Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Anämie

Letzte Aktualisierung: 23. April 2021

Anämie – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Anämie – was ist das?

Man spricht von einer Anämie bei einem Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) oder einem verminderten Anteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) am Blutvolumen (verminderter Hämatokrit). Hierdurch reduziert sich die Transportkapazität von Sauerstoff und Kohlendioxid durch den Körper.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Bei einer Anämie besteht ein Ungleichgewicht zwischen Blutbildung, Blutabbau und Blutverlust. Die Ursachen sind vielfältig und können auch gemeinsam auftreten. So kann ein hoher Blutverlust gleichzeitig mit einer Blutbildungsstörung auftreten.

  • Symptome:

Je nach Ursache und Ausprägung können bei einer Anämie verschiedene Symptome der verminderten Sauerstoffversorgung auftreten. Die allgemeinen Anämiesymptome reichen von Müdigkeit, Blässe, Abgeschlagenheit und Schwindel bis zu Atemnot und beschleunigter Herzfrequenz.

  • Diagnose und Tests:

Die Diagnose erfolgt mittels Laboranalyse des Blutes, die bei Bedarf noch um weitere Untersuchungen wie dem Test auf okkultes Blut oder einer Knochenmarkpunktion ergänzt werden kann.

  • Prognose und Verlauf:

Da die Anämie meist als Begleitsymptom auftritt, hängen Prognose und Verlauf von den Behandlungsmöglichkeiten der Grunderkrankung oder Mangelzuständen ab.

  • Empfohlene Ernährung:

Achten Sie auf eine gesunde, vollwertige Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe

Zur Behebung und Vorbeugung von Mangelzuständen können verschiedene Vitamine (Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin D), Folat, Zink, Eisen, Kupfer und sekundäre Pflanzenstoffe hilfreich sein.

    • Lebensstil:

Neben einer ausgewogenen Ernährung sollte auf regelmäßige körperliche Bewegung, Erlernen von Entspannungstechniken zur Stressreduktion und die Vermeidung von Genussgiften geachtet werden.

    • Konventionelle Therapie:

Nach Klärung der Ursache folgen die Behandlung der Grunderkrankung sowie die Behebung eventueller Mangelzustände mit Eisen- und/oder Vitaminpräparaten sowie Infusionen.

    • Ganzheitliche Therapie:

Ernährung nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), Phytotherapie, Entsäuerung des Körpers, Homöopathie, Schüßler-Salze, Probiotika und Darmsanierung.

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Anämie

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Anämie stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt.
  • Ernährung: Eine abwechslungsreiche Ernährung, reich an Obst und Gemüse und sinnvoll zusammengestellte Mahlzeiten, die eine Nährstoffaufnahme, vor allem an Eisen ermöglichen. Auch der Verzicht auf Nahrungsmittel, die die Eisenaufnahme hemmen, sollte beachtet werden.
  • Positive Lebenseinstellung: Sich neue Ziele setzen, soziale Kontakte pflegen und versuchen, die Dinge optimistisch zu sehen. Diese Maßnahmen können Wegbereiter für eine gesündere Lebensweise sein und dabei helfen, gesundheitsschädliche Gewohnheiten wie Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum abzulegen.
  • Sport und Bewegung: Bewegung im Freien wirkt positiv auf die Sinne und Sonnenlicht regt die Vitamin-D-Produktion an. Sport erhöht die Atemfrequenz und den Muskelanteil und somit die Sauerstoffversorgung des Körpers.
  • Stressreduktion: Andauernder Stress verbraucht vermehrt Mikronährstoffe und verhindert die Aufspaltung von Nährstoffen über den Magen und die Aufnahme über den Darm. Verschiedene Entspannungstechniken sind hier hilfreich.
  • Darmgesundheit fördern: Faserstoffe in Obst und Gemüse sowie förderliche Mikroorganismen in Probiotika wirken sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Dies ermöglicht eine ungestörte Aufnahme der Nährstoffe über die Darmschleimhaut.