Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Morbus Bechterew

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Claudia Miersch Ökotrophologin, Expertin für ernährungsabhängige Erkrankungen

Experte/Expertin:

Dr. oec. troph. Claudia Miersch

Ökotrophologin, Expertin für ernährungsabhängige Erkrankungen

Letzte Aktualisierung: 30. April 2021

Morbus Bechterew – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Morbus Bechterew – was ist das?

Morbus Bechterew ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die chronische Schmerzen verursacht und zur Wirbelsäulenversteifung führt. Sie tritt in Schüben auf und ist nicht heilbar. Die Erkrankung tritt erstmals zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf und betrifft etwas häufiger Männer.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Es ist eine multifaktorielle Erkrankung, die genauen Ursachen sind unbekannt. Eine genetische Veranlagung, eine Fehlsteuerung des Immunsystems, oxidativer Stress, Entzündungen und eine gestörte Darmbarriere zählen zu den Auslösern.

  • Symptome:

Gesäß- und Wirbelsäulenschmerzen, insbesondere in der Nacht, morgendliche Gelenksteifigkeit, Entzündungen in den betroffenen Gelenken und weiteren Geweben (Augen, Lunge, Niere, Darm), Müdigkeit, Gewichtsverlust, depressive Verstimmungen, Versteifung der Wirbelsäule und Bewegungseinschränkungen im fortgeschrittenen Stadium

  • Diagnose und Tests:

ärztliches Anamnesegespräch, klinische Diagnostik zur Gelenkbeweglichkeit, Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren

  • Prognose und Verlauf:
    • Morbus Bechterew ist eine fortschreitende Erkrankung, die in Schüben auftritt.
    • Sie beginnt häufig mit Schmerzen und Entzündungen in den Kreuz-Darmbein-Gelenken, die auf die Wirbelsäule übergehen.
    • Es kann zu Versteifungen und Verformungen kommen, die die Beweglichkeit einschränken.
    • Die Lebenserwartung mit Morbus Bechterew ist nicht verkürzt.
  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

natürliche Antioxidantien, Vitamin D, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe

    • Lebensstil:

Sport und Entspannung, Normalgewicht halten, Verzicht auf Genussmittel, professionelle Unterstützung durch Therapeuten und Selbsthilfegruppen

    • Konventionelle Therapie:

Bewegungstherapie, Medikamente zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung, in seltenen Fällen operative Eingriffe

    • Ganzheitliche Therapie:

physikalische Therapien, Heilpflanzen, Akupunktur, Darmsanierung, Heil- und Basenbäder

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Morbus Bechterew

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen zu gut wie möglich über Ihre Erkrankung, Therapieoptionen und Unterstützung für den Alltag nach einem Schlaganfall.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen. Gute Behandler motivieren im Idealfall, ermutigen und leiten Sie zur Eigeninitiative an.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Morbus Bechterew stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Gewichtsabnahme bei Übergewicht, um Gelenke zu entlasten und anti-entzündlichen Stoffwechsel zu unterstützen
  • Gesunde Ernährung: anti-entzündlich, überwiegend ballaststoffreich und pflanzlich mit wenig schnell verfügbaren Kohlenhydraten (Weißmehl, Zucker), gesunde Fette aus omega-3 reichen Ölen und Fisch, schmerz- und entzündungshemmende Gewürze, fermentierte Lebensmittel
  • regelmäßige Bewegung und Physiotherapie, um die Gelenkmobilität zu erhalten, den Muskelapparat zu kräftigen und eine Gewichtsreduktion zu unterstützen
  • Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken zur Stress- und Schmerzbewältigung