Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Fibromyalgie

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Fibromyalgie – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Fibromyalgie– was ist das?

Die Fibromyalgie, auch Weichteilrheuma genannt, ist ein generalisiertes Schmerzsyndrom der Weichteile ohne entzündliche oder degenerative Ursache. 3% der deutschen Bevölkerung sind betroffen. 90% der Betroffenen sind weiblich.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht ausreichend erforscht. Viele Risikofaktoren können allerdings die Entstehung einer Fibromyalgie begünstigen: Gestörte Schmerzverarbeitung, gravierender Mikronährstoffmangel, Störungen in den Mitochondrien, veränderte Nervenfasern, psychische Ursachen, ungesunder Lebensstil, Vererbung, Ungleichgewicht von Botenstoffen.

  • Symptome:

Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen sind ein Leitsymptom des Fibromyalgiesyndroms. Hinzu kommen noch Erschöpfung, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Depressionen.

  • Diagnose und Tests:

Anhand eines Blutbildes oder bildgebenden Verfahren. Die modifizierten Kriterien (ACR 2010) umfassen Schmerzen in mindestens 7 von 19 Körperregionen, ein Symptomschwerescore von mindestens 5 von 12 Punkten, Ausschluss einer andersartigen Erkrankung.

  • Prognose und Verlauf:

Fibromyalgie ist nach bisherigem Kenntnisstand der Wissenschaft nicht heilbar, aber eine für Sie passende Therapieform kann die Symptome und Schmerzen stark reduzieren.

  • Empfohlene Ernährung:

Die Nahrung sollte hauptsächlich pflanzlichen Ursprungs sein. Obst, Gemüse, Nüsse, Saaten, Keime und gute Fette ergänzt mit ein wenig Bio-Fisch, Bio-Fleisch und Bio-Eiern. Auf Milch, Milchprodukte, Weizen, Zucker und minderwertige Fette sollte weitgehend verzichtet werden.

  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe, um Folgen zu vermindern und Nebenwirkungen von Medikamenten zu reduzieren sowie Mängel auszugleichen und eine gesunde Grundbasis zu schaffen. Eine unzureichende Versorgung mit Mikronährstoffen kann die Symptome verschlimmern und weitere entstehen lassen.

    • Lebensstil:

Entspannung, Bewegung, eigene Einstellung zur Erkrankung

    • Konventionelle Therapie:

Die gängigen Schmerzmittel verschaffen kaum bis keine Linderung. Auch antientzündliche Medikamente wie Kortison bewirken bei Fibromyalgie nichts. Antidepressiva, die den erniedrigten Serotoninspiegel im Blut und Hirn erhöhen, wirken hingegen schon bei sehr geringer Dosierung.

    • Ganzheitliche Therapie:

Neben schulmedizinischen Maßnahmen, die erfahrungsgemäß allein nicht zum Erfolg führen, lohnt es sich, integrative Therapieformen zu kombinieren. Hierzu zählen unter anderem: Entsäuern, Entgiften, Darmsanierung, Psychotherapie, Physiotherapie, Bewegung und Entspannungstechniken. Auch naturheilkundliche und pflanzliche Medikamente sowie Homöopathie und pflanzliche Stimmungsaufheller können bei einem Fibromyalgiesyndrom wirksam eingesetzt werden.

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Fibromyalgie

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Fibromyalgie stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt.
  • Bewegung & Entspannung: Suchen Sie sich eine Entspannungstechnik aus, bei der Sie sich moderat und behutsam bewegen, z.B. Yoga, QiGong, Tai Chi usw. Achten Sie auch auf Ihre Balance zwischen Anspannung und Entspannung, Methoden wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung sind hervorragend hierfür geeignet.
  • Sport: versuchen Sie im Alltag viel in Bewegung zu bleiben und mindestens 2-3-mal pro Woche Sport zu treiben. Ideal bei Fibromyalgie sind Wassergymnastik, Radfahren, Aquajogging oder schnelles Spazierengehen.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine pflanzenbasierte, basenüberschüssige, antientzündliche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und wenig hochwertigem Fleisch und Fisch und verzichten Sie auf Softdrinks, Weißmehl, Zucker und Fertigprodukte.
  • Heilpflanzen: Viele Heilpflanzen können bei zahlreichen Beschwerden der Fibromyalgie Linderung verschaffen, z.B. bei Schlafstörungen und Schmerzen.