Fibromyalgie – Ursachen, Symptome und ganzheitliche Therapie

Die Fibromyalgie ist eine für den Arzt und Patienten schwer greifbare Krankheit. Für die meisten bedeutet sie einfach „Schmerzen überall“. Was genau man darunter versteht und wie Sie mit Hilfe der Komplementärmedizin und einer Änderung des Lebensstils Linderungen schaffen können, erfahren Sie hier.

Experte:

Eva Glenz

Ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungsberaterin und zertifizierte Darmberaterin

Letzte Aktualisierung: 23. October 2020

Fibromyalgie – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Was ist Fibromyalgie? Die Fibromyalgie, auch Weichteilrheuma genannt, ist ein generalisiertes Schmerzsyndrom der Weichteile ohne entzündliche oder degenerative Ursache. 3% der deutschen Bevölkerung sind betroffen. 90% der Betroffenen sind weiblich.
  • Ursachen & Risikofaktoren: Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht ausreichend erforscht. Viele Risikofaktoren können allerdings die Entstehung einer Fibromyalgie begünstigen: Gestörte Schmerzverarbeitung, gravierender Mikronährstoffmangel, Störungen in den Mitochondrien, veränderte Nervenfasern, psychische Ursachen, ungesunder Lebensstil, Vererbung, Ungleichgewicht von Botenstoffen.
  • Symptome: Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen sind ein Leitsymptom des Fibromyalgiesyndroms. Hinzu kommen noch Erschöpfung, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Depressionen.
  • Diagnose und Tests: Anhand eines Blutbildes oder bildgebenden Verfahren. Die modifizierten Kriterien (ACR 2010) umfassen Schmerzen in mindestens 7 von 19 Körperregionen, ein Symptomschwerescore von mindestens 5 von 12 Punkten, Ausschluss einer andersartigen Erkrankung.
  • Prognose und Verlauf: Fibromyalgie ist nach bisherigem Kenntnisstand der Wissenschaft nicht heilbar, aber eine für Sie passende Therapieform kann die Symptome und Schmerzen stark reduzieren.
  • Empfohlene Ernährung: Die Nahrung sollte hauptsächlich pflanzlichen Ursprungs sein. Obst, Gemüse, Nüsse, Saaten, Keime und gute Fette ergänzt mit ein wenig Bio-Fisch, Bio-Fleisch und Bio-Eiern. Auf Milch, Milchprodukte, Weizen, Zucker und minderwertige Fette sollte weitgehend verzichtet werden.
  • Therapie: So vielfältig wie die Symptome sind, muss auch die Behandlung sein. Leider gibt es nicht die eine Therapie, die auf alle Betroffenen passt, daher müssen Sie selbst herausfinden was Ihnen guttut und die Symptome lindert.
    • Mikronährstoffe: Mikronährstoffe, um Folgen zu vermindern und Nebenwirkungen von Medikamenten zu reduzieren sowie Mängel auszugleichen und eine gesunde Grundbasis zu schaffen. Eine unzureichende Versorgung mit Mikronährstoffen kann die Symptome verschlimmern und weitere entstehen lassen.
    • Lebensstil: Entspannung, Bewegung, eigene Einstellung zur Erkrankung
    • konventionelle Therapie: Die gängigen Schmerzmittel verschaffen kaum bis keine Linderung. Auch antientzündliche Medikamente wie Kortison bewirken bei Fibromyalgie nichts. Antidepressiva, die den erniedrigten Serotoninspiegel im Blut und Hirn erhöhen, wirken hingegen schon bei sehr geringer Dosierung.
    • Ganzheitliche Therapie: Neben schulmedizinischen Maßnahmen, die erfahrungsgemäß allein nicht zum Erfolg führen, lohnt es sich, integrative Therapieformen zu kombinieren. Hierzu zählen unter anderem: Entsäuern, Entgiften, Darmsanierung, Psychotherapie, Physiotherapie, Bewegung und Entspannungstechniken. Auch naturheilkundliche und pflanzliche Medikamente sowie Homöopathie und pflanzliche Stimmungsaufheller können bei einem Fibromyalgiesyndrom wirksam eingesetzt werden.
  • Checkliste und Empfehlungen bei Fibromyalgie: Das können Sie selbst tun bei Fibromyalgie

Was ist Fibromyalgie?

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Fibromyalgie in der Übersicht

Was ist Fibromyalgie?

  • Chronische Schmerzen in verschiedenen Körperregionen gepaart mit weiteren Symptomen.
  • Es liegt keine Entzündung zugrunde.
  • Die Krankheit verläuft in Schüben.
  • Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Fibromyalgie.

 

Vorkommen und Auftreten

  • 3 % der deutschen Bevölkerung sind betroffen.
  • 90 % der Betroffenen sind Frauen.

 

Differenzierung

  • Differenzierung in drei Untergruppen.

Fibromyalgie, auch Fibromyalgiesyndrom oder Weichteilrheuma genannt, ist ein in der Regel chronisches Krankheitsbild, bei dem die Schmerzen in Schüben kommen und gehen. Aus dem Lateinisch-Griechischen übersetzt bedeutet Fibromyalgie Faser-Muskel-Schmerz. “Fibro” steht für Faser, “mys” für Muskel und “algos” für Schmerz. Leitsymptom ist der Schmerz in vielen Körperregionen. Hinzu kommen Schlafstörungen, Erschöpfung, funktionelle Störungen wie Magen-Darm-Beschwerden, erhöhte Reizempfindlichkeit sowie Depressionen.

 

Da gleichzeitig mehrere Symptome auftreten, deren Ursache nicht geklärt ist, wird in der medizinischen Literatur meistens vom Fibromyalgiesyndrom gesprochen. Die zahlreichen Einzelbeschwerden machen das Krankheitsbild diffus. Nicht alle Symptome treten bei jedem Patienten auf und nicht alle Therapien helfen jedem Betroffenen. Manche leiden vorwiegend unter Schmerzen, andere leiden unter der ganzen Bandbreite der Symptome. Allerdings gibt es keine Fibromyalgie ohne Schmerzen. Die Weltgesundheitsorganisation hat das Fibromyalgiesyndrom 1992 als Krankheit anerkannt.

 

Anders als Rheuma ist Fibromyalgie keine entzündlich-rheumatische Erkrankung der Muskeln oder Gelenke (trotz des Begriffs des Weichteilrheumas). Daher greifen hier auch keine Rheumamittel. Für Betroffene ist es sehr schwierig den Schmerz zu beschreiben und zu lokalisieren, er kann brennen, stechen, pochen, tief sitzen oder oberflächlich sein. Er kann in den Muskeln, Gelenken, Sehnenansätzen oder auch in den inneren Organen vorkommen, er kann wandern und sich von heute auf morgen verändern. Verstärkt werden die Beschwerden in Stresssituationen, bei körperlicher und seelischer Belastung, Schlafmangel, Kälte, Feuchtigkeit und Infekten.

 

Es gibt zwei Varianten der Fibromyalgie. Man unterscheidet die primäre Fibromyalgie von der sekundären Fibromyalgie. Die primäre Fibromyalgie ist die Bezeichnung der eigentlichen Krankheitsform. Hier geht keine Krankheit als Auslöser voraus, wie es bei der sekundären Fibromyalgie der Fall ist. Bei der sekundären Fibromyalgie sind die Symptome das Resultat einer vorherigen Erkrankung wie z.B. eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus, Borreliose, Herpes usw. Bei dieser Form der Erkrankung lassen sich Labor- und Röntgenveränderungen auf die Krankheit projizieren. Hier kann die Fibromyalgie auch einhergehen mit einer Haupterkrankung wie z. B. Gelenksrheuma, Muskelerkrankungen oder Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS, chronic fatigue syndrome).

 

Vorkommen und Auftreten

Früher galt das Fibromyalgiesyndrom als sehr seltene Krankheit. Da aber immer mehr daran geforscht wird, kann man mittlerweile ziemlich genau sagen, dass ca. 3,2% – 3,8% der deutschen Bevölkerung betroffen sind. Das sind 2,5 bis 3,0 Millionen Menschen in Deutschland. Beim größten Teil der Patienten ist die Diagnose allerdings noch nicht gestellt. Ca. 90% der Betroffenen sind Frauen zwischen 30-50 Jahren, warum dies so ist, ist unklar.

 

Differenzierung

Menschen, die an einer Fibromyalgie leiden, lassen sich je nach Krankheitsbild in drei Untergruppen einteilen, was die Auswahl einer passenden Therapie vereinfachen soll:

  • Gruppe 1: Patienten, bei denen der Schmerz im Vordergrund steht.
  • Gruppe 2: Patienten, bei denen eine Depression im Vordergrund steht, die von einer Fibromyalgie begleitet wird.
  • Gruppe 3: Patienten, deren Fibromyalgie ein Trauma zugrunde liegt.

