Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Herzinfarkt

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Corina Hajak Prakt. Ärztin, Expertin für integrative Medizin

Experte/Expertin:

Corina Hajak

Prakt. Ärztin, Expertin für integrative Medizin

Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2021

Herzinfarkt – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Herzinfarkt – was ist das?

Akuter Verschluss eines Herzkranzgefäßes nach langjähriger „Arterienverkalkung“ – Herzmuskel stirbt ohne Sauerstoff ab – ohne Behandlung akuter Herztod, mit Behandlung meist in Folge Herzschwäche; Herz-Kreislauf-Erkrankungen Platz Nr. 1 der Todesursachen, Männer häufiger betroffen als Frauen.

  • Ursachen & Risikofaktoren:
    • Ursachen der Grunderkrankung Atherosklerose:
      • metabolisches Syndrom: Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Übergewicht, Diabetes und erhöhte Harnsäurewerte
      • ungesunder Lebensstil: Bewegungsmangel, Rauchen, ungesunde Ernährung, Stress, epigenetische Vorbelastung, Alkohol, Schlafstörungen
      • höheres Lebensalter und männliches Geschlecht
      • zelluläre Veränderungen: Silent Inflammation, Homocystein, oxidativer Stress, Hormonveränderungen bei Frauen
      • Begleiterkrankungen: Fettleber, Migräne (mit Aura), chronisch-entzündliche Erkrankungen
    • Trigger/akute Auslöser eines Myokardinfarkts: emotionaler Stress, allergische Reaktionen und Kälte
  • Symptome:

sehr plötzliche, starke Beschwerden: ausstrahlende Schmerzen in der Brust, Todesangst, kalter Schweiß, Übelkeit und Erbrechen

  • Diagnose und Tests:

Krankengeschichte, Erstversorgung (Rettungsteam), EKG, Laborparameter, Herz-Ultraschall, Herzkatheter

  • Prognose und Verlauf:

Überleben ist stark abhängig von schneller Behandlung und auftretenden Komplikationen beim akuten Herzinfarkt

  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche, kardioprotektive (das Herz schützende) Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen präventiv, bei koronarer Herzerkrankung und nach einem Herzinfarkt. Besonders wichtig sind B-Vitamine, Vitamin C, Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Coenzym-Q10 und viele sekundäre Pflanzenstoffe.

    • Lebensstil:
      • Sport und Bewegung
      • Stressabbau und Entspannungstechniken
      • positive Lebenseinstellung
      • Schlaf und Schlafhygiene
      • Raucherentwöhnung
    • Konventionelle Therapie:

 Soforttherapie, Medikamente und Physiotherapie: akut: Herzkatheter mit Ballondilatation und Stent-Einsatz (oder Lyse durch Medikamente), Dauermedikation; Bypass-Operation

    • Ganzheitliche Therapie:

Phytotherapie (Crataegus oder Knoblauch), Physiotherapie, Psychotherapie

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Herzinfarkt

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung, Therapieoptionen und Unterstützung für den Alltag nach einem Schlaganfall.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen. Gute Behandler motivieren im Idealfall, ermutigen und leiten Sie zur Eigeninitiative an.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Herzinfarkt stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Gesunde Ernährung: Versuchen Sie sich gesund, frisch, ausgewogen und kardioprotektiv (das Herz schützend) zu ernähren. Sie können sich hierbei an der mediterranen Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten, Olivenöl, Seefisch orientieren. Eine gesunde Ernährung hilft auch Übergewicht langfristig zu reduzieren.
  • RauchStopp: Rauchen ist einer der Hauptrisikofaktoren für einen Herzinfarkt. Versuchen Sie, das Rauchen so weit als möglich zu reduzieren oder am besten ganz aufzugeben. Raucherentwöhnungsprogramme können Ihnen dabei helfen.
  • Stress reduzieren: Stress ist Gift für Ihr Herz und Ihre Gefäße. Versuchen Sie, Ihren Alltag weniger voll zu packen und legen Sie gezielte Pausen ein, Entspannung ist genauso wichtig wie Anspannung.
  • Bewegung: Sport und Bewegung sind generell und gerade nach einem Herzinfarkt essentiell, um Ihre Herzfunktion zu stärken, Gewicht zu verlieren und die Atherosklerose zurückzudrängen. Achten Sie besonders auch auf Ihre körperlichen Signale und Belastungsgrenzen, z. B. in einer Herzsportgruppe.
  • Heilpflanzen: Nutzen Sie begleitend zu Anpassungen im Lebensstil die Kraft von Knoblauch und Weißdorn, um die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt weiter zu minimieren