Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Arthrose

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Claudia Miersch Ökotrophologin, Expertin für ernährungsabhängige Erkrankungen

Experte/Expertin:

Dr. oec. troph. Claudia Miersch

Ökotrophologin, Expertin für ernährungsabhängige Erkrankungen

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Arthrose – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Arthrose – was ist das?

Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der die Knorpelschicht im Gelenk langsam abgerieben wird. Dadurch kommt es zu Schmerzen, Entzündungen und Funktionsstörungen im Gelenk.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Arthrose ist eine multifaktorielle Erkrankung, aber häufig spielt Über- und Fehlbelastung eine wesentliche Rolle. Sie gilt als chronische Entzündungskrankheit. Weitere Ursachen können sein: Stoffwechselstörungen, Unfälle/Verletzungen, angeborene Fehlstellungen und Infektionen.

  • Symptome:

schmerzende Gelenke, Gelenksteifheit und Bewegungseinschränkungen, Schwellungen und Entzündungen, Druckempfindlichkeit, anatomische Veränderungen des Gelenkes

  • Diagnose und Tests:

Zur Diagnose gehören Symptomatik, eine körperliche Untersuchung, ein Blutbild, Röntgenuntersuchungen, Computer- und Magnetresonanztomographie.

  • Prognose und Verlauf:

Arthrose ist eine nicht heilbare, fortschreitende Erkrankung, die im kompletten Knorpelverschleiß und Gelenkersatz enden kann.

  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe unterstützen die Behandlung und bringen den Stoffwechsel wieder ins Lot. Von besonderer Bedeutung sind: natürliche Antioxidantien, B-Vitamine, Vitamin D und Kalzium, Zink, Omega-3-Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe

    • Lebensstil:

Belastung (Bewegung und Sport) und Entlastung (Gewichtsabnahme, Bandagen und Orthesen) im richtigen Maß, Verzicht auf Nikotin und Alkohol

    • Konventionelle Therapie:

nicht-medikamentöse Therapien (Gewichtsabnahme, Physiotherapie, physikalische Therapie), Medikamente gegen Schmerzen und Entzündungen, operative Therapien (Gelenkspiegelung, Gelenkersatz)

    • Ganzheitliche Therapie:

Phytotherapie, Akupunktur, Ayurveda, Blutegeltherapie, Neuraltherapie, Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht, Meditation und Achtsamkeit, Basenbäder und Hausmittel

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Arthrose

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Arthrose stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Ganzheitliche Therapien: Ganzheitliche bzw. alternative Behandlungsansätze tragen teilweise zu einer stärkeren Linderung der Arthrose-Beschwerden bei, daher sind Heilpflanzen, Wickel, Physiotherapie, physikalische Therapien, Akupunktur, Ayurveda oder Blutegeltherapie hervorragende ergänzende Therapiebausteine.
  • Stress- und Schmerzbewältigung: Bauen Sie Stress aktiv ab mit Meditation und Achtsamkeitstraining.
  • Regelmäßige Bewegung: Bewegung ist essentiell wichtig für die Knorpelregeneration, den Muskelapparat und zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion.
  • Gesunde Ernährung: Ernähren Sie sich anti-entzündlich, überwiegend ballaststoffreich und pflanzlich mit wenig schnell verfügbaren Kohlenhydraten (Weißmehl, Zucker), gesunden Fette aus omega-3-reichen Ölen und fettem Fisch. Verwenden Sie schmerz- und entzündungshemmende Gewürze, ggfs. kommt auch Intervallfasten oder Heilfasten in regelmäßigen Abständen für Sie in Frage.
  • Gewichtsabnahme: Versuchen Sie das Normalgewicht bei Übergewicht anzustreben, um Gelenke zu entlasten und den anti-entzündlichen Stoffwechsel zu unterstützen.