Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Nesselsucht

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Claudia Miersch Ökotrophologin, Expertin für ernährungsabhängige Erkrankungen

Experte/Expertin:

Dr. oec. troph. Claudia Miersch

Ökotrophologin, Expertin für ernährungsabhängige Erkrankungen

Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2021

Nesselsucht – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Nesselsucht – was ist das?

Urtikaria ist eine Hauterkrankung, die mit geröteter Haut, juckenden Quaddeln und teilweise mit Hautschwellungen (Angioödemen) verbunden ist. Jährlich erkranken etwas weniger als 1 % der Bevölkerung an Nesselsucht, wobei Frauen bis 40 Jahre besonders häufig betroffen sind.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Nesselsucht kann durch ganz viele verschiedene Trigger wie Infektionen, Unverträglichkeiten, Allergien und äußere Reize ausgelöst werden.

  • Symptome:

gerötete Haut mit stark juckenden Erhebungen (Quaddeln), seltener Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödeme)

  • Diagnose und Tests:

Anamnese, Hautbild, Ausschluss von Differentialerkrankungen, Ursachenforschung, Bestimmung der Krankheitsaktivität und -kontrolle, Provokation mit auslösendem Reiz

  • Prognose und Verlauf:

akut oder chronisch, selten schwere Komplikationen; Stigmatisierung und psychische Belastung durch Juckreiz häufig sehr hoch

  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

Vitamin C, E, A, B6 und D sowie Selen, Zink, Kupfer, Eisen, Kalzium und Magnesium und sekundäre Pflanzenstoffe (Zwiebel, Petersilie und Schwarzkümmel)

    • Lebensstil:

Sport und Entspannungstechniken, Verzicht auf Genussmittel sowie Trigger-Faktoren, Anstreben des Normalgewichts und ein Symptomtagebuch führen

    • Konventionelle Therapie:

Therapie der Grunderkrankung, Medikamente, Eliminationsdiäten bei Intoleranz-Urtikaria, Meiden der Auslöser bei induzierbarer Nesselsucht

    • Ganzheitliche Therapie:

Heilpflanzen (Zaubernuss, Eichenrinde, Kamille, Zistrosenkraut, Ringelblume, Schwarztee, Bittersüßstängel), Lichttherapie, Akupunktur, Heilerde, Heilfasten und Darmsanierung

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Nesselsucht

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut sollte auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Nesselsucht stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Gesunde Ernährung: anti-entzündlich, überwiegend ballaststoffreich und pflanzlich mit wenig künstlichen Zusatzstoffen, gesunde Fette aus Omega-3 reichen Ölen und Fisch fermentierte Lebensmittel (wenn sie vertragen werden)
  • Bei Verdacht auf Lebensmittel-Unverträglichkeiten können Eliminationsdiäten wie Pseudoallergenarme und histaminarme Diäten eine Option sein.
  • Triggerfaktoren und auslösende Reize möglichst meiden
  • regelmäßige Bewegung, Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken, um besser mit dem Urtikaria-Triggerfaktor Stress umzugehen.
  • Ganzheitliche bzw. alternative Behandlungsansätze tragen zu einer stärkeren Linderung der Nesselsucht-Beschwerden bei, daher sind Heilpflanzen (Zaubernuss, Eichenrinde, Kamille, Zistrosenkraut, Ringelblume, Schwarztee, Bittersüßstängel), Lichttherapie, Akupunktur, Heilerde, Heilfasten oder eine Darmsanierung hervorragende ergänzende Therapiebausteine.