Ursachen und Risikofaktoren

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Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

Die Ursache der Erkrankung sind noch unklar. Einige Risikofaktoren gelten als mögliche Ursache:

  • Gestörte Schmerzverarbeitung
  • Gravierender Mikronährstoffmangel
  • Störungen in den Mitochondrien
  • Veränderte Nervenfasern
  • Psychische Ursachen
  • Ungesunder Lebensstil
  • Vererbung
  • Ungleichgewicht von Botenstoffen

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht ausreichend erforscht. Viele Risikofaktoren gelten allerdings als mögliche Ursache, die die Entstehung einer Fibromyalgie begünstigen können, hierzu zählen:

Gestörte Schmerzverarbeitung: Hier ist die Verarbeitung von Reizen im Gehirn gestört. Schon die leichteste Berührung kann bei Betroffenen unbeschreibliche Schmerzen auslösen.

Gravierender Vitamin- und Mineralstoffmangel: Es gibt einige Fakten und Studien, die Störungen der Mikronährstoffversorgung von Fibromyalgie-Patienten belegen.1

Störung in den Mitochondrien (Mitochondriopathie). Die Mitochondrien sind die Kraftwerke in den Zellen, die unsere Energie produzieren. Dass einer Fibromyalgie eine Störung in den Mitochondrien zugrunde liegt, wurde von einer Gruppe italienischer Forscher 2015 bewiesen.2 Sollten weitere Forschungen diese veröffentlichte Studie stützen, muss das Fibromyalgiesyndrom wahrscheinlich in die Liste der Mitochondrien-Erkrankungen aufgenommen werden.3 Die Störung der Mitochondrien führt zu oxidativem Stress.

 

 

Oxidativer Stress

Oxidativer Stress entsteht durch das Überangebot an freien Radikalen. Freie Radikale sind Verbindungen, die auf Grund eines „verlorenen“ Elektrons chemisch instabil, kurzlebig und hoch reaktiv sind. Sie entreißen anderen Molekülen Elektronen, um selbst wieder in einen stabilen Zustand übergehen zu können. Dadurch ändern sich jedoch deren Eigenschaften. In unserem Körper kann es durch zu viele freie Radikale (oxidativer Stress) zu Funktionsstörungen innerhalb der Zellen und zu Krankheiten kommen.

Freie Radikale entstehen als Nebenprodukte bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen in unserem Organismus. Vor allem in den Mitochondrien, wo die Energieproduktion für die Zellen stattfindet und aggressiver Sauerstoff verarbeitet wird, entstehen sehr viele freie Radikale. Sie sind aber nicht nur schädlich. Unter anderem erfüllen freie Radikale wichtige Aufgaben in der Immunabwehr, da sie Fremdorganismen, zum Beispiel Bakterien und Viren, attackieren.

 

Damit körpereigene Strukturen, wie die Bausteine der Erbsubstanz, Eiweiße wie Enzyme und besonders ungesättigte Fettsäuren der Zellwand keinen Schaden nehmen, muss die Zelle sich selbst vor Angriffen freier Radikale schützen. Dies übernehmen Radikalfänger, sogenannte Antioxidantien.

 

Sie können Elektronen abgeben, dadurch freie Radikale entgiften und sich selbst in einem Kreislauf von Reaktionen regenerieren. Bekannte Radikalfänger sind die Vitamine C, E und A. Jedoch spielen in der Zelle vor allem auch antioxidative Enzyme wie Superoxiddismutase (SOD), Katalase (KAT) und Glutathionperoxidase (GPX) eine bedeutende Rolle. Diese Enzyme benötigen als Cofaktoren die Spurenelemente Zink, Mangan und Selen sowie Kupfer und Eisen.

Veränderte Nervenfasern:  Forscher haben bei Fibromyalgie-Erkrankten vermehrt veränderte Nervenfasern vorgefunden. Besonders betroffen waren die kleinen Nervenfasern im Muskelgewebe.

Psychische Ursachen wie Stress und Traumata: Sowohl Stress als auch Traumata wie beispielsweise Gewalt in der Kindheit, sexueller Missbrauch, nicht verarbeitete Schicksalsschläge usw. können die Entstehung einer Fibromyalgie begünstigen. Der Körper hat sich hier selbst antrainiert wesentlich sensibler auf äußere Reize zu reagieren und viel schneller auf potentielle Gefahren zu reagieren.

Ein ungesunder Lebensstil (Rauchen, zu viel Alkohol, Drogen), ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und Übergewicht können ein Fibromyalgiesyndrom ebenfalls begünstigen.

Vererbung: Mittlerweile gilt es als sicher, dass eine genetische Disposition für Fibromyalgie vorhanden ist. Vererbt werden Besonderheiten im Stoffwechsel der Botenstoffe im Nervensystem wie Serotonin, Dopamin oder Adrenalin.

Botenstoffe: Bei einigen Fibromyalgie-Betroffenen sind Botenstoffe aus dem Gleichgewicht geraten. Oft liegt ein verminderter Wachstumshormonspiegel und ein erhöhter Prolaktinspiegel vor.

Symptome der Fibromyalgie

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Symptome in der Übersicht

Fibromyalgie äußert sich in vielen verschiedenen Symptomen:

 

Schmerzen:

  • Hauptsymptom, betrifft jeden Patienten
  • Schmerzen sind schwer zu beschreiben
  • Verstärken sich unter verschiedenen Umständen

Reizempfinden:

  • Reizempfindlichkeit aller Sinne

Kälte- und Wärmeempfinden:

  • Kälteempfinden überwiegt

Berührungs- und Druckempfinden:

  • Zarte Berührungen oder fester Druck schmerzen

Funktionelle Beschwerden:

  • Reizdarmsyndrom kommt häufig vor

Schwellung:

  • Wassereinlagerungen kommen sehr häufig vor

Schlafstörungen:

  • Einschlafen ist kein Problem, aber Durchschlafen bereitet Mühe

Angst und Depression:

  • Patienten werden im Verlauf ängstlicher
  • Depressionen sind eine sehr häufige Begleiterscheinung

Erschöpfung:

  • Leistungsfähigkeit nimmt stark ab

Das Fibromyalgiesyndrom setzt sich aus mehreren Symptomen zusammen, die schubweise auftreten. In Fachkreisen wird daher auch von einem Syndrom gesprochen, was das gleichzeitige Vorkommen von mehreren Beschwerden bedeutet. Natürlich hat nicht jeder Betroffene gleichzeitig alle Symptome, manche hat er vielleicht auch gar nicht, andere dafür etwas verstärkt. Die Tatsache, dass es sich um so viele Symptome handelt, die man oft nicht greifen kann, macht diese Krankheit auch für viele Ärzte und Patienten so komplex.

 

Schmerzen: Das Hauptsymptom einer Fibromyalgie, das – nach heutigem Stand der Wissenschaft – jeden Patienten betrifft. Für Betroffene ist es oft sehr schwer, diesen Schmerz zu beschreiben. Wie fühlt er sich an? Wo sitzt er genau? Wandert er? Die häufigste Antwort ist wohl: „Es schmerzt einfach überall!“
Je nach Empfinden kann der Schmerz stechen, bohren, pochen, brennen, dumpf sein, sich in den Gelenken, Muskeln, inneren Organen oder Sehnenansätzen befinden und sich auch wandernd ausbreiten. Die Schmerzen verstärken sich bei Kälte, Feuchtigkeit, Schlafmangel, Infekten sowie bei seelischer und körperlicher Belastung.

 

Reizempfinden: Bei einer fortgeschrittenen Fibromyalgie kommt es meist zu einer ausgeprägteren Reizempfindlichkeit aller Sinne. Lärm, Licht, Berührung, Gerüche, Zugluft – all das wird viel intensiver wahrgenommen, zum Leid der Betroffenen.

 

Kälte- und Wärmeempfinden: In den allermeisten Fällen handelt es sich um eine Kälteempfindlichkeit, die Fibromyalgie-Patienten frieren einfach immer, auch im Hochsommer. Es wird jedoch häufig auch über starkes Schwitzen geklagt.

 

Berührungsempfinden: Bereits zarte Hautkontakte können Unbehagen auslösen, wird der Druck fester, lässt der Schmerz allerdings sofort nach.

 

Druckempfinden: Zarte Hautkontakte werden als angenehm empfunden, je fester der Druck, umso stärker wird der Schmerz.

 

Funktionelle Beschwerden: Viele Betroffene klagen über ein Reizdarmsyndrom – Völlegefühl, Sodbrennen, Blähungen, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Verstopfungen sind hierbei die Symptome. Schluckbeschwerden, Reizhusten, Atemnot, Herzklopfen, Herzrasen, Reizblase, Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Prostatabeschwerden, Kieferschmerzen, Raynaud-Syndrom, Tinnitus, Augenprobleme, trockene Schleimhäute und Brustenge zählen ebenfalls zu den funktionellen Beschwerden. Hier liegt kein organischer Schaden vor, und die Symptome sind meistens nur von kurzer Dauer.

 

Schwellungen: Manche Patienten klagen morgens über geschwollene Finger, Augen und/oder Gesichtspartien. Abends sind bei diesen Fibromyalgie-Betroffenen die Unterschenkel angeschwollen und Wasser sammelt sich in den Füßen.

 

Schlafstörungen: Auch dies ist ein Symptom, das bei so gut wie jeder Fibromyalgie vorkommt. Das Einschlafen gelingt meist problemlos, aber ans Durchschlafen ist selten zu denken.

