Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Prämenstruelles Syndrom

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Prämenstruelles Syndrom (PMS) – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Prämenstruelles Syndrom – was ist das?

Das prämenstruelle Syndrom ist durch vielfältige körperliche und seelische Beschwerden gekennzeichnet, die in der zweiten Zyklushälfte auftreten und mit der Regelblutung enden. Etwa 70 – 80 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Die genauen Ursachen sind noch unbekannt. Jedoch scheinen Vererbung, hormonelle Ungleichgewichte und Lebensstil eine Rolle zu spielen.

  • Symptome:

Die Beschwerden reichen von leichten Befindlichkeitsstörungen bis hin zu schweren depressiven Episoden und Regelschmerzen, die Alltag und Lebensqualität erheblich einschränken.

  • Diagnose und Tests:

PMS ist eine Ausschlussdiagnose.

  • Prognose und Verlauf:

Verläufe sind sehr individuell. Mit einer geeigneten Therapie kann es zu einer Besserung der Beschwerden kommen bis hin zu völliger Symptomfreiheit.

  • Empfohlene Ernährung:

 Eine gesunde Ernährung kann sich auf die prämenstruellen Beschwerden sehr positiv auswirken. Insbesondere an den Tagen, an denen die Symptome besonders ausgeprägt sind, kann allein eine pflanzenlastige Kost und der Verzicht auf Genussmittel das Wohlbefinden verbessern.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe, um Beschwerden zu lindern und Nebenwirkungen von Medikamenten zu reduzieren. Besonders wichtig sind Magnesium, Calcium, Gamma-Linolensäure, Vitamin D und E sowie die B-Vitamine.

    • Lebensstil:

Ausreichende Aufnahme von Wasser, mäßiger Sport, regelmäßige Auszeiten, Entspannungsmethoden, ausreichend Schlaf, eine positive Lebenseinstellung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin können sich positiv auf PMS auswirken.

    • Konventionelle Therapie:

Medikamente werden symptomatisch eingesetzt, z. B. Ibuprofen, ASS, Diuretika, in schweren Fällen Antidepressiva. Nutzen und Risiko sollten vorher abgewogen werden.

    • Ganzheitliche Therapie:

Heilpflanzen, Akupunktur, Wärmeanwendungen, trockenes Schröpfen, Hormon-Yoga und ätherische Öle.

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei PMS

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei PMS stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Ernährung: Eine gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und hochwertigen Ölen sowie wenig Fleisch- und Milchprodukte und
  • Verzicht auf Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und zuckerhaltige Nahrungsmittel , vor allem in der zweiten Zyklushälfte, verbessern das allgemeine Wohlbefinden und sind Voraussetzung für eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen.
  • Positive Lebenseinstellung: Auch wenn das PMS unangenehm ist – finden Sie täglich mehrere Gründe, was trotzdem schön ist und wofür Sie dankbar sind. Verändern Sie Ihre Perspektive und entwickeln Sie eine positive Grundhaltung. Der Fokus richtet sich nicht mehr vorrangig auf die Beschwerden.
  • Heilpflanzen: Viele Heilkräuter und ätherische Öle haben einen ausgleichenden Effekt auf Hormon- und Nervensystem, lindern Krämpfe, Anspannung, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen. Werden Sie hier aktiv und finden Sie heraus, welche Kräuter und Öle Ihr Wohlbefinden steigern und Ihre Beschwerden lindern. Sie fördern die Selbstheilungskräfte und vermeiden unnötige Nebenwirkungen.
  • Stressreduktion: Stress bringt den Hormonhaushalt durcheinander und verstärkt nicht nur die vorhandenen Symptome, sondern kann noch weitere Beschwerden auslösen. Sorgen Sie für tägliche Erholungszeiten, atmen Sie öfter tief durch und bewegen Sie sich regelmäßig. Das alles trägt dazu bei, den Stresspegel gar nicht erst ansteigen zu lassen.
  • Entspannungstechniken: Regelmäßig angewendet reduzieren sie innere Unruhe und Spannungszustände, wirken ausgleichend auf das Nervensystem und können einen positiven Einfluss auf alle Beschwerden haben. Besonders das Hormon-Yoga kann Ihre Symptome lindern, da es darauf abzielt, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen.