Die wichtigsten Fakten
zur Krankheit Wechseljahre

Holzklötze symbolisieren Bausteine für die Gesundheit

Barbara Tayler Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Experte/Expertin:

Barbara Tayler

Heilpraktikerin und Expertin für Alternativmedizin und Psychosomatik

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Wechseljahre – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Wechseljahre – was ist das?

Die Wechseljahre kennzeichnen die Lebensphase, in der die Fruchtbarkeit der Frau nachlässt und schließlich mit Einsetzen der Menopause endet. Vielfältige körperliche und psychische Begleiterscheinungen können im Zusammenhang mit der nachlassenden Produktion der Sexualhormone Östrogen und Gestagen einhergehen. Insgesamt dauert der hormonelle Umstellungsprozess im Schnitt 5 bis 10 Jahre.

  • Ursachen & Risikofaktoren:

Auslöser für den Beginn der Wechseljahre ist ein Nachlassen der Produktion von Sexualhormonen. Der Zeitpunkt, wann das Klimakterium bei der Frau einsetzt, ist vermutlich genetisch bedingt. Verschiedene Risikofaktoren können für ein frühes Klimakterium verantwortlich sein und auch die Beschwerden in ihrer Art und Intensität negativ beeinflussen.

  • Symptome:

Die Symptome im Klimakterium sind vielfältig. Da hormonelle Veränderungen grundsätzlich den gesamten Körper betreffen, sind die Beschwerden in ihrem Erscheinungsbild entsprechend vielseitig. Besonders häufig treten körperliche Beschwerden wie Zyklusunregelmäßigkeiten, verstärkte oder ausbleibende Regelblutungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schleimhauttrockenheit, Gedächtnisstörungen und nervöse Beschwerden auf. Psychisch machen sich die Wechseljahre in Form von Stimmungsschwankungen, Ängsten, Reizbarkeit bis hin zu depressiven Ausprägungen bemerkbar. Grundsätzlich kann der sinkende Östrogenspiegel auch Erkrankungen auslösen, die bis dahin latent oder noch gar nicht vorhanden waren.

  • Diagnose und Tests:

Anamnese, Ermittlung des Hormonstatus und anderer relevanter Blutwerte sowie Ausschluss anderer Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik

  • Prognose und Verlauf:

Der Hormonabfall während der Wechseljahre kann unbehandelt das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Krebs erheblich fördern

  • Empfohlene Ernährung:

Mikronährstoffreiche und anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.

  • Therapie und Prävention: 
    • Mikronährstoffe

Insbesondere Vitamin B, D, E, Kalzium und Magnesium können in den Wechseljahren die Symptome lindern und vor allem den Folgekrankheiten entgegenwirken, die durch den Hormonmangel ausgelöst werden.

    • Lebensstil:

Bewegung, Entspannung, ausreichend Schlaf, eine positive Lebenseinstellung sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin tragen zu mehr Wohlbefinden während der Wechseljahre bei.

    • Konventionelle Therapie:

Symptomatisch je nach Beschwerdebild, bei schweren Verläufen Hormonersatztherapie

    • Ganzheitliche Therapie:

Heilpflanzen, die eine ausgleichende Wirkung auf den Hormonhaushalt und die Psyche haben wie Traubensilberkerze, Mönchspfeffer, Rotklee, Yamswurzel, Johanniskraut, Salbei oder Kava Kava; Homöopathie; Hormonyoga; Beckenbodentraining; Entsäuerung; Psychotherapie

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Wechseljahre

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich rundum um Ihre Erkrankung und erlernen Sie die richtige Zahnpflege.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Blutdruck selbst messen: Überprüfen Sie die Werte Ihres Blutdruckmessgerätes zusammen mit Ihrem Therapeuten. Vergleichsmessungen mit der herkömmlichen Methode mit dem Stethoskop zeigen Ihnen, wie die Werte Ihres Geräte einzuschätzen sind.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Wechseljahre stehen alle Vitamine im Fokus, eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Eine Checkliste mit Kriterien zur Auswahl des richtigen Produktes finden Sie hier.
  • Veränderung im Lebensstil: Viel Bewegung, ausreichend Schlaf, Zeit für sich selbst, Entspannung sowie eine positive Haltung dem Leben und dem Prozess des Älterwerdens gegenüber lassen die Wechseljahre bewusster erleben und als eine Phase der Reife annehmen.
  • Eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung vermindert Begleiterscheinungen, die mit der Hormonumstellung einhergehen, und beugt Folgeerkrankungen vor.
  • Heilpflanzen: Heilpflanzen helfen, die körperlichen oder psychischen Beschwerden sanft zu lindern. Phytoöstrogene wirken regulierend auf den Hormonhaushalt.
  • Hormon-Yoga: Bestimmte Yogaübungen werden unter dem Begriff Hormon-Yoga zusammengefasst. Die Übungen regen die Hormondrüsen an, entspannen die Muskulatur und das Nervensystem und können eine ganzheitliche Begleitung in dieser Lebensphase darstellen.
  • Beckenbodentraining: Regelmäßiges Beckenbodentraining stabilisiert die Haltung und beugt einem Vorfall der inneren Geschlechtsorgane vor. Hyaluronsäure: Die Substitution der Hyaluronsäure wirkt Scheidentrockenheit entgegen. Vaginal kann sie als natürliches Gleitmittel verwendet werden.
  • Entsäuerung: Ein übersäuerter Organismus produziert eine ganze Reihe von Beschwerden. Entsäuerung durch eine basenlastige Körperpflege und Ernährung lindert nicht nur Wechseljahresbeschwerden, sondern beugt dem Knochenabbau und weiteren degenerativen Erkrankungen im Alter vor.
  • Ätherische Öle: Lavendel, Rose und Muskattellersalbei sind sanfte, effektive Mittel, um Schlafstörungen, Stimmungs- und Hormonschwankungen zu begegnen.
  • Physikalische Therapie: Kalte Armbäder oder Körperwaschungen lindern Hitzewallungen und Schweißausbrüche.
  • Psychotherapie: Nicht nur zur Therapie von depressiven Phasen, sondern auch als Begleitung durch diese einschneidende Lebensphase, die viele Veränderungen mit sich bringt, kann die Psychotherapie eine Hilfe sein.