Gastritis: Ursachen, Symptome und ganzheitliche Behandlung

Unser Magen ist geduldig. Wochen-, monate-, ja sogar jahrelang nimmt er alles hin, was wir oft wahllos essen und trinken. Doch bei anhaltend schlechter Ernährung, dauerhaftem Stress, Alkohol- und Nikotinkonsum kann er aus dem Gleichgewicht geraten: Ab dem 40. Lebensjahr wird die Gastritis – die Entzündung der Magenschleimhaut – immer häufiger. Spätestens jetzt sollten Sie ursächlich handeln und nicht nur die lästigen Symptome unterdrücken. In diesem Artikel stellen wir ganzheitlich orientierte Therapieansätze vor und zeigen Ihnen, was Sie selbst tun können.

Experte:

Dr. med. Harald Hüther

Prakt. Arzt, Experte für Naturheilverfahren

Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2021

Gastritis – die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Gastritis – was ist das? akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut
  • Ursachen & Risikofaktoren: bakterielle Besiedelung, Medikamente, Genussgifte, Autoimmunprozesse
  • Symptome: bei akuter Gastritis meist heftige Schmerzen, bei chronischer Gastritis oft nur wenig ausgeprägte Symptome
  • Diagnose und Tests: Anamnese, Magenspiegelung und körperliche Untersuchung
  • Prognose und Verlauf: Übergang zu schwerwiegenden Krankheiten wie Magengeschwüren oder Magenkrebs möglich
  • Empfohlene Ernährung: Eine anti-entzündliche Ernährung entspricht einer gesunden, vollwertigen Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollwertprodukten, fettem Fisch, Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen ist.
  • Therapie: 
    • Mikronährstoffe: schützen den Magen und verhindern Nebenwirkungen von Medikamenten
    • Lebensstil: Bewegung und Entspannung sind elementare Bausteine für einen gesunden Magen
    • Konventionelle Therapie: Medikamente zur Reduzierung der Magensäure
    • Ganzheitliche Therapie:
      • naturheilkundliche Medikamente
      • Entsäuerung
      • Darmsanierung
  • Checkliste und Empfehlungen bei Gastritis: Das können Sie selbst tun.

Was ist Gastritis?

Das-Wichtigste-in-Kürze

Gastritis in der Übersicht

  • Es handelt sich um eine akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut.
  • Sie wird meist ausgelöst durch ein Bakterium (H. pylori), Medikamente oder Stress.
  • Bei etwa einem Fünftel der Deutschen wurde schon einmal eine Gastritis diagnostiziert.
  • Unter 65 Jahren sind Frauen deutlich öfter betroffen als Männer.

Unter Gastritis versteht man eine entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Chronische Magenschleimhautentzündungen, und in der Folge auch Magengeschwüre, sind häufig, genaue Zahlen dazu gibt es aber nicht.

Nach einer Umfrage des Robert-Koch-Institutes der Bundesregierung aus dem Jahr 2009 geben etwa ein Fünftel der Befragten an, dass bei Ihnen schon einmal von einem Arzt eine Gastritis oder Duodenitis diagnostiziert wurde (1).

Dabei fiel auf, dass in jungen Jahren (unter 65 Jahren) Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer, danach gleicht sich die Häufigkeit an.

 

Welche Formen der Gastritis gibt es?

Die drei wichtigsten Formen der Magenschleimhautentzündung:

  • bakterielle Gastritis, durch das Bakterium Helicobacter pylori ausgelöst (ca. 85%),
  • chemische Gastritis, z. B. durch Schmerzmittel, Antibiotika und Giftstoffe (Kaffee, Rauchen, Alkohol) ausgelöst (ca. 10%),
  • Autoimmungastritis (ca. 5%).

 

Stress ist ein wichtiger Auslöser der Gastritis. Gerade in Berufsgruppen, die starkem körperlichen oder seelischen Stress ausgesetzt sind, ist die Magenschleimhautentzündung häufiger vertreten. Auch „Übersäuerung“ spielt eine wichtige Rolle. Entsäuerung ist Teil der Strategie bei Ernährung und der ganzheitlichen Therapie.

 

Wir unterscheiden bei der Gastritis zwischen einem akuten und einem chronischen Verlauf.

Eine akute Gastritis tritt meist plötzlich mit heftigen Symptomen auf. Zu den Ursachen zählen unter anderem Erreger wie Viren und Bakterien. Aber auch Nikotin, Alkohol oder Koffein können die Magenschleimhaut reizen. Außerdem sollte man die schädigende Wirkung bestimmter Medikamente (z. B. Aspirin oder Diclofenac) nicht unterschätzen, da diese Arzneimittel die Magenschleimhaut angreifen und zerstören können.

 

 

Ausflug in die Wissenschaft

Schmerzmittel und Magenschäden

Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Diclofenac hemmen bestimmte Enzyme, die Cyclooxygenasen (COX). Das Problem dabei ist, dass die Medikamente die unterschiedlichen Formen des Enzymes COX1 und COX2 nicht unterscheiden können.

Vor allem COX2 wird bei Zellschädigungen aktiviert und kurbelt die Produktion von entzündungsfördernden und schmerzverstärkenden Prostaglandinen an. Die gewünschte Wirkung der Schmerzmittel beruht vor allem auf der Hemmung von COX2.

COX1 dagegen ist für die Bildung von Prostazyklin zuständig, das die Magenschleimhaut schützt. Dessen Hemmung führt daher zu weniger Schutz für die Magenschleimhaut. Die Magenschleimhaut ist jedoch der eigentliche Schutz der empfindlichen Magenwand vor der ätzenden Magensäure.

Es kann auch sein, dass zu viel Magensäure produziert wird. In beiden Fällen greift die Magensäure die Magenwand an, was zu den unangenehmen und oft sehr schmerzhaften Symptomen führt.

Die akute Gastritis kann in einen chronischen Verlauf übergehen. Die chronische Magenschleimhautentzündung verläuft eher schleichend und dauerhaft. Sie wird wegen der oft geringen Symptomatik erst spät erkannt.

 

Die chronische Gastritis wird durch viele verschiedene Faktoren verursacht. Zu unterscheiden sind drei Typen der chronischen Magenschleimhautentzündung:

  • Bei Typ-A-Gastritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Körpereigene Abwehrzellen, die eigentlich gegen Krankheitserreger kämpfen sollen, richten sich nun gegen die Zellen der eigenen Magenschleimhaut. Ca. 5 % der Menschen mit chronischer Gastritis leiden an Typ-A-Gastritis. Wie bei allen anderen Autoimmunerkrankungen gibt es auch hier vor allem in der Naturheilkunde einige erfolgversprechende Therapieansätze.
  • Typ B der chronischen Gastritis ist bakteriell bedingt. Diese Form ist am weitesten verbreitet. Rund 85 % der an einer chronischen Gastritis erkrankten Menschen leiden an einer Typ-B-Gastritis. Verursacht wird diese Krankheit durch ein Bakterium namens Helicobacter pylori. Die Heilungschancen stehen hier sehr gut, da es auch zahlreiche unterstützende Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die Gastritis durch Helicobacter pylori gilt als Risikofaktor für Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, aber auch für Magenkarzinome.
  • In 10 % der Gastritis Fälle liegt der Typ C vor. Dieser wird durch Substanzen ausgelöst, die den Magen reizen. Man spricht deshalb bei der Typ-C-Gastritis auch von einer chemisch-toxischen Gastritis. Insbesondere Schmerzmittel und Medikamente gegen Rheuma können eine derartige Gastritis verursachen, aber auch Antibiotika. Weitere mögliche Faktoren, die die Magenschleimhaut negativ beeinträchtigen sind Gift- und Reizstoffe, wie sie in Kaffee, alkoholischen Getränken und Zigarettenrauch vorkommen.

Ursachen und Risikofaktoren

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ursachen und Risikofaktoren in der Übersicht

  • Helicobacter pylori gilt als Hauptverursacher
  • seltener sind Medikamente oder Autoimmunprozesse als Auslöser
  • weitere Ursachen sind Fehlernährung, Stress, Alkohol und Rauchen

Die Einteilung der Gastritis erfolgt nach den Hauptursachen: Bakterien, chemische Ursachen wie Medikamente sowie Autoimmungastritis.

Helicobacter pylori

Lange Zeit galten Magenprobleme vor allem als eine Folge von Stress. Dann jedoch entdeckte man in der Magenschleimhaut mancher Menschen das Bakterium Helicobacter pylori. Die Tatsache, dass in der Salzsäure des Magens ganz offenbar „etwas“ überleben konnte, stellte das Weltbild vieler Mediziner auf den Kopf.

Jahrzehntelang war man der Meinung gewesen, dass das nicht möglich sein könne. Das Helicobacter-Bakterium belehrte die Wissenschaftler jedoch eines Besseren. Helicobacter pylori lebt in der Magenschleimhaut und wird trotzdem nicht von der aggressiven Magensäure und auch nicht von den Verdauungsenzymen angegriffen.

Das liegt daran, dass das Bakterium eine Möglichkeit gefunden hat, ein basisches Milieu um sich herum zu schaffen. Es produziert ein Enzym (Urease), das wiederum Harnstoff (der im Magen bei der Eiweißverdauung anfällt) in Ammoniak verwandeln kann ‒ und Ammoniak ist basisch. Trifft der basische Ammoniak auf den sauren Magensaft, dann neutralisieren sich die beiden, so dass die Säure das Bakterium nicht erreichen kann.

Da man nach seiner Entdeckung in den 1980er Jahren das Bakterium bei sehr vielen Magenkranken gefunden hat, war die Konsequenz der Wissenschaftler klar: Das Bakterium muss abgetötet werden ‒ koste es, was es wolle. Dass dieser Weg der radikalen Eradikationstherapie möglicherweise nicht der beste ist, haben mittlerweile viele tausend Patienten zu spüren bekommen. Zum Glück kennen wir heute einige andere Wege, einer Gastritis vorzubeugen oder eine Magenschleimhautentzündung zu behandeln. Dazu gehören alte Hausmittel genauso wie Veränderungen des Lebensstils.

Häufige Auslöser und wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Gastritis sind Alkoholkonsum und Rauchen. Rauchen führt über die Aktivierung des Nervus Vagus zu einer vermehrten Säureproduktion im Magen. Dazu kann Alkohol zu oberflächlichen Entzündungen in der Magenschleimhaut beitragen.

Schlechte Ernährung mit den falschen Fetten, sehr scharfen Gewürzen und zu viel Kaffee gelten ebenso als Risikofaktoren.

Dazu schlagen auch Stress und Ärger auf den Magen.

Die beiden letzten Punkte, schlechte Ernährung und Stress, schaden dem Magen mindestens dreifach:

  • Stress und die in ungesunder Ernährung enthaltenen Fette fördern Entzündungen und damit die Entstehung einer Gastritis.
  • Ungesunde Ernährung enthält weniger Mikronährstoffe und durch Stress gehen zusätzliche Mikronährstoffe verloren. Das bedeutet, dem Magen stehen weniger Schutzstoffe zur Verfügung und auch zum Regenerieren und Auflösen einer Entzündung fehlen die entsprechenden Mikronährstoffe.
  • Stress und ungesunde Ernährung fördern die Übersäuerung des Körpers. Um überschüssige Säuren loszuwerden, wird mehr Magensäure produziert, die dann wieder eine Gastritis fördert.

 

Häufig liegt der Fokus bei der Suche nach den Ursachen einer Gastritis auf der Übersäuerung des Magens. Doch auch eine „Untersäuerung“ ist gar nicht so selten. Dabei produziert der Magen zu wenig Magensäure, was – vor allem aufgrund der längeren Verweildauer von Speisen im Magen – ebenfalls zu Symptomen einer Gastritis führen kann.

Auslöser für einen Magensäuremangel sind vor allem Medikamente (Magensäureblocker, Antibiotika), Rauchen und der übermäßige Genuss von Alkohol. Unglücklicherweise sind die Symptome die gleichen wie bei einer Übersäuerung, so dass nur eine gezielte Untersuchung (z. B. eine Magenspiegelung) Aufklärung bringen kann.

Symptome bei Gastritis

Das-Wichtigste-in-Kürze

Symptome in der Übersicht

  • Hauptsymptome einer akuten Gastritis: Magenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen
  • Hauptsymptome einer chronischen Gastritis: eher milde Symptome mit Übelkeit, Appetitlosigkeit und Sodbrennen
  • Symptome von Komplikationen: hchwarzer Stuhl (Teerstuhl), Erbrechen von Blut (kaffeesatzartig)

Symptome der akuten Gastritis:

  • heftige Magenkrämpfe
  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen

Heilt eine akute Gastritis nicht vollständig aus, kann sie in eine chronische Gastritis übergehen.

 

Symptome einer chronischen Gastritis:

  • oft viel unauffälliger als die Symptome der akuten Gastritis
  • gelegentliche Appetitlosigkeit
  • leichte Magenschmerzen
  • leichte Übelkeit.
  • wiederkehrendes Sodbrennen
  • Mundgeruch

 

Komplikationen wie ein blutendes Magengeschwür oder eine Magenblutung erkennt man an schwarzem Stuhlgang (Teerstuhl) oder wenn Erbrochenes das Aussehen von Kaffeesatz hat. Da diese Komplikationen potentiell lebensbedrohlich sind, ist sofort ein Arzt aufzusuchen!

Eine Anämie (Blutarmut) kann ein erstes Warnzeichen für einen länger andauernden, leichten Blutverlust im Magen sein.

Diagnose und Test: Gastritis feststellen

Das-Wichtigste-in-Kürze

Diagnose in der Übersicht

  • Anamnese, typische Symptomatik, körperliche Untersuchung
  • Atemtest zum Nachweis von H. pylori
  • Magenspiegelung
  • Nachweis einer Anämie

Anamnese und körperliche Untersuchung

Die Verdachtsdiagnose einer Gastritis wird durch das Erfragen der Symptome und eine körperliche Untersuchung erbracht. Bei der Untersuchung ist der Magen oft druckempfindlich. Dieser Druckschmerz ist deutlicher bei einer akuten Gastritis.

 

Es gibt keine typischen Blutwerte, um eine Gastritis festzustellen. Allerdings gibt es einen Atemtest, der die Ausatemluft misst, um die Besiedlung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori nachzuweisen. Dieser Test wird aber meist in der Nachkontrolle nach einer Behandlung verwendet, da er nichts über den Schweregrad einer Entzündung der Magenschleimhaut aussagt.

 

Magenspiegelung

Durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) wird die Diagnose gesichert. Hier erkennt man, wo genau die Gastritis lokalisiert ist (Mageneingang: Fundus-Gastritis, Magenmitte: Corpus-Gastritis, Magenausgang: Antrum-Gastritis). Normalerweise breitet sich die bakterielle Gastritis vom Mageneingang zum Ausgang hin aus. Die Lokalisation lässt also eine ungefähre Einschätzung zu, wie lange die Gastritis schon andauert.

Die Gastroskopie erlaubt zudem eine Feststellung des Schweregrades der Entzündung. Dies ist für die Therapie-Strategie eine wichtige Information. Zudem kann man erkennen, ob schon Komplikationen wie Magengeschwüre drohen oder gar schon vorhanden sind.

 

Veränderungen im Blutbild

Veränderungen im Blutbild können auf eine Gastritis hindeuten. So kann eine nicht erklärbare Eisenmangel-Anämie auf länger andauernde leichtere Blutverluste im Magen hinweisen. Anzeichen dafür sind zu kleine rote Blutkörperchen im Blutbild (MCV), ein zu niedriger Hämoglobin-Wert (Hb) und insgesamt zu wenig rote Blutkörperchen (Erythrozyten).

Wird ein Mangel an roten Blutkörperchen festgestellt und erscheinen diese zudem zu groß (MCV zu hoch), so deutet dies auf eine perniziöse Anämie durch Vitamin-B12-Mangel hin. Diese entsteht vor allem bei chronischer Gastritis, wenn der Magen keinen Intrinsic-Factor mehr herstellen kann. Der Intrinsic-Factor wird benötigt, um Vitamin B12 aus der Nahrung aufnehmen zu können.

Möglicher Krankheitsverlauf und Prognose

Das-Wichtigste-in-Kürze

Krankheitsverlauf in der Übersicht

  • chronische Verlaufsform
  • Magengeschwüre, Magenkrebs und ein Magendurchbruch als mögliche Folgen
  • Gewichtsverlust und Mangelernährung
  • Vitamin B12-Mangel

Heilt eine akute Gastritis nicht vollständig aus, kann sie in eine chronische Gastritis übergehen.

 

Chronische Gastritis:

Obwohl die Beschwerden bei der chronischen Gastritis oft nicht sehr ausgeprägt auftreten, birgt sie doch die größere Gefahr. Denn durch die dauerhafte Reizung der Magenwand können Magen- oder Darmgeschwüre entstehen, die wiederum die Krebsentstehung begünstigen oder auch einen Magendurchbruch zur Folge haben können.

 

Weitere Folgen können durch die Mangelernährung aufgrund einer Schonkost oder der Vermeidung vieler unverträglicher Lebensmittel auftreten. Ein Mangel an Makronährstoffen (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate) kann zu Gewichtsverlust und allgemeiner Schwächung des Körpers führen.

Ein Mangel an Mikronährstoffen kann grundsätzlich die Ursache für alle chronischen Krankheiten sein. Als erstes leidet meist das Immunsystem unter einem Mangel an Mikronährstoffen, auch die Energiebereitstellung aufgrund geschädigter Mitochondrien ist deutlich reduziert.

Besonders häufig tritt bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung ein Mangel an Vitamin B12 auf. Dies erklärt sich durch die verminderte Herstellung des für die Aufnahme von Vitamin B12 notwendigen Intrinsic-Factors im Magen. Ein Vitamin-B12-Mangel kann unter anderem zu perniziöser Anämie (Blutarmut) und zu verschiedenen Problemen mit der Nervenfunktion führen.

Ernährung bei Gastritis

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ernährung in der Übersicht

  • Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen.
  • Eine gesunde Ernährung ist vor allem abwechslungsreich und reich an Vitaminen und weiteren Mikronährstoffen – das Gegenteil der Western Diet.
  • Wichtig ist, dass unsere tägliche Ernährung reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthält. Praktisch heißt das: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fetter Fisch, Nüsse, Saaten und kaltgepresste pflanzliche Öle.
  • Als Grundsatz bei Gastritis gilt: Kleine Portionen und jeden Bissen gut kauen, langsam essen
  • Zur Prävention oder begleitend zur Therapie ist ein Entlastungstag für den Magen wohltuend.

Wer seine Ernährung gesünder gestalten will, sollte mehr entzündungsfördernde Lebensmittel in den Speiseplan integrieren. Die Studien am Ende dieses Kapitels zeigen, dass hier großes Potential für die Behandlung einer Gastritis liegt.

Eine pro-entzündliche Ernährung ist oft Risikofaktor oder Auslöser bei zahlreichen Erkrankungen. Diese chronische Entzündung lässt Arterien verkalken, schwächt unseren Darm und unser Immunsystem, beeinflusst unsere Psyche negativ und lässt letztlich Zellstress entstehen.

Wie im Kapitel Ursachen ausführlich dargestellt, sind diese entzündlichen Prozesse natürlich auch bei Gastritis an der Entstehung entscheidend beteiligt. Mit einer gesunden, anti-entzündlichen Ernährung können Sie das Krankheitsgeschehen bei Gastritis in Ihrem Körper selbst mitbeeinflussen:

  • Sie können das Entzündungsgeschehen in Ihrem Körper mildern/nicht zusätzlich durch entzündungsfördernde Lebensmittel befeuern.
  • Sie versorgen Ihren Körper mit lebenswichtigen Mikronährstoffen.
  • Sie schützen sich vor Begleiterkrankungen, die sich zusätzlich negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.
  • Sie erreichen und halten langfristig Ihr Normalgewicht.

 

Probleme der heutigen Ernährung

Obwohl in Deutschland kein Mangel an Nahrungsmittelvielfalt herrscht, wird eine naturbelassene Ernährung mit vielen qualitativ hochwertigen und unverarbeiteten Produkten immer seltener. Volle Arbeitstage, Alltagsstress, keine Zeit zu kochen und auch der Mangel an Wissen und Fähigkeiten führen zunehmend zu einer ungesunden Ernährung.

 

Fertigprodukte statt frisch kochen: Western Diet

Diese Art der Ernährung wird oft unter dem Begriff Western Diet zusammengefasst, weil sie vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet ist und sich zunehmend auch in Ländern mit traditionell gesunder Ernährung ausbreitet – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

Western Diet

hochkalorisch, zuckerreich, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, salzreich, viele Konservierungsstoffe und hochverarbeitete Produkte (Fastfood, Fertigprodukte, „Junkfood“) – dagegen wenig frisches Obst und Gemüse, keine hochwertigen Pflanzenöle, wenig komplexe Kohlenhydrate, wenige Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe

Nährstoffzufuhr aus dem Gleichgewicht

Ob das, was wir täglich essen für uns gesund oder ungesund ist, liegt vor allem an der Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoff-Gruppen, die wir essen. Unsere Lebensmittel setzen sich zum einen aus Makronährstoffen zusammen, die uns Energie und Baumaterial liefern: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.

Auf der anderen Seite enthalten Lebensmittel auch unzählige Mikronährstoffe, die das Umsetzen der Makronährstoffe im Stoffwechsel erst möglich machen: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Ungesund wird eine Ernährung dann, wenn die einzelnen Gruppen nicht mehr im Gleichgewicht zueinander stehen. Arbeit findet z. B. heute sehr oft als sitzende Tätigkeit am Schreibtisch statt, wo keine bis kaum Kalorien verbrannt werden – jedoch dominieren Kohlenhydrate nach wie vor zu einem großen Anteil unsere tägliche Ernährung, was die Entwicklung einer chronischen Entzündung besonders fördert – das ständige Zuviel.

 

Anti-entzündliche Ernährung: Profitieren Sie auf allen Ebenen

Erst gravierende Erkrankungen und Ereignisse wie eine chronische Gastritis lassen uns aufhorchen und führen oft zu einem Wendepunkt im Leben: Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen!

Sich gesund zu ernähren heißt nicht sich selbst zu kasteien, zu verzichten oder strikte Pläne einzuhalten. Es bedeutet Neues kennenzulernen, alte Wege zu verlassen und sich jeden Tag fitter, gesünder und leistungsfähiger zu fühlen statt immer müde, abgeschlagen und energielos. Sie können dabei Schritt für Schritt etwas an Ihrer Ernährung ändern, statt zu versuchen, von heute auf morgen alles auf den Kopf zu stellen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem anti-entzündlich und abwechslungsreich– das Gegenteil der Western Diet, die pro-entzündlich wirkt.

 

Was ist antientzündliche Ernährung?

Anti-entzündlich heißt, es sind reichlich Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren und viele weitere Mikronährstoffe enthalten. Eine pro-entzündliche Ernährung ist einer der Hauptauslöser für eine chronisch-schwelende Entzündung in unserem Körper, die stille Entzündung (silent inflammation).

Die folgende Tabelle stellt Ihnen wichtige anti- und pro-entzündliche Nahrungsmittelgruppen vor:

Anti-entzündliche Nahrungsmittel und pro-entzündliche Nahrungsmittel

 

PRO Anti-entzündliche Ernährung (mediterrane Diät)KONTRA
Pro-entzündliche Ernährung („Westliche“ Diät)
Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, Hanfölfrittierte Lebensmittel, Margarine, Sonnenblumenöl, Schweineschmalz, Sojaöl, Maiskernöl
Obst (zuckerarme Sorten bevorzugen: Beeren, Zitrusfrüchtw, Äpfel
Gemüse (mindestens „5 am Tag“: grüne Blattgemüse, Brokkoli, Spinat, Kohlsorten, Topinambur, alle Salate, Wildkräuter
Fast Food, Fertigprodukte, Süßigkeiten, industriell gefertigte Snacks
Vollkornprodukte: Getreideprodukte aus dem vollen Korn inklusive aller BallaststoffeProdukte aus Auszugsmehlen („Weiß“), Weizen
Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Tofu, Eier: moderater Konsum (mind. Bio-Freiland-HaltungWurstwaren, viele Milchprodukte
fetter Seefisch: Lachs, Makrele, SardinenSchweinefleisch
frische Kräuter, antientzündliche Gewürze wie Chilli, Kurkuma, Ingwer
Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Meerettich
sehr salzreich
Getränke und Tee: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, grüner TeeSoftdrinks, häufiger Alkoholkonsum Milchmixgetränke
Nüsse und Saaten: Walnüsse, Leinsamen, Pinienkerne, Kürbiskerne, MacadamianüsseErdnüsse, gesalzene und aromatisierte „Knabbernüsse“
Probiotika: Kefir, Joghurt, milchsauer eingelegte Gemüse, Misopaste

Weitere Eckpunkte einer gesunden Ernährung sind:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region, die keinen weiten Anreiseweg hatten, sind frischer und oft nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren).
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette aufzunehmen: Die optimalen Quellen sind kaltgepresste, hochwertige Öle. Dabei sollte der Anteil der Omega-3-Fettsäuren möglichst hoch sein, da sie im Gegensatz zu den Omega-6-Fettsäuren entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
  • Kohlenhydrate reduzieren: Essen Sie insgesamt weniger Kohlenhydrate, also weniger weißes Brot, weniger weiße Nudeln und Reis. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht der Botenstoffe.
  • Vegetarismus und Veganismus sind Ernährungsformen, die sehr gesund und ausgewogen sein können, aber nicht automatisch sind: Wenn viele oben genannte Nahrungsmittel integriert werden und auf ausreichend Mikronährstoffzufuhr geachtet wird. Auch der vegane Trend hat viele Fertigprodukte auf den Markt gebracht, die oft mit einer gesunden Ernährung nichts mehr gemeinsam haben. Achten Sie also weniger auf ein „Label“, sondern auf Ausgewogenheit.
  • Achtsamkeit beim Essen: Genuss, Freude und Langsamkeit gehören zu einer gesunden Ernährung genauso wie hochwertige Nahrungsmittel.
  • Fastenperioden: Intervallfasten oder Buchinger-Fasten können sinnvoll sein für einen Neustart oder ein jährliches Ritual, hier müssen Sie selbst abwägen, ob es zu Ihnen passt.
  • In Bewegung bleiben: Zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung – neben vielen anderen positiven Effekten, wirkt die Verdauung angeregt und die Darmpassage gefördert.

So sollte Ihr Teller aussehen

Mit dieser Telleraufteilung versorgen Sie Ihren Organismus optimal mit wichtigen Mikronährstoffen und ausreichend Energie-Lieferanten (Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß). Achten Sie also darauf nicht nur Beilagen und Fleisch/ Fisch zu sich zu nehmen, sondern variieren Sie vor allem mit verschiedenen Gemüse- und Obstkombinationen. So gehen Sie Übergewicht aus dem Weg und bewahren sich vor Speisen mit zu hohen Kalorienwerten.

 

Verwenden Sie möglichst oft frische Kräuter bei der Zubereitung von Speisen. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen wirkt entzündungshemmend und sie helfen auch bei der Ausscheidung überschüssiger Säuren. Von Curcuma, einem antientzündlichen Wirkstoff aus der Gelbwurz (Curcuma longa), wurden zahlreiche zahlreiche positive Wirkungen bei Gastritis festgestellt.

 

Konkrete Ernährungstipps bei Gastritis

Viele der gesunden Lebensmittel enthalten wirksame Mikronährstoffe, sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung einer Gastritis.

Bei einer akuten Magenschleimhautentzündung sollten Sie auf jeden Fall fette, gebratene Speisen und Gerichte mit scharfen Gewürzen meiden, am besten noch einige Tage lang, nachdem die Symptome abgeklungen sind.

 

Statt für den Schutz der Magenschleimhaut verschiedene Medikamente einzunehmen und die damit einhergehenden Nebenwirkungen zu riskieren, sollten Sie natürliche Maßnahmen ergreifen. Gerade die Arzneitmittel gegen die Magensäure, die häufig verordnet werden, haben auf lange Sicht erhebliche schädliche Wirkungen auf unseren Körper. Dazu erfahren Sie mehr im Kapitel über die konventionelle Therapie.

Hier soll es zunächst darum gehen, was Sie schnell und unkompliziert ändern können, damit Sie eine rasche Besserung Ihrer Beschwerden erfahren.

 

Viele Rezeptideen bei Gastritis und anderen Verdauungsproblemen finden Sie hier:

 

Zwei grundsätzliche Tipps zum Essen:

Essen Sie langsam, bewusst, ohne Ablenkungen und kauen Sie Ihr Essen sorgfältig. Langsames Essen und gutes Kauen sorgen dafür, dass der Magen in seiner Arbeit entlastet wird. Das bewirkt auch, dass wir schneller satt sind und automatisch weniger essen.

Der zweite Tipp an dieser Stelle: Essen Sie etwas kleinere Mahlzeiten. Sehr große Portionen belasten den Magen unnötig. Auch die Verdauung leidet darunter. Viele wichtige Stoffe aus dem Essen können dadurch nicht so gut aufgenommen werden. Der Körper sendet dann früher wieder ein Hungersignal. Wer langsam und etwas weniger isst, ist länger satt. Natürlich hat dies nebenbei positive Effekte auf das das Halten des Normalgewichts.

 

Auch die Auswahl der Lebensmittel kann viel dazu beitragen, dass Sie Ihre Magenschleimhautentzündung auf Dauer los werden.

Die oben empfohlene antientzündliche Ernährung enthält gleichzeitig viele basisch verstoffwechselte Lebensmittel. Eine Ernährung mit reichlich basischen Lebensmitteln bringt nicht nur bei einer Magenschleimhautentzündung viele Vorteile für die Gesundheit (2). Zu diesen Lebensmitteln gehören eben vor allem reifes Obst und Gemüse, aber auch alle Kräuter. Viele dieser gesunden Lebensmittel wirken beispielsweise direkt gegen das Bakterium Helicobacter pylori. Dies wurde unter anderem für Brokkoli und Cranberries nachgewiesen (3).

Und: Ein Entlastungstag wirkt bei Gastritis oft Wunder. Das heißt konkret, dass Sie Ihren Magen mit einem Reis-, Kartoffel- oder Hafertag entlasten.

Entlastungstage

Entlastungstage sind eine elegante Lösung zur Entschlackung für alle, die keine Zeit, keinen Nerv oder keine Kraft zum Heilfasten haben. Entlastungstage können Sie regelmäßig einplanen, z. B. jeden Freitag oder jeden Montag oder sogar zweimal pro Woche. Auch nach jedem Festtag kann ein Entlastungstag folgen, um Gewicht, Herz, Blutdruck sowie Cholesterin- und Harnsäurewerte zu pflegen oder den Magen zu entlasten.

Wählen Sie einfach aus den nachfolgenden Vorschlägen, was Ihnen schmeckt und was Sie wirklich durchführen können:

 

Der Reistag:

  • morgens ein Apfel oder eine Grapefruit
  • mittags und abends 100g Reis, am besten Naturreis, in 200g Wasser ohne Salz dünsten
  • mittags die Hälfte davon mit zwei gedünsteten Tomaten und Kräutern gewürzt,
  • abends die zweite Hälfte als Reis-Obst-Salat oder mit Apfelmus (Ohne Zucker!)

 

Der Obsttag:

  • drei Pfund Obst/Beerenobst auf drei Mahlzeiten verteilen, sehr gut kauen
  • alternativ Melonentag, im Frühsommer Erdbeertag, im Herbst Apfeltag

 

Der Hafertag:

  • sehr empfehlenswert bei Magenempfindlichkeit
  • dreimal täglich 60 g Vollkornhaferflocken kurz in warmem Wasser ziehen lassen und dann 150 g Obst (bevorzugt Beeren oder Äpfel) hinzufügen oder extra servieren
  • mittags und vor allem abends gerne statt Obst auch 150 g gedünstetes Gemüse dazu essen

 

Der Frischkosttag:

  • morgens Obst, Obstsalat oder kleines Birchermüsli mit hohem Obstanteil
  • mittags Rohkostplatte (und evtl. eine Pellkartoffel): Blattsalate, geraspelte Wurzelgemüse, Sauerkraut – mit Öl, Zitrone und Gewürzen angemacht
  • abends kleine Rohkostplatte mit einigen Nüssen und Rosinen, gut kauen

 

Der Safttag:

  • 2 Liter Obst- oder Gemüsesaft
  • mit einem Liter Wasser mischen, auf fünf Mahlzeiten aufteilen
  • dazwischen viel Wasser trinken

 

Der Kartoffeltag:

  • gekochte Kartoffeln sind aufgrund ihrer starkl entsäuernden Wirkung wunderbar bei Magenbeschwerden
  • morgens ein Stück Obst oder kleines Birchermüsli
  • mittags 300 g Kartoffeln in der Schale, gewürzt mit Kümmel und Majoran, ohne Salz, mit zwei Tomaten, einer Gurke oder Blattsalat, evtl. 50 g Hüttenkäse.
  • abends 300 g Folienkartoffeln (ohne Fett) mit etwas Kümmel und zwei frischen Tomaten, evtl. 50 g Magerquark

 

Der Sauerkrauttag:

  • 1 kg Sauerkraut ohne Salz (Reformhaus), in 3 Portionen geteilt, zubereitet mit etwas gutem Öl und gedünsteten Zwiebeln oder Wacholderbeeren und Kümmel

 

Während aller Entlastungstage wie immer viel trinken: Wasser ohne Kohlensäure oder Kräutertee.

Therapie und Prävention von Gastritis

Jede Behandlung enthält präventive Aspekte und jede Prävention wirkt auch als Therapie. Die Grundpfeiler jeder Vorbeugung und Therapie basieren auf unserem Lebensstil: Wie ernähren Sie sich? Ist Ihr Organismus ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt? Wieviel Bewegung ist in Ihren Alltag integriert? Rauchen Sie? Und wieviel Alkohol konsumieren Sie? Bestimmt Stress Ihr ganzes Leben?

Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, können sich diese Basispfeiler positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, aber auch jahrelange Risikofaktoren für viele Erkrankungen darstellen. In diesem Kapitel werden zahlreiche ganzheitliche Methoden vorgestellt, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität stärken können – präventiv und/oder auch als Therapie.

Mikronährstoffe

Das-Wichtigste-in-Kürze

Mikronährstoffe in der Übersicht

  • Mikronährstoffe sind unentbehrliche Mikrohelfer in unserem Organismus. Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen Mikronährstoffen, wenn Sie an Gastritis leiden. Besonders wichtig sind Vitamin C, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Pantothensäure.
  • Zudem spielen sekundäre Pflanzenstoffe eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Helicobacter pylori.
  • Einige der typischen Medikamente, die zur Linderung der Gastritis-Beschwerden eingesetzt werden, erhöhen zusätzlich Ihren Mikronährstoffbedarf. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Mikronährstoffbedarf ausreichend über die Ernährung zu decken, können moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen sinnvoll sein.
  • Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Eine wichtige Basis für alle Therapien wird oft bei der Beratung außer Acht gelassen: Eine gesunde, ausgewogene, mikronährstoffreiche Ernährung. Mikronährstoffe spielen bei praktisch allen Stoffwechselreaktionen eine große Rolle. Sie steuern die Produktion und Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen und sind damit auch wichtig für den das Immunsystem und die Bekämpfung von Entzündungen.

 

Mikronährstoffe – was ist das?

Zu den Mikronährstoffen gehören in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die einen wichtigen Teil dazu beitragen, damit unser Organismus funktioniert. Im weiteren Sinne lassen sich auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme hinzuzählen. Makronährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energielieferanten, während die Mikronährstoffe an Prozessen wie z. B. Blutgerinnung, Immunabwehr und Knochengesundheit beteiligt sind. Einige Mikronährstoffe kann unser Körper selbst herstellen, die meisten jedoch müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Der menschliche Organismus – ein Blick in die Zellen

Der Mensch besteht aus über 70 Billionen Zellen. Diese können alle nur optimal funktionieren, wenn sie mit Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt sind. Es gibt nahezu keinen Stoffwechselschritt, an dem nicht mehrere Mikronährstoffe beteiligt sind. Dazu zählen unter anderem die:

 

  • Aktivierung von Enzymen und Hormonen (Stoffwechselaktivität)
  • Abwehrleistung des Immunsystems (Immunstoffwechsel)
  • Energieproduktion in den Kraftwerken unserer Zellen, den sogenannten Mitochondrien (Energiestoffwechsel)
  • Leistungsfähigkeit des Herzmuskels (Herzkraft und -rhythmus)
  • Kontraktion der Skelettmuskulatur (Muskelkraft und -koordination)
  • Impulsübertragung und der Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen (Nerven- und Gehirnstoffwechsel)

 

Für alle Stoffwechselreaktionen im Körper sind Enzyme notwendig, sie wirken wie ein Katalysator. Enzyme können ihren Aufgaben jedoch nur mithilfe von Mikronährstoffen nachkommen. Je besser der Körper mit Nährstoffen versorgt ist, desto besser funktioniert der gesamte Organismus. Ein Mikronährstoffmangel kann sich also negativ auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Um Ihre Gesundheit zu schützen und Ihre weiteren Therapien zu unterstützen, sollten Sie also auf Ihren Mikronährstoffhaushalt achten.

 

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen?

Egal ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder die Antibabypille. Schon ein einzelnes Medikament kann unsere optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ungünstig beeinflussen. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto intensiver wird in den Mikronährstoffhaushalt eingegriffen, was Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander sowie das Auftreten von Nebenwirkungen erhöht. Hierdurch kann nicht nur die Wirkung des Medikaments negativ beeinflusst werden, sondern auch die Funktion der Mikronährstoffe. Welche Medikamente welche Nebenwirkungen bei Hashimoto haben können, führen wir weiter unten noch genauer aus.

 

Welche Lebensphasen führen noch zu einem erhöhten Mikronährstoff-Bedarf?

Aber nicht nur die regelmäßige Einnahme von Medikamenten führt zu einem erhöhten Mikronährstoffbedarf. Es gibt bestimmte Lebensphasen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen Nährstoffmangel aufweisen:

 

  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und Stillende
  • ältere Menschen
  • Menschen mit Magen-Darm-Störungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen

 

Diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist nicht immer einfach. Trotz des reichhaltigen Angebotes an verschiedenen Lebensmitteln verringern verschiedene Faktoren den Mikronährstoffgehalt in Lebensmitteln:

 

  • nicht ausgereiftes Obst und Gemüse
  • größere Erträge in der Landwirtschaft
  • Einsatz von Pestiziden

 

Es ist wichtig, die Ernährung mit einer breiten und möglichst natürlichen Basis an allen Vitaminen, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu optimieren.

 

Mikronährstoffkonzentrat als Grundlage

Gut versorgt sind Sie mit moderaten Mikronährstoffmischungen – von einzelnen hochdosierten Mikronährstoffen raten wir ohne Absprache mit Ihrem Arzt und vorherigen Untersuchungen ab.

Das Angebot an Mikronährstoffpräparaten ist groß und unübersichtlich. Entscheidend beim präventiven Ansatz ist die natürliche Vielfalt. Das ideale Mikronährstoffpräparat ist auf natürlicher Basis produziert, enthält neben allen klassischen Mikronährstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, ist flüssig, glutenfrei und vegan. Die Bioverfügbarkeit sollte wissenschaftlich belegt sein und es sollten keine künstlichen Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten.

 

Mikronährstoffkonzentrate Testsieger

 

Testsieger

LaVita Mikronährstoffkonzentrat

LaVita Mikronährstoffkonzentrat 500ml

  • wissenschaftlich fundiertes Naturprodukt auf pflanzlicher Basis
  • alle wichtigen Vitamine und Spurenelemente enthalten
  • ganzheitliche Optimierung der täglichen Ernährung
  • ohne Konservierungs- und anderen Zusatzstoffen

Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.

Mikronährstoffe haben wir im Kapitel über Ernährung schon gestreift. Sie sind sozusagen das „Schmieröl“, damit alle Prozesse in unserem Körper reibungslos ablaufen können.

 

Gerade bei Patienten, die unter Magenproblemen leiden, ist die Versorgung mit ausreichend Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen oft nicht gesichert ‒ sei es wegen einer Aufnahmestörung durch die geschädigte Magenschleimhaut und die Medikamenteneinnahme oder eine übertriebene, mikronährstoffarme Schonkost.

Mikronährstoffe sind für alle Stoffwechselreaktionen in unserem Körper eine unabdingbare Voraussetzung. Haben wir zu wenig Mikronährstoffe, dann können viele Stoffwechselprozesse nicht mehr sauber ablaufen. Es kommt zu verschiedenen Störungen, die wir dann oft als „Alterserscheinungen“ hinnehmen. Dabei sind diese Befindlichkeitsstörungen erste Warnzeichen für einen gestörten Stoffwechsel.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und andere Mikronährstoffe einen unverzichtbaren Schutzeffekt für Magen und Magenschleimhaut haben. Zudem erleichtern sie die Gastritis-Behandlung:

 

Vitamin C: Der Magensaft enthält normalerweise große Mengen an Vitamin C. Vitamin C schützt die Magenschleimhaut vor der ätzenden Säure und vor oxidativen Schäden (4). Besonders bei einer Gastritis, die auf eine Bakterieninfektion zurückzuführen ist, ist die Konzentration des Vitamin C im Magensaft stark reduziert (5). Vitamin C verhindert die Ansiedlung des Erregers Helicobacter pylori, da es dessen Energieversorgung hemmt. Zusätzlich wurden bei Menschen mit Helicobacter-Infektion sehr oft auch Mängel bei den Schutzvitaminen Folsäure, Vitamin B12, Vitamin A und Beta-Carotin nachgewiesen (6). Eine zusätzliche Versorgung mit Vitamin C und den anderen Mikronährstoffen hemmt die Bakterien in ihrem Wachstum und schützt vor Geschwüren und Magenkrebs (7). Achten Sie aber unbedingt auf Vitamin C aus natürlichen Quellen. Künstliche Vitamin-C-Tabletten oder Brausepulver werden gerade von Magenpatienten meist schlecht vertragen.

 

Zink: Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen, die auch nur an einem leichten Mangel des Spurenelementes Zink leiden, ein viel größeres Risiko haben, eine Gastritis zu bekommen (8).

 

Selen: Als hoch effektives Antioxidans schützt Selen die Magenschleimhaut vor oxidativen Schäden, besonders wichtig bei gleichzeitiger Medikamenten-Einnahme (9). Eine zusätzliche Gabe von Selen ist gerade hierzulande sinnvoll, da unsere Böden ‒ und damit unsere Lebensmittel ‒ besonders selenarm sind.

 

Pantothensäure: Es gibt fundierte Hinweise, dass Pantothensäure (Vitamin B5) die Reparaturprozesse der Magenschleimhaut fördert.

 

Omega-3-Fettsäuren: Auch Omega-3-Fettsäuren spielen wegen ihrer anti-entzündlichen und immunmodulierenden Effekte eine wichtige Rolle in der Gastritis-Prävention und ‒Behandlung (10). Mittlerweile wird der zusätzlichen Einnahme von Omega-3-Fettsäuren eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung von Magenkrebs eingeräumt (11). Und zusammen mit anderen natürlichen Mikronährstoffen wirkt die Behandlung besser als eine klassische Eradikationstherapie mit verschiedenen Antibiotika (12).

 

Sekundäre Pflanzenstoffe: Bisher wird diese wertvolle Gruppe von Mikronährstoffen in ihrer Wirkung immer noch unterschätzt. Auch bei der Behandlung der Gastritis können sie sehr hilfreich sein, wie aktuelle Studien zeigen.

In diesen Studien zeigt sich auch immer wieder, wie effektiv die natürliche Kombination dieser Mikronährstoffe ist. So konnte nachgewiesen werden, dass Polyphenole aus grünem Tee oder Äpfeln und Sulforaphan aus Broccoli spezifische antibiotische Eigenschaften gegen Helicobacter pylori haben, ohne dabei die wichtige Bakterienflora des Darmes anzugreifen (13).

 

Vitamin B12: Bei älteren Menschen, bei Einnahme von Magensäureblockern (Protonenpumpenhemmer) und bei der Autoimmungastritis (Typ A) kann es zudem zu einem erheblichen Mangel an Vitamin B12 kommen (14). Die Folge davon kann eine bestimmte Form der Blutarmut, die perniziöse Anämie, sein. Häufig wird behauptet, dass eine zusätzliche Einnahme von Vitamin B12 hier nichts bewirken könne, da es nicht aufgenommen werde. Diese veraltete Meinung ist inzwischen widerlegt (15). Da hier (wie bei zahlreichen anderen Mikronährstoffen auch) eine passive Aufnahme über die Schleimhäute möglich ist, ist die Darreichungsform der zusätzlich eingenommenen Mikronährstoffe für deren Wirksamkeit sehr wichtig.

Flüssige Produkte sind in diesem Fall Kapseln oder Tabletten vorzuziehen. Hier werden die zahlreichen natürlichen Mikronährstoffe auch bei einer Gastritis optimal aufgenommen. Dies wurde sogar in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen (16).

Lebensstil

Das-Wichtigste-in-Kürze

Lebensstil in der Übersicht

  • Stressbewältigung verbessert die Lebensqualität.
  • Wasser ohne Kohlensäure ist das beste „Medikament“ bei Gastritis.
  • Regelmäßige Bewegung baut Stress ab und regt die Verdauung an.
  • Ausreichend Schlaf ist gut für Regeneration und den Abbau von Entzündungen.

Die Heilungschancen einer Gastritis sind in der Regel sehr gut. In den meisten Fällen heilt sie von allein wieder ab, wenn der Betroffene sich und seinen Magen schont.

Oft bleibt jedoch die Anfälligkeit für eine erneute Erkrankung, wenn nicht die grundsätzlichen Ursachen behoben werden und zusätzlich etwas zum Schutz der Magenschleimhaut unternommen wird.

 

Stressbewältigung

Eine Gastritis und in der Folge ein Magengeschwür kann in einigen Fällen als wahrer Hilferuf der Psyche gedeutet werden.

Nutzen Sie diese Warnsignale des Körpers, um etwas zu verändern ‒ schließlich würden Sie bei Ihrem Wagen die Öl-Warnlampe auch nicht einfach ignorieren.

Besonders wichtig bei wiederkehrender Magenschleimhautentzündung: Stressmanagement. Vermeiden Sie beruflichen und privaten Stress wo immer es möglich ist. Achten Sie beispielsweise darauf, regelmäßig ganz bewusst kurze Pausen einzulegen und kleine Entspannungsübungen einzubauen

 

Vielleicht finden Sie in diesem Buch ein paar Anregungen: „Blitzschnell entspannt: 80 verblüffend leichte Wege gegen Stress im Alltag“ von Robert Sonntag.

 

Selbst wenn es im Beruf immer wieder zu Stress-Situationen kommt, können Sie dem in Ihrer Freizeit aktiv entgegenwirken. Sorgen Sie für genügend Ausgleich in Ihrer Freizeit ‒ und dieser Ausgleich sollte möglichst aktiv sein. Also Sport, Bewegung, ein Hobby, das Ihnen Spaß macht. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht in „Freizeit-Stress“ geraten.

 

Weiterhin sind alle aktiven Entspannungsübungen von Vorteil. Wenden Sie Entspannungsverfahren regelmäßig an, auch in Zeiten, in denen es Ihnen gut geht.

 

Empfehlenswert sind autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Tai-Chi, Chi Gong und Yoga. Wichtig bei der Auswahl ist allein, dass es Ihnen Spaß macht und Sie die Entspannungstechnik regelmäßig anwenden wollen und können.

 

Vermeidung von magenschädigenden Genussmitteln

Reduzieren Sie magenbelastende Genussmittel wie Nikotin, Alkohol und Kaffee so weit wie möglich ‒ am besten wäre natürlich, ganz darauf zu verzichten (17).

 

Kaffee oder Espresso oder kompletter Verzicht?

Kaffee ist der Deutschen beliebtestes Heißgetränk. Doch viele Menschen reagieren mit unterschiedlichen Beschwerden. Gerade Menschen mit Gastritis wird oft vom Kaffeegenuss ganz abgeraten. Was sagt die Wissenschaft dazu?

Häufig wird der Säuregehalt des Kaffees dafür verantwortlich gemacht. Es gibt mittlerweile auch besonders säurearme Kaffeesorten zu kaufen. Doch auch bei ganz normalem Kaffee mit einem pH-Wert von etwa 5 ist der Säuregehalt nicht besonders hoch. Zwar liegen säurearme Sorten mit einem pH-Wert von 6 im etwas säureärmeren Bereich, Magenprobleme lassen sich damit aber nicht wirklich erklären.

Entscheidend ist dagegen die Menge an körpereigener Magensäure, die nach dem Verzehr von Kaffee produziert wird. Zwei der unzähligen im Kaffee enthaltenen Stoffe werden in erster Linie dafür verantwortlich gemacht: Chlorogensäure und N-Methylpyridinium. Während die Chlorogensäure die Magensäureproduktion anregt, bewirkt N-Methylpyridinium eine Verringerung der Magensäureproduktion.

Da beide Stoffe in der Regel nicht auf der Packung angegeben werden, hier einige Tipps, wie Kaffee magenverträglicher wird:

  • Dunkle, heiß geröstete Kaffeebohnen enthalten weniger Chlorogensäure und mehr N-Methylpyridinium. Deshalb ist Espresso trotz seines kräftigeren Geschmacks verträglicher.
  • Espresso enthält zudem weniger Koffein und andere, möglicherweise magenreizende Stoffe als beispielsweise Filterkaffee. Der Grund: der Brühvorgang ist sehr schnell und durch den kurzen Kontakt können nicht so viele dieser Stoffe aus dem Kaffee herausgelöst werden.
  • Oft wird empfohlen, zur Abmilderung des Säuregehaltes Milch in den Kaffee zu geben. Das bewirkt allerdings, dass aus dem „Getränk“ Kaffee ein Lebensmittel wird. Während schwarzer Kaffee im Grunde einfach durch den Magen hindurchläuft, muss Kaffee mit Milch (und Zucker) im Magen verdaut werden. Dadurch wird mehr Magensäure ausgeschüttet und die Verweildauer im Magen ist auch deutlich länger. Der Magen wird dadurch mehr gereizt.

 

Unsere Empfehlung für Kaffee-Liebhaber:

 

Wasser trinken

Außerdem ist die Menge an Wasser, die Sie jeden Tag zu sich nehmen, ebenfalls entscheidend für die Schutzfunktion des Magenschleims (18).

Da der Magenschleim zum größten Teil aus Wasser besteht, bedeutet wenig Wasser zu trinken, dass zu wenig Magenschleim gebildet wird und damit die Magenwand wenig Schutz vor der Magensäure hat. Viel Wasser bedeutet dagegen eine dickere Schleimschicht und mehr Schutz.

 

Weitere Infos dazu im Buch: Wasser – die gesunde Lösung: Ein Umlernbuch, von Dr. F. Batmanghelidj

 

Trinken Sie deshalb jeden Tag mindestens 2 Liter Wasser ohne Kohlensäure. Trinken Sie das Wasser jedoch nicht zum Essen oder unmittelbar danach, da sonst die Verdauungssäfte zu sehr verdünnt werden und es zu weiteren Verdauungsstörungen kommen kann.

 

 

Sport und Bewegung

Auch regelmäßige Bewegung ist wichtig zur ganzheitlichen Behandlung einer Gastritis. Dabei ist es unerheblich, ob Sie jeden Tag ein wenig spazieren gehen oder zwei bis dreimal in der Woche Sport treiben. Die Bewegung regt das Verdauungssystem an, und sie hilft, Stress abzubauen – zwei wichtige Faktoren, um einer Gastritis vorzubeugen und auch Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.

Noch ein wichtiger Hinweis: Die gesunden Effekte des Sports erreichen Sie nur bei ausreichender Zufuhr von Mikronährstoffen, da mehr Bewegung auch einen höheren Bedarf an Mikronährstoffen bedeutet.

 

Gesunder Schlaf

Im Schlaf erholt und regeneriert sich der Körper, die Zellerneuerung läuft auf Hochtouren, der Geist kommt zur Ruhe, und wir verarbeiten die Erlebnisse des Tages. Ein chronischer Schlafmangel verursacht im Körper ähnliche Beschwerden wie langanhaltender Stress, Entzündungen werden aktiviert und der Schutz des Magens nimmt ab.

Wichtig für gesunden, erholsamen Schlaf ist das „Schlaf“-Hormon Melatonin. Es gehört zu den Stoffen in unserem Körper, die die Regeration am stärksten fördern und Entzündungen bekämpfen helfen.

 

Förderlich für einen guten Schlaf und ausreichend Melatonin sind:

  • Morgens eine ausgiebige Lichtdusche, auch tagsüber viel Tageslicht tanken, da Licht der Taktgeber ist, der den Melatoninspiegel auf natürliche Weise regelt.
  • Mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen Handy, Computer und Fernseher aus – das blaue Kunstlicht stört die Melatoninbildung (Schlafhormon).
  • Den Schlafraum komplett abdunkeln, um Lichtquellen zu vermeiden, die die Melatoninproduktion stören.
  • Ab dem Nachmittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr wie Kaffee oder Colagetränke konsumieren.
  • Eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen ist dafür verantwortlich, dass ausreichend Serotonin produziert wird, welches wiederum Grundlage für die Melatoninbildung ist.
  • leicht verdauliche Kost am Abend
  • mäßiger Sport am Abend, möglichst keine aufputschenden Workouts
  • Einschlafrituale schaffen wie ruhige Musik hören, eine Tasse Kräutertee trinken, ein Buch lesen.
  • Störende oder kreisende Gedanken aufschreiben, um den Geist zur Ruhe zu bringen – am nächsten Tag ist noch genug Zeit, um sich damit zu beschäftigen.

 

Zur Unterstützung von gesundem Schlaf und Regeneration für den Magen:

 

 

Konventionelle Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Konventionelle Therapie in der Übersicht

  • Medikamente, die die Magensäure neutralisieren und Medikamente, die verhindern, dass Magensäure gebildet wird
  • Eradikationstherapie gegen das Bakterium Helicobacter pylori
  • Rate der unerwünschten Wirkungen ist oft hoch

Zu den verschiedenen Medikamenten bei Gastritis gibt es reichlich Informationen. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte rund um die konventionellen Medikamente gegen Magenschleimhautentzündung.

 

Antazida

Diese nicht rezeptpflichtigen Arzneimittel neutralisieren überschüssige Magensäure im Magen und binden Gallensäuren, die vom Dünndarm in den Magen oder sogar bis in die Speiseröhre zurückfließen. Sie schützen die Schleimhaut und fördern so die Heilung. Sie wirken in der Regel nur lokal im Magen und sind gut verträglich.

Antazida werden bei Sodbrennen und bei Gastritis eingenommen. Die meisten Antazida wirken innerhalb weniger Minuten. Sie werden nur bei Bedarf eingenommen, also immer dann, wenn Beschwerden auftreten. Selbstverständlich ist das keine ursächliche Therapie, diese Medikamente lindern lediglich die Symptome. Es gibt etwa 50 verschiedene Präparate.

 

H2-Rezeptor-Blocker

Diese Medikamentengruppe (auch H2-Rezeptorantagonisten genannt) hemmt die Bildung von Salzsäure in den Belegzellen des Magens. Die Produktion von Magensäure wird um etwa 60 % reduziert. Dadurch wird der pH-Wert im Magen erhöht, und die Magenschleimhaut kann sich regenerieren.

Je nach Dosierungshöhe sind sie entweder rezeptfrei oder verschreibungspflichtig. Sie haben allerdings einen erheblichen Nachteil, der bei den folgenden Protonenpumpenhemmern noch schwerwiegender ist: Sie stören einen wichtigen Weg, auf dem unser Körper normalerweise überschüssige Säuren ausscheidet. Damit wird das ursprüngliche Problem nur auf später verschoben und es werden zusätzliche Probleme (wie z. B. Osteoporose) geschaffen (19).

 

Protonenpumpeninhibitoren (PPI)

Protonenpumpenhemmer sind die Medikamente, die bei der Diagnose Gastritis wohl am häufigsten verordnet werden. Sie können die Säureausschüttung aus den Drüsenzellen im Magen um bis zu 90 % hemmen. Schäden der Magen- oder Speiseröhrenschleimhaut, die durch die Magensäure hervorgerufen wurden, können dadurch abheilen.

Diese Wirkstoffe sollten bei einer Gastritis, einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder bei Sodbrennen verabreicht werden, wenn die Beschwerden länger als 2 Wochen anhalten oder besonders schwer sind.

Speziell, wenn bei einer Magenspiegelung Schleimhautschäden festgestellt wurden, oder wenn bestimmte Medikamente (vor allem Schmerzmittel und nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)) über einen langen Zeitraum eingenommen werden müssen, werden diese Medikamente sehr häufig verordnet.

Der Hauptnachteil dieser Medikamente ist, wie oben bei den H2-Blockern schon erwähnt, dass sie noch effektiver die Entsäuerung des Körpers blockieren und damit langfristig zusätzliche Probleme schaffen.

Ein Beispiel, das die Widersprüchlichkeiten aufzeigt: PPIs werden bei der Gabe von Schmerzmitteln zusätzlich zum Schutz des Magens verordnet. Da sie aber die Übersäuerung im Körper fördern, erhöhen sie gleichzeitig die Schmerzempfindlichkeit (20). Und das wiederum erhöht den Bedarf an Schmerzmitteln – ein Teufelskreis.

 

Eradikationstherapie

Bei der chronischen Gastritis Typ B (bakteriell bedingt) steht in der klassischen Medizin die Bekämpfung des Magenbakteriums Helicobacter pylori im Vordergrund.

Eine Eradikationstherapie besteht aus einer speziellen Dreierkombination: Dabei werden über einen Zeitraum von etwa 1 bis 2 Wochen zwei verschiedene Antibiotika verordnet, die den Erreger abtöten sollen. Ein zusätzlicher Protonenpumpenhemmer soll den pH-Wert der Magensäure anheben und die Wirkung der Antibiotika verbessern.

Da diese Therapie aber erhebliche, teils langwierige Nebenwirkungen hat, sind viele Ärzte mit der Verordnung heute etwas zurückhaltender geworden.

Wie wir oben in den Kapiteln über Ernährung und Mikronährstoffe gesehen haben, gibt es auch aus der Natur zahlreiche Wirkstoffe gegen diesen Keim. Dazu gehören neben Vitamin C (9) auch Pflanzenstoffe aus grünem Tee, Äpfeln und Brokkoli (15). Diese haben einerseits keine Nebenwirkungen und andererseits noch viele andere positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

 

Ganzheitliche Therapie

Das-Wichtigste-in-Kürze

Ganzheitliche Therapie in der Übersicht

  • Zahlreiche Heilpflanzen haben nachgewiesene Wirkungen gegen Gastritis.
  • Entsäuerung hilft langfristig.
  • Darmsanierung stärkt alle Schleimhäute.

Komplexe, homöopathische Medikamente

Komplexmittel sind eine Mischung verschiedener homöopathischer Mittel. Sie haben sich bei chronischen und akuten Formen von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes bewährt. Sie haben keine Nebenwirkungen und können auch nicht überdosiert werden. Zu den Symptomen, bei denen sich ihr Einsatz bewährt hat, zählen Sodbrennen oder Völlegefühl und Übelkeit nach den Essen. Bei länger anhaltenden oder sich verstärkenden Beschwerden bitte unbedingt einen Arzt oder erfahrenen Heilpraktiker kontaktieren.

Hier zwei Empfehlungen zu bewährten komplexen Magenpräparaten:

 

Heilpflanzen

Kamillen-Rollkur

Bei der Kamillen-Rollkur nützt man die entzündungshemmenden Eigenschaften der Kamille zur Behandlung der Gastritis. Besorgen Sie sich hochwertigen, losen (Bio-) Kamillentee aus der Apotheke. Geben Sie einen Esslöffel Kamillenblüten in ein Teesieb und überbrühen Sie diese mit etwa 200 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und trinken Sie ihn anschließend möglichst zügig, ungesüßt. Danach beginnen Sie mit der Rollkur: Legen Sie sich zunächst 2 Minuten auf den Rücken, dann drehen Sie sich jeweils für 2 Minuten auf jede Seite und auf den Bauch. Die Heilstoffe im Kamillentee können so alle Magenwände erreichen und auf die Entzündungsprozesse einwirken. Nach spätestens 3 Tagen sollten die Symptome abgeklungen sein.

 

Kombination aus Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille

Eine äußerst wirkungsvolle Zusammenstellung von pflanzlichen Heilmitteln für den Magenbesteht aus Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille. Alle drei Inhaltsstoff ergänzen sich sehr gut in ihren Wirkungen auf das Magen-Darm-System. Sie wirken entzündungshemmend und fördern die Heilung der Schleimhaut (21). Bei gleichzeitiger Mikronährstoffgabe wird ihre Wirkung sogar noch verbessert (22). Diese Kombination kann man bei Magenentzündungen genauso einsetzen wie bei Darmentzündungen oder infektiösen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich.

 

Hier unser Tipp für ein gutes Kombinationspräparat:

 

Andere Naturheilverfahren und Hausmittel

 

Basenbäder

Wie oben schon erwähnt, ist die Übersäuerung des Gewebes wohl einer der Hauptgründe für Entzündungen und eine erhöhte Schmerzwahrnehmung.  Auch viele Nebenwirkungen der Medikamente lassen sich darauf zurückführen. Eine gute Möglichkeit zur Behandlung der Gastritis sind – neben basischen Nahrungsergänzungen und basischer Ernährung (23) – wöchentliche Basenbäder. Dabei nützt man die Entsäuerung über die Haut, indem man ein basisches Badesalz ins Badewasser gibt. Das Basenbad sollte mindestens 30 Minuten dauern, besser sind mehr als 45 bis 60 Minuten. Weitere ergänzende Möglichkeiten sind stark basische Gemüsesäfte wie Kartoffelsaft oder Sauerkrautsaft.

 

Unsere Empfehlung für Badesalz:

 

Darmsanierung

Der Sauerkrautsaft führt uns über seine Wirkungen auf die Darmflora zum nächsten Tipp. Eine Darmsanierung hört sich vielleicht erstmal wie eine Themaverfehlung an. Aber es ist dennoch erklärbar, denn alle unsere Schleimhäute hängen sehr eng zusammen. Die Darmschleimhaut ist sehr groß und hat einen enormen Einfluss auf alle anderen Schleimhäute, von der Nasennebenhöhle über die Speiseröhre, die Lunge bis hin zum Magen.

In der chinesischen Medizin werden diese Beziehungen sehr plastisch dargestellt. Hier gelten Darm und Lunge als Geschwister, Darm und Magen sind wie Vater und Sohn. Deshalb macht eine Darmsanierung durchaus für den Magen Sinn. Sogar die Wissenschaft hat erkannt, dass die Gesundheit des Darms sich auch auf den Magen auswirkt (24).