 

Angst und Depressionen: Im Verlauf der Krankheit werden viele Patienten ängstlicher und schreckhafter. Manchmal bis hin zu einer Angsterkrankung. Depressionen kommen auch nicht selten vor, hier ist auch oftmals unklar, ob die Depression die Fibromyalgie gefördert hat oder ob die Fibromyalgie zur Depression geführt hat.

 

Erschöpfung: Die Leistungsfähigkeit nimmt mit Dauer der Erkrankung ab und macht alltägliche Aufgaben zu einer großen Herausforderung.

Diagnose und Test: Fibromyalgie feststellen

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Diagnose in der Übersicht

  • Von 1990 bis heute wurden verschiedene Kriterien und Methoden in Fachkreisen diskutiert und festgelegt bzw. wieder verworfen.
  • Mittlerweile ist man sich einig, dass die sogenannten Tenderpoints (verschiedene, über den Körper verteilte, festgelegte Schmerzpunkte) nicht mehr als alleiniges Kriterium herangezogen werden dürfen.

ACR-1990 Kriterien: 1990 wurde Fibromyalgie von der ACR (American College of Rheumatology) erstmals anhand einer Reihe von Kriterien definiert. Folgende Kriterien, die auch heute noch oft verwendet werden, müssen zutreffen, um die Diagnose Fibromyalgiesyndrom zu erhalten:

  • Über den Körper verbreitete Schmerzen, die länger als drei Monate andauern.
  • 11 von 18 Tenderpoints müssen bei einem Druck von 4kg schmerzen.

 

Die Rolle der Tenderpoints wird seither häufig angezweifelt und kontrovers diskutiert. Was, wenn nur 10 Tenderpoints schmerzen? Müssen genau diese Punkte schmerzen? 2008 wurden dann neue Leitlinien im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften AWMF veröffentlicht. Diese lauten:

  • Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen
  • Typische Symptome wie Steifigkeit und Schwellung an Händen, Füßen und im Gesicht, Müdigkeit, Schlafstörungen und weitere vegetative und psychische Symptome
  • 11 von 18 Tenderpoints können, müssen aber nicht, vorhanden sein
  • Falls Kontrollpunkte, die nicht wehtun dürften, trotzdem schmerzen, schließt dies eine Fibromyalgie nicht aus

 

 

ACR-2010-Kriterien: 2010 veröffentlichte das ACR eine neue Definition der Kriterien, in denen die Tenderpoints auch nicht mehr ausschlaggebend sind. Hier gilt Folgendes:

  • Größe der schmerzenden Regionen, gemessen anhand eines „regionalen Schmerzindex“ mit 19 Regionen: Oberarm links und rechts, Unterarm links und rechts, Hüfte links und rechts, Oberschenkel links und rechts, Unterschenkel links und rechts, oberer und unterer Rücken, Wange links und rechts, Nacken, Brust, Bauch.
  • Anhand einer „Symptomschwere-Skala“ wird die Schwere des Schmerzes gemessen. Hier werden auch Magen-Darm-Probleme und verschiedene Reizempfindlichkeiten abgefragt. Die Skala reicht von 0 keine Probleme bis zu 12 schwere Beeinträchtigung auf vielen Ebenen.

Ein Fibromyalgiesyndrom wird demnach diagnostiziert, wenn ausgebreitete Schmerzen mit einem regionalen Schmerzindex von 7 oder höher bestehen und gleichzeitig die Symptomstärke mindestens 5 beträgt; alternativ können die Schmerzen auch weniger ausgebreitet sein, dafür müssen jedoch stärkere Symptome vorliegen. Die Symptome müssen in ähnlicher Stärke bereits drei Monate bestehen, und die Beschwerden dürfen nicht durch eine andere Erkrankung hervorgerufen werden.

2011 wurden die deutschen Leitlinien erneut überarbeitet, und die Definitionen von AWMF 2008 und ACR-2010 wurden verschmolzen. Nun müssen für die Diagnose sowohl ausgebreitete Schmerzen als auch eine gewisse Beschwerdestärke vorhanden sein.4

Fibromyalgie oft erst spät erkannt

Vom Beginn der Krankheit bis zur Diagnose vergehen oft Jahre, in denen der Betroffene von Arzt zu Arzt und Klinik zu Klinik rennt, ohne irgendwelche Befunde zu erhalten. Eigentlich ist das Stellen einer Diagnose anhand der oben beschriebenen Faktoren nicht schwer, der Arzt muss allerdings an eine Fibromyalgie denken und auch Erfahrung auf diesem Gebiet haben.

Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

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Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • schleichender Verlauf
  • beginnt mit vereinzelten Schmerzen, die irgendwann alles einnehmen
  • psychische Probleme können im Verlauf hinzukommen
  • nicht heilbar, aber kontrollierbar
  • keine verkürzte Lebenserwartung
  • Symptome verstärken sich unter verschiedenen Umständen

 

So vielschichtig und individuell die Krankheit auch ist, so ist auch ihr Verlauf für jeden einzelnen Patienten. Am Anfang stehen meistens Rückenschmerzen, zu denen sich dann einzelne oder mehrere der bereits beschriebenen Symptome dazu schleichen. Irgendwann hat sich der Schmerz dann komplett ausgebreitet und betrifft den ganzen Körper. Nun vermehren sich auch die Schlafstörungen und die funktionellen Beschwerden nehmen zu. Seelische und psychische Beschwerden können hinzukommen, die sich aus der langen Leidensgeschichte heraus entwickelt haben. Da eine Fibromyalgie auch oft aufgrund von Traumata oder unverarbeiteten seelischen Belastungen entsteht, können diese – oft verdrängten – Geschehnisse auch wieder an die Oberfläche kommen. Ein wellenförmiger Verlauf ist charakteristisch.

 

Nach dem heutigen Stand ist Fibromyalgie nicht heilbar, aber mit der passenden Therapie kontrollierbar. Die Lebenserwartung ist nicht verkürzt. Die ständigen Schmerzen bestimmen zwar das Leben und schränken es oft ein, die Schmerzen bei Fibromyalgie führen jedoch nicht zu organischen oder bleibenden Schäden und lassen auch keine Behinderungen entstehen. Je früher Sie mit der Behandlung der Fibromyalgie starten, desto besser können Sie deren Verlauf beeinflussen.

Ernährung bei Fibromyalgie

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Ernährung in der Übersicht

  • Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem abwechslungsreich und reich an Vitaminen und weiteren Mikronährstoffen – das Gegenteil der Western Diet.
  • Wichtig ist, dass unsere tägliche Ernährung reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthält. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Diese chronische Entzündung lässt Arterien verkalken, schwächt unseren Darm und unser Immunsystem, beeinflusst unsere Psyche negativ und lässt letztlich Zellstress entstehen. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen bei Fibromyalgie in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich präventiv vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf Fibromyalgie
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

 

 

Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen, für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie Fibromyalgie lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

 

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

PRO Anti-entzündliche Ernährung (mediterrane Diät)KONTRA
Pro-entzündliche Ernährung („Westliche“ Diät)
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen: Beeren, Zitrusfrüchtw, Äpfel
Gemüse (mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-HaltungWurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chilli, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

 

 

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und bewahren sich vor Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

Zum Beginn der Ernährungsumstellung bei Fibromyalgie kann man eine Fastenwoche einlegen, um den Körper und vor allem den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen und zu reinigen. Der Verzicht auf Kohlenhydrate hat bei sehr vielen Betroffenen schon zu einem starken Rückgang der Schmerzen geführt. Es kann sein, dass sich Magen und Darm anfangs an die neue Art der Ernährung gewöhnen müssen, Vollkornprodukte, Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth, Buchweizen), rohes Gemüse und frisches Obst bedeuten mehr Arbeit für den „faul“ gewordenen Verdauungstrakt. Er braucht somit mehr Zeit zum Verdauen als bei vorgekochten Fertigprodukten, Weißbrot und Konservenobst. Strukturieren Sie Ihren Tag so, dass Sie genug Zeit für 3 Hauptmahlzeiten haben. Snacks sollten aus frischem Obst, Rohkost oder Nüssen bestehen.

Pegane Ernährung bei Fibromyalgie

Um sich Ideen für Rezepte und Lebensmittel zu holen, können Sie Bücher oder Blogs zu Clean Eating, vegane/pegane (Kombination aus Vegan und Paleo) Ernährung oder Paleo lesen. Auch wenn bis jetzt keine eindeutigen wissenschaftlichen Empfehlungen vorliegen, scheint besonders die pegane Ernährung bei vielen Betroffenen einen positiven Einfluss auf die Fibromyalgie zu haben.

Therapie und Prävention der Fibromyalgie

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

 

Mikronährstoffe

Das-Wichtigste-in-Kürze

Mikronährstoffe in der Übersicht

  • Mikronährstoffe sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen bei Fibromyalgie. Besonders wichtig sind Vitamin D und B12.
  • Einige der typischen Fibromyalgie-Medikamente erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Der Körper muss mit Mikronährstoffen optimal versorgt sein, damit schwere Formen und Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden können.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

 

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung in und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

 

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

 

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

 

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

 

 

Mikronährstoffkonzentrate Testsieger



Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

 

Zahlreiche Komplementärmediziner, allen voran Dr. med. Wolfram Kersten, gehen mittlerweile davon aus, dass eine Fibromyalgie auf eine Schwächung und Störung in den Mitochondrien zurückzuführen ist.5 Um diese wieder zu stärken, ist es unumgänglich, die Ernährung rigoros umzustellen und den Mikronährstoffmangel, der bei vielen Betroffenen im Blut nachgewiesen wird, aufzufüllen und konsequent zu verhindern. Die Mängel betreffen verschiedene B-Vitamine (hauptsächlich B12), Spurenelemente und Mineralien wie Selen, Magnesium, Kupfer, Zink, Carnitin, Coenzym Q10 und mehr. Vitamin D ist ebenfalls ein Vitamin, das für etliche Körperfunktionen benötigt wird und bei knapp 80 % der Deutschen im Mangel ist. Um dieses Defizit auszugleichen und auf einem hohen Level zu halten, reicht eine ausgewogene Ernährung bei weitem nicht aus.

 

Um den krankmachenden Stoffwechsel in den Mitochondrien umzustellen und den Körper vor weiterem oxidativen Stress durch freie Radikale zu schützen, empfiehlt die Mikronährstoffmedizin das Zuführen verschiedener Antioxidantien und Pflanzenstoffe wie Vitamin C, Vitamin E, die Alpha-Liponsäure, Vitamin B3, NADH, L-Carnitin und Coenzym Q 10. Freie Radikale sind unvollständige Moleküle, in deren Struktur ein Elektron fehlt. Sobald ein freies Radikal entsteht, entreißt es dem nächstbesten intakten Molekül das fehlende Elektron und macht dieses auch zum freien Radikal. So entsteht innerhalb von Sekunden eine gefährliche Kettenreaktion, die man nur mit der Zufuhr von genügend Antioxidantien unterbinden kann. Antioxidantien sind Moleküle, die freiwillig dem freien Radikal das fehlende Elektron abgeben. Sie werden danach nicht selbst zum freien Radikal und können die Kettenreaktion so unterbinden.

 

 

Mikronährstoffe bei Fibromyalgie

Malic Acid: Malic Acid ist Apfelsäure und wird in erster Linie erfolgreich bei Fibromyalgie eingesetzt. Es ist eine körpereigene Substanz, die für die Energieproduktion des Körpers eine wichtige Rolle spielt. Die Untersuchungsergebnisse von Malic Acid bei Fibromyalgie-Patienten waren sehr vielversprechend, eine Besserung der Symptome wurde schon nach 48 Stunden festgestellt.6 Apfelsäure behebt den lokalen Sauerstoffmangel im Muskelgewebe, der zu einer eingeschränkten Energieproduktion in den Mitochondrien führt.

 

Methionin: Auch die günstige Wirkung von L-Methionin, einer schwefelhaltigen Aminosäure, auf Fibromyalgie wurde in mehreren Untersuchungen erwiesen.7, 8, 9, 10

 

Magnesium: Ein Magnesiummangel ist mit Muskelverspannungen und Muskelkrämpfen verbunden, daher sollten Fibromyalgie Patienten immer auf eine ausreichende Zufuhr von Magnesium achten. Magnesium ist elementar wichtig für alle Muskelfunktionen und an der Energiebildung in den Mitochondrien beteiligt. Studien haben ergeben, dass Fibromyalgie Patientinnen einen niedrigeren Magnesiumspiegel haben als gesunde Frauen.11

 

Vitamin-B-Komplex: Vor allem Patienten, die bestimmte Antidepressiva einnehmen, müssen die B-Vitamine supplementieren. Sie können einen Mangel der B-Vitamine verursachen. Zudem sind Vitamin B2, B6, B12 und Folsäure beim Abbau von Homocystein beteiligt und können so dem oxidativen Stress entgegenwirken.

 

Antioxidantien: Die Mitochondrien der Fibromyalgie Patienten sind weniger leistungsfähig, daher sollten sie mit den Antioxidantien Coenzym Q10, Vitamin C und Vitamin E unterstützt werden. Nach der Einnahme von Coenzym Q10 klagten die Betroffenen weniger über Müdigkeit und Schlafstörungen, und es kam zu einer Reduktion der Schmerzen. Dies fand man bei einer kleinen hochwertigen Studie und zwei Vorstudien heraus.12 Vitamin C und Vitamin E sind Radikalfänger, sie senken den oxidativen Stress bei Fibromyalgie. Um Behandlungserfolge zu messen, kann man den antioxidativen Status durch einen Arzt überprüfen lassen.

 

L-Carnitin: L-Carnitin transportiert Zellgifte aus den Mitochondrien und leitet Fettsäuren in die Mitochondrien. Es hat nervenschützende Eigenschaften und stärkt das Immunsystem. Bei einem Mangel kann es zu Muskelbeschwerden kommen. In einer Studie wurden zwei Gruppen 10 Wochen lang beobachtet. Bei der L-Carnitin Gruppe nahmen Muskelschmerzen und psychische Symptome ab, und es stellte sich eine Besserung des allgemeinen Wohlbefindens ein.

 

Vitamin D: Vitamin D reduziert Entzündungsbotenstoffe, die Schmerzen verursachen. Eine erste Vitamin D Studie an Fibromyalgie-Patienten belegte eine deutliche Schmerzreduktion bei acht von elf Patienten.13 Darüber hinaus können Depressionen durch Vitamin D gelindert werden.

 

Omega-3: Omega-3-Fettsäuren wirken antioxidativ und antientzündlich. Das richtige Verhältnis der Omega 3- zu den Omega 6-Fettsäuren im Körper ist wichtig. Menschen mit chronischen Schmerzen weisen oft höhere Omega 6-Werte auf.

 

Tryptophan: Tryptophan ist eine Aminosäure, die zur Produktion von Serotonin dient. Einige Fibromyalgie Patienten haben bei Blutuntersuchungen einen niedrigen Tryptophanspiegel. Die Patienten mit einem besonders niedrigen Tryptophangehalt im Blut, haben auch besonders starke Schmerzen.

 

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

Entspannungstechniken

Entspannungstechniken können Ihnen dabei helfen, besser mit dem Schmerz und der psychischen Belastung im Alltag umzugehen. Methoden wie autogenes Training, Yoga, Qi Gong oder Mediation entspannen Körper und Geist und sorgen für mehr Ausgeglichenheit und innere Zufriedenheit.

 

Sport und Bewegung

Um überschüssige Pfunde loszuwerden, Stress abzubauen und nicht einzurosten, gibt es seit 2017 in den S3-Leitlinien „Fibromyalgiesyndrom“ sehr gute Empfehlungen für einzelne Sportarten wie Wassergymnastik und Ausdauersport.

 

Positive Lebenseinstellung

Eine positive Lebenseinstellung stärkt nicht nur unser Immunsystem, sondern wirkt sich auf den gesamten Organismus harmonisierend aus. Dankbarkeit für alles Gute lenkt die Aufmerksamkeit auf Kraftquellen im Alltag.

 

Verzicht auf Rauchen und Alkohol

Häufiger Alkoholkonsum wirkt schädigend auf vielen Ebenen, u. a. durch Mikronährstoffmangel und entsprechende Folgen für Körper und Seele.

Stressreduktion und Entspannungstechniken:

Dass die Vermeidung von Stress unserer Gesundheit zugutekommt, ist wohl jedem bewusst. Die konkrete Umsetzung im Alltag stellt jedoch meist eine große Herausforderung dar.

Grundsätzlich gilt: Die eigene Gesundheit sollte immer oberste Priorität haben. Es dient niemandem, wenn wir durch Krankheit eingeschränkt werden.

Auf Phasen der Aktivität sollten stets Phasen der Ruhe und Erholung folgen. Wenn dies an einigen Tagen nicht möglich ist, sollten dafür zeitnah Freiräume geschaffen werden, die für das Wohlbefinden und die Regeneration reserviert sind.

Hilfreich sind beispielsweise fest eingeplante Termine im Kalender, die der eigenen Regeneration dienen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der „Termin“ mit einem Hobby, einen ausgedehnten Spaziergang, Treffen mit Freunden oder einfach dem Nichtstun gefüllt wird.

Alles was dem eigenen Wohlbefinden dient, ist richtig.

Wichtig: Diese Wohlfühl-Termine haben die gleiche Priorität wie das Fußballtraining der Kinder, wie das Geschäftsessen mit den Kunden oder der Geburtstagsfeier der Schwägerin.

 

Es gibt zahlreiche Methoden die regelmäßig praktiziert zu einer nachhaltigen Entspannung auf körperlicher und psychischer Ebene beitragen. Einige der bekanntesten Entspannungsübungen seien hier kurz vorgestellt. Welche die geeignetste ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

 

Autogenes Training: Das Autogene Training ist ein Entspannungsverfahren, das von einem Psychiater bereits vor fast 100 Jahren entwickelt wurde. Es geht darum, die Fähigkeit der Selbstentspannung zu entwickeln, die sich mittels autosuggestiver (= sich selbst beeinflussender) Übungen verbessern soll.

