Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Neurodermitis

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Neurodermitis – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Neurodermitis – was ist das?

Neurodermitis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Haut, die zum allergischen Formenkreis gehört. Etwa jedes sechste Schulkind in Deutschland ist betroffen, im Erwachsenenalter sind die meisten Betroffenen beschwerdefrei.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Hauptursache ist eine Schwächung der Schutzfunktion der Haut, wohl in Verbindung mit (epigenetischer) Vererbung und der modernen westlichen Lebensweise. Vieles bei der Entstehung ist noch unklar; Umwelteinflüsse, Darmstörungen und der Lebensstil scheinen jedoch wichtige Auslöser zu sein.

  • Symptome:

entzündliche, schubweise verlaufende Hautveränderungen an den Beugeseiten von Gelenken, Beginn meist im Kindesalter, oft mit starkem Juckreiz und verdickter Haut, Milchschorf

  • Diagnose und Tests:

Diagnose erfolgt anhand der typischen Symptomatik, kein spezifischer Labortest vorhanden

  • Prognose und Verlauf:

oft verschwindet die Neurodermitis nach der Pubertät, eine gewisse Anfälligkeit bleibt ein Leben lang, manchmal Übergang zu Asthma bronchiale

  • Empfohlene Ernährung:

Mikronährstoffreiche und anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkorn, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe bringen das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht, verbessern die Darmflora und können Nebenwirkungen von Medikamenten reduzieren.

    • Lebensstil:

Patientenschulung, Basispflege, und Erlernen von Entspannungstechniken, guter Schlaf

    • Konventionelle Therapie:

antiallergisch wirkende Medikamente, lokale Glucocorticoide

    • Ganzheitliche Therapie:

Darmsanierung, pflanzliche Medikamente/Salben, bewährte Hausmittel

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Neurodermitis

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Neurodermitis stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt.
  • Veränderung im Lebensstil: Entspannung: regelmäßiger, aktiver Stressabbau und guter Schlaf, Basispflege zur Verlängerung gesunder Phasen und Verringerung des Medikamentenbedarfs
  • Gesunde, mikronährstoffreiche Ernährung: Reduktion von Begleiterscheinungen wie Juckreiz oder Entzündungsneigung, Vorbeugung vor weiteren Schüben
  • Heilpflanzen: Mahonia aquifolium, Leinsamen, Oliven- und Kokosöl
  • Darmsanierung: Führen Sie einmal jährlich eine Darmsanierung durch.