. Außerdem hat Magnesium stark entzündungshemmende Eigenschaften.
  • Coenzym Q10 wirkt antioxidativ und entzündungshemmend und ist essentiell für die Energiegewinnung in den Mitochondrien. Diese sind wichtig für eine aktive Immunabwehr.
  • Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung und beschleunigen die Wundheilung.
  • L-Carnitin ist zuständig für die Energieproduktion in den Nervenzellen und für den Erhalt gesunder Nervenzellen. Auch für gesunde Muskelzellen ist L-Carnitin essentiell.
  • Enzyme wie Bromelain oder Papain beschleunigen Heilungsprozesse und stoppen Entzündungen.




Experten-Tipp

Darauf sollten Sie achten

  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung täglich mit Mikronährstoffen.
  • Achten Sie auf ein ganzheitliches Präparat, das neben allen essentiellen Vitaminen und Spurenelementen möglichst auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Flüssige Mikronährstoffkonzentrate können vom Körper besser verwertet werden als Tabletten.
  • Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.

Mikronährstoffe kommen in der Natur niemals isoliert, sondern stets im Verbund mit unzähligen weiteren Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vor. Am besten können Mikronährstoffe von der Zelle aufgenommen werden, wenn sie in ihrem natürlichen Verbund belassen werden, denn die einzelnen Vitalstoffe ergänzen und verstärken einander in ihrer Wirkkraft. Diese Synergieeffekte erhöhen zudem die Bioverfügbarkeit und führen somit zu einer verbesserten Zellfunktion, was sich spürbar positiv auf Ihre Immunabwehr auswirkt.

 

In der modernen Mikronährstofftherapie wird daher heute zur Immunstärkung und Prävention von Infektionskrankheiten wie Tetanus eine natürliche Mikronährstoffmischung bevorzugt, die isolierten oder synthetisch hergestellten Mikronährstoffen überlegen ist.

Von vielen Fachleuten empfohlen werden flüssige Mikronährstoffkonzentrate  – diese können vom Körper besser aufgenommen werden als Tabletten oder Pulver, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern sie alle Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (Hier finden Sie eine Checkliste zur Unterstützung bei der Produktauswahl).

Empfohlene Ernährung

  • Achten Sie darauf, sich anti-entzündlich und abwechslungsreich zu ernähren. Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen.
  • Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten.
  • Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie die Anfälligkeit und den Verlauf von Infektionen selbst mitbeeinflussen:
    • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/ nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
    • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
    • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen oder Komplikationen.
    • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.
  • Verzichten Sie auf zu viele raffinierte Kohlenhydrate, Fastfood, Industrieprodukte und zu viel rotes Fleisch, um Entzündungsprozesse nicht noch zu befeuern.
  • Essen Sie gekeimtes Getreide oder gekeimte Saaten, um durch die darin enthaltenen Enzyme Ihr Immunsystem zu unterstützen.
  • Achten Sie zusätzlich darauf, regelmäßig probiotische, nicht pasteurisierte Lebensmittel wie frisches Sauerkraut, Kefir, Kombucha, Kimchi oder fermentiertes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Die darin enthaltenden lebenden Milchsäurebakterien fördern eine gesunde Darmflora, eine wesentliche Voraussetzung für eine gesunde Immunabwehr.

Anpassungen im Lebensstil

Doch nicht nur die Ernährung und Mikronährstofftherapie tragen ihren Teil dazu bei, Krankheiten und ihre Symptome zu lindern oder ganz zu verhindern. Auch Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten. Generell und besonders zur Tetanus-Prävention gilt es, das Immunsystem zu stärken.

  • Sport stabilisiert das Immunsystem, gleicht das vegetative Nervensystem aus und aktiviert den Stoffwechsel und die Darmaktivität. So kann regelmäßiger Sport nachweislich sowohl die Krankheitshäufigkeit als auch die Häufigkeit von Komplikationen senken. Bewegung regt die Durchblutung und die Bildung neuer Körperzellen an, fördert die Ausscheidung von Stoffwechselgiften und stärkt Muskeln und Nerven.
  • Zeiten der Erholung und Entspannung können Symptome lindern und fördern den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Qi Gong haben darüber hinaus viele weitere positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
  • Erholsamer Schlaf ist wichtig für die körperliche und psychische Regeneration.
  • Nicht nur bei einer Erkrankung fördert eine positive Lebenseinstellung und eine Haltung der Dankbarkeit das Wohlbefinden und trägt dazu bei, mit den Widrigkeiten des Lebens leichter fertig zu werden.
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol verbessert die Durchblutung des Organismus sowie die Mikronährstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und kann Ihre Immunabwehr stärken und Wunden komplikationslos abheilen lassen. Besonders Nikotin verzögert die Wundheilung.
  • Lassen Sie oberflächliche Wunden ausbluten, reinigen und desinfizieren Sie sie und lassen Sie die Wunden möglichst an der Luft heilen.
  • Verbringen Sie viel Zeit an der frischen Luft! Das trainiert Ihre Abwehrkräfte, stärkt die Abwehrbarrieren und versorgt Ihre Zellen mit Sauerstoff.