Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Endometriose

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Endometriose – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Endometriose – was ist das?

Endometriose ist eine häufige Unterleibserkrankung bei Frauen, die im Zeitraum von der ersten Regelblutung an bis zu den Wechseljahren auftreten kann und häufig mit zyklusabhängigen Schmerzen und anderen Beschwerden einhergeht. Die Gebärmutterschleimhaut siedelt sich in der Bauchhöhle, an Organwänden oder Nerven an und verursacht vielfältige Beschwerden bis hin zur Unfruchtbarkeit.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Mehrere Theorien werden diskutiert, die eindeutige Ursache ist noch unklar. Vermutet werden:

    • Hormonstörungen
    • Zellen der Gebärmutterschleimhaut, die in den Bauchraum gelangen
    • Entzündungsprozesse
    • angeborene Endometriose
    • Fehlfunktionen des Immunsystems
    • Giftstoffbelastung bzw. Mikronährstoffmangel (v. a. Vitamin A)
    • Mitochondriendysfunktion
    • Darmdysbiose
    • Risikofaktoren: frühe Menarche, späte Menopause, keine Schwangerschaft, kurze Stillzeit, Operationen an der Gebärmutter, Mikronährstoffmangel, oxidativer Stress, silent inflammation, Übergewicht, Ernährungsfehler, Giftbelastung, genetische Disposition
  • Symptome:

Schmerzen im Unterleib und Rücken, Unterleibskrämpfe, Menstruationsstörungen, starke Blutungen, Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme, depressive Verstimmung u. a.

  • Diagnose und Tests:

Anamnese, körperliche Untersuchung, Ultraschall, Bauchspiegelung, Gewebeentnahme, in seltenen Fällen MRT

  • Prognose und Verlauf:

Die Endometriose verläuft meist chronisch, spontane Remissionen sind ebenso möglich wie eine zunehmende Verschlimmerung der Beschwerden und eine Ausbreitung auf andere Organe. Es besteht die Gefahr von Verwachsungen befallener Organe mit dem Bauchfell oder mit umliegendem Gewebe. Auch kann es zur Infiltration der Schleimhautzellen in Nerven oder Organe kommen. Zudem ist die Empfängnisbereitschaft erschwert und das Risiko von Komplikationen rund um Schwangerschaft und Geburt ist erhöht.

  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist. Viel rotes Fleisch, Alkohol und Zucker wirken nachweislich entzündungsfördernd und erhöhen das Endometriose-Risiko.

  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe unterstützen die Therapie, regulieren den Hormonspiegel und den Zellneubildungsprozess und stoppen Entzündungen. Von Bedeutung sind: Antioxidantien (z. B. Vitamin A, C, E, Coenzym Q10, Selen), B-Vitamine, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe (Resveratrol, Quercetin, EGCG im Grüntee-Extrakt, Curcumin), Magnesium, Zink, Eisen.

    • Lebensstil:

Sport und Bewegung, Abbau von Übergewicht, Alltagsrituale, Entspannungstechniken, erholsamer Schlaf, positive Lebenseinstellung sowie Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind Grundlage einer erfolgreichen Endometriose-Therapie.

    • Konventionelle Therapie:
      • medikamentöse Therapie: Schmerzmittel, Antidepressiva, hormonelle Behandlung mit Gestagen, GnRH-Analoga, Antibaby-Pille
      • operative Therapien: Entfernung der Endometrioseherde, Laserbehandlung, in schweren Fällen (Teil-)Entfernung der betroffenen Organe, Entfernung der Gebärmutter bzw. Eierstöcke
    • Ganzheitliche Therapie:

Phytotherapie (Frauenmantel, Schafgarbe, Himbeerblätter, Mönchspfeffer), ätherische Öle, Wärmeanwendungen, Akupunktur, Darmsanierung, Entsäuerung und Entgiftung, Schröpfen, Melatonin

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Endometriose

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen zu gut wie möglich über Ihre Erkrankung.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei einer Endometriose stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt.
  • Ernährung: Erhöhen Sie den Anteil pflanzlicher Lebensmittel in Ihrer Ernährung, verwenden Sie frische Kräuter und Gewürze und vermeiden Sie vor allem rotes Fleisch. Allein durch Ihre Ernährung können Ihre Beschwerden schon deutlich verbessert werden.
  • Lebensstil: Mehr Bewegung im Alltag, Zeiten der Erholung und Entspannung, eine positive Lebenseinstellung und der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol sind wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Endometriose-Behandlung.
  • Phytotherapie: Frauenmantel, Schafgarbe, Mönchspfeffer und Himbeerblätter sind wertvolle Heilkräuter in der Frauenheilkunde und können Ihnen bei Schmerzen und Hormonstörungen Linderung schenken. Ätherische Öle tragen zudem zu Ihrer Entspannung bei und helfen Ihnen bei Stimmungsschwankungen.
  • Entgiftung, Entsäuerung und Darmsanierung: Verwenden Sie Basensalz in Ihrer täglichen Körperpflege und fördern Sie damit die Ausscheidung von Giftstoffen, die Ihren Organismus belasten, über die Haut. Integrieren Sie fermentierte Lebensmittel wie Kombucha, Kefir, Kimchi oder fermentiertes Obst und Gemüse in Ihre Ernährung, um Ihre Darmflora zu pflegen und die Vermehrung der „guten“ Darmbakterien anzuregen.
  • Naturheilkundliche Therapien: Schröpfen oder Akupunktur sind klassische Naturheilverfahren, die auf sanfte Weise die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers anregen.