Zur Durchführung einer Darmsanierung gibt es verschiedene Präparate, die alle gut verträglich sind und in der Regel keine Nebenwirkungen haben. Eine Umstellung im Darm kann natürlich immer zu kurzfristigen Darmsymptomen führen wie Blähungen oder leichtem Durchfall. Das sind jedoch die Auswirkungen der Darmtherapie und keine Nebenwirkungen.

 

Hier zwei Tipps zu bewährten Produkten zur Darmsanierung:

 

Heilerde

Auch Heilerde ist ein sehr wirksames Mittel zur Behandlung von Magenschleimhautentzündungen. Heilerde ist nicht nur ein seit Jahrtausenden eingesetztes Heilmittel, sondern verfügt inzwischen auch über einen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis.

Die Anwendung ist einfach: Heilerde-Pulver zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit in einem halben Glas stillem Wasser auflösen und trinken. Vor dem Schlafengehen wird die aufgelöste Heilerde noch einmal getrunken.

Zu beachten ist, dass Heilerde, sofern man diese zusammen mit Medikamenten einnimmt, die Wirkung des Medikamentes beeinträchtigen kann.

Bei der innerlichen Anwendung stehen die „aufnehmenden“ Eigenschaften der Heilerde im Vordergrund. Das bedeutet: Die von Darmbakterien erzeugten Toxine, schädlichen Bakterien sowie Gase werden gebunden und über den Stuhl ausgeschieden. Die Inhaltsstoffe wirken zudem entzündungshemmend, stoffwechselanregend und bakterizid (keimtötend).

Hier unsere Produktempfehlung zu Heilerde:

 

Schwarzkümmelsamen

In einer Studie aus Saudi-Arabien ergab sich im Jahr 2010, dass Schwarzkümmelsamen das Helicobacter-Bakterium ähnlich gut eliminieren können wie die herkömmliche und meist sehr nebenwirkungsreiche Eradikationstherapie – und zwar in der Dosierung von 2 g Schwarzkümmelsamen täglich. (1 g und 3 g hingegen waren nur wenig wirksam) (25).

Unsere Empfehlung für Schwarzkümmel-Kapseln:

 

Checkliste

Checkliste

Checkliste und Empfehlungen: Das können Sie selbst tun bei Gastritis

  • Gut informiert sein: Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen zu gut wie möglich über Ihre Erkrankung.
  • „Richtige“ Therapeuten: Der Draht zu Ihren Therapeuten (Ärzte, Ernährungsberater, Heilpraktiker…) muss stimmen. Die Beziehung zwischen Patienten und Therapeut muss auf Vertrauen und Sympathie aufbauen.
  • Gesunde Ernährung: anti-entzündlich, überwiegend pflanzlich, viel „Bio“, weniger Kohlenhydrate, gesunde Fette (Seefisch und pflanzliche Öle), viele Kräuter und  Gewürze wie Curcuma
  • Mikronährstoffe: Achten Sie auf Ihren Mikronährstoffhaushalt. Nur wenn alle Mikronährstoffe ausreichend im Organismus vorhanden sind, können lebenswichtige Prozesse optimal ablaufen. Bei Gastritis stehen alle Mikronährstoffe im Fokus – eine Breitbandversorgung ist daher unerlässlich. Wir haben mehrere Mikronährstoffkonzentrate getestet und auf wichtige Kriterien unabhängig und neutral geprüft. Das Testergebnis finden Sie hier.
  • Bewegung: mäßig und regelmäßig, mindestens 2 – 3 mal wöchentlich
  • Heilpflanzen und homöopathische Kombinationen wirken gut und sind sicher.
  • Entsäuerung wirkt chronischen Entzündungen entgegen.
  • Darmsanierung wirkt positiv auf alle Schleimhäute im Körper.

Quellenangaben

(1) Gesundheitsberichtserstattung des Bundes – Heft 55: Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, 2013

(2) Schwalfenberg G.K.: The Alkaline Diet: Is There Evidence That an Alkaline pH Diet Benefits Health? J Environ Public Health. 2012; 2012: 727630. doi: 10.1155/2012/727630

(3) Yanaka A.: Role of Sulforaphane in Protection of Gastrointestinal Tract Against H. pylori and NSAID-Induced Oxidative Stress. Curr Pharm Des. 2017;23(27):4066-4075. doi: 10.2174/1381612823666170207103943.

(4) Pohle, T. et al.: Role of reactive oxygen metabolites in aspirin-induced gastric damage in humans: gastroprotection by vitamin C. Aliment. Pharmacol. Ther. 2001(15): S. 677‒687

(5) Hussain A. et al.: Vitamin C: A Preventative, Therapeutic Agent Against Helicobacter pylori. Cureus. 2018 Jul 30;10(7):e3062. doi: 10.7759/cureus.3062.

(6) Epplein M. et al.: Helicobacter pylori prevalence and circulating micronutrient levels in a low-income United States population. Cancer Prev Res (Phila). 2011(6): S. 871‒878

(7) Schorah, C. J. et al.: Gastritic juice ascorbic acid: effects of disease and implications for gastric carcinogenesis. Am J Clin Nutr. 1991 (1 Suppl): S. 287S-293S

(8) Higashimura Y. et al.: [Zinc and gastrointestinal disorders]. Nihon Rinsho. 2016 Jul;74(7):1121-5.

(9) Koc M. et al.: Gastroprotective and anti-oxidative properties of ascorbic acid on indomethacin-induced gastric injuries in rats. Biol Trace Elem Res. 2008(1-3): S. 222-236

(10) Park J.M. et al.: Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids Intake to Regulate Helicobacter pylori-Associated Gastric Diseases as Nonantimicrobial Dietary Approach. Biomed Res Int. 2015;2015:712363. doi: 10.1155/2015/712363. Epub 2015 Aug 3.

(11) Lee S. et al.: Dietary n-3 and n-6 polyunsaturated fatty acids, the FADS gene, and the risk of gastric cancer in a Korean population. Sci Rep. 2018 Feb 28;8(1):3823. doi: 10.1038/s41598-018-21960-3.

(12) Park S.H. et al.: Non-microbial approach for Helicobacter pylori as faster track to prevent gastric cancer than simple eradication. World J Gastroenterol. 2013 Dec 21;19(47):8986-95. doi: 10.3748/wjg.v19.i47.8986.

(13) Haristoy X. et al.: Evaluation of the antimicrobial effects of several isothiocyanates on Helicobacter pylori. Planta Med. 2005(4): S. 326-330

(14) Wolfgang H., Rima O.: Ursachen und frühzeitige Diagnostik von Vitamin-B12-Mangel

Dtsch Arztebl 2008; 105(40): S. 680-685

(15) Wang H. et al.: Oral vitamin B12 versus intramuscular vitamin B12 for vitamin B12 deficiency. Cochrane Database Syst Rev. 2018 Mar 15;3:CD004655. doi: 10.1002/14651858.CD004655.pub3.

(16) Muss C. et al.: Bioavailabilty of a liquid Vitamin Trace Element Composition in healthy volunteers. Neuro Endocrinol Lett. 2015 Sep 12;36(4): S. 337-347.

(17) Wirth H.P., Yang M.: Different Pathophysiology of Gastritis in East and West? A Western Perspective. Inflamm Intest Dis. 2016 Oct;1(3):113-122. doi: 10.1159/000446300.

(18) Gorbunov AIu.: [Treatment of patients with cholelithiasis and concomitant gastritis using sodium-calcium sulfate mineral water]. Vopr Kurortol Fizioter Lech Fiz Kult. 2010 Nov-Dec;(6):21-3.

(19) Gray S.L.et al.: Proton pump inhibitor use, hip fracture, and change in bone mineral density in postmenopausal women: results from the Women’s Health Initiative. Arch Intern Med. 2010 May 10;170(9):765-71. doi: 10.1001/archinternmed.2010.94.

(20) Cheng Y.R. et al.: Acid-sensing ion channels: dual function proteins for chemo-sensing and mechano-sensing. J Biomed Sci. 2018 May 24;25(1):46. doi: 10.1186/s12929-018-0448-y.

(21) Memariani Z. et al.: Medicinal plants with antithrombotic property in Persian medicine: a mechanistic review. J Thromb Thrombolysis. 2018 Jan;45(1):158-179. doi: 10.1007/s11239-017-1580-3.

(22) Abdel-Daim M.M. et al.: Synergistic protective role of mirazid (Commiphora molmol) and ascorbic acid against tilmicosin-induced cardiotoxicity in mice. Can J Physiol Pharmacol. 2015 Jan;93(1):45-51. doi: 10.1139/cjpp-2014-0336.

(23) Schwalfenberg G.K.: The Alkaline Diet: Is There Evidence That an Alkaline pH Diet Benefits Health? J Environ Public Health. 2012; 2012: 727630. doi: 10.1155/2012/727630

(24) Bruno G. et al.: Helicobacter pylori Infection and Gastric Dysbiosis: Can Probiotics Administration Be Useful to Treat This Condition? Can J Infect Dis Med Microbiol. 2018 Sep 10;2018:6237239. doi: 10.1155/2018/6237239. eCollection 2018.

(25) Salem E.M. et al.: Comparative study of Nigella Sativa and triple therapy in eradication of Helicobacter Pylori in patients with non-ulcer dyspepsia. Saudi J Gastroenterol. 2010 Jul-Sep;16(3):207-14. doi: 10.4103/1319-3767.65201