Über bewusste Konzentration auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird ein Zustand tiefer innerer Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit erzeugt. Regelmäßig angewendet, kann das Autogene Training insbesondere stressbedingte Beschwerden lindern oder sogar dauerhaft beheben.

 

Yoga: Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Vereinigung, Integration“ als auch „Anspannen“. Der Ursprung des Yoga liegt in Indien und ist eine philosophische Lehre, die eine Vielzahl geistiger und körperlicher Übungen bzw. Praktiken, Atemübungen und Meditationstechniken umfasst. Ziel ist es, Körper und Seele auf dem Weg der Selbsterkenntnis wieder in Einklang zu bringen. Yoga hat bei uns im Westen weite Verbreitung gefunden, da das regelmäßige Praktizieren nachweislich einige positive Effekte sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit hat. Es wurden Verbesserungen bei Durchblutungsstörungen, Angst und Depression, Störungen im vegetativen Nervensystem, Bluthochdruck, Asthma, Muskelschmerzen, Hormonstörungen und vielem mehr beobachtet.6

 

Qi Gong: Qi Gong ist eine aus China stammende Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zum Training von Körper und Geist. Verschiedene Atem-, Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsübungen werden miteinander kombiniert. Die Übungen dienen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses im Körper. In der chinesischen Philosophie dient das regelmäßige Praktizieren des Qi Gong sowohl der Gesundheitsvorsorge als auch durch die Förderung und Stabilisierung des Energiehaushaltes der Behandlung von Krankheiten.

Qi

Qi stammt auch dem Chinesischen und bedeutet soviel wie Energie, Atem, Äther oder Fluidum. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird damit die Energie bezeichnet, die allem Leben zugrunde liegt. Gesundheit ist, gemäß der chinesischen Philosophie, ein gleichmäßiger Energiefluss, der den ganzen Körper in den Meridianen (Kanäle, in denen die Lebensenergie fließt) durchzieht. Stauungen oder Blockaden im Energiefluss führen von Funktionseinschränkungen des Organismus bis hin zu manifesten Krankheiten.

  • Meditation:Meditation (lat. meditari = nachdenken, nachsinnen, die Mitte finden) ist eine spirituelle Praxis, die in vielen Religionen und Kulturen bekannt ist. Verschiedene Wahrnehmungs-, Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen helfen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, die eigene Mitte wieder zu spüren und Kraftressourcen in sich zu entdecken. Es wird unterschieden in passive und aktive Meditationstechniken. Zu den passiven Varianten zählen die Kontemplation, Stille und Schweigen, Achtsamkeitsübungen und transzendentale Meditation. Aktive Techniken sind z.B. Yoga, Geh-Meditationen, Mantra- oder Gebetrezitationen, Tanz und Musizieren mit Rhythmusinstrumenten.

 

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und Biofeedback

Biofeedback-Programme (auch Computer-gestützt) und Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung sind in Kombination sehr erfolgreich. Besonders vielversprechend erwiesen sich diese Behandlungsoptionen im Zusammenspiel mit einer komplexen Mikronährstoffergänzung.

 

Sport und Bewegung

Körperliche Bewegung bei der Behandlung der Fibromyalgie spielt eine immer größere Rolle. Prof. Dr. med. Christoph G. O. Baerwald, Leiter der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig, nennt die physikalische Therapie beim Symposium „Fibromyalgie“ auf dem Internistenkongress in Mannheim ebenfalls an erster Stelle (2). „Körperlich aktiv zu werden, ist für die Patienten ganz entscheidend“, hebt der Rheumatologe und Sprecher des Arbeitskreises Schmerz in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie hervor. In der 2017 abgeänderten deutschen S3-Leitlinie „Fibromyalgiesyndrom“ werden einzelne Sportarten klar und verständlich dargelegt und mit unterschiedlichem Stärkegrad empfohlen.14 So erhält zum Beispiel Wassergymnastik oder das Ausdauertraining geringer bis mittlerer Intensität eine starke Empfehlung. Das kann Fahrrad fahren oder Tanzen sein, Aquajogging oder schnelles Spazierengehen, es sollte nur 2- bis 3-mal pro Woche über mindestens 30 Minuten dauern.

 

Positive Lebenseinstellung

Eine positive Lebenseinstellung kann sich in vielfacher Hinsicht günstig auf Ihre Gesundheit auswirken, Gedanken und Vorgänge im Körper beeinflussen und das Immunsystem stärken. Eine positive Haltung dem Leben gegenüber verändert nicht augenblicklich unsere Umstände und Beschwerden. Wer jedoch durch den Tag geht und seinen Blick auf all die vielen Momente richtet, die Schönes mit sich bringen, auf die netten Begegnungen, die guten Gespräche oder auf den freien Parkplatz vor dem Geschäft, verändert mit der Zeit seine Perspektive und nimmt immer mehr von dem wahr, was uns dankbar sein lässt.

 

Um zu lernen, die eigene Wahrnehmung auf all das Gute zu richten, das uns trotz allem Unwohlsein, trotz aller Widrigkeiten und Sorgen jeden Tag widerfährt, ist es hilfreich, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Das Schreiben lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das, wofür wir dankbar sind. Widmen wir uns dem Tagebuch am Abend vor dem Schlafengehen, ist es zugleich ein schönes Ritual, das uns den Tag mit positiven Gefühlen beschließen lässt und unsere Gedanken zur Ruhe bringt.

 

Verzicht auf Rauchen und Alkohol

Dass Nikotin und Alkohol schädlich für die Gesundheit sind und überall im Körper Schäden anrichten können, ist weitreichend bekannt.

Alkohol erschwert einerseits die Aufnahme wichtiger Vitamine und Spurenelemente, andererseits werden beim Abbau des Alkohols in der Leber wichtige Nährstoffe verbraucht, die dem Körper an anderer Stelle fehlen. Die Auswirkungen von chronischem Alkoholkonsum wurde u. a. hinsichtlich Vitamin B6 erforscht.

Ein Mikronährstoffmangel führt zu vielfältigen Beschwerden sowohl körperlicher wie auch seelischer Art und kann somit ebenso die Fibromyalgie verstärken.

Konventionelle Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Die gängigen Schmerzmittel (Diclofenac, Ibuprofen, ASS, Paracetamol, Morphine usw.) verschaffen kaum bis gar keine Linderung.
  • Auch antientzündliche Medikamente wie Kortison bewirken bei Fibromyalgie nichts.
  • Antidepressiva, die den erniedrigten Serotoninspiegel im Blut und Hirn erhöhen, wirken hingegen schon bei sehr geringer Dosierung.
  • Operationen: Operationen haben in der Regel nicht den gewollten Effekt.

Trotz einer Vielzahl angebotener Medikamente, hat sich bis heute noch keine wirklich wirksame Medikamententherapie für die Fibromyalgie etabliert. Die gängigen Schmerzmittel (Diclofenac, Ibuprofen, ASS, Paracetamol, Morphine usw.) verschaffen kaum bis gar keine Linderung. Auch antientzündliche Medikamente wie Kortison bewirken bei Fibromyalgie nichts. Antidepressiva, die den erniedrigten Serotoninspiegel im Blut und Hirn erhöhen, wirken hingegen schon bei sehr geringer Dosierung.

In Deutschland ist bislang noch kein Medikament zur spezifischen Behandlung einer Fibromyalgie zugelassen. Das bedeutet, der Arzt kann nur dann ein Antidepressivum verschreiben, wenn z. B. eine Depression als Begleiterkrankung eines Fibromyalgie-Syndroms vorliegt oder chronische Schmerzen behandelt werden möchten.

 

Antidepressiva: bestimmte Antidepressiva  haben einen positiven Effekt auf Schmerzen, der allerdings erst später einsetzt. Wie bereits erwähnt, benötigt man zur Behandlung einer Fibromyalgie wesentlich geringere Dosen als zur Behandlung einer Depression. Einige Antidepressiva haben auch eine leichte schlaffördernde Wirkung, daher sollten sie abends eingenommen werden. Bei Antidepressiva klagen die Patienten oft über Mundtrockenheit oder ein verstärktes Durstgefühl sowie einen gesteigerten Appetit.

Wirkungsweise von antidepressiven Medikamenten

Die meisten antidepressiven Medikamente erhöhen „die Verfügbarkeit von Nervenbotenstoffen (Neurotransmittern) im synaptischen Spalt.“ So können Sie es vielfach nachlesen. Doch was bedeutet das genau?

 

Die Übertragung von Signalen über unsere Nerven geschieht in zwei Etappen. Zunächst wird ein elektrisches Signal in der Nervenzelle erzeugt, das über die langen Ausläufer dieser Zelle läuft, bis es an die nächste Nervenzelle übergeben werden muss.

Die Verbindung zwischen den beiden Nervenzellen heißt Synapse. So eine Synapse ist fast so aufgebaut wie ein Gelenk zwischen zwei Knochen. Zwischen den beiden Enden befindet sich ein kleiner, mit Flüssigkeit gefüllter Spalt, der sogenannte synaptische Spalt.

