Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Hashimoto

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Dr. med. Harald Hüther Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Experte/Expertin:

Dr. med. Harald Hüther

Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Hashimoto – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Hashimoto – was ist das?

 Hashimoto ist eine durch eine Fehlregulation des Immunsystems (Autoimmunkrankheit) hervorgerufene, chronische Entzündung der Schilddrüse. Die Zerstörung des Schilddrüsengewebes führt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Störungen der Darmflora, Viruserkrankungen, Giftstoffe, erhöhter oxidativer Stress

  • Symptome:

Symptomatik kann sehr unterschiedlich sein. Zunächst kann es zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion kommen, später zu einer Unterfunktion der Schilddrüse.

  • Diagnose und Tests:

Symptomatik und typische Auto-Antikörper im Blut (TPO-AK und Tg-AK).

  • Prognose und Verlauf:

Unbehandelt kommt es zu einer voranschreitenden Zerstörung der Schilddrüse, die lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen ist nötig.

  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe sind unerlässlich für eine ursächliche Behandlung, bringen das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht und können Nebenwirkungen von Medikamenten reduzieren.

    • Lebensstil:

Eine „immunstärkende Lebensweise“ ist empfehlenswert, vor allem regelmäßige Bewegung und aktiver Stressabbau, Reduktion von Giftstoffen und Nichtrauchen.

    • Konventionelle Therapie:

Ersatz fehlender Schilddrüsenhormone, gelegentlich werden dem Immunsystem bremsende Medikamente (Immunsuppressiva) gegeben.

    • Ganzheitliche Therapie:

Ziel ist ein Ausgleichen des Immunsystems, z. B. durch Wirkstoffe des grünen Tees, durch Entsäuerung und Darmsanierung.

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Hashimoto

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Gesunde Ernährung: anti-entzündlich, überwiegend pflanzlich, viel „Bio“, weniger Kohlenhydrate, gesunde Fette (Seefisch und pflanzliche Öle), viele Kräuter und  Gewürze wie Curcuma
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Hashimoto stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Bewegung: regelmäßig, nicht über die eigenen Grenzen gehen, Regenerationszeiten beachten, Entspannungstechniken erlernen
  • Raucherentwöhnung: Versuchen Sie mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Grüner Tee: „Medizin in der Tasse“ mit zahlreichen positiven Effekten gegen Hashimoto
  • Entsäuerung: wirkt chronischen Entzündungen entgegen
  • Darmsanierung: grundsätzliche Therapie, um das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen