Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Osteoporose

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Osteoporose – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Osteoporose – was ist das?

Hormonell bedingte Stoffwechselkrankheit des Skeletts, die an die Knochensubstanz und Knochendichte geht. Keine Behandlung: Frakturen, Spontanbrüche, fortschreitender Verlust an Knochenmasse, eine der häufigsten Erkrankungen im späteren Lebensalter, Frauen häufiger betroffen als Männer

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Nebenwirkung von Medikamenten, z. B. Cortison, Betablocker, Blutdrucksenker, Ernährungsfehler und schlechte Lebensgewohnheiten, zu hoher Milchkonsum, Rheuma, Morbus Crohn, Alkohol, Koffein, Nikotin, Cola (Inhaltsstoff Phosphat spült Calcium aus), Phosphat-Zusätze, höheres Alter, Frauen im Klimakterium und nach der Menopause,  jeder 4. Mann ab 50 Jahren, familiäre Disposition

  • Symptome:

Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat, Frakturen bei kleinsten Unfällen, Wirbelbrüche

  • Diagnose und Tests:

Anamnese, Computertomographie des Stützapparates, Knochendichtemessung (DXA), bei der der mineralische Gehalt bestimmt wird (T-Wert)

  • Prognose und Verlauf:

Abbau der Knochendichte, Rundrücken, starke Schmerzen, Frakturen, Verminderung der Körpergröße, ohne Behandlung: drohende Invalidität, drastischer Verlust an Körpergröße bis zu 20 cm, folgenschwere Brüche

  • Empfohlene Ernährung:

Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist

  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe, um Folgen zu vermindern und Nebenwirkungen von Medikamenten zu reduzieren

    • Lebensstil:

Entspannungsverfahren, Raucherentwöhnung, Sport und Bewegung

    • Konventionelle Therapie:

Medikamente, Orthesen (Hilfsmittel zur Stabilisierung des Skeletts

    • Ganzheitliche Therapie:

Phytotherapie, Schüßler-Salze, Psychotherapie, Physiotherapie

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Osteoporose

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Gesunde Ernährung: anti-entzündlich, überwiegend pflanzlich, viel „Bio“, weniger Kohlenhydrate, gesunde Fette (Seefisch und pflanzliche Öle), viele Kräuter und Gewürze
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Osteoporose stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben für Sie eine Liste empfohlener Mikronährstoffkonzentrate zusammengestellt.
  • Rauch-Stopp: Rauchen macht die Knochen brüchig. Versuchen Sie, das Rauchen möglichst einzustellen oder zu minimieren. Raucherentwöhnungsprogramme können Sie dabei unterstützen.
  • Stressreduktion: Stress bringt den Säure-Basenhaushalt durcheinander und wirkt sich somit negativ auf den Knochenstoffwechsel aus. Atmen Sie öfter tief durch, absolvieren Sie ein Achtsamkeitstraining, oder versuchen Sie mit Lach Yoga in die innere Balance zu kommen.
  • Bewegung: Sportliche Aktivitäten sorgen dafür, dass die Knochen nicht mürbe werden. Kommen Sie in Bewegung! Denken Sie dabei aber an Ihre individuellen Belastungsgrenzen. Mit Sport in der Gruppe unter medizinischer Aufsicht sind Sie auf der sicheren Seite.