Kommt nun so ein elektrisches Signal an eine Synapse, müssen die elektrischen Signale in chemische umgewandelt werden. Dazu werden unterschiedliche Botenstoffe von einem Nervenende in den Spalt abgegeben und auf der anderen Seite von der anderen Zelle erkannt und wieder in ein elektrisches Signal umgewandelt.

 

Medikamente können nun auf verschiedene Weise die Menge der Botenstoffe im Spalt erhöhen und deren Wirkung verlängern und verstärken. Weil man die Botenstoffe nicht direkt einnehmen kann, muss man deren Wirkungsweise auf indirekte Weise erhöhen, indem man beispielsweise deren Abbau verlangsamt. Auf diese Weise stehen dann mehr stimmungsaufhellende und aktivierende Botenstoffe zur Verfügung.

Dies ist auch auf natürliche Weise möglich, indem man dem Körper durch Bewegung, richtige Ernährung und die Zufuhr zusätzlicher Mikronährstoffe den Aufbau von mehr dieser Botenstoffe ermöglicht.

Beruhigungsmittel: Medikamente mit einem muskelentspannenden Effekt oder reine Schlafmittel haben sich bei Fibromyalgie noch nicht bewährt und wurden auch noch nicht ausreichend untersucht. Bei einigen dieser Substanzen handelt es sich außerdem um Medikamente, die zu einer Abhängigkeit führen können.

 

Antikonvulsivum: Die Behandlung mit einem Antiepileptikum ist relativ neu. Dieses Medikament ist eigentlich ein Mittel gegen Epilepsie und konnte bei einem Teil der Fibromyalgie Betroffenen die Schmerzen lindern. Manche Patienten klagen bei der Einnahme über Müdigkeit und Benommenheit.

 

Schmerzmittel: Die gängigen Schmerzmittel haben bei Fibromyalgie kaum bis keine Wirkung. Medikamente aus der Gruppe der Opioide können wirken. Allerdings werden diese von den Patienten wegen erheblicher Nebenwirkungen abgelehnt.

 

 

Fibromyalgie & OP

Obwohl viele Experten davon abraten und Operationen auch nicht den gewollten Effekt haben, werden Patienten mit Fibromyalgie dreimal so oft operiert wie die Durchschnittsbevölkerung. Solche Operationen sind ohne pathophysiologischen Hintergrund und kommen daher für erfahrene Ärzte nicht in Betracht. Grund für die vielen Operationen können auch vorab falsche Diagnosen sein, aufgrund dessen dann unnötig operiert wird und sich im Anschluss keine Besserung einstellt.

Ganzheitliche Therapie

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Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

Aufgrund der breit gefächerten Symptome ist die Therapie bei Fibromyalgie immer fachübergreifend und multimodal. Die Wirksamkeit vieler Therapien ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, sondern stammt aus der Erfahrungsmedizin. Was einigen Betroffenen bei Fibromyalgie hilft, schlägt bei anderen nicht an – probieren Sie es aus.

 

Alternativen Heilmethoden:

  • Traditionelle chinesische Medizin
  • Taiiquan
  • Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuß
  • Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht
  • Osteopathie
  • Magnetfeldtherapie
  • Schröpfen
  • Mitochondrien-Therapie nach Dr. med. Wolfram Kersten
  • Guaifenesintherapie
  • Entgiften
  • Entsäuern

 

Physikalische Therapie:

  • Wärmebehandlungen (warme Bäder, Bestrahlung, Wickel, Sandliege)
  • Kältebehandlungen (Kältekammer, Packungen, Kaltluft)
  • Elektrotherapie (Stanger-Bäder, Ultraschall, Ultrareizstrom, TENS-Therapie, Laser-Therapie, Pulsierende Magnetfeldtherapie)
  • Salzbäder, Massagen, Lymphdrainage

Krankengymnastik:

  • Dehnungsübungen
  • Wassergymnastik
  • Rückenschule
  • Wirbelsäulengymnastik
  • Medizinische Trainingstherapien an Geräten

Psychotherapie:

  • Ungelöste Konflikte aus der Kindheit, Traumata und Ängste können hier besprochen und gelöst werden.

 

Phytotherapie:

  • Schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Medikamente auf pflanzlicher Basis, können auch bei Fibromyalgie eingesetzt.

 

Homöopathie:

  • Auch die Homöopathie hält einige Mittel bereit, die Linderung für Sie schaffen können. Hier gilt es, mit einem erfahrenen Homöopathen, das für Sie passende Mittel herauszufiltern.

 

Schüßler-Salze:

  • „Schüßler Salze“ ist eine alternative Heilmethode auf homoöpathischer Basis nach Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler.

 

Komplementärmedizinische Methoden werden bei der Fibromyalgie-Therapie immer beliebter, da sie schon sehr vielen Betroffen zu einer besseren Lebensqualität und Linderung der Schmerzen verholfen haben. Auch hier gilt natürlich, Sie müssen für sich herausfinden, was stimmig ist und hilft.

 

Alternative Heilmethoden

Traditionelle chinesische Medizin (TCM): Es gibt fünf Säulen, die bei der TCM Behandlung von Fibromyalgie zum Tragen kommen, das sind neben der Arzneitherapie noch therapeutische Gespräche, Akupunktur, naturheilkundliche Körpertherapie und Ernährung.15

 

Tai Chi: Beim Tai Chi fließen Erfahrungen aus drei wichtigen Strömen der taoistischen Kulturen zusammen, nämlich der Medizin, der Kampfkunst und der Philosophie, wobei die philosophische Basis der Taoismus und die Prinzipien von Ying und Yang mit beinhaltet sind. Ziele des Tai Chi sind durch Übungssysteme mit der Hand oder der Faust mit dem Tai Chi eins zu werden. In einer randomisierten, einfach verblindeten, kontrollierten Studie im US-amerikanischen Boston haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, dass Tai Chi sogar effektiver als aerobes Ausdauertraining ist.16

 

Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuß: Die Dorn Methode kann dabei helfen, aus dem Gleichgewicht geratene Nervenfunktionen wieder zu re-balancieren mit positiven Konsequenzen auf allen Ebenen.

 

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht: Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht arbeitet mit einer manualtherapeutischen Technik, der sogenannten Osteopressur. Dabei werden gezielt Schmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut gedrückt. So kann über die Knochen eine besonders schnelle Rückkopplung mit dem Gehirn stattfinden. Das Gehirn gibt daraufhin den Muskeln und Faszien in der betroffenen Körperregion das Signal, sich zu entspannen. Auf diese Weise lassen sich die zu hohen muskulär-faszialen Spannungen schnell und effektiv normalisieren. Diese muskulär-faszialen Spannungen im ganzen Körper sind – nach Auffassung von „Liebscher & Bracht“ – die Ursache für die quälenden Schmerzen. „Liebscher & Bracht“ Schmerztherapeuten zeigen Ihnen Wege und Maßnahmen auf, mit denen die Verschnaufpausen zwischen den Anfällen immer länger werden können und sich Ihre Lebensqualität auf Dauer erheblich verbessern kann.17

 

Osteopathie: Bei der Osteopathie werden nur mit Hilfe der Hände Blockaden und Gewebespannungen gelöst und durch Anregung der körpereigenen Selbstregulierungsmechanismen wieder normalisiert. Die Deutsche Osteopathie Schule in Hamburg führte 2018 eine Studie in Bezug auf die Schmerzreduktion für Fibromyalgie Patienten durch Osteopathie durch. Zu Studienende war in beiden Behandlungsgruppen eine im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikante Reduktion der Schmerzintensität zu beobachten.18

 

Magnetfeldtherapie: Die niedrigfrequente Magnetfeldtherapie verbessert die Funktion, die Schmerzen, die Müdigkeit und den globalen Status der Patienten mit Fibromyalgie, dies bewies eine randomisierte, doppel-blinde, Placebo-kontrollierte klinische Studie.19

 

Schröpfen: Durch Schröpfen werden mit Hilfe von Glaskugeln, die sich auf bestimmten Hautzonen festsaugen, Impulse gesetzt, die die Selbstheilungskräfte anregen sollen. Bei Fibromyalgie-Patienten führt es zu einer starken Hautdurchblutung, dadurch zu einer Wärmebildung und zur Entspannung der darunterliegenden Muskulatur.

