Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Lebererkrankungen

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Lebererkrankungen – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Die Leber:

wichtigstes Stoffwechselorgan, Entgiftung des Organismus, Speicherung von Energie in Form von Glykogen, Herstellung körpereigener Proteine, Umwandlung von Nährstoffen, Abbau von Hormonen und alten Blutkörperchen, Bildung von Blutgerinnungsfaktoren, Regulation des Fettstoffwechsels, hohe Regenerationsfähigkeit

  • Lebererkrankungen – was ist das?

25 % der Bevölkerung in den westlichen Industrieländern leiden unter einer nichtalkoholischen Fettleber. Dazu kommt bei weiteren 5-10 % die alkoholische Fettleber. Unbehandelt kann sich jede Lebererkrankung zur Leberzirrhose weiterentwickeln. Die Therapien von Leberkrankheiten basieren auf Alkoholabstinenz, einer konsequenten Ernährungsumstellung, Vermeidung schädigender Faktoren und Unterstützung der hohen Regenerationsfähigkeit des Organs.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Alkohol- und Drogenmissbrauch, Fehl- und Überernährung, Giftstoffe, Medikamente, Stoffwechselerkrankungen, Stress, Viren.

  • Symptome:

Lange Zeit unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Völlegefühl, Kopfschmerzen, Schlafstörungen; später Gedächtnisstörungen, Gelbfärbung der Haut und Skleren, Rotfärbung von Lippen, Zunge und Handflächen, Mikronährstoffmangel, Zunahme des Bauchumfangs, Wasseransammlungen im Bauchraum.

  • Diagnose und Tests:

Bestimmung der Leberwerte im Blut, Urin- und Stuhluntersuchung. Ultraschalluntersuchung. Bei unklaren oder schweren Verläufen MRT/CT oder Biopsie.

  • Leberwerte:

GOT (AST), GPT (ALT), Gamma-GT, GLDH, AP und Bilirubin

  • Prognose und Verlauf:

Eine Fettleber kann noch vollständig ausheilen. Entzündungen können, frühzeitig erkannt, gestoppt und weitere Leberschädigungen vermieden werden. Eine Leberzirrhose muss am Fortschreiten gehindert werden, da bereits vernarbtes Lebergewebe irreparabel zerstört ist.

  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist. Bei einer Fettleber sollte die Kost kohlenhydratarm und reich an Proteinen sowie hochwertigen Fetten sein. Außerdem ist das das Normalgewicht anzustreben.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

Zink, Magnesium, die Vitamine A, B6, C, D und E, Selen, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie Curcumin, Senfölglykoside oder Resveratrol. Die höchste Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit haben Mikronährstoffe im natürlichen Verbund.

    • Lebensstil:

Verzicht auf Alkohol und Nikotin, viel Wasser trinken, regelmäßig Sport und Bewegung, Entspannung und ausreichend Schlaf, Leberwellness, Gewichtsreduktion, positive Lebenseinstellung

    • Konventionelle Therapie:

Behandlung der Grunderkrankung, Reduzierung oder Wechsel von Medikamenten, Ernährungsumstellung, in schweren Fällen Lebertransplantation

    • Ganzheitliche Therapie:

Entgiftung, Entsäuerung, Fasten, Darmsanierung, Bitterstoffe, Heilkräuter, trockenes Schröpfen

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei einer Lebererkrankung

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei einer Lebererkrankung stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Eine kohlehydratarme, mikronährstoffreiche Kost ist Basis bei Lebererkrankungen. Achten Sie auf hochwertige Proteinquellen wie (fetten) Meeresfisch, Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse und reichern Sie Ihre Mahlzeiten mit hochwertigen Ölen an. Dazu zählen Leinöl, Weizenkeimöl, Hanföl oder Walnussöl.
  • Alkoholverzicht, regelmäßige Bewegung, Entspannungstechniken und eine positive Lebenseinstellung tragen nicht nur zum allgemeinen Wohlbefinden bei, sondern sind Grundpfeiler jeder Lebertherapie.
  • Leberwellness in Form von feucht-heißen Wickeln, Entgiftungstagen oder Heilfasten tut der Leber gut, unterstützt den Regenerationsprozess und wirkt dem Fortschreiten von Lebererkrankungen entgegen.
  • Darmsanierung: Eine gesunde Darmflora ist eine wichtige Voraussetzung für einen optimal funktionierenden Organismus. Mit probiotischen Lebensmitteln, allen voran fermentierten Gemüsen und Getränken wie Kombucha oder Kefir, schaffen Sie ideale Voraussetzung für die Besiedelung des Darms mit den lebenswichtigen Milchsäurebakterien.
  • Heilpflanzen wie Grüner Tee, Schafgarbe, Ingwer, Mariendistel, Schöllkraut, Löwenzahn oder Artischocke enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und Bitterstoffe, die die Sekretion der Verdauungssäfte anregen und die Entgiftungsleistung der Leber verbessern. Zudem wirken viele der Heilkräuter antibiotisch und entzündungshemmend, wodurch die Leber entlastet wird.