 

Mitochondrien-Therapie nach Dr. med. Wolfram Kersten: Die Mitochondrien-Therapie nach Dr. med. Wolfram Kersten stützt sich auf 11 Säulen. Belastungsanpassung, Ernährungsumstellung (LOGI-Diät), Ausgleich von Mangelerscheinungen, Reduktion des oxidativen und nitrosativen Stresses, Normalisierung des Säure-Basen-Haushaltes, Guaifenesintherapie nach Amand, Physikalische Therapie, Erlernen von Entspannungstechniken, Entgiftung, Herdsuche und Herdsanierung, Intermittierende Hypoxietherapie. Kersten ist der Auffassung, dass das Fibromyalgiesyndrom sehr wohl erfolgreich therapiert werden kann.5

 

Guaifenesintherapie: Es gibt unzählige positive Berichte über die Therapie mit dem Hustenmittel Guaifenesin. Ihr Entdecker, der Professor für Endokrinologie der University of California Paul St. Amand, forschte 30 Jahre bis er zu dem Schluss kam, dass Guaifenesin eine Fibromyalgie heilen kann. Laut ihm könne der Körper (wegen eines Gendefektes) vorhandene Phosphatüberschüsse nicht mehr ausscheiden. Diese werden in den Gelenken und im Gewebe eingelagert und führen zu den Schmerzen einer Fibromyalgie. Guaifenesin ist eigentlich ein Hustenmittel, aber als Nebeneffekt reguliert es den Phosphat-Stoffwechsel wieder. Die Therapie von Amand basiert auf drei Säulen:

  • Tägliche Einnahme von Guaifenesin in der individuell richtigen Dosis,
  • Vermeidung von Salicylaten – vor allem in Medikamenten und Produkten, die mit der Haut in Berührung kommen und
  • die Umstellung der Ernährungsweise auf eine kohlenhydratarme Kost, da Fibromyalgie-ähnliche Symptome häufig von Blutzuckerschwankungen ausgelöst werden. Kohlenhydratarme Ernährung hält den Blutzucker konstant.20

 

Entgiften: Bei chronischen Krankheiten wie dem Fibromyalgiesyndrom sollte man Umweltbelastungen möglichst gering halten und vorhandene Vergiftungen (unter anderem durch Pestizide und Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Umweltgifte, Schadstoffe in Pflegeprodukten, Konsumgifte wie Nikotin und Alkohol, chemische Medikamente usw.) ausleiten, um den Körper zu entlasten. Zeitgleich sollten die Entgiftungsorgane des Körpers Leber, Darm und Niere gestärkt werden, um die Regulations- und Reaktionsfähigkeit zu verbessern. Eine Entgiftungskur sollten Sie nicht ohne therapeutische Hilfe durch einen Heilpraktiker oder Naturheilkundler durchführen.

 

Entsäuern: Die Übersäuerung ist von der Schulmedizin nicht anerkannt, wird aber aus naturheilkundlicher und ganzheitlicher Sicht für zahlreiche Beschwerden verantwortlich gemacht, zu denen Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche gehören, alles Symptome, die man bei Fibromyalgie-Patienten häufig antrifft. Daher ist Entsäuerung ein sinnvoller Baustein einer ganzheitlichen Fibromyalgie-Therapie.

 

 

Was ist Übersäuerung und wie kann man das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherstellen?

Unser Körper verstoffwechselt alles, was wir essen und trinken, je nach Zusammensetzung der Lebensmittel zu Säuren oder Basen. Für die Gesundheit wichtig ist eine basenüberschüssige Ernährung. Unsere westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten führen jedoch zu einem Säureüberschuss im Körper. Langfristig zeigt sich das in funktionellen Störungen des Organismus, die man zum Beispiel an andauernder Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Karies, Haut- und Verdauungsproblemen oder Haarausfall erkennen kann. Langfristig führt Übersäuerung zu zahlreichen Erkrankungen, allen voran Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose.

Ursachen für einen übersäuerten Organismus sind:

  • Ernährungsgewohnheiten, die viele Säurebildner enthalten wie Fleisch, Wurst, und Milchprodukte, Auszugsmehl, Zucker, Süßigkeiten, alle industriell gefertigten Nahrungsmittel, Alkohol und Kaffee
  • Ein stressiger Alltag, wenig Bewegung, wenig Erholungszeiten
  • Psychische Belastung, Sorgen und Konflikte
  • Sauerstoffmangel durch flache Atmung und wenig frische Luft

Die Entgiftungsorgane wie Leber, Niere, Lunge, Darm und Haut können einen großen Teil der Säuren, die im Stoffwechselprozess entstehen, abpuffern und ausleiten. Zur Pufferung braucht der Körper Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Zink, die bei einer ungünstigen Ernährung aus den körpereigenen Mineralstoffspeichern wie dem Haarboden, den Zähnen und den Knochen gelöst wird. Auch über die Lunge wird eine beträchtliche Menge an Säuren abgeatmet sowie über die Nieren durch ausreichend Trinken von Wasser ausgeschieden. Wird dem Körper jedoch über einen langen Zeitraum ein Säureüberschuss zugemutet, führt das zu einer Überlastung. Das Zuviel an Säuren kann nicht mehr ausgeschieden werden, sondern wird in Gelenken, Muskeln und im Bindegewebe eingelagert.

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen, gibt es einige Grundsätze, die zu festen Lebensgewohnheiten werden sollten:

  • Basenüberschüssige, mineralstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost oder schonend gedünstetem Gemüse, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Mandeln, Samen, Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, frischen Kräutern und Gewürzen
  • Sport und Bewegung, die zu einer vermehrten Atmung und damit Säureausscheidung über die Lungen führt; außerdem baut Sport Stresshormone ab, die wiederum die Säureproduktion im Organismus anregen
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Qi Gong etc., die ebenfalls Stresshormone reduzieren
  • Trinken von Wasser oder Kräutertees, um Säuren über die Nieren auszuscheiden
  • Ausreichend Schlaf und Ruhezeiten

Physikalische Therapie

Wärmebehandlungen: Thermalbäder können bei einigen Patienten Schmerzen reduzieren. Infrarot-Wärmekabinen erwärmen direkt den Körper. Als wesentlicher Effekt dieser Tiefenwärme ist die Beschleunigung des Stoffwechsels zu sehen. Eine deutlich spürbare spannungslösende und stärkende Wirkung soll sich bereits nach den ersten Anwendungen einstellen.21

Elektrotherapie: Die TENS-Therapie ist ein einfaches Verfahren zur Behandlung von Schmerzen. Das Prinzip beruht darauf, dass durch Anlegen von Strom-Impulsen auf die Haut eine Reizung tiefer liegender Nozizeptorsysteme erfolgt. Dabei werden Reaktionen der Nerven ausgelöst, die schmerzlindernd oder schmerzstillend sein sollen.

Krankengymnastik: Hier ist vor allem die Wassergymnastik sinnvoll. Zur Behandlung im Wasser werden die Elemente des Wassers genutzt: Auftriebskraft, Reibungswiderstand und Temperatur. Der hydrostatische Druck des Wassers führt zu einer Kompression der Blutgefäße, damit kann eine verbesserte periphere Durchblutung erreicht werden. Ebenfalls wird das Gewebe besser durchwärmt und durchblutet, was sich positiv auf die Muskulatur und den Lymphfluss auswirkt.

 

Psychotherapie

Die Psyche spielt bei Fibromyalgie eine wichtige Rolle. Ungelöste Konflikte aus der Kindheit, Traumata und Ängste können mit einem Psychotherapeuten besprochen und gelöst werden. Vor allem die kognitive Verhaltenstherapie unterstützt Sie dabei, mit den chronischen Schmerzen besser umgehen zu können. Seien Sie sorgfältig bei der Wahl Ihres Therapeuten und machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch, bei mehreren Therapeuten Vorgespräche zu führen, bis Sie den für Sie richtigen gefunden haben.

Eine sehr effektive Psychotherapie, die tief im Unterbewusstsein ansetzt, ist das Brainspotting. Es ist eine relativ neue und noch wenig bekannte, jedoch effiziente Methode, um emotionale Belastungen, tiefsitzende Überzeugungen und traumatische Erlebnisse aufzulösen.

Es nutzt die Erkenntnisse, dass als belastend erlebte Erfahrungen mit bestimmten Augenpositionen zusammenhängen und mit Körpergefühlen korrespondieren. Oft jahrelang bestehende Reaktions- und Verhaltensmuster lassen sich umstrukturieren, wodurch die Selbstregulationsfähigkeit des Gehirns reaktiviert wird. Der Brainspotting-Therapeut leitet den Patienten an, sich auf das derzeit am stärksten belastende Gefühl zu konzentrieren, die entsprechende Augenposition (Blickrichtung) zu finden und über Wahrnehmung und Blick die emotionale Blockade aufzulösen.

Auch bei Fibromyalgie können die Beschwerden ihren Ursprung in traumatischen Erlebnissen haben, die für die oft quälenden Schmerzen und depressiven Phasen mitverantwortlich sind. Die Ursachen liegen meist lange zurück und sind uns nicht mehr bewusst zugänglich.

Brainspotting hilft den Betroffenen, tief sitzende Überzeugungen, Ängste und Verhaltensmuster aufzulösen, dadurch wieder handlungsfähig zu werden und das eigene Leben selbstbestimmt zu leben. Mit dem Lösen innerer Konflikte können die Symptome leichter werden.

Homöopathie

Die Wirkungsweise der Homöopathie beruht auf dem Ähnlichkeitsprinzip von Hahnemann: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“. Da die Auswahl des richtigen Mittels kompliziert sein kann und zu den exakten Symptome passen sollte, ist es empfehlenswert, einen erfahrenen Homöopathen aufsuchen.

 

Rhus toxicum: Das Mittel der Wahl bei Beschwerden in den Muskeln. Bei einigen Untersuchungen wurde eine Wirkung des homöopathischen Mittels Rhus toxicum angezeigt.

Arnica: lindert Muskelschmerzen bei Überlastung

Bryonia: lindert Gelenkschmerzen, die bei Kälte besser sind

Causticum: lindert Gelenkbeschwerden, die bei Kälte schlechter sind

Nux Vomica: lindert Verdauungsbeschwerden

Phosphorus: hilft bei Erschöpfung und Schlaflosigkeit

Ruta: lindert Entzündungen an den Sehnen und schmerzhafte Bewegungen

 

 

Phytotherapie

Auch die Pflanzenheilkunde kann bei einem Fibromyalgiesyndrom wirksam eingesetzt werden.

Es gibt schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Medikamente auf pflanzlicher Basis, die bei Fibromyalgie hilfreich sein können. Bei der Wahl des richtigen Mittels, sollte Sie auch hier ein Heilpraktiker oder naturheilkundlich arbeitender Arzt unterstützen.

 

Weidenrinde und Mädesüß: Diese beiden Pflanzen wirken ähnlich wie Aspirin schmerzlindernd und entzündungshemmend.

 

Afrikanische Teufelskralle: Sie wirkt entzündungshemmend und verbessert Funktion und Schmerzen von Fibromyalgie.

 

Weihrauch: Wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend als Salbe. Innerlich eingenommen wirkt Weihrauch wesentlich stärker und ist vielversprechend bei schmerzhaften Erkrankungen und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

 

Brennnessel: Die Brennnessel wirkt krampflösend und entzündungshemmend und hat schon eine lange Tradition in der Behandlung von Schmerzen.

 

Johanniskraut, Hopfen, Melisse, Baldrian: Fördert guten Schlaf. Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend. Aber Vorsicht, Johanniskraut kann eine Wechselwirkung mit schulmedizinischen Medikamenten haben. Sprechen Sie vor einer Einnahme mit Johanniskraut unbedingt mit Ihrem Arzt.

 

Fenchel, Kamille, Wermut: Fördert eine gute Verdauung und wirkt entkrampfend auf den Magen-Darm-Trakt.

 

 

Schüßler Salze

Schüßler empfiehlt folgende Therapie: vor dem Frühstück 2 Tbl. Calcium fluoratum D12, nach dem Frühstück 2 Tbl. Magnesium phosphoricum D6, vor dem Mittagessen 2 Tbl. Kalium arsenicosum D6, nachmittags 2 Tbl. Kalium arsenicosum D6, vor dem Abendessen 2 Tbl. Ferrum phosphoricum D12, vor dem Schlafengehen 5 Tbl. Calcium phosphoricum D6.

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Fbromyalgie

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen so gut wie möglich über Ihre Erkrankung
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Fibromyalgie stehen viele Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.
  • Bewegung & Entspannung: Suchen Sie sich eine Entspannungstechnik aus, bei der Sie sich moderat und behutsam bewegen, z.B. Yoga, QiGong, Tai Chi usw. Achten Sie auch auf Ihre Balance zwischen Anspannung und Entspannung, Methoden wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung sind hervorragend hierfür geeignet.
  • Sport: versuchen Sie im Alltag viel in Bewegung zu bleiben und mindestens 2-3-mal pro Woche Sport zu treiben. Ideal bei Fibromyalgie sind Wassergymnastik, Radfahren, Aquajogging oder schnelles Spazierengehen.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine pflanzenbasierte, basenüberschüssige, antientzündliche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und wenig hochwertigem Fleisch und Fisch und verzichten Sie auf Softdrinks, Weißmehl, Zucker und Fertigprodukte.
  • Heilpflanzen: Viele Heilpflanzen können bei zahlreichen Beschwerden der Fibromyalgie Linderung verschaffen, z.B. bei Schlafstörungen und Schmerzen.

 

(1) https://www.diagnostisches-centrum.de/component/content/article/92-gemischtes-und-vermischtes-ueber-mikronaehrstoffe/interessante-artikel-ueber-mikronaehrstoffe-wie-vitamine-mineralstoffe-spurenelmente-aminosaeuren-2012/681-fibromyalgiesyndrom-und-mikronaehrstoffe.html

(2) Sánchez-Domínguez, Benito & Bullon, Pedro & Román-Malo, Lourdes & Marín-Aguilar, Fabiola & Alcocer-Gómez, Elísabet & Carrion, Angel & Sánchez-Alcázar, Jose & Cordero, Mario. (2015). Oxidative stress, mitochondrial dysfunction and, inflammation common events in skin of patients with Fibromyalgia. Mitochondrion. 21.10.1016/j.mito. 2015.01.010.

(3) https://www.rheumaliga.ch/blog/2018/fibromyalgie-eine-mitochondriale-erkrankung

(4) med. Thomas Weiss „Fibromyalgie – Kursbuch“
Dr. med. Thomas Weiss „Fibromyalgie – Schmerzen überall“
Dr. med. Thomas Weiss „Fibromyalgie – die wichtigsten Fragen und Antworten“

(5) https://www.rheumaliga.ch/assets/doc/Kersten-Fibromyalgiesyndrom.pdf

(6) Dieter Henrichs „Handbuch Nähr- und Vitalstoffe“, Seite 245, Praxiswissen, Constantia Verlag
Russell, I. et al. (1995): Treatment of fibromyalgia syndrome with Super Malic: a randomized, double blind, placebo controlled, crossover pilot study. J Rheumatol 1995 May:22:953-8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8587088

(7) Grassetto, M. & Varotto, A. (1994): Primary fibromyalgia is responsive to S-adenosyl-L-methionine. Current Therapeutic Research 1994 Jul:55:797-806. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0011393X05807738

(8) Kegan B. et al., Oral SAMe in depression: a randomized, double-blind, placebo controlled trial, Am. J. Psychiatr., 1990, 147: 591-595.

(9) Dieter Henrichs „Handbuch Nähr- und Vitalstoffe“, Seite 108, Praxiswissen, Constantia Verlag

(10) Jacobsen, S. et al. (1991): Oral S-adenosylmethionine in primary fibromyalgia. Double-blind clinical evaluation. Scand J Rheumatol 1991 Apr:20:294-302. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1925418/

(11) Kim, Y. et al. (2011): Women with fibromyalgia have lower levels of calcium, magnesium, iron and manganese in hair mineral analysis. J Korean Med Sci 2011 Oct:26:1253-7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22022174

(12) Sánchez-Domínguez, B. et al. (2015): Oxidative stress, mitochondrial dysfunction and, inflammation common events in skin of patients with Fibromyalgia. Mitochondrion 2015 Mar:21:69-75. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25662535

(14) Naziroglu, M. et al. (2010): Vitamins C and E treatment combined with exercise modulates oxidative stress markers in blood of patients with fibromyalgia: a controlled clinical pilot study. Stress 2010 Nov:13:498-505. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20666654

(15) Meeurs, M. et al. (2013): The role of mitochondrial dysfunctions due to oxidative and nitrosative stress in the chronic pain or chronic fatigue syndromes and fibromyalgia patients: peripheral and central mechanisms as therapeutic targets? Expert Opin Ther Targets 2013 Sep:17:1081-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23834645

(16) De Carvalho, J. et al. (2018): Vitamin D Supplementation Seems to Improve Fibromyalgia Symptoms: Preliminary Results. Isr Med Assoc J 2018 Jun:20:379-81. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29911760

(17) S3-Leitlinie „Fibromyalgiesyndrom“ ab Seite 61 https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/145-004l_S3_Fibromyalgiesyndrom_2019-11_1.pdf

(18) https://www.fibromyalgie-tcm.de/diagnose-und-therapie/die-fuenf-saeulen-der-chinesischen-medizin-bei-fibromyalgie.html

(19) Wang C, Schmid CH, Fielding RA, Harvey WF, Reid KF, Price LL, Driban JB, Kalish R, Rones R, McAlindon T. Effect of tai chi versus aerobic exercise for fibromyalgia: comparative effectiveness randomized controlled trial. BMJ. 2018, 360: k851. doi: 10.1136/bmj.k851

(20) https://www.liebscher-bracht.com/schmerzlexikon/fibromyalgie/

(21) Albers J, Jäkel A, Wellmann K, Hehn U von, Schmidt T. Effectiveness of 2 osteopathic treatment approaches on pain, pressure-pain threshold, and disease severity in patients with fibromyalgia: a randomized controlled trial. Complement Med Res 2018; 25(2): 122-128 https://www.karger.com/Article/Pdf/464343

(22) https://www.biomag-magnetfeldtherapie.de/die-behandlung-der-fibromyalgie-mit-pulsierender-niederfrequenz-magnetfeldtherapie-2/

(23) https://www.fibromyalgie-fms.de/information/mitgliederzeitschrift-optimisten/beitrag-aus-dem-optimisten?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=42&cHash=0afac8cdb8d59aab35bf9830dcdaffe4

(24) https://www.fibromyalgie-fms.de/fibromyalgie/therapie/physikalische-therapien/infrarotwaerme-kabine

(25) Grundinformationen stammen von
Dieter Henrichs „Handbuch Nähr- und Vitalstoffe“
https://www.Rheuma-liga.de
med. Thomas Weiss „Fibromyalgie – Kursbuch“
Dr. med. Thomas Weiss „Fibromyalgie – Schmerzen überall“